gerade das Geschrei aufgrund von Schilddrüsenüberfunktion oder auch Bluthochdruck kann auch einem vollkommen Gesunden den allerletzten Nerv rauben. Es hat mich in dieser Zeit sehr, sehr viel Kraft gekostet um nicht genervt auf Gina zu reagieren - und die meisten von euch wissen, wie sehr ich sie geliebt habe. Die Schreie waren extrem laut und durchdringend, jede Nacht, über Stunden im Minutentakt, über Wochen und Monate... das ging wirklich an die Substanz. Es hat geholfen zu wissen, dass sie krank war (klingt irgendwie abartig, denn gewünscht hätte ich mir wohl lieber eine psychische Macke als das...) und auch, dass es sich mit geeigneter Behandlung legen wird. Aber der Weg dahin, der war verdammt hart. Es war ein Kampf jede Nacht mich nicht dafür zu entscheiden die Schlafzimmertür zuzumachen und sie mit ihrer Krankheit allein zu lassen... sie nicht genervt anzuschreien. Dass ich diese Gedanken überhaupt hatte, dafür habe ich mich gehasst. Selbst das jetzt zu schreiben erzeugt immer noch ein furchtbar schlechtes Gewissen... Ich habe das nie getan, aber es war schwer, wirklich verdammt schwer. Wer das nicht selbst erlebt hat, der kann sich das kaum vorstellen, denn mit dem normalen Gemaunze, auch wenn es die ganze Nacht durch geht, ist das nicht im Entferntesten vergleichbar.