Hallo ihr Lieben,
ich habe mich heute angemeldet, weil ich ein paar Ratschläge erhoffe.
Ich hol mal etwas aus, damit man die Situation versteht. Hier bei mir gibt es eine größere Anzahl (wieviel genau weiß ich nicht so 5/6 -?) herrenlose Streunerkatzen auf einem Gewerbegelände. 2002 habe ich bereits einmal eine kleine Katze von dort adoptiert, die sich als ca. 12-14 Wochen altes Kitten bei mir "eingeschleimt" hat. Sie ist mit meinem Kater (etwa gleichalt) und der dritten Katze zusammen aufgewachsen. Diese drei sind selbstverständlich kastriert.
Jahrelang haben mich diese andern Katzen nicht weiter gestört, da meine zu Wohnungskatzen werden mussten (mein Kater ist Epileptiker) und ein älterer Herr die Streuner wohl immer gefüttert hat. Manchmal hat man Nachwuchs gesehen. Sie sind somit wahrscheinlich alle unkastriert. Schlimm genung.
Letztes Jahr hat sich dann eine Katze entschlossen immer zu uns zu kommen. Wir haben ihr immer etwas Futter gegeben. Im Herbst tauchte dann an ihrer Seite ein Kitten auf, supersüß und pechschwarz. Die beiden habe ich dann über den Winter gebracht mit Höhlen und Stryroporgedämmten Holzkisten unterm Carport,ich kann sie ja nicht reinnehmen, ich hab ja schon drei drinnen. Die Kleine (Tapsy) ist superzahm geworden und mir ans Herz gewachsen. Die Mutter ist sehr scheu und häufig auch verletzt. Es bricht mir das Herz, aber ich komm nicht an sie ran.Als Ende März der "Platzhirsch" also wohl der Obermackerkater hier (vermutlich auch der einzige) dann aber über meine kleine Maus steigen wollte ist mir bewusst geworden, dass ich was tun muss. Ich habe sie kurzerhand geschnappt und kastrieren lassen. Sie ist jetzt meine "Draussenkatze". Leider spricht sich unter Katzen rum, wos was gibt, weil der ältere Herr jetzt nicht mehr zum Füttern kommt. Es tauchte eine neue offensichtlich trächtige Katze auf, die aber sehr schnell zutraulich wurde und sich auch anfassen lässt und eine weitere,die aber nur nach Futter sucht und sehr scheu ist. Ich habe die zahme, trächtige Katze Pünktchen getauft und mit gefüttert. Pünktchen und Tapsy sind teilweise stundenlang wie im Gänsemarsch hinter mir hergedackelt, wenn ich draussen war. Ich habe mir Gedanken gemacht, was ich mit Pünktchen anstelle. Überall draussen habe ich Kisten, Körbe, Kartons und sonstwas mit alten Bettlaken und Handtüchern verteilt und ihr gezeigt. Fand alles nicht ihre Zustimmung, ihr Lieblingsplatz ist unter unserer Holzterrasse. Leider hat sie letzte Nacht dort auch ihre Jungen bekommen. Natürlich dort wo man nicht rankommt, toll ist es da nicht. Ich konnte in der Morgendämmerung (so gegen 5 Uhr) drei kleine ausmachen, die recht munter aussahen, übereinanderkrabbelten und fiebten. Mama sah gut aus und hat mit gutenm Appetit gefressen. Als es heller wurde konnte ich sehen dass da noch ein viertes war, sah aus als wäre es tot. Das wollte ich dort nicht liegen lassen. Ich hab dann mit einen dünnen Stab zwichen den Fugen durch versucht das Kitten wegzuziehen, es lebte noch. Ich habs da irgendwie unter der Terrasse rausgefrummelt. Die Nachgeburt war noch dran und es war ganz kalt, lebte aber noch. Handwärmer genommen - Kitten in Tuch,drauf, zum Tierarzt, hat zwischendurch sogar das Köpfchen etwas gehoben. Tierarzt meinte keine Chance und hat es mir weggenommen. Ich hab Rotz und Wasser geheult, mir kommen immer noch die Tränen, hätte ich es nur eher gefunden.
So jetzt zur eigentlichen Frage, wie kriege ich Pünktchen dazu ihre Babys unter der Terrasse vorzuholen und in eins meiner Unterkünfte zu bringen, sie ist immer noch zahm und lässt mich auch schauen, schnurrt und kuschelt sich an mich. Unter der Terrasse können sie nicht bleiben (Regen, Kälte, andere Katzen) Oder soll ich einfach versuchen die auch rauszufrummelt und in einen Korb legen und hoffen, sie schleppt sie nicht wieder unter die Terrasse?
(Anmerkung: der Tierarzt hatte mir letztens gesagt, sie müsse dann 3-4 Wochen nach der Geburt kastriert werden, damit sie nicht wieder trächtig wird, darum kümmere ich mich natürlich nebenher auch)
Zunächst ist aber erstmal wichtig, dass die drei Kleinen gut versorgt sind, stillen tut sie, ob alle rankommen, kann ich schwer erkennen, wenn ich auf der Terrasse liege und durch die Fugen schiele.