Jeder hat doch seine eigene Meinung..oder?
Natürlich, aber die Meinung, Milchtrinker seien Mörder und Leichenfresser, befindet sich meiner Meinung nach in derselben Kategorie wie "Die Erde ist platt", "Auch Möbelstücke verdienen guten Sex", "Juden sind an allem schuld", "Schwule sind des Teufels und gehören gesteinigt" und "Ich bin nicht schizophre - HALT DEN MUND! - Nicht
du schon wieder... - Muahaahaha!".
Das bezieht sich nicht auf ALLE Veganer, sondern auf diejenigen, die Fleischesser als Mörder, Nazis und andere Nettigkeiten beschimpfen und eine maßlos übertrieben weinerliche Ausdrucksweise für das benutzen, das standardmäßig im Kühlregal liegt.
Meine Meinung zu diesen Leuten mag nicht schmeichelhaft sein, aber ich renne ihnen nicht mit Belehrungen hinterher. Bei Gelegenheit läster ich mal, aber dabei bleibt's. Umgekehrt ist die Toleranz oft Mangelware. Ähnlich wie die Judenhassersekte und andere radikale Ideologien. Da wird gerne mal vergessen, dass die eigene Ideologie nur ein netter Spaß für zuhause sein sollte, und nichts, das man anderen aufzwingen darf.
Ich geh nicht zu Veganern hin und sag, sie sollen Fleisch essen, aber umgekehrt musste ich schon Strafanzeigen austeilen, damit die endlich aufhören mit ihren kranken Kampagnen gegen mich. Ich bin ein , weil ich Tierleichen esse, und ein Judas, weil ich Leute, die mich so beschimpfen, "verrate" durch Anzeige.
Wie gesagt, nicht alle sind gleich, aber
jede extreme Ideologie, wo mehr "Don't" als "Do" in der Anleitung vorkommt, neigt dazu, einen hohen Anteil an Intoleranzkis zu produzieren. Der radikale Tierschutz ist alles andere als eine Ausnahme. Ich will nicht mal radikalen Zionismus im Haus haben. Radikalen Tierschutz entsprechend auch nicht. Hilfe, was würde mir blühen, wenn diese Leute sähen, dass ich meinen 5cm langen Kugelfisch auf nur 60 Litern halte...
Ich hab meine politischen, sozialen und kulturellen Ansichten, die teile ich mit, aber ob andere die teilen oder nicht, ist mir egal. Ich ecke schon mal an und diskutiere mit Gegnern, aber hysterisch kreischend bekehren, nein.
Das bringt mich zu der Geschichte mit der werdenden Mutter, die ihr Kind hat sterben lassen, um ein paar Kälber zu ehren (nicht "retten"). Ernährte sich in der Schwangerschaft vegan und dabei mangelhaft, weil Tierleben wohl wichtiger sind, als ihr eigener Fötus. Ihre Gleichgesinnten fanden das vorbildlich, ich finde sowas krank. Hier kann nämlich nicht mehr gesagt werden "Ist doch ihre Sache" - hier musste ein weiterer Mensch drunter leiden, pardon, sterben.