Ich verstehe den ad nauseam zitierten Text durchaus. Es wäre schön, wenn du mir nicht ständig unpassende Unterstellungen machen würdest.
Das ändert nichts an meiner Meinung, auf Grund der du mir nicht unterstellen kannst, ich sei gegen seriöse Zucht und für das, was ihr Vermehrer nennt. Ich weiß auch gar nicht, warum du mich als Katzenhasser dastehen lässt, nur, weil ich mich weigere, die deutsche Sprache falsch anzuwenden, indem ich implizierte, Züchter seien keine Vermehrer. Dir ist klar, dass ich meine Aussage diesbezüglich auf dem mathematischen Konzept der Vermehrung, und nicht auf Undergroundfachjargon basiere?
Ich schrieb lediglich, die deutsche Sprache würde missbraucht, auch seriöse Zucht ist keine Garantie und die Welt braucht keine Rassekatzen.
Ich bestreite oder verharmlose keinen einzigen Punkt in diesem Hinweis:
Die Folgen von Vermehrung sind für die Katzen verheerend - angefangen von körperlichen bis hin zu seelischen Krankheiten.
Das hier beispielsweise, ist nicht nur eine "Vermehrer"-Sache, siehe Qualzuchten. Siehe Zuchttiere, die sich nicht mögen und einander ertragen müssen, weil der eine Crufts gewonnen hat und die andere eine seltene Farbe hat. Und so weiter.
Seriöse Zucht beugt dem bestenfalls weitgehend vor, schließt es aber nicht völlig aus. Diese Aussage ist urteilsfrei.
Trächtigkeit, Geburt und Aufzucht sind komplexe Themen, die viel Wissen erfordern.
Auch um in dieser Hinsicht alles richtig zu machen, muss man kein "seriöser Züchter" sein. Man muss in erster Linie informiert und vorbereitet sein. Es wird gern so getan, und DAS ist, wogegen ich hier anrede, als ob
alle "Vermehrer" grundsätzlich gegenüber dem Wohlbefinden ihrer/einer Katze gleichgültig sind.
Was den an mich gerichteten Vorwurfsfinger angeht: Du kennst erstens die Umstände meiner Neuen, an denen ein Kaufverzicht NICHTS geändert hätte. Zweitens werden die Besitzer der Eltern/Mutter in diesem Fall wohl kaum Lust, Platz oder Geld haben, weiter Katzen zu produzieren. Wer soll die denn nehmen, in Azazel? Drittens wurde in diesem Forum bereits mehrmals gesagt, dass eine Abgabe ab 8 Wochen ebenso in Ordnung ist, wenn das Kätzchen zu einem Spielkameraden/Artgenossen kommt.
..also was macht MICH hier zur Quadratwurzel allen Übels?
Ich weiß wirklich nicht, woher du die beleidigende und einfach absurde Unterstellung holst, ich sei für Katzenelend, nur, weil ich den falschen Gebrauch ein paar deutscher Vokabeln kritisiere, und sage, dass "Zucht" keine Garantie für ein perfektes Leben ist, während es viele glückliche "Vermehrer"katzen gibt. Das ist alles Tatsache, und in welchem Maße, das habe ich nie zur Debatte gestellt. Mein Sozo ist glücklich, mein Pedigreekater war behindert, Vermehrung bedeutet 1+1=3 - mehr schrieb ich nie.
Niemals, mit keinem Wort, habe ich etwas gesagt, das "Schwarzzuch" verherrlichen oder "seriöse Zucht" verspotten würde. Ich habe den falschen Wortgebrauch verspottet, mehr nicht.
Macht mich das zum Katzenfeind?
Außerdem darf jeder Tierschutz für sich selbst definieren. Für mich bedeutet es, aktiv das Leben vorhandener Tiere zu verbessern, anstatt im Internet die Leute zu belehren. Meine Art, und auch das ist eine Gültige, des Tierschutzes ist, ein verlassenes Kätzchen von der Straße zu holen, Leuten ZIVILISIERT nahezulegen, ihr Tier zu kastrieren, und gut für die Tiere sorgen, die in meiner Obhut oder meinem Einflussbereich sind. Dafür werd ich mich nicht entschuldigen und daraus lasse ich mir keinen Vorwurf forcieren.
Natürlich sind auch die Lastramis genauso viel wert, wie andere Katzen -
aber angesichts der Überfüllung der Tierheime und der Vielzahl von
streunenden, nicht kastrierten Katzen, sollten nicht willkürlich weitere
Kitten in die Welt gesetzt werden, die kaum noch unterzubringen sind.
Niemals habe ich mich für Willkür ausgesprochen. Es scheint aber jeder selbst auszulegen, ab wieviel bewusster Einflussnahme/Selektion von Willkür die Rede ist. In meinen Augen ist Willkür, die zufällig vorhandene Katze mit einem zufällig vorhandenen Kater zu verpaaren, ohne IRGENDETWAS zu berücksichtigen. Willkür ist für mich, blind in einen Topf greifen und irgendwas rausziehen, egal was. Bei Vermehrung ist dies bei weitem nicht immer der Fall. Das sage ich doch nur. Ich habe dabei nie geurteilt, ob das schlecht oder gut ist, also kannst du mir auch eine Befürwortung nicht unterstellen.
Zudem liegt eine große Gefahr darin, dass unkastrierte Katzen und Kater und
die daraus resultierenden Jungen krank sein können und sich gegenseitig
Krankheiten weitergeben können, dass durch Inzucht behinderte Kitten
geboren werden, dass ahnungslose Katzenbesitzer, die sich nicht über
die eventullen Probleme bei der Geburt der Kitten informieren oder
nicht die nötigen Vorkehrungen treffen, falls Komplikationen auftreten,
den Tod oder die Behinderung mancher Katzenmütter oder Kitten in
Kauf nehmen...
Fakt.
Ich denke aber auch, dass viele dieser Sorgen mitunter Statistikfrage sind und dass es bei 10 seriösen Züchtern weniger Probleme geben
kann, als bei 100, weil es weniger Katzen und Leute gibt, die Probleme haben können. Ich sage "mitunter", nicht "einzig und allein", /inb4 Wortverdrehung...
Krank: Kann auch in seriöser Zucht passieren. Vielleicht keine Erbkrankheiten, aber du hast doch hier auch schon mitgelesen, wie es in seriösen Zuchten zu
FIP kam (und da ist eine erbliche Schwerhörigkeit im Vergleich wohl das kleinere Übel - und wieder: Das qualifiziert keine Unterstellung der Verherrlichung der Sache).
Inzucht: Das ist wohl das letzte, was bei einem Ups-Wurf zu befürchten ist, wenn es sich nicht gerade um ein Geschwisterpaar handelt. Inzucht, wenn auch "unterbrochen", lässt sich in vielen anerkannten Pedigrees finden, weil die Linie ja soooo toll ist (aus Italien!).
Probleme bei SS und Geburt: Seriöse Zucht schließt dies sicherlich weitgehend aus, hab ich auch nie bestritten und find ich ja auch gut. Aber auch unseriöse Züchter können sehr, sehr gut für ihre schwangeren/werfenden/stillenden Katzen sorgen. Mehr sag ich doch gar nicht.
Ich möchte nur nicht, dass ALLE in einen Topf geworfen werden. Ist das so schlimm? Ich bin sicher, dass gerade seriöse Züchter hier, wissen, wie es ist, Opfer von blinder Pauschalisierung zu werden. Ist sch..., oder? Also warum nicht mit gutem Beispiel vorangehen und
von Fall zu Fall urteilen? Sag mir beispielsweise mal, wie ich oder die Besitzer der Eltern, durch Orli-Pompom zu Elend beigetragen haben. Die Leute KÖNNEN nicht weiterzüchten/vermehren, der Zwischenhändler führt normalerweise bewusst keine Katzen, weil keiner Geld dafür ausgibt, Orli geht es gut, und keiner sagt, dass die 4 Kleinen nicht kastriert werden oder garantiert krank werden. Also finde ich es noch zu früh, hier auch schon wieder den Vorwurfsfinger zu wedeln.
So schlimm?