[...] Warum gehen manche dieser Leute nicht auch so mit Ihren menschlichen Artgenossen um??? [...]
Und warum fodern einige von anderen immer Dinge, die für sie nicht gelten?
[...] Ob Dir das nun gerade paßt, ist mir herzlich egal!
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[...] schon damals kamen diese rebellischen gedanken, die den sinn einiger zuchten hinterfragten. ich führe jetzt einfach zwei rassen auf, deren sinn ich noch nie verstanden habe. 1. die manx. eine katze, die aufgrund des fehlenden schwanzes in ihrer bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, weil es schwieriger ist, das gleichgewicht zu halten ohne diesen "steuerungsapparat". 2. die sphynx. groß angepriesen als katze für allergiker, weil haarlos. ich nenne sie: die katze für putzfaule. man muss nicht ständig mit dem staubsauger hinterher sein. beide rassen haben ihre liebhaber. von mir wird's da aber keine beifallsbekundungen geben, denn ich finde es unmenschlich wenn nicht gar widerlich. [...]
Da hast du dir zwei interessante Rassen rausgesucht und bist - scheinbar - einigen Fehlinformationen (so wie: Katzen sollten einmal werfen und
Trockenfutter ist gut für die Zähne etc.) aufgesessen...
Vorweg: ich bin auch gegen
Qualzucht, also gegen das bewusste Anzüchten von/Hinzüchten auf Merkmale

, die den Katzen Schwierigkeiten machen. So sind peak-faces für mich ein absolutes No-Go!
Bei der Manx verhält es sich ja nun aber so, dass diese Rasse von ganz alleine so entstanden ist, wie sie heute ist - ohne menschliches Zutun. Klar, die Menschen haben die Katzen aufgenommen und diese Rasse weitergezüchtet, aber im Grunde - so doof das klingen mag - ist sie eine Naturrasse, denn der Defekt ist durch die beengten und isolierten Lebensverhältnisse entstanden und zwar durch "natürliche" Selektion, also ohne menschliches Zutun! Ob man eine solche Rassse danach erhalten sollte oder nicht, ist sicher diskutabel, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sie nicht 'vom Menschen' gemacht ist (weiß jemand, wie sich das bei den Bobtail-Katzen verhält?). Außerdem habe ich noch nichts davon gehört, dass Manxkatzen in ihren Bewegungen eingeschränkt seien, ein Kätzchen, das z.B. durch einen Unfall seinen Schwanz als Kitten verloren hat, torkelt auch nicht hilflos durch die Gegend.
Bei den Sphynxen gibt es - wie ich finde - die meisten Fehlinfos und -interpretationen. Ganz sicher sind sie nach meinem Wissen mit am ungeeignetsten, um bei einem Allergiker zu leben, denn die meisten Katzenallergiker sind nicht auf die Haare, sondern ein Enzym im Speichel allergisch und was meinst du, wie die auf ein Tier reagieren, das komplett mit diesem Speichel bedeckt ist, denn diese Katzen putzen sich genau so wie andere, ihr Speichel trifft also direkt auf die Haut und so ist der Kontakt zu diesem Enzym potenziert. Außerdem sind sie durchaus pflegeintensiver als andere Katzen, weil man sie regelmäßig baden sollte (aufgrund der erhöhten Talgbildung) und sie - aufgrund des erhöhten Grundumsatzes - mehr fressen, also auch mehr wieder hinten rauskommt :lol:. Ich kenne jetzt nur Canadian Sphynxe und kann daher nur für diese sprechen, aber sie sind - zugegeben erst, nachdem man sich an das doch zunächst 'komische' Aussehen gewöhnt hat - die 'katzigsten Katzen', die ich kenne, wenn ich das man so ausdrücken darf. Ich finde, ihr Verhalten extrem - in allem: Sie schmusen intensiver, sie spielen ausdauernder, sie klettern exzessiver, die fordern penetranter, sie maunzen lauter undundund. Ob man das braucht? Tja, weiß nicht. Aber genauso gut könnte man hinterfragen, ob man in unseren Breitengraden noch Katzen mit Unterfell 'braucht' oder solche mit Locken...
Das ist eine schwierige ethische Frage, finde ich. Grundsätzlich sage ich, dass die Rassen, die es nun mal gibt (egal, wie sie nun entstanden sein mögen), schützenswert sind, sofern die Tiere dadurch, dass sie so sind, wie sie sind, keine Beeinträchtigungen haben. Inwiefern man dann noch mit den Tieren 'experimentieren' muss, um neue Rassenzu kreieren, hm, schwierig. Auch das sehe ich kritisch. Jedoch das vorhandenen Erbgut zu erhalten und - so möglich - Erbkrankheiten auszumerzen, das sehe ich als Aufgabe guter und seriöser Zuchten an. Und das kann nun mal kein Vermehrer/vereinsloser Schwarzzüchter, weil ihm dazu die Netzwerke/das Wissen und die Stammbäume fehlen, die da eben Grundlage sind.
Und doch, ich würde es sehr bedauern, wenn es keine 'normalen' Hauskatzen mehr gäbe! Denn zu sagen, dass man darauf verzichtet, wenn die Menschheit dafür verantwortungsvoller würde, ist in meinen Augen utopischer als es jeder SiFi-Roman je sein könnte :wink: oder eher

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Wie sagte Albert Einstein doch einmal (angeblich): „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
Und wenn das Schicksal von LEBEwesen in die Hände von 'Dummen' (damit meine ich auch beratungsresistente und 'mir-doch-egal-wird-schon'-Menschen) gelegt wird (und ich schließe da keine Gruppierung aus), wird das immer leider negative Folgen haben.
Daher wäre es in meinen Augen sinnvoll, dass nur Leute Katzen (Tiere allgemein) züchten dürften, die zuvor einen umfassenden Sachkundenachweis erbracht haben, in dem sie zumindest nachweisen können, dass sie theoretisch die Grundlagen und wichtigsten Dinge beherrschen. Dass auch solche Leute hinterher keine guten Züchter sein müssen, steht außer Frage, aber zumindest fehlt es ihnen dann schon mal nicht an der durchaus so wichtigen technischen Komponente.
So, ich muss los, bis denn *wink*.