Wie habt ihr eure Trauer denn verarbeitet? Wenn das überhaupt richtig geht...
Unterschiedlich. Ich habe z.T. geschrieben, Briefe an mein verstorbenes Kätzle, ich habe mich verkrochen, ich wurde wütend auf die Menschheit oder ich war einfach nur traurig, aber nicht unglücklich. Kommt immer auf die jeweiligen Umstände an.
Wir haben einige z.T. sehr kranke Katzen aufgenommen, die keine normale Lebenserwartung haben werden. Wenn eines von ihnen gehen muß bin ich sehr traurig, aber ich denke mir immer, sie hatten ein paar schöne Jahre, die sie sonst nicht gehabt hätten.
Als meine beiden Katzen, die ich vor der Katzerei hatte, starben, ging ein großes Stück meines Lebens. Diese Katzen begleiteten mich beide über 18 Jahre. Da war neben der Trauer auch eine gewisse Wehmut zu spüren. Denn die beiden haben mich in schweren Zeiten immer wieder aufgerichtet, mehr als irgendein Mensch. Und meine Kinder sind mit ihnen aufgewachsen.
Jeder Tod einer Katze hat mein weiteres Leben beeinflusst. Sei es, dass ich etwas über Katzenkrankheiten lernen mußte, sei es dass ich den (christlichen) Glauben in Frage stellte.
Eines haben meine Regenbogenkätzle aber alle gemeinsam. Sie werden nie wirklich tot sein, denn sie leben in meinem Herzen weiter und ich kann auch mit einem Lächeln und mit Dankbarkeit an sie zurückdenken.
Such deinen Weg der Trauerverarbeitung, und glaube mir: jedes Schlechte hat auch sein Gutes, wir erkennen es aber meist erst viel später.
Die hier brennt für Curly