Liebe kleine Curly! Viel Spaß auf der anderen Seite mit unseren Sternchen. Jetzt geht´s Dir wieder gut und Du kannst herumtollen. Bis wir uns alle wiedersehen guckst Du ab und an nach Deinen Menschen und Deinem Blinky, ja? Mach´s gut, mein Schatz.
Liebe/r Hannibal!
Ich denke, wir können alle nachvollziehen, wie es Dir jetzt geht. Das es Menschen gibt, die das nicht verstehen können ist einfach so. Ich denke, das haben die meisten von uns auch schon erlebt. Unsere Tiere sind für uns Familienmitglieder und natürlich trauert man um sie, fühlt sich leer, es geht einem schlecht. Laß´ die Trauer einfach zu und laß´ Dich nicht von den Aussagen irremachen.
Nach Whisky´s Tod habe ich mich wie verwaist gefühlt. Ich wusste ja, was kommt, aber man kann sich einfach nicht drauf vorbereiten. Jedesmal, wenn ich an den Tierfutterregalen vorbeigegangen bin beim Einkaufen, hat es mir einen Stich versetzt. Ich habe unendlich weinen müssen. Wir wussten, daß wir uns einen Erben für seinen Platz aus dem Tierheim holen würden, aber mein Mann war der Meinung, das könne bis Weihnachten warten. Whisky starb am 27. August.
Ich war immer die erste, die zuhause war und habe die Leere gespürt. Als mein Mann einige Tage später zuerst heimkam, wurde ihm das so richtig bewußt. Ich fuhr dann ins Tierheim. Und da war Joy. Durch diverse Umstände (Kastra, wir hatten noch Urlaub gebucht) zog sie 8 Wochen nach Whisky´s Tod ein und brachte das Leben zurück in unsre Bude.
Als Joy uns nach 11 Monaten Kampf gegen den Krebs verlassen mußte, war das fürchterlich. Ich war bereits nach der Diagnose am Boden zerstört, als würde sich ein Loch auftun und mich verschlucken wollen.
Dann war mein Mann die treibende Kraft, sodaß an Joy´s Todestag Erna und Frollein Willi ihren Platz erbten. Männe hat dann erstmal das Emotionale übernommen, ich dafür gesorgt, daß alles sauber war, Futter, Katzenklo´s eingerichtet wurden.
Erna und Willi haben mir sehr geholfen, obwohl es Wochen gedauert hat. Ich weine heute noch, ein halbes Jahr später, wenn ich über Joy schreibe oder an sie denke. Die Gedanken an die glücklichen Momente überwiegen, das wird bei Dir auch irgendwann so sein. Unsere Sternchen sind fest in unseren Herzen, daran wird sich nichts ändern.
Der Trost, den wir finden können, besteht darin zu wissen, daß sie es gut bei uns hatten und wir alles für sie getan haben. Und für die glücklichen Momente und das Wissen darum, das wir etwas für sie tun konnten, hat es sich sowas von gelohnt.
Am Pfingstsamstag ist dann noch Opa Leo bei uns eingezogen, streunend aufgelesen, mit einem großen Geschwür im Gesicht. Wir wissen nicht, ob es Krebs war, ist uns aber auch egal. Er hätte keine Vermittlungschancen gehabt. Aber wir wissen, worauf wir uns eingelassen haben. Leo dankt es uns damit, daß er sich prächtig entwickelt und ein ganz großer Schmuser ist. Wie gesagt - man weiß nie, was auf einen zukommt, aber es lohnt sich - immer wieder.
Laß´ Dich von Blinky trösten. Ihr trauert gemeinsam und das hilft ungemein.
Ich drück´ Dich ganz lieb in Gedanken!
Herzliche Grüße,
Sisja