Jau, wie erwartet eine kontroverse Diskussion.
Auf die Idee gebracht, hat mich übrigens diese...Rasse:
http://www.karmafarms.com/twisty.htm
Für mich ist das ganz klar eine
Qualzucht. Allerdings soweit wie Eva würde ich den Begriff trotzdem nicht fassen wollen, denn unsere heutigen Katzen SIND domestiziert, folglich ist z. B. eine fehlende Unterwolle unter ihren jetzigen Lebensumständen keine Qual.
Es gäbe immer Umstände unter welchen die Tiere durch ihren jetzigen Zustand leiden würden, aber für mich ist es nur sinnvoll ihre jetzigen Umstände zu betrachten und dabei zu sehen, ob Gesundheit UND/ODER Wohlbefinden beeinträchtigt wird durch ihr Aussehen etc.
Unter
Qualzucht fallen damit alle bewusst vermehrten Mutationen, die mit ernsthaften Schäden einhergehen oder die wichtige Sinnesorgane der Katze beeinträchtigen.
Aber eben auch Mutationen, die Letalfaktor sind, bei denen also Kitten nicht lebensfähig sind oder schon im Mutterleib absterben bei homozygoter Verpaarung.
Denn das Tier ist nicht lebensfähig, damit gesundheitlich offensichtlich eingeschränkt. Und damit eben für mich
Qualzucht.
Fehlende Unterwolle, Locken etc. fallen daher für mich aber nicht unter
Qualzucht. Denn damit können die Tiere wunderbar hier leben.
Anders allerdings siehts doch wieder bei den Fellmassen der Perser aus. Das Tier kann sich nicht allein putzen - eine Tätigkeit, die trotz menschlicher Anwesenheit meist allein erledigt wird. Es braucht also Hilfe bei Tätigkeiten des normalen Lebens (Nein, unsere kurzhaarigen Katzen bräuchten das Bürsten ja eigentlich nicht, also das zählt nicht!), sonst wird das Leben zur Qual. Folglich eine
Qualzucht.
Ich will damit nicht jede Zucht gleich richtig heißen, die nicht zu Einschränken führt, aber Qual ist vielleicht doch ein bisschen mehr. Locken sind keine Einschränkung.
Allerdings haben doch z. B. die kurzen Beine der Munchkin durchaus Folgen für das Skelett und somit auch für die Physis der Katze - das ist für mich eine klare
Qualzucht.
Bin ich auf dem Holzweg?