Liebe Susanne, umsiedeln wäre sicher der beste Weg.
Die beiden Betriebe die du erwähnst lassen sich absolut nicht vergleichen. Karl-Heinz´ Fotos zeigen zumindest eine Umschlagstation. Ich kenne einen solchen Betrieb. Dort herrscht tagsüber reger Publikums- und Fahrzeugverkehr durch Anlieferungen, Abholungen und die großen Pressen die dort eingesetzt werden. Das Gelände ist schon allein wegen der Lieferungen offen. Sicher treiben sich da auch Katzen rum, sicherer für sie wäre es, wenn sie nicht dort blieben. Wir haben auch schon Tiere aufgenommen, die in der Umgebung gefunden wurden.
Die Raffinerie ist verglichen damit ein Hochsicherheitstrakt. Ich bin auch schon dort gewesen, natürlich nur bis zu dem Bereich, wo die Futterstellen stehen, bzw. konnte ich vom Tor aus hineinsehen. Die Abläufe sind weitestgehend automatisiert und die Anlagen werden nur von verhältnismäßig wenigen Menschen überwacht und gewartet, die nur mit Werksausweisen bzw. Sondergenehmigung Zugang haben.
Stattdessen finden sich dort viele Arten von Wildtieren, z.B. Füchse, und eben auch streunernde Katzen, die sich enorm vermehren. Wenn es gelänge, alle einzufangen und umzusiedeln würden sofort neue Tiere nachrücken, die sich in der in ihren Augen sicheren Welt ihr Auskommen bzw. Verstecke suchen. Eva und ihre Helfer haben von dort vor zwei Jahren etwa 35-40 Katzen unterschiedlichen Alters eingefangen und kastriert, 3 Katzen haben bei Eva geworfen und sind, ebenso wie ihre Kitten und eine große Zahl halbwüchsiger bzw. zugänglich erscheinender Tiere vermittelt worden.
Die Tiere, die ein eingesperrt sein nicht ertragen hätten wurden nach Kastra und medizinischer Versorgung wieder dorthin entlassen, sind standorttreu und verhindern, das in großer Zahl neue Streuner zuwandern. Dadurch das sie weiter mit Futter versorgt werden kann man die Population gut im Auge behalten. Im Gegensatz zu der Zeit als die große Aktion dort durchgeführt wurde sieht man heute keine kleinen Katzen mehr auf dem Gelände. Es gibt also sicher viel weniger Kitten dort.