Also: 300 mg pro Tag ist die empfohlene Mindestmenge an Taurin für eine ca. 3 bis 4 kg schwere Durchschnitts-Katze. Eine dauerhafte Unterdosierung ist schlecht, eine Überdosierung gibt es eigentlich nicht, da das Zuviel über die Nieren wieder ausgeschieden wird. Aufpassen muss man nur bei herzkranken Katzen, die ein Problem mit dem Blutdruck haben (RCM, HCM), weil Taurin - bekannt aus Energydrinks (habt ihr schon mal zuviel von dem Zeug getrunken? Dann wisst ihr, was euch bei euren Katzen erwartet!) - diesen Druck auf das Herz erhöht und damit zu einem Blutstau in den Vorhöfen und sogar einem Rückfluss führen kann. Da ganz sachte und behutsam dosieren. Einer gesunden Katze kann man unbedenklich auch 500 mg (oder 600g oder 700g) geben. Macht nix! (Über die Auswirkung auf die Nieren wird noch gestritten, sag ich mal informationshalber dazu. Die ältere Lehrmeinung sagt, dass Taurin beim Abbau über die Nieren diese schädigt, neuere Studien sagen sogar, dass Taurin ganz furchtbar wichtig ist für die Aufrechterhaltung der Nierenfunktion, gerade bei den CNIchen. Gut, ausprobiert wurde das an Ratten, die sind sowieso nahezu unzerstörbar...).
Wichtig ist: Taurin ist leicht ätzend. Deswegen immer in Wasser auflösen.
Und: Am besten die Katze ganz langsam an das Taurin gewöhnen, sprich anfangs mikroskopisch kleine Mengen zusetzen und dann steigern. Meiner Erfahrung nach sind Eisenpulver und Taurin die schlimmsten BÄH-Supplemente...
Und die Bezugsquellen: Einige Apotheken haben das, aber dort ist es sauteuer. Es gibt von Felini eins, dass man auch bei Zooplus usw. bekommt, und natürlich in den verschiedenen Barf-Bedarf-Shops (wesentlich günstiger, wenn man aber nur das bestellt, hat man halt mitunter noch die Versandkosten einzurechnen...). Im Endeffekt ist es immer synthetisiertes Taurin, macht aber nix. (Echtes Taurin, da müsst ihr schon Hirn und Herz füttern...)