Einer meiner Kater humpelt zeitweise.
Seinen Anfang nahm die Geschichte vor einer Woche. Ich war in der Küche und hörte einen recht ungewöhnlichen "Aufschlag" auf der Couch. Ich sah nach: Der Kater humpelte zunächst weg. Anschließend begab er sich an seinen Schlafplatz und nahm sich eine Auszeit. Nach einem Schläfchen ging es ihm besser, allerdings war er nicht unternehmungslustig, sondern schonte sich, machte also nur die notwendigsten Gänge. Am Tag drauf lief er fast wieder ganz normal, war jedoch noch nicht auf Katersport mit dem Mitkater aus. Am zweiten Tag danach schien alles wieder gut: Er sprang, kletterte, rannte, prügelte sich, etc. Doch am Abend übernahm er sich anscheinend - und er humpelte wieder. Nun ging die Story genau so wie vorher wieder von vorne los: Schonen, langsam anfangen - Vollgas! Vor dem zweiten "Vollgas" brachte ich ihn jedoch zum Tierarzt, da mir die Sache spanisch vorkam - obendrein mache ich mit einem Tierarzt-Besuch ja nix verkehrt. Beim Tierarzt zeigte sich der Kater wieder in allerbester Verfassung und erkundete den Behandlungsraum in allen Ebenen. Auch das Gangbild war total unauffällig. Der Tierarzt tastete ihn akribisch ab, fand weder an den Knochen, noch an Muskulatur/Sehnen/Bändern was. Schließlich vermutete er eine Zerrung/Stauchung, gab ihm i. v. ein Schmerzmittel und mir Metacam mit, welches ich ihm ab dem zweiten Tage, also morgen, geben soll. Für 5-7 Tage.
Mein Kater wieder daheim - ihm geht's ja gut, also warum nicht ne runde mit dem Kumpel spielen und raufen?! Rein, raus, rüber, nüber, rauf, runter, usw. Und dann??? Humpelt er auf einmal wieder...
Heute morgen immer noch. Der Tierarzt hat zu heute. Mir egal - Tierklinik angerufen. Ich soll in 4 Stunden mit dem Kater vorbeikommen. Der hielt sein Schläfchen, steht auf - und alles wieder gut. In der Klinilk schildere ich die Sache, der Tierarzt schließt einen Bruch aus, tastet wieder ab, auch die Kniescheibe sitzt fest da wo sie hingehört. Er vermutet ebenfalls eine Zerrung und gibt mir zwei Möglichkeiten zur Auswahl:
1) Die Kater zusammen lassen und dann aber kein Schmerzmittel geben oder
2) 5 Tage lang Metacam oral und die Kater trennen.
Die zweite Variante hält er für besser.
Nachdem die beiden Kater nicht mehr ohneeinander können, einigen der Tierarzt und ich uns auf den Kompromiß, daß sie in den Zeiten zusammen sein dürfen, wenn ich ggf. eingreifen (also Spielereien und die Freundschafts-Prügeleien unterbinden) kann. Während der Arbeitszeit, etc. bekommt halt jeder die Hälfte der Wohnung. Daß die beiden dann den ganzen Tag lang an der Türe dazwischen rummaunzen und versuchen, drunter durchzupföteln, weiß ich schon jetzt. Sei's drum:
Der Kater ist wieder daheim, es gibt kein Geraufe oder sowas, aber irgendwann kommt er nach zwei Stunden wieder un hinkt.
Ist eine Zerrung bei Katzen wirklich so ein launisches Theater, das mal kommt und mal geht??? Zwei unabhängige Tierärzte stellen die gleiche Diagnose. Beide sind hoch angesehen und sicherlich kompetent. Aber wenn ich den Kater so humpeln sehe, bzw. bleibt er stehen und versucht weiterzulaufen, fängt wieder zu humpeln an, etc. - dann tut das einfach weh.
Verbinden wollten den Kater beide nicht, da sie befürchten, dadurch ne weitere Verletzung weiter oben am Beim hervorzurufen.
Kennt Ihr sowas? Hat jemand Erfahrung mit dem Thema?