Katzenelend - Züchter in der Verantwortung?

Diskutiere Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? im Zucht und Genetik Forum im Bereich Katzenzucht und Nachwuchs; Vorneweg, ich möchte keine Diskussion darüber ob züchten gut/böse/schädlich/wasauchimmer ist. Mir geht es um eine Idee, wie ich als Züchter...
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #1
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Gast18078

Gast
Vorneweg, ich möchte keine Diskussion darüber ob züchten gut/böse/schädlich/wasauchimmer ist.
Mir geht es um eine Idee, wie ich als Züchter vorgehen würde, und ich wollte gerne wissen ob sie - zmindest theoretisch - so durchführbar wäre.

Wenn ich nun als Züchter einer unbekannteren Rasse hergehe und sage: "Bei mir verlässt kein Tier unkastriert das Haus, sei es eine ehemalige Zuchtkatze oder ein Kitten."
Das müsste doch dazu führen dass das Schwarzzüchten mit dieser Rasse zumindest erheblich erschwert, wenn nicht teilweise verhindert wird. Oder?
Bei bekannten Rassen wie Main Coon etc. ist das wohl kein unterschied, aber bei Nebelung, Singapura etc. wohl schon, denke ich. Stimmt das so?

Wenn allerdings jemand eine Zuchtkatze haben will, also nicht kastriert, müsste er mir vorher einen Beweis erbringen, dass er in einem Verien züchtet und entweder schon Zuchterfahrung oder einen Mentor hat. (Man könnte ihn auch selbst unter die Arme greifen) Sprich ich würde kein Kitten abgeben wenn ich mir nicht sicher wäre, dass der Züchter seriös ist.

Wäre so ein Modell nun durchfürbar?
Ok, möglicherweise würde ich am Anfang weniger Zuchtkitten in die Zucht bringen können, aber wäre das den Rasseerhalt nicht wert?
Oder bin ich komplett auf dem falschen Dampfer?

Liebe Grüße
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #2
Wäre so ein Modell nun durchfürbar?
Ok, möglicherweise würde ich am Anfang weniger Zuchtkitten in die Zucht bringen können, aber wäre das den Rasseerhalt nicht wert?

ich halte das Modell für durchführbar, und nicht nur für seltene Rassen.
Wenn ich als Züchter vermeiden will, das mit meinen Katzen, die ich nicht in die Zucht abgebe nicht schwarzgezüchtet wird, kann ich sie nur kastriert abgeben, denn nur bis zum diesem Punkt habe ich die Kontrolle.

Und in die Zucht würde ich ohnehin nur geeignete Tier abgeben, und auch nur an Vereinzüchter, die ich als seriös empfinde.
Gerade wenn ich in die Zucht abgebe habe ich besondere Verantwortung für meine Tiere, ich wollte weder einen Kater in der Waschküche wissen, noch eine Katze mit mehr als 6 Jahren Babys bekommen sehen.

Und ich würde als Züchter noch einen weiteren Aspekt zum Tierschutz andenken.
Kitten verkauft man bekanntlich nicht in Einzelhaltung, aber nicht jeder kann sich zwei Rassekatzen leisten.
Kein Problem, ich würde ihn zum Tierschutz schicken, sich dort den Spielkumpel aussuchen und dann kann er mein Kitten haben, damit wäre Züchtern und Tierschutz geholfen
 
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  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #3
Vorneweg, ich möchte keine Diskussion darüber ob züchten gut/böse/schädlich/wasauchimmer ist.
Mir geht es um eine Idee, wie ich als Züchter vorgehen würde, und ich wollte gerne wissen ob sie - zmindest theoretisch - so durchführbar wäre.

Wenn ich nun als Züchter einer unbekannteren Rasse hergehe und sage: "Bei mir verlässt kein Tier unkastriert das Haus, sei es eine ehemalige Zuchtkatze oder ein Kitten."
Das müsste doch dazu führen dass das Schwarzzüchten mit dieser Rasse zumindest erheblich erschwert, wenn nicht teilweise verhindert wird. Oder?
Bei bekannten Rassen wie Main Coon etc. ist das wohl kein unterschied, aber bei Nebelung, Singapura etc. wohl schon, denke ich. Stimmt das so?

Wenn allerdings jemand eine Zuchtkatze haben will, also nicht kastriert, müsste er mir vorher einen Beweis erbringen, dass er in einem Verien züchtet und entweder schon Zuchterfahrung oder einen Mentor hat. (Man könnte ihn auch selbst unter die Arme greifen) Sprich ich würde kein Kitten abgeben wenn ich mir nicht sicher wäre, dass der Züchter seriös ist.

Wäre so ein Modell nun durchfürbar?
Ok, möglicherweise würde ich am Anfang weniger Zuchtkitten in die Zucht bringen können, aber wäre das den Rasseerhalt nicht wert?
Oder bin ich komplett auf dem falschen Dampfer?

Liebe Grüße

Die beiden Probleme dabei sind aber einfach, dass es Züchter gibt, die a) eine Frühkastration ablehnen (was durchaus nicht unseriös ist, aber eben die Gefahr birgt, dass man sich in dem einen oder anderen Liebhaber eben doch täuscht) und b) einfach auch solche (ich will sie mal nicht 'Züchter' nennen), die eben nicht verantwortungsvoll halndeln und denken, denn einem Verein beizutreten, ist zwar ein Schritt hin zur Seriosität, macht einen Vermehrer aber noch lange nicht zu einem Züchter. Und solange jeder Kater auf Katze setzen darf, wie er will und es keinerlei Sachkundenachweis o.ä. gibt, wird man das Problem leider nicht in den Griff bekommen!

Aber es ist meiner Meinung nach nicht nur Aufgabe der Katzenabgebenden, sich verantwortungsvoll zu verhalten, sondern auch die der Käufer.

[...] Viele Käufer haben leider immer noch nicht begriffen, dass SIE eigentlich diejenigen sind, die den Markt bestimmen. Wenn sich die Leute mal informiernen würden und darauf bestünden, dass z.B. bestimmte Gesundheitstest standardmäßig durchgeführt werden müssten und nicht mehr bei Leuten mit dubiosen 'Zuchtprkatiken' kaufen würden, gäbe es solche Vermehrer auch zunehmend weniger.
Wie Gesine schon schrieb, ziehen sich aber genau deshalb viele wirklich verantwortungsvolle Züchter aus dem Geschäft zurück, weil sie auf ihren gut sozialsierten und gesundheitlich hervorragend versorgten und gezüchteten Tieren sitzen bleiben bzw. sie selber behalten müssen, da sie keine geeigeneten Adoptiveltern finden. Da es ihnen nicht egal ist, an wen sie die Tiere herausgeben (eben nicht 'aus-den-Augen-aus-dem-Sinn'), stellen sie, pflichtbewusst wie sie sind, lieber die Zucht ein, als den Markt weiter zu überschwemmen, was allerdings dazu führt, dass es immer mehr der Schmuddelzüchter gibt, denen vieles egal ist.

Es ist doch an UNS LIEBHABERN, diesen Kreis zu unterbrechen, aber wenn sich die Leute immer erst NACHDEM sie irgendwie reingefallen sind, erkundigen oder gar, wenn sie recht gesunde Kitten erhalten haben (denn schließlich hat nicht jeder Vermehrer kranke Tiere), das Ganze auch noch schönreden und sagen, Papiere für ihre 'Rassekatze' brauchten sie nicht, das sei ihnen nicht wichtig, wird sich daran nichts ändern.

Und noch einmal: Bitte sucht euch SERIÖSE Vereinszüchter (denn natürlich gibt es auch hier unseriöse, die unter dem Deckmäntelchen der Vereinszugehörigkeit ihre Spielchen treiben, zumal Verein nicht Verein ist!), erkundigte euch VOR der Anschaffung eines Tieres genau und FRAGT bei erfahrenen Menschen (z.B. in VERSCHIEDENEN Foren, glaubt nicht der ersten besten Internetseite, recherchiert) NACH, lieber einmal mehr!!!

Wenn keiner mehr bei Leuten kaufen würde (vorwiegend aus Unkenntnis, Geldmangel oder Mitleid), bei denen es nicht anständig zugeht, würde sich das auch irgendwann regulieren. Aber solange die Überlegungen von 'Geiz-ist-geil' und 'meine-Katze-braucht-keine-Papiere-ich-will-ja-nicht-züchten' geprägt sind und man bei einem Vermehrer eben auch Kitten in Einzelhaft und zu früh bekommt, wird sich das Problem nicht lösen lassen :cry:.
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #4
Die Idee ist sehr gut und natürlich durchsetzbar. Ich war grad bei Altani (sie hat grad Kitten) auf der HP und hab mir da die Abgabebestimmungen durchgelesen. Sie gibt ihre Kitten mit 16 Wochen ab, nicht in Einzelhaltung und vor allem kastriert.
Finde ich sehr gut.
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #5
Und ich würde als Züchter noch einen weiteren Aspekt zum Tierschutz andenken.
Kitten verkauft man bekanntlich nicht in Einzelhaltung, aber nicht jeder kann sich zwei Rassekatzen leisten.
Kein Problem, ich würde ihn zum Tierschutz schicken, sich dort den Spielkumpel aussuchen und dann kann er mein Kitten haben, damit wäre Züchtern und Tierschutz geholfen

Ja, darüber hab ich ach schon Nachgedacht. Man könnte ja auch als Züchter verstärkt mit dem ortsnächsten Tierheim zusammenarbeiten, um für seine Kitten passende Partner zu finden. Die Tierheimmitarbeiter kennen ihre Katzen schleißlch besser


Was mir eben durch den Kopf gegangen ist, ist dass gerade Züchter von selteneren Rassen sagen, Frühkastration (allso vor der Abgabe) kommt nicht für sie in Frage weil die Rasse eh so selten ist. Aber die Katze ist doch für die seröse Zucht ohnehin verloren, sobald ich sie an Liebhaber abgebe. Warum dann nicht auf Nummer Sicher gehen und die Schwarzzucht von vornherein verhindern.
Und solange ich die Katze bei mir habe muss ich sie ja nicht kastrieren, solange ich über eine Zuchtzukunft für sie nachdenke.
Also wenn ich sage Katze XY wäre gutes Zuchtmaterial, und kein Liebhaber will sie, also muss ich sie momentan behalten, dann kann ich ja meine Zuchtpläne überdenken, ob XY reinpasst, wenn ja, züchte ich mit ihr, und wenn nicht kastriere ich sie. Das kann ja ach dann zm "regulären" Termin passieren.

Also ich hoffe man versteh was ich meine.
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #6
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #7
Mal eine Frage, nachdem ich ja in Sachen Katzenzucht so gar nichts weiß. Von der Hundezucht kenne ich das so, dass erst wirklich nach einem oder eineinhalb Jahren die Untersuchungen abgeschlossen sind, welcher Hund zur Zucht geeignet ist, da sich ja Epilepsie, Herzkrankheiten oder HD nicht immer sofort zeigen. Erst einmal muss das Tier zur Zucht zugelassen werden, dazu gehören Aussehen nach Standard, die ärztlichen Untersuchungen und eine Wesensprüfung. Und es gibt inzwischen breit angelegte Datenbanken, hinsichtlich der aufgetretenen Erkrankungen, durch die man Häufungen in einer Linie sieht, auch der Geschwister und Halbgeschwister.

Also: Kann man bei Katzen so früh sagen, hier, das wird eine Zuchtkatze, und das nicht? Ist es im Hinblick auf die Linienzucht nicht besser, abzuwarten und zu schauen, wie sich die Kleinen weiterentwickeln?
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #8
Ja, darüber hab ich ach schon Nachgedacht. Man könnte ja auch als Züchter verstärkt mit dem ortsnächsten Tierheim zusammenarbeiten, um für seine Kitten passende Partner zu finden. Die Tierheimmitarbeiter kennen ihre Katzen schleißlch besser
dürfte aber nicht ganz einfach sein, die meisten Tierschützer halten nicht viel von Züchtern, da wären gewiss einige Schatten zu überspringen.


Was mir eben durch den Kopf gegangen ist, ist dass gerade Züchter von selteneren Rassen sagen, Frühkastration (allso vor der Abgabe) kommt nicht für sie in Frage weil die Rasse eh so selten ist..

Der Hintergrund ist etwas anders. Bei seltenen Rassen ist natürlich das Interesse viel grösser das Tiere in die Zucht gehen um den Genpool zu erweitern.
Aber natürlich gilt auch hier, Tiere die ein Züchter für nicht zuchttauglich hält, sollten nur kastriert abgegeben werden. Und würde er ein verkauftes Tier gern in der Zucht sehen, muss er halt mit dem Käufer darüber reden, und diesen auch unterstützen, falls er züchten möchte und sei es nur für einen Wurf.
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #9
@Saurier:
Mir gehts auch nicht darum, jemanden zu überzeugen, das so zu machen, sondern ist eher ein Wenn-ich-Züchter-wäre-was-würde-ich-besser-machen? Gedankenspiel

Und meiner Meinung nach sind auch Züchter in der Verantwortung, und mit dem Mittel Frühkastration in dem Fall am längeren Hebel.
Dass das nicht jeder will oder kann ist klar, aber mir persönlich wäre die Regelung mit dem Kastrationsvertrag zu unsicher.
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #10
Und wie sollte das deiner Meinung nach 'natürlich' (klingt wie locker-lässig-ist-doch-kein-Problem) durchsetzbar sein?

Wenn jeder Züchter seine Kitten nur noch kastriert abgeben würde, dann gäbe es auch keine Schwarzzucht (Vermehrer) mehr, oder?
Locker-lässig war es allerdings nicht gemeint
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #11
dürfte aber nicht ganz einfach sein, die meisten Tierschützer halten nicht viel von Züchtern, da wären gewiss einige Schatten zu überspringen.

Daran kann man ja Arbeiten, die Tierheimkatzen haben davon schließlich auch etwas, nd einen Versuch ist es allemal wert.


Der Hintergrund ist etwas anders. Bei seltenen Rassen ist natürlich das Interesse viel grösser das Tiere in die Zucht gehen um den Genpool zu erweitern.
Aber natürlich gilt auch hier, Tiere die ein Züchter für nicht zuchttauglich hält, sollten nur kastriert abgegeben werden. Und würde er ein verkauftes Tier gern in der Zucht sehen, muss er halt mit dem Käufer darüber reden, und diesen auch unterstützen, falls er züchten möchte und sei es nur für einen Wurf.

Aber im Normalfall sollten ja die Tieren mit 6 Monaten - 1 Jahr kastriert sein, und ob man vorher schon sagen kann, dass ein Tier Zuchttauglich ist? Dachte eher schwierig.
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #12
@Saurier:
Mir gehts auch nicht darum, jemanden zu überzeugen, das so zu machen, sondern ist eher ein Wenn-ich-Züchter-wäre-was-würde-ich-besser-machen? Gedankenspiel
Verstehe ich nicht so ganz, ehrlich gesagt. Es geht dir also nicht darum, dass das alle Züchter machen sollten? So hatte ich dich aber verstanden.

[...] Und meiner Meinung nach sind auch Züchter in der Verantwortung, [...]
Wo habe ich geschrieben, dass sie es nicht sind :?:?

[...] und mit dem Mittel Frühkastration in dem Fall am längeren Hebel.
Dass das nicht jeder will oder kann ist klar, aber mir persönlich wäre die Regelung mit dem Kastrationsvertrag zu unsicher.
Wenn du aber davon überzeugt bist [und ich kenne einige Züchter, die das sind (und das sind sehr seriöse Leute)], dass eine Frühkastra nicht wirklich gut für dein Tier ist - welche Wahl hast du da? Die zwischen Pest und Cholera...

P.S.: Was meinst du mit dem 'und kann'? Das erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht.
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #13
Verstehe ich nicht so ganz, ehrlich gesagt. Es geht dir also nicht darum, dass das alle Züchter machen sollten? So hatte ich dich aber verstanden.

Es geht mir drum, dass ich weiß, dass man niemanden dazu zwingen kann, sondern es eine eigene Entscheidung dazu sein muss.

Wo habe ich geschrieben, dass sie es nicht sind :?:?

Habe ich nicht behauptet, nur mir geht es momentan um die Züchterseite, nicht um die Liebhaber. Beide Seiten sind verantwortlich.

Wenn du aber davon überzeugt bist [und ich kenne einige Züchter, die das sind (und das sind sehr seriöse Leute)], dass eine Frühkastra nicht wirklich gut für dein Tier ist - welche Wahl hast du da? Die zwischen Pest und Cholera...

Wie gesagt, eigene Entscheidung. Vielleicht müsste auch mehr darüber geforscht werden, um Klarheit zu schaffen inwiefern sich Frühkastra auswirkt.

P.S.: Was meinst du mit dem 'und kann'? Das erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht.

Manche Tierärzte nehmen keine Frühkastration vor. Wenn ich nun in meiner weiteren Umgebung keine Möglichkeit habe, kann ich vielleicht keine Frühkastrierten Tiere abgeben. Müsste sich aber meine ich auch im Lauf der Zeit bessern.
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #14
[...] Was mir eben durch den Kopf gegangen ist, ist dass gerade Züchter von selteneren Rassen sagen, Frühkastration (allso vor der Abgabe) kommt nicht für sie in Frage weil die Rasse eh so selten ist. [...]
Wer sagt denn so etwas? Wenn ich ein Kitten in Liebhaberhände gebe, die keine Anhnung von Zucht haben, gehört es (in meinen Augen) kastriert oder eben ein anständiger Kastrationsvertrag dazu, egal welche Rasse das Tier hat. Nur, weil meine Rasse 'selten' ist, will ich doch nicht, dass irgendein 'Hinz-und-Kunz' mit meiner Katze vermehrt, das bringt doch der Rasse auch rein gar nichts, weil die Tiere keine Papiere haben. Das macht höchstens Sinn für einen Deckkater, aber auch das fiinde ich persönlich absolut unseriös.

[...] Aber die Katze ist doch für die seröse Zucht ohnehin verloren, sobald ich sie an Liebhaber abgebe. Warum dann nicht auf Nummer Sicher gehen und die Schwarzzucht von vornherein verhindern.[...]
Richtig, daher weiß ich nicht, welche Leute du kennst, die solche Aussagen machen, seriös ist das in meinen Augen ehrlich gesagt nicht.

Anders ist es, wenn ich einen Liebhaber, der vielleicht schon Interesse an Zucht hat und viel gelernt hat, in seinem Tun unterstütze, aber dann verkaufe ich ihm eine Zuchtkatze (kein Liebhabertier) und stehe ihm möglichst als Mentor zur Verfügung.

[...] Also wenn ich sage Katze XY wäre gutes Zuchtmaterial, und kein Liebhaber will sie, also muss ich sie momentan behalten, dann kann ich ja meine Zuchtpläne überdenken, ob XY reinpasst, wenn ja, züchte ich mit ihr, und wenn nicht kastriere ich sie. Das kann ja ach dann zm "regulären" Termin passieren. [...]
Genau so ist es und die Züchter, die ich kenne, machen es auch genau so.
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #15
Daran kann man ja Arbeiten, die Tierheimkatzen haben davon schließlich auch etwas, nd einen Versuch ist es allemal wert.
sicher, aber stelle es Dir nicht so einfach vor.
Wir haben einmal vor Jahren einen Verein, der auf Ausstellungen immer einen Infostand bekam gefragt ob er nicht auch evtl. einige seiner Vermittlunskatzen ausstellen möchte um deren Chance zu erhöhen.
Der Verein hatte ruhige, geeignete Katzen, und alles was für eine Ausstellung nötig war bekamen wir von Züchtern gespendet.
Alle vorgestellten Katzen waren 14 Tage später vermittelt, und der Verein hatte deutlich mehr Besucher als vorher.
Alles in allem also recht positiv, nur wechselt dann der Vorstand, und der neue Vorstand wollte eben nicht mehr mit Züchtern zusammen arbeiten :a050:
Aber im Normalfall sollten ja die Tieren mit 6 Monaten - 1 Jahr kastriert sein, und ob man vorher schon sagen kann, dass ein Tier Zuchttauglich ist? Dachte eher schwierig.

ob es zuchtversprechend ist, musst Du als Züchter schon erkennen können, wie willst Du sonst überhaupt Kitten in die Zucht verkaufen?
Ov der Kater dann deckt, die Katze aufnimmt zeigt sich natürlich erst viel später
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #16
Anders ist es, wenn ich einen Liebhaber, der vielleicht schon Interesse an Zucht hat und viel gelernt hat, in seinem Tun unterstütze, aber dann verkaufe ich ihm eine Zuchtkatze (kein Liebhabertier) und stehe ihm möglichst als Mentor zur Verfügung.

Das meinte ich also ich sagte ich würde die Katze unkastriert nur an jemanden abgeben, der, wenn er keine Erfahrung hat, aber eine Zucht anfangen möchte, einen Mentor hat. Entweder jemanden, den ich kennen Lernen kann, und zwar bevor ich die Katze abgebe, oder eben mich als Züchter selbst.

Und zu deiner ersten Frage, irgendwo gabs hier mal nen Frühkastrationthread, in dem genau diese Aussage fiel, nämlich dass dieser Züchter keine Frühkastration möchte wegen der Seltenheit der Rasse.
Kann auch sein dass ich das Falsch verstanden habe, aber ich habs damals schon nicht als schlagendes Argument verstanden.

ob es zuchtversprechend ist, musst Du als Züchter schon erkennen können, wie willst Du sonst überhaupt Kitten in die Zucht verkaufen?
Ov der Kater dann deckt, die Katze aufnimmt zeigt sich natürlich erst viel später

Nun, aber wie komme ich dann dazu, plötzlich eine bereits verkaufte Katze in der Zucht haben zu wollen?

Ich kenn mich ja da wirklich ncht genauer aus, aber ich dachte, sobald sie weg ist, ist sie für den Züchter aus dem Programm, oder sollte sie zumidest sein.
 
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  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #17
Wenn jeder Züchter seine Kitten nur noch kastriert abgeben würde, dann gäbe es auch keine Schwarzzucht (Vermehrer) mehr, oder?
Locker-lässig war es allerdings nicht gemeint
Nun, Vermehrer gibt es eben auch unter den Vereinszüchtern und wenn sie ihre Kitten halt 'loswerden' wollen, dann ist ein Käufer, der evtl. 'mal einen Wurf' haben will (falls er das im Vorfeld überhaupt äußert), besser als keiner, weil der Erstere eben Kohle reinbringt.

Vergesst nicht, Katzenzucht ist ein Hobby und so wie es im Fußball Leute gibt, die fair spielen und solche, die es nicht tun, oder auch wie es in jedem Beruf gute und schlechte Exemplare gibt - die gibt es nun mal auch unter den Katzen'züchtern'. Nicht umsonst sprechen wir hier immer wieder davon, seriöse Vereinszüchter aufzusuchen. Solange es dazu keine gesetzlichen Regelungen geben wird, wird es immer welche geben, die sich bemühen und denen es um die Katzen geht und solche, bei denen es um das Verkaufen geht.

@Jodas Tante: Nein, bei der Katzenzucht gibt es eine solche Regelung nur bedingt. Es gibt Zuchtvereine, die eine gewisse Bewertung und Gesundheitschecks vorschreiben, andere eben nicht und mal ehrlich - sieht es denn bei den Hunden anders aus als in der Katzenzuchtszene? Da gibt es doch auch immer und überall 'süße Welpen'...

[...] Habe ich nicht behauptet, nur mir geht es momentan um die Züchterseite, nicht um die Liebhaber. Beide Seiten sind verantwortlich. [...]
Richtig, deshalb ist es in meinen Augen zweckfrei, die eine Seite von der anderen unabhängig zu sehen - das ist ein 'Ineinandergreifen'. Es kann nur schlechte Katzen'züchter' geben, wenn es Leute gibt, die dort kaufen. Und solange es Leute gibt, die das immer wieder verteidigen und verharmlosen (sogar in Katzenforen wie diesem) und Leute, die diesbezüglich Aufklärung betreiben, als Fanatiker und/oder Rassisten darstellen, wird sich daran wenig ändern, leider.
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #18
Also: Kann man bei Katzen so früh sagen, hier, das wird eine Zuchtkatze, und das nicht? Ist es im Hinblick auf die Linienzucht nicht besser, abzuwarten und zu schauen, wie sich die Kleinen weiterentwickeln?
nur zum Teil Joda, die Gesundheit besonders im Bezug auf Erblichkeit muss man bereits bei den Vorfahren prüfen und es sollte keine Katze Nachwuchs haben, bei der das nicht sicher ist.
Optisch sollte ein Züchter auch bei einem Kitten erkennen können ob es gute Anlagen für die Zucht hat oder nicht, innerhalb von 12-16 Wochen geht das schon.
Was dann später kommt entzieht sich oft seinem Einfluss, wenn eine Katze z.B. keine fürsorgliche Mutter ist, zu Geburtskomplikationen, zu zu grossen oder zu kleinen Würfen neigt, beinflusst das ihre Zuchttauglichkeit auch.

Nun, aber wie komme ich dann dazu, plötzlich eine bereits verkaufte Katze in der Zucht haben zu wollen?
.
Verstehe ich jetzt nicht ganz??? Ich meinte mit meiner Antwort, das ein Züchter einfach die Kenntnis haben muss um auch bei einem Kitten zu beurteilen ob er in die Zucht verkaufen kann, oder nur als Liebhabertier abgibt
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #19
Verstehe ich jetzt nicht ganz??? Ich meinte mit meiner Antwort, das ein Züchter einfach die Kenntnis haben muss um auch bei einem Kitten zu beurteilen ob er in die Zucht verkaufen kann, oder nur als Liebhabertier abgibt

Ich meinte, wenn ich mein Kitten als Liebhabertier verkaufe, weil es sich nicht eignet, wird es kastriert. Punkt.
Wenn ich allerdings meine, das Tier wäre Zuchtfähig, ich kann es aber nich gebrauchen wegen Inzucht oder wasweißich, und kein anderer Züchter will es, und ich verkaufe es dann als Liebhabertier.
Dann entscheide ich mich doch nicht nach einigen Wochen dazu, dass ich das Tier doch wieder zum züchten will, oder?
Von dem her ist es ja dann auch egal, dass das Tier schon kastriert ist?
Oder verstehe ich irgendetwas grundlegendes nicht?
 
  • Katzenelend - Züchter in der Verantwortung? Beitrag #20
Wenn ich allerdings meine, das Tier wäre Zuchtfähig, ich kann es aber nich gebrauchen wegen Inzucht oder wasweißich, und kein anderer Züchter will es, und ich verkaufe es dann als Liebhabertier.
Dann entscheide ich mich doch nicht nach einigen Wochen dazu, dass ich das Tier doch wieder zum züchten will, oder?
Von dem her ist es ja dann auch egal, dass das Tier schon kastriert ist?
Oder verstehe ich irgendetwas grundlegendes nicht?

Nein, das verstehst Du richtig, auch wenn ich ein Tier für zuchtfähig halte, aber kein Züchter es will, würde ich es kastriert als Liebhabertier verkaufen, es muss ja nicht jede zuchttaugliche Katze auch wirklich in die Zucht
Schlussendlich bedeutet das aber auch bei seltenen Rassen, es wird kastriert was nicht in die Zucht verkäuflich ist
 
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