Wir waren bis gerade in der Tierklinik Duisburg, dem Hund meines Arbeitskollegen geht es nicht so gut. Er hat wie einer unserer Hunde leider auch Epilepsie, aber nicht von einem Tumor, sondern von irgendwelchen Wassereinlagerungen im Kopf.
Wir haben auf die Aufnahmen gewartet und da habe ich mich mit der Ärztin über " Katzenfutter " unterhalten können, denn es ließ mir jetzt auch keine Ruhe mehr.
Ich denke ich zitiere sie jetzt einfach einmal, so wie ich es in Erinnerung habe : Gefährlich ist nicht das Dosenfutter allgemein, sondern die Foren, wo Sie diese Weisheiten herhaben......!
Das Royal Canin, welches ich verfüttere ist demnach bei Weitem nicht so schlecht wie es in diesem Forum geredet wird, es wird sogar als recht hochwertig eingestuft.
Wird das in der Klinik verkauft?
Sie riet mir ebenfalls vom Barfen ab, es sei eine Modeerscheinung die durch gewisse Internetseiten ins Leben gerufen worden wäre. Nur bedingt als Zusatzfutter geeignet. Fast täglich erscheinen verunsicherte Tierbesitzer in der Klinik und fragen ob die vorhandene Erkrankung ihres Tieres eventuell mit der Tiernahrung zusammenhängen könnte.
In der Regel kommen sehr viele Krankheiten der Katze durch " Überzüchtung " zu Tage.
Zum Thema häufigkeit der Fütterung :
Sie meinte 2 mal täglich Naßfutter und ständig Trockenfutter bereitstellen, da der Verdauungsapperat einer Katze naturgemäss nur für sehr kleine Mahlzeiten ausgelegt ist.
Stimmt. Aber darum muss man immer noch kein Trockenfutter hinstellen. Hier gibts mindestens 4 mal täglich Nassfutter, auch kleine Portionen und wesentlich weniger Wasserentzug. Von Wassermangel hat sie nix gesagt, schätz ich?
Wasser solle immer bereitgestellt werden, wenn möglich aus " Katzenbrunnen " ( was auch immer das ist ? ), da diese die Flüssigkeitsaufnahme der Katze erhöhen würden.
Nicht unbedingt, manche planschen nur. Meine beiden trinken so gut wie gar nicht freiwillig Wasser. Außer, es steht in einem Glas auf dem Tisch.
Beim Naßfutter sollte auf einen hohen Anteil tierischen Ursprungs geachtet werden. Zucker unter 0.5 % ist demnach völlig unproblematisch.
Bei Trockenfutter kann man die Herstellerangaben nicht ohne Weiteres deuten, sie beziehen sich auf die Trockenmasse und sind daher ebenfalls erheblich besser wie ihr Ruf und nicht auf die Angaben von Naßfutter übetragbar.
Tja, gut, dass es Taschenrechner gibt und man die Hersteller anschreiben kann.
Bei diversen Erkrankungen des Verdauungsapperates sind bestimmte Zusätze wie Kohlenhydrate sogar ausdrücklich erwünscht.
Zu Grau :
Grau ist nicht das Maß aller Dinge, es enthält viel Muskelfleisch, ist aber keine Alleinfutter ?? ( was heißt das ? ), es fehlen einige wichtige Inhaltsstoffe und soll nur zugefüttert werden.
Wer hat gesagt Grau wäre das Maß aller Dinge?
Ach ja, diese Blasensteine : Es gibt keine gesicherten Erkentnisse , das diese von Trockenfutter verursacht werden, wohl aber das diese Erkrankung bei bestimmten Überzüchtungen auftritt. Sie sagte sie würde das unterschreiben.
Ähm...hab grad nichts zur Hand, aber doch, es gibt Studien. Heißt ja nicht, dass JEDE davon ausgelöst wird. Aber Wasserentzug ist nunmal Wasserentzug und schlecht für den Körper, v.a. für die Harnwege. Wir Menschen sollen nicht umsonst 2l täglich trinken und auch der Körper von Katzen besteht mit aus Wasser.
Der Rat an mich :
Nicht alles glauben was in diesen Katzenforen geschrieben wird, meine Katzen sind bestens versorgt und nächstes Jahr Farbdoppler-Ultraschall zur Vorsorge machen lassen.
Gruss Frank