Wie verhalte ich mich nun am besten, abgesehen davon viel Geduld zu haben? Über Tipps und Ratschläge würde ich mich sehr freuen!
Viel Geduld ist schon einmal das Wichtigste, es könnte lange dauern bis sie Vertrauen fasst.
Wenn sie sich versteckt würde ich sie möglichst erst einmal auf einen Raum beschränken, geht das?
In diesem Raum sollte alles sein was sie braucht, und Du betrittst ihn nur um ihr das Futter hinzustellen und die Toi zu säubern, dabei darfst Du ruhig mit leiser Stimme reden.
Das würde ich ein paar Tage so lassen, und dann erst ab und zu einige Minuten bleibebn, Dich auf den Boden setzen und ihr leise etwas erzählen oder vorlesen.
Bewege Dich immer sehr langsam und vor allem leise, Hausschuh oder Socken wären besser als Schuhe, und mach Dich immer klein, auch wenn Du das Futter hinstellst oder die Toi säuberst, am besten in der Hocke oder auf dem Boden sitzend.
Erst wenn sie sich zeigt wenn Du Futter bringst (und ich würde zwar mehrmals aber nur kleine Mengen füttern, damit sie wirklich Hunger hat) kannst Du die Tür zur übrigen Wohnung öffnen.
Niemals versuchen sie aus dem Versteck zu holen, auch nicht anfassen, das ist tabu solange sie nicht frei durch die Räume geht.
Wenn sie das tut kannst Du versuchen sie mit einem Spielzeig zu animieren.
Hin und wieder bei ihr zu schlafen wäre nicht schlecht, es könnte ihr helfen Mut zu finden Deine Nähe zu suchen.
Wenn sie erstmals beginnt sich zu zeigen wenn Du in den Raum kommst, ignoriere sie, das ist eine beruhigende Höflichkeitsgeste unter sich fremden Katzen, blinzel nur wenn sie Dich ansieht, aber langsam, nicht mit den Lidern klimpern.
Ich gebe Dir mal einen Anhaltspunkt wie lange mein scheues Mäuschen von sich panisch verstecken bis zum auf dem Sofa liegen und sich streicheln lassen gebraucht hat......drei Jahre und davon war der meiste Erfolg erst im letzten Jahr.
Als Futterbringer hat sie mich schnell erkannt, aber erst seit eineinhab Jahren kommt sie näher uind signalisiert mir 'ich habe Hunger, mach den Napf voll' und erst seitdem war ein Berühren beim Fressen erlaubt, aber nur dort, alles andere kam später.
Aber glaube mir jeder kleine Schritt zum Vertrauen, den sie macht ist eine absolute Freude und alle Geduld wert.
Mäuschen ist auch heute noch nicht gänzlich ohne Angst, flitzt öfter mal weg oder patscht mir eins mit dem Pfötchen, aber ihre Lieblingsplätze sind inzwischen dort wo ich sitze, wo es nach mir riecht, und vor zwei Wochen hat sie zum ersten Mal ihr Köpfchen an meinem Arm gerieben, ich hätte sie knutschen können vor Freude.
Auch Deine Katze wird Vertrauen fassen, wenn Du nur lange genug Geduld hast