Meine 2 Katzen haben auch CNI, vor ca. 1,5 Jahren festgestellt, jetzt sind sie 9 Jahre alt.
Das wichtigste sind zunächst die Blutwerte, Blutdruck (wird am Schwanz gemessen) und Urintest. Die 3 Tests sollten regelmäßig so alle 6-12 Monate mal gemacht werden.
Dann kann man auch mit diversen Mitteln die Nieren unterstützen.
Zunächst ist Nierenfutter sehr wichtig. Das gibt es von Hills, RC, Animonda und Kattovit. Trockfutter sollte gemieden werden. Am besten ist aber, wenn man auf BARF umsteigt. Bei meinen Katzen klappt das leider nicht, deswegen fütter ich hauptsächlich o.g. Marken. Damit es nicht langweilig wird wechsle ich durch.
Ansonsten gibt es ein pflanzliches Mittel in Ampullen, ich glaube Renes heißt es. Das hat meinen sehr gut geholfen und wird entweder ins Futter gemischt (geschmacklos), gespritzt, oder ins Mäulchen geträufelt. Am Anfang gibt man es alle 2 Tage, dann 2 x in der Woche. Die Nierenwerte verbesserten sich deutlich und die Katzen hatten einen besseren Appetit.
Wenn der Blutdruck erhöht ist, kann noch Herzmittel verschrieben werden. Hoher Blutdruck ist eine Begleiterscheinung von CNI und kann Übelkeit und Erbrechen auslösen. Aber erst den Blutdruck messen, obs überhaupt nötig ist.
Weiterhin ist viiiiel trinken wichtig. Wassernäpfe oder einen Katzenbrunnen in der Wohnung aufstellen. Meine 2 trinken sehr wenig dazu, ich flöße 3-4 mal am Tag Wasser über eine Spritze ins Maul ein.
Weiterhin haben CNI Katzen oft Magenschleimhautentzündungen, Bauchspeichldrüsenentzündungen, Appetitlosigkeit. Damit der Magen z.B. frühs nicht gleich mit fettigem Nierenfutter belastet wird, bekommen beide frühs nur Magen-Darmfutter, fettreduziert und gut verdaulich, z.B. von Hills oder RC. Aber auch fettreduziertes Seniorenfutter z.B. von Real Nature ist ganz gut. Zur Unterstützung der Magen-Darm Funktion ist auch mal ab und zu Naturjoghurt, Quark oder Hüttenkäse gut. Aber nur 2 x in der Woche. Auch gekochtes Hähnchen mit Brühe. Sollte der Magen übersäuern (kotzen nach dem Fressen ein Zeichen dafür) hilft Ranitidin (Säureblocker).
Wenn die Phosphatwerte steigen, gibt es Phosphatblocker. Aber erst, wenn die Werte zu hoch sind. Vorher macht es keinen Sinn.
Sollten sich die Werte verschlimmern, sprich deinen Tierarzt mal auf die sogenannte SUC-Therapie an. Die erziehlte schon gute Erfolge! Im Frühstadium aber meist nicht nötig.
Wichtig ist, nicht zu viel und nicht zu wenig machen. CNI ist immer eine Gradwanderung zwischen schlechten Nierenwerten und Magen-Darm-Bauchspeicheldrüsenerkrankung. Das Spagat muss man irgendwie schaffen. Weiterhin muss man dafür sorgen, dass die Katze was frisst. Appetitlosigkeit ist auch so eine Begleiterscheinung. Lieber was nicht nierenfreundliches geben als gar nichts. Dehydrierung ist absolut schädlich. Sollte die Katze nichts fressen wg. Magen-Darmentzündung o.ä., sofort zum Tierarzt, ggf. Infusion.
Bei mir sieht das so aus:
- alle 6 Monate, Blut-, Urin-, Blutdrucktest
- 2 x in der Woche Renes
- frühs Magen-Darmfutter
- ab mittags Nierenfutter (RC, Kattovit, Animonda oder Hills)
- Wasser, Wasser, Wasser
- 2 x in der Woche 1 Teelöffel Joghurt, Hüttenkäse oder Quark
- 1 x in der Woche gekochtes Huhn mit Brühe
- Trockenfutter als Leckerchen zum Werfen oder Suchen
- Ranitidin bei übersäuerten Magen
Balou hatte letztens eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. Es gab Antibiotika und Magen-Darmfutter. Baghira hatte schon 2 x Magenschleimhautentzündung-Darmentzündung, am Osterwochenende mit 2 Infusionen und Antibiotika.
Die Werte sind aber stabil, Kreatinin bei 2,4 (durch die Infusion auf 1,5 gesunken). Die restlichen Werte im Normalbereich. Also Frühstadium. Herzmittel, Phosphatblocker oder SUC muss ich noch nicht machen.
Hoffe es hilft dir weiter... Alles Gute!