Ich fürchte, daß ist so nicht richtig. Sogenannte Blendlinge sind gar nicht mal so selten, wie man vielleicht meinen könnte. Ich habe mal gelesen das es lt. Untersuchungen pro Jahr immerhin mehrere tausende davon gibt. Wobei es in den meisten Fällen so ist, daß ein Wildkater sich mit einer Hauskatze verpaart, da gerade Wildkater zuweilen sehr große Strecken laufen können. Der umgekehrte Fall kommt allerdings selten bis gar nicht vor. Deshalb ist einerseits zwar die Rasse der Wildkatzen weitestgehend genetisch konstant geblieben, aber was die Hauskatzen betrifft gab es zu allen Zeiten Rückkreuzungen von Wildkatzen. Vielleicht ist das ja auch einer vieler anderer Gründe, weshalb sich Hauskatzen trotz Domestikation ihre Wildheit in all den Jahrtausenden bewahren konnten.
Wir gehen übrigens davon aus das unser Regenbogenkater Alex so ein Blendling gewesen sein könnte. Er stammte von einen Bauernhof in der Nähe des Harzes und war sehr lange außergewöhnlich scheu. Und nicht zuletzt hatte er eine ganz spezifische Musterung seines Felles und auch einige spezielle Hellen Stellen, die eine solche Vermutung nahelegen, wenn gleich man so etwas ohne genetische Untersuchung natürlich nie mit Gewissheit sagen kann.