Umstieg auf hochwertiges Futter

Diskutiere Umstieg auf hochwertiges Futter im Allgemeine Ernährung Forum im Bereich Katzenfutter; Hallo zusammen! Mein inzwischen 13-jähriger Kater ernährt sich quasi seit jeher ausschließlich vom *billigsten* Trockenfutter aus dem Supermarkt...
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Cubitus

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Hallo zusammen!

Mein inzwischen 13-jähriger Kater ernährt sich quasi seit jeher ausschließlich vom *billigsten* Trockenfutter aus dem Supermarkt. Seit wenigen Tagen bin ich der neue Dosenöffner für den alten Herren und deshalb habe ich mich im Netz (u.a. hier) nach dem "richtigen" Futter informiert.

Etwas geschockt bin ich nach den Erkenntnissen zwecks Supermarkt-Futter, aber nun ist mir nun klar, dass es nicht mehr verfüttert wird. Ich möchte meinen Kater also auf (hochwertiges) Nassfutter und Trockenfutter als Ergänzung umstellen. Allerdings bin ich vom Angebot total überwältigt.

Ich gehe davon aus, dass grundsätzlich jedes hochwertige Futter (z.B. aus dem Shop Sandras Tieroase) für meinen Kater besser ist als das, was er vorher bekommen hat. Meine Frage ist: Macht es bei einem 13-jährigen Kater sinn, spezielles "Senior" Futter zu verwerden? Wenn ja, welches ist empfehlenswert?

Vielen Dank im Voraus für eure Hilfe. Mein kleiner Tiger wird es euch danken!!!
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #2
Hallo,

solange dein Kater nicht schon eine fortgeschrittene Niereninsuffizienz hat, ist Seniorfutter nix, nein.
Das ist praktisch immer proteinreduziert, weil man das von Hunden und ggf. Menschen her so kennt ... nur ist der kätzische Stoffwechsel ja auf sehr proteinreiche Ernährung eingestellt. Von zuwenig tierischem Protein bauen Katzen ab, und der Tierarzt hält das dann für ne Alterserscheinung.
Ganz wichtig: Mach mit der Umstellung laaaangsam. Zu schnelle Futterumstellung kann noch mehr Probleme geben, als er jetzt durch das miese Futter ggf. schon hat.
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #3
Hallo Cubitus,

willkommen im Forum! Schön, dass du dich informierst und es besser machen magst! :)

Ich schließe mich dem Vorpost mal an. ;-)

Bevor ich loslegen würde mit der Umstellung, würde ich den Kater mal zum Tierarzt bringen und quasi TÜV machen. Blutbild und Kotprobe abgeben.
Dann weißt du, auf was du eventuell achten musst beim Futter.

Ich wünsche euch aber natürlich negative Befunde (z. B. angesprochene Niereninsuffizien) und alles Gute! :)
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #4
Also meine 2 Perser ( 11 und 12 )sind absolute Trockenfutterjunkies und alle bisherigen versuche sie auf Naßfutter umzustellen sind gescheitert ( bis auf Hühnchen das lieben sie - allerdings nur das Brustfleisch ganz klein püriert )
allerdings gebe ich nur Hochwertiges Trockenfutter ( Orijen, Purina one und Perfect fit ) Nierenwerte sind top- allerdings trinken sie recht viel aus dem Katzenbrunnen und wenn der Wasserhahn läuft
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #6
Ich wüsste nicht, was an Purina One und Perfect fit hochwertig sein sollte..
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #8
Stiftung Warentest hat leider keine Ahnung, was Katzenfutter betrifft ;-)
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #9
Ich muss mich OceanSoul anschließen, Stiftung Warentest hat in diesem Zusammenhang (und bei anderen Futtertests) leider völlig falsche Angaben gemacht :cry:, Ergänzungsfutter als Alleinfutter angegeben undundund - DAS ist in diesem Zusammenhang absolut keine Angabe, auf die man sich verlassen sollte, lies dich hier mal durch die Ernährungsthreads, da lernst du viel mehr :wink:.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #10
Dieses Schnucki Trockenfutter von Aldi ist mist. warum das bei Stiftung Warentest als sehr gut bewertet wird ist mir schleierhaft. mit 4% Fleisch und 96 % Getreide
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #11
Dieses Schnucki Trockenfutter von Aldi ist mist. warum das bei Stiftung Warentest als sehr gut bewertet wird ist mir schleierhaft. mit 4% Fleisch und 96 % Getreide

Jedes Futter, was von Stiftung Warentest bewertet wurde (egal, mit welcher Note) ist in diesem Fall Mist. Es ist kein Trockenfutter dabei, was auch nur halbwegs in Ordnung ist..
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #12
Mensch, ich bin überwältigt von den vielen netten Antworten! VIELEN DANK erstmal dafür! :)

Wenn ich alles richtig verstanden habe, füttere ich das Nassfutter hauptsächlich gem. Herstellerempfehlung. Zusätzlich stelle ich noch ein wenig Trockenfutter zur Verfügung, falls mein Tiger mal richtig hunger hat.

Ist das richtig? Muss ich ggf. die Trockenfuttermenge auch dosieren? Ich bin mir bei den Mengen sehr unsicher, vor allem, weil er halt zusätzlich auch Trockenfutter fressen darf/soll. Wie berechne ich die richtige Futtermenge? (Er ist ein rel. großer Kater, kastriert, 13 Jahre alt, ca. 7 Kilogramm schwer, freiläufer)

LG
Cubitus

P.s.: Ich würde gern das Nassfutter von Catfinefood () und das Trockenfutter von Orijen verfüttern. Ist beides verträglich / in Ordnung?
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #13
Von Fütterungsempfehlungen halte ich persönlich nicht viel, jede Katze ist anders - gib ihm einfach zweimal am Tag Nassfutter, soviel er mag, und wenn er davon sichtbar zunehmen sollte, reduzierst du halt die Menge ein wenig.
Was das Trockenfutter angeht - es gibt meiner Meinung nach keinen Grund, warum eine Katze Trockenfutter bekommen sollte (abgesehen vom Bequemlichkeitsfaktor - billiger ist es in der Preisklasse ja auch nicht wirklich), aber einige Gründe, warum sie keins bekommen sollte. Also warum willst du das füttern?

Was die Marken angeht: Catz Finefood ist super. Du solltest dich aber nicht auf eine Marke beschränken. Erstens aus Gründen der Ausgewogenheit, zweitens weil Katzen, die nur eine Futtermarke kennen, oft leicht sehr mäkelig werden und womöglich irgendwann kein anderes Futter mehr akzeptieren. Falls du dann doch aus irgendeinem Grund später nochmal umstellen musst/willst, könntest du ein echtes Problem bekommen.

PS. All das gilt erst für die Zeit nach der Umstellung, also frühestens in ein paar Monaten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #14
Was das Trockenfutter angeht - es gibt meiner Meinung nach keinen Grund, warum eine Katze Trockenfutter bekommen sollte (abgesehen vom Bequemlichkeitsfaktor - billiger ist es in der Preisklasse ja auch nicht wirklich), aber einige Gründe, warum sie keins bekommen sollte. Also warum willst du das füttern

Ich habe ein bisschen Angst, dass er vielleicht zu wenig Futter bekommt. Deshalb dachte ich, evtl. Futtermangel mit ausreichend verfügbaren Trockenfutter ausgleichen zu können. Schaden kann hochwertiges Trockenfutter doch nicht, oder?

Danke übrigens für den Tipp mit dem regelmäßigen Futterwechsel, das werde ich beherzigen.
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #15
Doch, jedes Trockenfutter kann schaden.
Es entzieht dem Körper Flüssigkeit, es trocknet den Katzenkörper aus. Keine Katze kann das durch trinken ausgleichen. Es liegt auch nicht in der Natur der Katze zu trinken, sondern die Flüssigkeit durch die Beute aufzunehmen. Auf Dauer kann das zu Blasen- und Nierenprobleme führen.

Warum machst du dir Sorgen, dass du nicht genügend fütterst?
Ständig den Gruch von Futter in der Nase zu haben fördert das mäkeln noch mehr.
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #16
Warum machst du dir Sorgen, dass du nicht genügend fütterst?

Ich bin ja noch im Lernprozess was Katzenernährung angeht. Allerdings hat mein "dicker" sowieso ein paar Gramm zuviel, deshalb ist es evtl. gar nicht so schlimm, wenn er mal wirklich zu wenig bekommen sollte.

Aber weshalb verfüttern denn auch viele aus dem Forum z.T. Trockenfutter? Da muss es doch einen sinnvollen Grund für geben (außer, dass es bequem und sauber ist)?
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #17
Ich habe ein bisschen Angst, dass er vielleicht zu wenig Futter bekommt. Deshalb dachte ich, evtl. Futtermangel mit ausreichend verfügbaren Trockenfutter ausgleichen zu können.
Warum sollte er zuwenig Futter bekommen, wenn er soviel Nassfutter bekommt, wie er mag und braucht?
Und eins müssen Katzen schon gar nicht: ständig Futter zur Verfügung haben. In der Natur liegen die Mäuse auch nicht den ganzen Tag vor ihren Löchern und warten, dass eine hungrige Katze vorbeikommt. ;) Im Gegenteil, grade einem Senior mit wenig Appetit kann es selbigen möglicherweise noch mehr verderben, wenn er den ganzen Tag Futtergeruch in der Nase hat.

Klar, wenn er Nassfutter kaum kennt und es für giftig oder ungenießbar hält, dann sollte man ihn nicht vom Fleisch fallen lassen, sondern einstweilen halt Trockenfutter hinstellen. Aber nicht zur freien Verfügung, und trotzdem versuchen, ihn an Nassfutter zu gewöhnen. Da gibt's alle möglichen Tricks, ein Thread dazu wurde ja schon verlinkt.

Schaden kann hochwertiges Trockenfutter doch nicht, oder?
Doch, kann es.

Erstens muss da aus fertigungstechnischen Gründen immer ein gewisser Anteil an Pflanzenstärke drin sein - der ist zwar bei "hochwertigen" Trockenfuttersorten relativ gering, aber immer noch deutlich höher als in (selbst den meisten Billig-)Nassfuttersorten. Und mit Pflanzenstärke (verdaulichen Kohlenhydraten) und anderen pflanzlichen Stoffen kann der kätzische Organismus sehr schlecht umgehen, darauf ist eine Katze als reiner, hochspezialisierter Carnivore einfach nicht eingestellt.

Zweitens ist auch das hochwertigste Trockenfutter immer noch trocken. Sonst wär's ja kein Trockenfutter. ;) Und Katzen sind als Steppen- und Halbwüstentiere daran angepasst, ihren Wasserbedarf fast komplett über die Nahrung zu decken und fast nichts zusätzlich zu trinken. Sie haben deshalb a) kaum ein Durstgefühl und b) eine sehr ineffiziente Methode zu trinken (sie schlabbern nicht, sondern schlürfen das Wasser mit Hilfe der Zunge auf - sehr umständlich, wenn man's mal mit einer Zeitlupenkamera beobachtet). Katzen, die überwiegend mit Trockenfutter ernährt werden, trinken fast nie genug, um ihr Wasserdefizit aufzufüllen. Die Folgen sind - grade bei Katern - oft genug Harnwegs- und Nierenerkrankungen.

Klar, wenn der Kater zu den Hauptmahlzeiten Nassfutter bekommt und Trockenfutter nur für nen Snack zwischendurch, dann relativieren sich beide Probleme (zuviel Pflanzliches und zuwenig Wasser). Aber warum das Risiko eingehen? Wie gesagt, es gibt keinen Grund dafür. Und wenn der Kater sein Leben lang nur Trockenfutter gewöhnt war, dann wär mir auch das Risiko viel zu hoch, dass er sich am Trockenfutter sattfrisst - mit allen genannten Risiken - und dann nicht mehr ans Nassfutter geht.
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #18
Oh oh, mir wird ganz komisch wenn ich jetzt das alles lese und darüber nachdenke, wie lange mein Kater völlig falsch ernährt wurde. :-(

Nonsequitur: Deine Ausführungen hören sich sehr plausibel an. Ich werde also ab jetzt tatsächlich versuchen, meinen Kater nur noch mit Nassfutter zu füttern. Vielleicht klappt es ja.

Ich hatte an 2 Mahlzeiten je 100g (insg. 200g) pro Tag gedacht. Ist das für meinen Kater (7kg, 13j, freiläufer) wohl ausreichend?
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #19
Wie gesagt, gib ihm, so viel er mag. 200 g dürften bei reiner Nassfütterung zuwenig sein, aber das musst du ausprobieren. (Dass er genug zu haben glaubt, merkst du daran, dass er nen Rest im Napf liegenlässt.)

Aber weshalb verfüttern denn auch viele aus dem Forum z.T. Trockenfutter? Da muss es doch einen sinnvollen Grund für geben (außer, dass es bequem und sauber ist)?
Nein, es gibt keinen sinnvollen Grund, Trockenfutter zu geben. Jedenfalls keinen aus Sicht der Katze.
Gründe für Trockenfutter sind im allgemeinen diese:

- Es ist bequem
- Es ist sauber
- Es ist relativ günstig
- Das hat man schon immer so gemacht
- Meine Familie, Nachbarschaft, ... macht das auch so
- Mein Tierarzt sagt, Trockenfutter ist gesund
- Der Verkäufer beim Fressnapf sagt, Trockenfutter ist gesund
- Meine Katze frisst nur Trockenfutter (Umstellungsversuche wurden unternommen oder auch nicht)
- Meine Katze ist unglücklich ohne Trockenfutter
- Meine Katze ist noch jung, wir sind tagsüber außer Haus, da soll sie nicht ohne Futter bleiben

(Anm. zum letzten Punkt: Auch mit normalen Arbeitszeiten schafft man vier Fütterungen am Tag - morgens gleich nach dem Aufstehen, direkt bevor man das Haus verlässt, direkt wenn man nach Hause kommt, und unmittelbar vor dem Zubettgehen. Und für den absoluten Ernstfall gibt es Nassfutterautomaten.)

Trockenfutter ist gut als Spiel- und Beschäftigungsfutter (ein Fummelbrett mit Nassfutter zu bestücken oder Gulasch durch die Gegend zu werfen, gibt halt ne S@uerei), als Belohnung, halt als Leckerli-Alternative. So wie Bonbons. Im Futternapf hat es m.E. nix zu suchen.
 
  • Umstieg auf hochwertiges Futter Beitrag #20
200g wird bei einem 7kg Kater zu wenig sein, das ist bei hochwertigem Futter die Empfehlung für 4kg. Lass ihn einfach erst mal fressen wie viel er mag, wenn er zunehmen sollte kannst du es langsam auf die Menge reduzieren mit der er sein Idealgewicht hält, können in seinem Fall aber gut 300-400g sein.
 
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