Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun?

Diskutiere Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo ihr Lieben, es tut mir leid, dass ich mich erst jetzt melden kann. Ich bin aber sehr dankbar für all eure Ideen und dass ihr so...
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #21
Hallo ihr Lieben,
es tut mir leid, dass ich mich erst jetzt melden kann. Ich bin aber sehr dankbar für all eure Ideen und dass ihr so mitgefiebert habt. Mein freund und ich wollten uns eigentlich auf den Weg vom Osten Richtung Köln machen, haben aber noch den Umweg über den Norden gemacht, um mit dem Lackfellchen aus dem Kippfenster zum Tierarzt zu fahren. Wir haben also Kilometer ohne Ende gekloppt mit dem Auto, sodass ich erst jetzt zum Schreiben komme.
Als wir nach 3 Stunden bei meiner Oma ankamen, hatte sich das kleine Lackfellchen hinter Omas Sofa verzogen, die Besitzerin war noch nicht da. Wir haben sie direkt in unseren mitgebrachten Katzenkorb gesteckt und ab zur nächsten Tierärztin. Wir durften direkt an allen Wartenden vorbei und bekamen sofort die Behandlung. Leider durfte die TÄ nicht soviel machen, wie notwendig gewesen wäre, weil ich nicht die Besitzerin war. Sie wurde untersucht und bekam eine Schmerzspritze. Die Ärztin hat uns noch ganz toll beraten und sagte, die Katze müsse mit der Besitzerin dringend ganz shcnell in die Tierklinik.
Mein Freund telefonierte sich dann kreuz und quer durch das Telefonbuch des 11.000-Seelen-Ortes, bis wir die Oma der Besitzerin am Telefon hatten. Die rief ihre Enkelin an, welche sich im Nachbarort bei der Mutter aufhielt. Ist wohl ne ganz schwierige Familiengeschichte bei denen, untereinander haben alle mal Stress miteinander. Die Besitzerin kam dann auch mit ihrer Mutter und heulte wie ein Schlosshund. Die Katze sollte von der Oma versorgt werden, während sie im Nachbarort (10km weiter)bei der Mutter „wohnte“, weil sie dort auch ihr Blockseminar hatte, welches sie im Rahmen ihrer Ausbildung machen musste. Die Oma war aber so verbiestert, dass die Enkelin wieder Kontakt zur Mutter hat, dass sie der Katze einfach nur Brocken Trockenfutter hinschmiss und das Fenster kippte, weil alles so furchtbar nach Katze gestunken habe.
In die Tierklinik wollten Mutter und Tochter zunächst nicht fahren, weil sie das Geld nicht hatten. Ich bat ihnen an, das Geld, welches ich eigentlich für die Erstbahndlung zu bekommen hatte, erst in 2,3 Monaten bei meiner Oma vorbei zu bringen und dann dieses in die Tierklinik zu investieren. Ich gab ihnen noch den Tip, auch dort nach Ratenzahlung zu fragen. Ich sagte auch, dass die TÄ meinte, es könne sonst sein, dass die Katze innerhalb von 24 h sterben könnte. Sie durften auch meine Transportbox behalten, um sie am Wochenende meiner Oma wieder hochzubringen. Damit verbunden war auch, dass ich einen ausführlichen Bericht der Klinik haben will. Sollte dies alles nicht geschehen, würde ich den Veterinäramt Bescheid geben. Ich war höflich, tröstend, hilfreich, aber auch sehr bestimmt. Ich hab gleich noch Impfungen, Kastration, gutes Nassfutter und einen Kumpel angeraten, sollte sie die Katze unbedingt behalten wollen. Ich hab alles fein säuberlich aufgeschrieben.
Die Katze war dann zwar nicht in der Tierklinik, aber bei einem anderen Tierarzt mit Röntgenmöglichkeit. Ihr fehlt soweit wohl nichts, aber durch die Klemmung im Fenster hatte sie an der haut Schwielen und Schmerzen. Sie muss nun auch besser ernährt werden und hat eine Fehlstellung des Beckens, welche aber wohl shcon zuvor da war. Die wollten sie aber erstmal noch nicht beheben. Lt. Tierarzt ginge es der Katze soweit sonst gut.
Nun lebt die Katze bei der Mutter, die allerdings auch nen Kater hat. Ratet mal: Sind beide natürlich nicht kastriert und im „besten“ Alter. Da ich bei dem Gespräch nach der zweiten Untersuchung nicht dabei war, sondern sie alles meiner Oma erzählte, konnte ich das leider nicht auch gleich „rügen“. Ich hab meiner Oma gesagt, sie soll dem Mädel ausrichten, dass es zwar „schön“ ist, dass die Katze nun nen Kumpel hat, aber das beide so schnell wie möglich kastriert werden MÜSSEN….Stellt euch mal vor, die kleine mit ihrem kaputten Becken bekommt Kinder!!! Mal abgesehen, dass es ja nun wirklich nicht noch mehr „Ups“- Katzen braucht. Am liebsten würde ich wirklich das Veterinäramt anrufen, aber wir kennen die Adresse und Namen der Mutter nicht, das Mädel ist nicht mehr in ihrer Wohnung und die Oma legt sofort wieder auf, wenn man sie deswegen anruft.
Meine Oma hat dem Mädel angeboten, sollte die Katze wieder zurück in ihre Wohnung kommen (das wusste das Mädel noch nicht, wollte sie sich mal Gedanken drüber machen, wie es nun weitergehen soll), dann würde sie die Katze gerne versorgen. Jetzt hab ich natürlich die Befürchtung, dass die Katze entweder schwanger wird und/oder von ihrem Kumpel, mit dem sie unter Stress zusammengeführt wurde, wieder weggerissen wird und wieder nicht gut versorgt wird. Es ist alles zum kot..en, aber langsam bin ich auch mit meinem Latein am Ende….
Sorry, dass es soooo ausführlich geworden ist, aber die Geschichte war und ist wirklich herzzereißend!
 
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  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #22
Man, man, man, ist das vertrackt...

DANKE, dass ihr euch so toll gekümmert habt :a066:!!! Ich hoffe, es geht alles gut aus und das Miezchen wird zeitnah kastriert *seufz*, Menschen gibt's...
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #23
Man, man, man, ist das vertrackt...

DANKE, dass ihr euch so toll gekümmert habt :a066:!!! Ich hoffe, es geht alles gut aus und das Miezchen wird zeitnah kastriert *seufz*, Menschen gibt's...

Ich fürchte, dass das ein frommer Wunsch bleiben wird.
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #24
Oh,oh ihr habt Euch so toll gekümmert und dann sowas. Wenn die Katzen bis jetzt noch nicht Kastriert waren, ist auch davon auszugehen, dass es sie nicht machen aus Geldmangel. Auh arme Miezi. Manchmal weiss man nicht was man sagen soll. Ich habe wieder Pippi in den Augen. Was ein Leid für Miezi.
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #25
Ich würde es auch so versuchen....sie ihr quasi "abluchsen" und sagen, sie könne sie ja jederzeit besuchen. Wird sie vermutlich sowieso nicht machen, daher kann man es ruhig anbieten. Sie müsse sich dann nicht immer um sie kümmern usw. Und nochmal darauf eindringlich hinweisen, dass sie ja fast gestorben wäre, wenn deine Oma nicht so gut aufgepaßt habe. Dass sie dringend zum Tierarzt muss - ob sie die Kosten denn aufbringen kann?
Vielleicht willigt sie ein.

Ja, ich gebe kaba recht.
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #26
Aber kannst Du da noch was machen? die Katze ist doch jetzt bei der Mom !!! Und die Besitzerin auch? Und die Oma der Beiden die die Katze versorgen sollte ist sauer und schlecht umgänglich. So habe ich es verstanden. Und Yodas Mama weiß nicht wo die jetzt mit den Katzen wohnen und die Oma der Beiden kann man nicht ansprechen. Und wenn dass Mädel wieder nach ein paar Wochen in ihrer Wohnung ist, ist es schon zu spät weil arme Mieze mit kaputten Becken vom unkastrierten Katzenkumpel trächtig ist. Heul!!!!!!!!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #27
Genau das ist die Situation. Das 17-jährige Mädel bleibt samt Katze bei ihrer Mutter erstmal- sie hat ja da ihr Blockseminar. Wenn sie zurück in ihre Wohnung kommt, dann wusste sie noch nicht, ob die Katze dann wieder mit in die Wohnung kommt. Vielleicht lässt sie sie direkt bei ihrer Mutter. WO das ist, wissen wir nicht- also, Stadt schon, aber nicht Straße. Stehen auch im Gegensatz zu der Oma nicht im Telefonbuch.

Mit "abluchsen" ist da nichts mehr...also, war es auch vorher nicht. Die wussten schon ganz genau, dass es ihr Besitz ist und sie damit machen können, was sie wollen. Die Mutter war auch ganz schön "rabiat" nach dem Motto- "Kirche mal im Dorf lassen, ist ne Katze".
Ich hab schon erklärt, dass sie ja Verantwortung übernommen haben und ich mir meine eigenen Katzen auch erst angeschafft habe als klar war, dass das Studium bald vorbei ist und ich alle Kosten für meine Miezen tragen kann...aber es scheint bei denen einfach noch nicht angekommen zu sein, dass Katzen manchmal zum Arzt MÜSSEN. Ich habe das Gefühl, die meinen, eine Katze gehört erst kurz vor Tod dahin.

Als sie überlegten, das schwarze Lackfellchen in die Tierklinik zu bringen,entwickelte sich sogar folgender Dialog zwischen denen:
"Martina hat neulich 700 Euro in der Tierklinik gezahlt. Ging auch auf Raten"
"Ja, aber 700 Euro- da zahlen wir ja Jahre ab. Einschläfern kostet 50!"
Tochter heult wie Schlosshund
Mutter:"naja, wir schauen erstmal. Vielleicht kann deine Katze ja mit ihren Wehwehchen weiterleben. Sie mauzt ja gerade auch nicht- hat dann wohl auch keine Schmerzen"
Ich habe wieder aufgeklärt, aber ich fürchte, mindestens für die Mutter war ich mehr so ein aufgeblasenes Studentenmädchen, die sich als was besseres fühlt (obwohl ich wirklich sehr nett war und alles ruhig erklärt habe, obwohl ich hätte explodieren können)

DIE machen alles falsch, was man falsch machen kann.Aber rechtlich sind uns alle Hände gebunden. Meine Oma hat ihr halt angeboten, das Tier zu betreuen, wenn sie wieder mal nicht da ist und ihr vor allen Dingen einen Schlüssel vorbei zu bringen, falls mal was ist...Mal schauen, wie sich das alles noch entwickelt. Mir tut die Katze so leid...Aber ich bin jetzt auch wieder in Dresden und Oma 300km entfernt. Ich fürchte, wir müssen auf meine resolute Oma bauen...
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #28
Ich habe wieder aufgeklärt, aber ich fürchte, mindestens für die Mutter war ich mehr so ein aufgeblasenes Studentenmädchen, die sich als was besseres fühlt (obwohl ich wirklich sehr nett war und alles ruhig erklärt habe, obwohl ich hätte explodieren können)

Ganz großes Kompliment an deine Contenance. So viel Ignoranz kann einen eigentlich nur wütend machen. Leider ist es jetzt wie es ist und so bald wird sich auch nichts ändern. Da bleibt nur zu warten, bis wieder etwas passiert. Leider. :c020:
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #29
Mit "abluchsen" ist da nichts mehr...also, war es auch vorher nicht. Die wussten schon ganz genau, dass es ihr Besitz ist und sie damit machen können, was sie wollen. Die Mutter war auch ganz schön "rabiat" nach dem Motto- "Kirche mal im Dorf lassen, ist ne Katze".

Du hast getan was man tun kann. Das Problem ist, dass man mit solchen Leuten kaum reden kann, denn die Interessen und Bedürfnissen eines Tieres haben dort keine Relevanz. Tiere werden gedankenlos angeschaft, genauso gedankenlos gehalten und wenn man keine Lust mehr hat oder das Tier zu teuer wird genauso skrupellos ausgesetzt oder beim Tierheim entsorgt. Um einzusehen, dass man dem Tier keine artgerechte Haltung bieten kann, muss man seinen Egoismus zurückstellen können und sich selbtkritisch befragen. In so einem Fall das Tier abzugeben, in dem man ein gutes Angebot annimmt, würde ja bedeuten, dass man das Tier und seine Bedürfnisse ernst nimmt und das tun diese Menschen nicht. Die leben mit dem Credo: "Ist mein Tier, ich mache damit was ich will". So was darf man zuweilen ja selbst im Katzenforum lesen.
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #30
Ganz großes Kompliment an deine Contenance. So viel Ignoranz kann einen eigentlich nur wütend machen. Leider ist es jetzt wie es ist und so bald wird sich auch nichts ändern. Da bleibt nur zu warten, bis wieder etwas passiert. Leider. :c020:


Danke, ich musste mich wirklich schwer zusammenreißen und die ganze Geschichte geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Diese Ignoranz macht mich wütend; auch dass ich das Mäuschen ja schon in meinen Händen hatte und sie wieder gehen lassen musste.

Ich habe die Hoffnung, dass sich Mutter und Tochter wieder mal streiten (scheint bei denen ja an der Tagesordnung zu sein) und die Tochter die Katze schnell wieder in die Wohnung unter Oma mitbringt. Dann ist die Katze zwar wieder allein, aber hoffentlich noch nicht trächtig und meine Oma kann mal nachschauen und vielleicht auf die Halterin etwas einwirken. Jungen Mädels kann man sicher noch etwas beibringen in Sachen Katzenhaltung...

Es kam mir auch so vor, dass sie sich schon sehr um ihre Katze sorgte und traurig über die ganze Situation war. Aber sie wurde halt sehr von der Mutter und ihren Ansichten überfahren- und da dies ja die finanziell günstigere Lösung zu sein schien,war sie wohl erstmal etwas beruhigt. Mir geht es ja noch selber heute so, dass ich gerne den Rat von meiner eigenen Mama annehme und mich beruhigen lasse in schwierigen Situationen. Meist haben Mütter eben Recht, aber wie sollte dieses junge Mädchen verstehen, dass IHRE Mutter eben eher nicht so Recht und Ahnung von Katzenhaltung hat?!
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #31
Ich bin schwer beeindruckt, wieviel du unternommen und versucht hast. Hut ab und meinen allergrößten Respekt!!!!!!!!!!!

Hast du dem 17-jährigen Mädchen deine oder Omas Tel.Nr. gegeben? Für den Notfall, dass ihre Mama doch noch auf dumme Gedanken kommt mit einschläfern oder so, und sie einen hilfreichen Ansprechpartner brauch.

Ich habe es jetzt so verstanden, dass das Mädel ja eigentlich ganz vernünftig ist wenn man ihr versucht was klar zu machen. Nur die Mutter stellt sich quer. Oder?

Wenn also deine Oma sich schon anbietet nach der Katze zu schauen, dann red doch nochmal mit dem Mädel. Versuch ihr klar zu machen, dass eine unkastrierte Katze sehr viel teurer ist als eine kastrierte. Und wenn sie das Geld momentan dafür nicht hat, die Katze zumindest erst mal aus dem Haus der Mutter holt und deiner Oma anvertraut.

Ich drück die Daumen, dass deine Power Oma da irgendwie hilfreich mitagieren kann.
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #32
Ich bin schwer beeindruckt, wieviel du unternommen und versucht hast. Hut ab und meinen allergrößten Respekt!!!!!!!!!!!

Danke...aber ich denken, viele hier hätten es doch ähnlich getan,oder? Gerade wenn man eigene Fellnasen hat und sieht, wie gut es denen geht!

Hast du dem 17-jährigen Mädchen deine oder Omas Tel.Nr. gegeben?

Nein, meine hat sie ganz bestimmt nicht. Omas denke ich auch nicht. Aber ich glaube auch nicht, dass sie anrufen würde. Ich glaube, die vertraut schon ihrer Mutter...schließlich hat die ja ne eigene Katze (ironie on) und da weiß man ja, was zu tun ist (ironie off)

Ich habe es jetzt so verstanden, dass das Mädel ja eigentlich ganz vernünftig ist wenn man ihr versucht was klar zu machen. Nur die Mutter stellt sich quer. Oder?

Ja, ich denke, dass sie schon das Beste für die Katze will, weil sie sehr an dem Tier hängt. Kann ja auch ein großer Trost sein, wenn man mit 17 alleine wohnt und das Leben so schwer ist. Auch wenn die eigene Familie immer wieder auseinander reißt und sich alle stets untereinander streiten, kann so ein Fellpopo natürlich Trost spenden. Ich glaube, die Katze ist so ziemlich alles, was ihr Trost gibt und über bleibt. Die Mutter dagegen- so mein kurzer Eindruck- versteht den ganzen "Aufriss" nicht...aber von einer Frau, die ihre eigene Tochter das erste Mal mit 14 raus geschmissen hat, kann man wohl auch kaum viel Einfühlungsvermögen erwarten!

Wenn also deine Oma sich schon anbietet nach der Katze zu schauen, dann red doch nochmal mit dem Mädel. Versuch ihr klar zu machen, dass eine unkastrierte Katze sehr viel teurer ist als eine kastrierte. Und wenn sie das Geld momentan dafür nicht hat, die Katze zumindest erst mal aus dem Haus der Mutter holt und deiner Oma anvertraut.

Ich kann mit ihr nicht mehr reden. Ich hab ja auch keine Telefonnummern o.ä. und bin wieder 300km entfernt. Die junge Frau war seitdem wohl auch nicht mehr daheim...Ich schätze, da hilft gerade nur abwarten, ob sich etwas neues ergibt. Meine Oma ist jedenfalls auf alles gefasst und verfolgt das intensiv weiter...
Das Problem ist, denke ich, eben die schwierige Familiengeschichte und dass das Mädel den gerade neu gewonnenen Kontakt zur Mutter nicht wegen Streit um die Katze abbrechen wollte. Kann ich verstehen, eine 17-Jährige, die ihre gesamte Jugend nachzuholen hat, gehört eben zur Mutter. In Katzensprache würde man wohl meinen, das Mädchen ist halt nicht genügend sozialisiert und muss das nachholen. Mal abgesehen davon, dass ihr eben auch nicht so bewusst ist, dass die mit der Katze so ziemlich alles falsch machen. Die Mutter sagt ja, dass sie alles richtig machen und das Mädchen vertraut ihr halt...Ja, es ist zum verzweifeln. Ich hoffe, wir hören nochmal etwas und alles wird irgendwie gut!
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #33
Edit: Habe da grad was durcheinander gebracht. Sorry. Deshalb gelöscht.
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #34
Meist haben Mütter eben Recht, aber wie sollte dieses junge Mädchen verstehen, dass IHRE Mutter eben eher nicht so Recht und Ahnung von Katzenhaltung hat?!

Das finde ich zutiefst menschlich. Einem vertrauten Menschen glaubt und vertraut man doch mehr als einem Wildfremden.
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #35
Für alle, die es interessiert: Ich hab Neuigkeiten von dem Kippfensterchen.

Leider oder zum Glück wohnt das kleine schwarze Lackfellchen nicht mehr bei der jungen Frau und auch nicht mehr bei der Mutter. Wie sich herausstellte, hat das 17-jährige Ding noch einen Hund, der auch schon bei der Mutter lebte. Die wollte aber in den Urlaub und konnte nicht mehr auf den Hund aufpassen. Weil sich Hund und Lackfellchen nicht vertragen haben, hat sie die Katze dauerhaft zu nem Kumpel gegeben. Dort lebt sie auch alleine. Was aus dem Kater der Mutter geworden ist, weiß ich nicht.

Der Kumpel, so der O-Ton, ist aber den ganzen Tag zuhause und kann sich um die Kleine kümmern. Da bräuchte die Katze keinen Kumpel. Und sie darf dort raus. Angeblich würde sie auch wieder normal laufen, was ich mal stark bezweifeln möchte, weil mir die Tierärztin ja sagte, dass sie ne schon vorher offensichtlich ne Hüftfehlstellung hatte. Ich nehme aber mal an, dass die Katze bei dem Kumpel auch keine Tierklinik deswegen sehen wird, Geld hat der ja auch nicht. Hm, und dann das Humpelhüftchen in ungesicherten Freigang- ich könnte echt brechen!

So, dafür fahre ich heute aber Kitten-Gucken bei meiner Freundin. Die hat zwei süßen Pflegefellies ein wunderschönes Zuhause gegeben mit Aquarien und Hamstern und super viel Platz. Ein Katzenparadies. Sie wollte eigentlich nur eine haben, aber natürlich hab ich ihr den Kumpel ans Herz gelegt und deshalb schau ich mir heute Abend die zwei frechen Kater an!
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #36
Ich musste eben sehr weinen. Meine Oma sagte mir am Telefon, dass die Nachbarin ihren Hund weggegeben und ihre Katze wiedergeholt hat. Leider kann sich die Katze nicht mehr bewegen und liegt nur noch lethargisch in dem einen Zimmer rum. Sie wird zum Napf getragen oder der Napf zu ihr. "Saufen tut sie ja nicht"...
Die Katze wurde nie weiter behandelt und quält sich nun mit den Folgeerkrankungen. Neulich weinte das Lackfellchen durch die Tür, Oma klingelte, aber niemand machte auf. Als Oma ein paar Stunden später das Mädel im Treppenhaus traf, meinte sie patzig, dass meine Oma das alles nichts anginge. Seitdem spricht sie nicht mehr mit ihr. Wenn die Katze also nicht schon tot ist, dann quält sie sich in einer fast leeren Wochnung mit ihren inneren Verletzungen herum und wir können nichts tun.

Dann erzählte mir Oma von einer neuen Nachbarin gegenüber. Sie hat Kater auf Katze gesetzt, Katze ist bei Geburt verblutet, 4 Kitten kamen bei raus, potenter Kater wurde an die frische Luft gesetzt und darf nicht mehr rein. 3 der Kitten kamen angeblich ins Tierheim mit 4 Wochen, 1 hat sie behalten als Einzelkatze und will sie wieder schwängern lassen. Als Oma ihr erzählte, dass das alles ganz schlimm ist und sie keine Ahnung von Katzen habe, antwortete sie, dass sie das schon seit Jahren so mache und dass das ihr DIng ist.

Ich hab nicht wenig Lust, Omas Nachbarschaft mal so richtig zu vermöbeln!
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #37
In welchem Ort ist das.
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #38
Das ist ein kleiner Ort im Harz. Ich hatte neulich gerade Probleme, dass Daten, die ich raus gegeben habe, hier im Forum zurück verfolgt wurden und mir mit juristischen Folgen gedroht wurde. Das war wirklich nicht sehr ernst zu nehmen und ich hab mir auch nichts vorzuwerfen, auch in diesem Fall nicht, aber ich möchte diesen Ärger gerne vom Forum fern halten. Ich schreibe dir den Namen aber gerne gleich per PN.

Du hast mich in der PN ja auch gefragt, was der Tierschutz dazu sagt. Nun, der Ort ist sehr klein. Einen der "Tierschützer", der dort angegeben wird, hat einen Bauernhof, wo viele Katzen herum laufen. Auch sie vermehren sich wie Teufel. Insofern weiß ich nicht, ob er überhaupt die richtige Anlaufstelle wäre.

Als das mit dem Kippfenster passierte rief ich aber im Tierheim im nächst größeren Ort an. Dort sagte man mir, dass man da a) nichts tun könne, weil die Katze ja eine Besitzerin hat (sagte mir die Tierärztin ja damals auch, weshalb ich die Kleine nicht richtig und wie notwendig gewesen wäre behandeln lassen konnte) und b) ein Tier eben auch eine Sache rechtlich ist und eine Unaufmerksamkeit noch lange keine Tierquälerei.

Ich denke aber, dass es sich so langsam um Tierquälerei handelt, nur wissen wir ja nicht, ob die Katze überhaupt noch lebt und/oder ob sie in der Wohnung bei der jungen Frau WENN ist. Die reichtdie Katze ja gerne mal weiter oder ist bei der Mutter oder oder oder...
Ich bin leider nicht vor Ort und meine Oma ist 84. Ich kann da nicht einfach mal klingeln und mir was einfallen lassen. Meine Oma schafft das in ihrem Alter auch nicht mehr. Für sie war es jetzt wirklich schon nervenzehrend, dass das Mädchen ihr die Tür vor der Nase zugeschlagen hat und sehr patzig wurde.
Ich bin in ner Woche wieder in der Heimat und werde nochmal versuchen, was ich erreichen kann. Und wenn die Katze da ist und lebt und der Gesundheitszustand so ist, wie von Oma beschrieben, dann werde ich ihr sagen, sie soll die Katze raus rücken oder sie bekommt ne Anzeige wegen Tierquälerei. So bisher der Plan, der mir kurzfristig im Kopf rumschwirrt. Hat sonst noch jemand nen Vorschlag?

Und zu der anderen Nachbarin werde ich auch direkt mal gehen und sie nach dem Draußen-Kater fragen...damit der wenigstens in den Tierschutz kommt, kastriert wird und eine Chance auf ein schönes zuhause. Und ich werde versuchen sie über das Katzenelend aufzuklären. Das wird wohl alles sein, was ich machen kann!
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #39
Oh nein ist das furchtbar :cry:

Bitte versuch es - erst - mehr mit Diplomatie bei den Leuten. Wenn die sich auch nur ein ganz klein bisschen auskennen, wissen sie, dass eine Anzeige wegen Tierquälerei überhaupt keine Folgen haben wird.

Versuch irgendwie, Dich bei den Leuten einzuschleimen. Auch wenns schwer fällt. Immer wie mit Geiselnehmern verhandeln. Solange sie die Katze haben, sind sie einfach die tollsten Menschen der Welt. Das muss bei denen rüberkommen.

Vielleicht kannst Du die Katze irgendwie so loseisen, wenn Du ihnen erklärst, dass Du ihnen die viele Arbeit mit dem Tier abnehmen willst etc. etc.

Solche Leute müssen immer denken, dass SIE bei der Sache im Mittelpunkt stehen. Dann ist manchmal was zu erreichen.

Mit Drohungen kommt man fast nie weiter, denn es gibt dafür keinerlei rechtliche Rückendeckung, und das wissen diese Leute meistens auch sehr gut.
 
  • Katze von Nachbarin in Kippfenster. Gerettet und nun? Beitrag #40
Bitte versuch es - erst - mehr mit Diplomatie bei den Leuten. Wenn die sich auch nur ein ganz klein bisschen auskennen, wissen sie, dass eine Anzeige wegen Tierquälerei überhaupt keine Folgen haben wird.

Mit Drohungen kommt man fast nie weiter, denn es gibt dafür keinerlei rechtliche Rückendeckung, und das wissen diese Leute meistens auch sehr gut.

Also, zum Kippfensterchen: Das ist ein 17-jähriges Mädchen, die zum einen vollkommen überfordert ist, zum anderen auch nicht mit reichlich Köpfchen gesegnet wurde. Ich denke, ich werde erstmal nett sein nach dem Motto: Erzähl mal, wie geht es dir denn mit der Katze? Schaffst du das mit der Verantwortung oder hast du sie nur noch, weil du nicht weißt, wohin mit ihr?
Ich nehme mal an, ihr fehlt sicherlich das Geld um die Katze einzuschläfern. Also, meine Oma meint, dass es der Kleinen so mies ging das letzte Mal, dass sie sich nicht vorstellen kann, dass sie das überlebt...

Zu der anderen Nachbarin: Sie scheint zu wissen, welche Rechte sie hat. Ich werde es nett versuchen. Hauptsache der potente Kater kommt da aus der Nachbarschaft weg und bekommt die Möglichkeit, ein Zuhause zu bekommen. Sie hat ja eh nicht vor, ihn jemals wieder ins Haus zu lassen. Sie hat ihn entsorgt, aber hatte wohl keinen Mumm, ihn auch noch im Tierheim abzugeben
 
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