Im Sinne der Aufklärungsarbeit:
Ich habe Amy damals im Alter von geschätzten 4 Monaten aufgenommen, von nem Bauernhof (ich kannte damals das Wort "Vermehrer" mit allen Konsequenzen nicht). Ich dachte, ich hätte mich vorbereitet: Ich hatte Futter, Katzenklo, Transportbox, Schlafgelegenheiten, Schälchen, Spielzeug... Und dachte, Katzen sind Einzelgänger, also halte ich sie alleine. Und ich hätte jedem gesagt, dass Amy glücklich ist. Sie schrie nicht, sie machte nichts kaputt, sie war vom ersten Tag an stubenrein, sie fraß, sie spielte, sie schmuste mit mir... Alles super. Soe hab ich das vier Jahre gemacht. Dann war mein Studium beendet und ich dachte mir "Wenn sie den ganzen Tag allein ist, ist das nciht gut, weil sie ja nicht raus darf" und wollte ihr zur Gesellschaft ein Kitten holen, damit sie Chef bleiben kann - ich dachte, das wäre besser, weil sie doch recht klein und zierlich ist, und bis dahin war sie ja die prinzessin gewesen... Naja, im Tierheim überzeugte man mich, einen eher gleichaltrigen Kumpel zu holen, also entschied ich mich für Chester (der auch noch geschätzte zwei Jahre jünger ist). Und was soll ich sagen? Ich erlebte, dass es meiner Katze lange nicht so gut gegangen war, wie ich gedacht hatte. Amy hatte ganz viel kätzisches Verhalten verlernt, was mir aber bis dahin nicht aufgefallen war. Durch das Spielen und Toben mit Chester wurde sie viel agiler, weil sie sich viel mehr bewegte. Sie hat richtig Muskeln aufgebaut! Und was ich ganz krass fand: Sie wirkte auf einmal viel jünger, weil sie viel aktiver war - vorher hatte sie sich nämlich an mich angepasst, und wenn ich weg war, viel geschlafen und wenn ich geschlafen hab, geschlafen und wenn ich keine Zeit zum Spielen hatte, geschlafen...
Und nachdem ich mich dann in verschiedenen Foren mal eingelesen hatte (was erst nach der Aufnahme von Chester erfolgte), bestärkte mich das in meiner neu gewonnenen Überzeugung, dass ich NIEMALS WIEDER eine Katze in Einzelhaltung zwingen möchte!
Und ich kann es auch niemandem empfehlen, seiner Katze so etwas wissentlich anzutun.