Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das?

Diskutiere Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? im Zucht und Genetik Forum im Bereich Katzenzucht und Nachwuchs; Hi, ich puzzel gerad etwas rum um mit der Genetik durchzusteigen. Ob das ne gute Idee war weiss ich nicht :???: Jetzt frag ich mich, kann ich...
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #1
Franziska

Franziska

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Hi,

ich puzzel gerad etwas rum um mit der Genetik durchzusteigen. Ob das ne gute Idee war weiss ich nicht :???:

Jetzt frag ich mich, kann ich von dem Stammbaum (EMS-Code) meiner Kater ausgehend, deren genetischen Code 'rückschliessen'?
Irgendwie stolper ich da immer wieder über das eine und andere: zb non-agouti, also solid, aa, dann ist Fussel ja black smoke ... schwarz ist ja das B-Gen also B-.. D- für Vollfarbe, I- (oder II?) für smoke/silber, aber auch, ll weil Langhaar, kein Tabby (da ja non-agouti), 'nicht rot' (o nur wo und o oder oo?)
keine Weissscheckung, kein Weiss, das wäre dann ja
aa B- D- I- ll o
oder
aa B- D- II ll oo
... ich bin total verwirrt! zb die Dopplung bei 'nicht rot' ja oder nein? Wenn nein dann o oder o- oder ist o- nicht mgl weil "-" immer für dominant oder rezessiv steht? Dann würde ja oO keinen Sinn machen, dann wäre er ja nicht 'nicht rot'

Sind die "-" Stellen nur für die Vererbung an die Nachkommenschaft interessant oder schlicht 'egal'?

Stellt man den genetischen Code 'alphabetisch' auf? Also von Gen A nach Gen B etc?

Als Quelle hab ich das "Das Maine Coon Kompendium" von Henning Müller-Rech vorliegen und natürlich das Internet (zb ) sowie den Stammbaum und die Eintragung bei PawPeds.

Bin ich bzw ist das arg durcheinander? Mein Kopf raucht...

EMS-Code
Fussel: MCO ns (black smoke)
Mutter: MSC ns (black smoke)
Vater: MCO n 09 23 (black-tabby-mackrele / white) (richtig?)


LG Zis
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #2
Ich weiß jetzt nicht, ob ich dich überall richtig verstanden habe... :oops: Du musst jeden Buchstaben jeweils doppelt im Gencode aufführen, weil ja jedes Gen zwei Allele hat. Wenn dein Kater ohne rot ist, dann müsste es "o" sein (habe es eben nochmal nachgelesen, aber rot und schwarz ist in der Tat ein Punkt, den ich schon damals nicht direkt auf Anhieb verstanden habe und dann habe ich es erstmal verdrängt :oops:). Das "-" steht nur bei den Sachen, die man so nicht genau weiß (es sei denn, man testet drauf).

Ich kann bspw. den Gencode für meine Ginger Belle (black-classic-torbie, die auf Grund ihres Vaters in blue/white sowohl Verdünnung, als auch Non Agouti trägt) wie folgt bestimmen:

Aa (sie ist mit Tabbyzeichnung, trägt aber eben Non Agouti)
Dd (die ist vollfarben, trägt aber Verdünnung)
ii (kein silver)
tbtb (sie ist reinerbig classic-torbie, reinerbig mackerel-torbie wäre "TbTb", mischerbig wäre "Tbtb")
ss (ohne Scheckungsweiß)

Also in einem: AaDdiitbtbss (wie gesagt, das mit rot und schwarz habe ich bisher selbst nicht so ganz gepeilt).

Edit:
Aimees Gencode müsste so aussehen:

Aa (sie ist mit Tabbyzeichnung, trägt aber auf Grund ihres Vaters in black/white auch Non Agouti)
D- (sie ist vollfarben und ich weiß nicht, ob sie von einem Elternteil das Verdünnungsgen geerbt hat)
ii (ohne silver)
Tbtb (sie ist mackerel-tabby, trägt aber auch classic-tabby)
Ss (sie ist mit Scheckungsweiß, aber nicht reinerbig, weil sie es nur von ihrem Vater geerbt hat - und selbst wenn beide Eltern mit weiß gewesen wären, wäre dann nicht sicher, ob sie es jeweils von beiden Eltern bekommen hat und somit reinerbig ist oder ob sie es trotzdem nur von einem Elternteil hat, denn das Gen für Scheckungsweiß vererbt sich ja dominant.)

Wieder in einem: AaD-iiTbtbSs

Edit 2: auch ob Katzen reinerbig silver sind, kann man eigentlich nur per Gentest rausfinden, da es sich damit genauso verhält, wie mit dem Gen für Scheckungsweiß: es heißt nicht gleich, dass ein Kätzchen in bspw. black-silver-tabby, dessen Eltern beide mit Silber sind, das Silver auch von beiden bekommen hat oder doch nur von einem Elternteil, weil auch silver sich dominant vererbt.

Und auch ganz wichtig: eine black-smoke Katze (um bei deinem Beispiel zu bleiben), hat sehr wohl Gene für eine Tabbyzeichnung! Nur wird diese halt durch das Non Agouti Gen verdeckt. Schau mal die red solid Katzen, die haben alle eine Geisterzeichnung. Woran mag das nur liegen? ;)

Hat eine red solid Katze als Geisterzeichnung die mackerel-tabby Zeichnung, wird ihr Gencode diesbzgl. entweder "TbTb" (reinerbig auf mackerel-tabby) oder "Tbtb" (mischerbig, aber da sich mackerel-tabby dem classic-tabby gegenüber dominant verhält, wird da immer die mackerel-tabby als Geisterzeichnung zu sehen sein) sein.

Hat eine red solid Katze als Geisterzeichnung die classic-tabby Zeichnung, sieht ihr Gencode diesbzgl. "tbtb" aus.
 
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  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #3
Wenn ich mich nicht ganz irre, läuft das mit Schwarz und Rot so:
Katzen haben 2 dieser "Rotgene" (ich weiß nicht, wie die in echt heißen), da diese vermutlich auf dem X-Chromosom liegen. Kater haben deswegen nur eins davon (und können daraus bedingt in der Regel nicht rot und schwarz sein)
Deswegen schreibt man das so:
rote Katze: OO
schwarz-rote Katze: Oo
schwarze Katze: oo

Jetzt weiß ich nur nicht, ob man bei Katern beide Stellen angibt, logisch wäre nur eine, da es ja nur ein Gen gibt. Bei Borealis auf der Website stehen beide Stellen, deswegen bin ich gerade verunsichert.

Bei deinem Fussel kann man jetzt zum Teil nur raten:

Es muss auf jeden Fall BB sein (da Chocolate (b) und Cinnamon (bl) bei Coons nicht vorkommt.
Dann Ii weil er smoke ist, aber der Vater nicht, also kann er das Gen nur von der Mutter haben.
Da du nicht weißt, ob er bzw. die Eltern Verdünnung tragen, ist er D- (Also unsicher, ob er Verdünnung trägt)
ll für Langhaar, hast du ja schon.
Tabby ist wieder schwer, da du nur vom Vater weißt, was er zeigt, ob er eventuell eine andere Zeichnung trägt, und was die Mutter trägt, weißt du nicht (Dazu bräuchte man dann Großeltern-Farben und Geschwister-Farben, und selbst dann kann man es nur mit Glück sagen)
aa weil Non-Agouti.
ss weil ohne Weiß.
oo (oder nur o) weil nicht-Rot
ww für nicht-epistatisches Weiß

Dann gibt es noch Gene, die man je nach Rasse angibt, z.B. gibt man bei Coons BB eigentlich nicht an, da es ja nichts anderes gibt außer Schwarz. Genauso wäre es z.B. mit CC (non-Point) oder ll (Langhaar)

Der Code für Fussel (soweit möglich) wäre dann aa D- Ii ?? oo ss ww

Kann sein, dass ich irgendwas vergessen habe, aber es ist spät ;-)
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #4
Zumindest den Phänotyp der Katzen kann man mit dem Stammbaum in einen Gen-Code umwandeln. Grundsätzlich hat jedes Gen zwei Allele - die aber nicht immer identifizierbar sind. Bei rezessiven Allelen sind beide klar, wenn sie sichtbar sind (weil das sind sie nur, wenn sie reinerbig vorliegen). Reinerbigkeit von domanten Genen kann man meist nicht sicher sagen.

Katzen haben 2 dieser "Rotgene" (ich weiß nicht, wie die in echt heißen), da diese vermutlich auf dem X-Chromosom liegen. Kater haben deswegen nur eins davon (und können daraus bedingt in der Regel nicht rot und schwarz sein)
Deswegen schreibt man das so:
rote Katze: OO
schwarz-rote Katze: Oo
schwarze Katze: oo

Das ist richtig - nur das sie ganz sicher auf dem X-Chromosom liegen ;-).
Und sie unterliegen keinem "normalen" Dominanz-Rezessiv Verhältnis. Aber die Schreibweise ist richtig - wobei ich es immer vorziehe es mit dem X zu schreiben. Also:
Mädchen XoXo (nicht-rot) oder XOXO rot oder eben XOXo tortie/torbie.
Beim Kater kann da dann eben nur stehen XOY rot oder XoY nicht rot.

Es muss auf jeden Fall BB sein (da Chocolate (b) und Cinnamon (bl) bei Coons nicht vorkommt.

Wie gesagt, Reinerbigkeit dominanter Gene ist normalerweise aus dem Stammi nicht ablesbar - aber du hast natürlich recht: ein Coon sollte immer BB sein

Dann Ii weil er smoke ist, aber der Vater nicht, also kann er das Gen nur von der Mutter haben.

Genau - wobei ich selbst wenn beide Eltern Silber wären I- schreiben würde, da das rezessive Silber über Generationen vererbt werden kann. Aber wenn ein Elternteil definitiv nicht silber (ii) ist, muss er Ii sein.

Da du nicht weißt, ob er bzw. die Eltern Verdünnung tragen, ist er D- (Also unsicher, ob er Verdünnung trägt)

Genau - nur wenn ein Elternteil verdünnt wäre, könnte man das genauer sagen.

ll für Langhaar, hast du ja schon.

Auch richtig.

Tabby ist wieder schwer, da du nur vom Vater weißt, was er zeigt, ob er eventuell eine andere Zeichnung trägt,

Natürlich haben auch Non-agoutis Tabby Mustergene, aber sind meist nur kurz nach der Geburt als Geisterzeichnung sichtbar. Deshalb kannst du hier nichts zu sagen, wenn du keine Geisterzeichnung siehst.

aa weil Non-Agouti.
ss weil ohne Weiß.
oo (oder nur o) weil nicht-Rot
ww für nicht-epistatisches Weiß

Wie gesagt; wenn es ein Kater ist dann XoY

Also dann: aa BB CC D- Ii ll - ss ww XoY

Grüße,
Nic
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #5
Ähm, Nic, welches rezessive Silbergen :shock::shock::shock:? Ich habe gelernt: Silber kann man nicht 'tragen', nur zeigen, jedenfalls nach meinen Auskünften in sämtlichen Fachseminaren.
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #6
Ich glaube sie meint um silber zu sehen muss es mindestens Ii sein oder II - bei ii sieht man es nicht.
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #7
Also wäre
zumindest teilweise richtig gewesen.

Mir macht halt Probleme, wann ich was angeben muss (zb das BB oder das ss) und wann man zb D- setzt oder nur D.

Das mit dem rot, Katze/Kater hab ich kapiert. Mit den Allelen auch. Ist ja recht logisch und Mendel kam in Bio schon dran (auch wenns ne Weile her ist).

Ich glaube, ich habe eher Probleme mit der 'Struktur' des aufstellens. Also Reihenfolge, gibts dazu irgendwo Regel? Logisch wäre ja, wenn man nach der alphabetischen Genfolge (also A-Gen, B-Gen etc) vorhginge.

aa BB CC D- Ii ll - ss ww XoY
ok...

Ich kann auch mit den anderen Farben seiner Vorfahren dienen, wenns hilft?

Verdünnung taucht in seiner sein Großelterngeneration 1x und Urgroßeltern 2x.
Tabbys tauchen bei jedem seiner Großeltern auf.

Ach so ists einfach s.Anhang
 

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  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #8
Ähm, Nic, welches rezessive Silbergen :shock::shock::shock:? Ich habe gelernt: Silber kann man nicht 'tragen', nur zeigen, jedenfalls nach meinen Auskünften in sämtlichen Fachseminaren.

da ist mir doch wieder das "nicht" verschwunden .... *haare-rauf

Ich meinte natürlich das rezessive nicht-silber ....

Natürlich kann Silber nicht getragen werde.

Sorry ... sitze hier mehr oder weniger mitten in einer Katzengeburt ... da bin ich wohl etwas unkonzentriert :mrgreen:
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #9
Tierschutz.. mitten in ner Geburt unkonzentriet im Forum *empört tut* ;-)

Ne Spaß beiseite, ich hoffe es läuft alles gut?
Das ist bestimmt ein wundervolles Erlebnis, ich hab bisher nur Fischgeburten live miterlebt.
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #10
Mir macht halt Probleme, wann ich was angeben muss (zb das BB oder das ss) und wann man zb D- setzt oder nur D.

Welche man angibt, oder nicht, hängt auch immer von der Rasse ab. Es gibt z.B. ein Handschuh-Gen für Birmakatzen, dass würde mit Sicherheit kein Nicht-Birma-Züchter angeben ... also immer nur das, was für die eigenen Zuchtrichtung relevant ist. Da man bei Coons eben von BB ausgeht ... klar - kann man es auch weglassen.

Ich würde immer D- (oder welchen Buchstaben auch immer) schreiben -- um deutlich zu machen: ich habe da nichts vergessen - ich kenne das zweite Allel nicht und es gibt ja immer zwei.


Ich glaube, ich habe eher Probleme mit der 'Struktur' des aufstellens. Also Reihenfolge, gibts dazu irgendwo Regel?

Üblich ist die alphabetische ...


Verdünnung taucht in seiner sein Großelterngeneration 1x und Urgroßeltern 2x.

nützt nichts ... sicher kann man es nur sagen, wenn es bei den Eltern auftaucht - alles andere ist Spekulation.

Tabbys tauchen bei jedem seiner Großeltern auf.

Hier bitte immer unterscheiden zwischen Agouti (Tabby ist sichtbar) und Tabbymustergene. Die haben nämlich alle Katzen, auch wenn sie non-agouti sind. Aber welche das bei deinem Kater wären, ist eben auch reine Spekulation.

Ne Spaß beiseite, ich hoffe es läuft alles gut?

Katze ist etwas anstrengend - aber das kenne ich von ihr. Wird wohl alles noch ein paar Stündchen dauern ....

Das ist bestimmt ein wundervolles Erlebnis, ich hab bisher nur Fischgeburten live miterlebt.

Sagen wir mal so: ich bin immer froh, wenn es vorbei und alles gut gegangen ist. Auf den Teil dazwischen könnte ich getrost verzichten :mrgreen:
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #11
Ok, so hatte ich mir das auch gedacht in Sachen Creme & Tabby. Das wäre dann also 'Überraschung' bei Nachwuchs von ihm, je nachdem was die Mutter tragen würde?

Lassen dann alle (oder viele) Züchter auf Farben testen? Oder arbeitet man da eben mit der Ungewissheit (was es mE nach ja spannender macht).
Oder haben Züchter da noch andere Quellen?

Danke für eure Mühe! Im Dez geh ich mit der Züchterin vom Fussel mit Fussel auf eine Ausstellung sofern wir alle gesund bleiben :razz: bin mal gespannt was dabei rüberkommt - ich finde ihn ja sowieso am allertollsten *lach* und Kasi am allersüßesten.

@Nic: Ja das dazwischen stell ich mir auch aufreibend vor, bis sie alle 'rauspurzeln' (hoffentlich zügig hintereinander ohne Probleme) - Daumen sind gedrückt!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #12
Ok, so hatte ich mir das auch gedacht in Sachen Creme & Tabby. Das wäre dann also 'Überraschung' bei Nachwuchs von ihm, je nachdem was die Mutter tragen würde?

Tabby kann nur fallen, wenn die Mutter Agouti wäre. Welches wäre dann die Überraschung ... aber was meinst du jetzt mit Creme?

Rot könnte nur fallen, wenn die Mutter es hätte - und Creme würde daraus nur, wenn bei Verdünnung tragen.

Lassen dann alle (oder viele) Züchter auf Farben testen? Oder arbeitet man da eben mit der Ungewissheit (was es mE nach ja spannender macht).

Nun - Zucht ist ja keine Wundertüte - oder sagen wir mal so: sollte es nicht sein. Ich produziere ja nicht irgendwelche niedlichen Babys und lass mich dann mal überraschen. Wobei das wohl auch noch etwas auf die Rasse ankommt. Coons werden ja z.B. gar nicht auf Farbe gezüchtet - da ist wohl wirklich egal.
Bei Briten spezialisiert man sich ja schon auf eine bestimmte Richtung und dann muss ich wissen, was meine im Genotyp tragen. Meine kriegen einen kompletten Gentest, wo alles getestet wird, was zur Zeit geht.

Oder haben Züchter da noch andere Quellen?

Bei Allelen, die nicht zu testen sind (Tabbymuster-Gene oder z.B. Silber) muss man sich dann wirklich überraschen lassen. Wenn man von einem Tier schon einen oder mehrere Würfe hatte, kann man auch darüber Rückschlüsse ziehen. Was anderes gibt es aber nicht,.

@Nic: Ja das dazwischen stell ich mir auch aufreibend vor, bis sie alle 'rauspurzeln' (hoffentlich zügig hintereinander ohne Probleme) - Daumen sind gedrückt!

Danke - kann man immer gebrauchen.
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #13
[Tabby kann nur fallen, wenn die Mutter Agouti wäre. Welches wäre dann die Überraschung ... aber was meinst du jetzt mit Creme?

Rot könnte nur fallen, wenn die Mutter es hätte - und Creme würde daraus nur, wenn beide [oder?] Verdünnung tragen./QUOTE]

Ob es fallen kann oder ob es sicher fallen würde, meine ich. Wobei... *grübel* es muss ja nicht zwingend, oder? Theoretisch könnten ja auch nur Kitten ohne Tabby in Wurf A sein und in Wurf B gemischt oder nur Tabby, wenn die Mutter Agouti ist?

Klar rot nur wenn die Mutter es trägt... und Creme bzw Verdünnung dasselbe? Es käme also ausschließlich auf die Mutter an?
Fussel schließt nichts aus? (Außer natürlich reinerbig rot oder?) Oje -.-"
- Ich glaube das ist es worauf ich hinaus will, kann ein Elternteil etwas sicher ausschließen?

Das Zucht keine Überraschungstüte ist, ist mir klar ;-)
Ich meinte eben genau sowas wie Tabby & Silber ... das dass dann 'Überraschung' ist.

Das in jedem Wurf (der gleichen Eltern) die theoretischen Ergebnise anders verteilt sein können, auch das nicht alles 'drin' ist, ist mir klar.
Was ja dann eine Art 'Überraschung' wäre, also was denn nun von den Möglichkeiten mit dabei ist.

Das bei 2 dominant schwarzen Katen nichts rotes fällt usw. ist klar.
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #14
Lassen dann alle (oder viele) Züchter auf Farben testen? Oder arbeitet man da eben mit der Ungewissheit (was es mE nach ja spannender macht).
Oder haben Züchter da noch andere Quellen?

Coons werden ja z.B. gar nicht auf Farbe gezüchtet - da ist wohl wirklich egal.

Das war bei meinem A-Wurf der Fall. Ich wusste, dass Ginger sowohl Verdünnung, als auch Non Agouti trägt und da Stroker black/white ist, wusste ich, dass auf jeden Fall auch Kitten in Non Agouti fallen können. Was ich aber nicht wusste, war, ob Stroker auch Verdünnung trägt, da seine Eltern beide vollfarbig sind (sein Opa väterlicherseits von ihm war creme). Als Avelino das Licht der Welt erblickte, hatte ich ihn daher und in der Aufregung erstmal als red(-tabby)/white ins Geburtsprotokoll eingetragen. Später, als alle trocken an der Milchbar hingen, erschien mir der rote Bube jedoch etwas blass. :mrgreen: Näher herangetreten und näher hingeschaut und da war es doch tatsächlich eine cremefarbener Bube.

Jetzt weiß ich beim B-Wurf, dass auch verdünnte Farben möglich sind. :cool:

Bei Allelen, die nicht zu testen sind (Tabbymuster-Gene oder z.B. Silber) muss man sich dann wirklich überraschen lassen.

Das war beim A-Wurf bzgl. des Tabbymusters auch eine Überraschung. Ginger ist reinerbig classic-tabby. Die Mutter von Stroker ist mackerel-tabby und trägt classic-tabby, sein Vater ist classic-tabby. Da wusste ich halt nicht, ob Stroker neben dem classic-tabby des Vaters auch das classic-tabby der Mutter oder doch das mackerel-tabby der Mutter geerbt hat. Durch Aimee in mackerel-tabby weiß ich nun, dass Stroker mackerel-tabby und classic-tabby trägt und somit weiß ich jetzt für den B-Wurf von vorn herein, dass sowohl classic-tabbys, als auch mackerel-tabbys möglich sind. :)

Diese Verpaarung ist also nicht nur, was die Farben angeht, sondern auch, was die Zeichnungen angeht, sehr vielfältig. :mrgreen:


Nic, ich wünsche dir für die bevorstehende Geburt auch alles Gute! :)
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #15
Ja - ich meinte BEIDE müssen Verdünnung tragen.

Ob es fallen kann oder ob es sicher fallen würde, meine ich.

Was sicher fällt oder auch nicht ... das ist so eine Sache. Ich habe schon vor etlichen Würfen aufgehört Wahrscheinlichkeiten zu berechnen. In der Regel sind mehr Farbkombis möglich, als normalerweise Kitten in einem Wurf sind. OK - wenn man weiß was wie kommen kann - kann man mit dem passenden Partner die Wahrscheinlichkeit erhöhen ..

Wobei... *grübel* es muss ja nicht zwingend, oder? Theoretisch könnten ja auch nur Kitten ohne Tabby in Wurf A sein und in Wurf B gemischt oder nur Tabby, wenn die Mutter Agouti ist?

Theoretisch ja - die % sind ja im eben auf 100 gerechnet ... Wenn du den Kater jetzt aber mit einer Tabbykatze verpaarst, wäre es sehr unwahrscheinlich, dass von - sagen wir mal 6 Kitten - keins Agouti wäre. Möglich aber schon.

Klar rot nur wenn die Mutter es trägt...

Zeigt! ... Tragen kann man Rot nicht ;-)
(tragen meint immer das Vorhandenseins eines Gens, was nicht sichtbar ist)

und Creme bzw Verdünnung dasselbe? Es käme also ausschließlich auf die Mutter an?

Wenn du jetzt eine Katze nimmst, die keine Verdünnung trägt, kannst du auch keine verdünnten Kitten bekommen. Trägt die Katze Verdünnung - oder ist sie verdünnt, fallen nur verdünnte Kitten, wenn der Vater es auch trägt.

Fussel schließt nichts aus? (Außer natürlich reinerbig rot oder?) Oje -.-"

Naja - wenn du eine rote oder eine tortie Katze nimmst, kannst du natürlich rote Kater bekommen. Nur ein rotes Mädchen kannst du von ihm nicht haben.

- Ich glaube das ist es worauf ich hinaus will, kann ein Elternteil etwas sicher ausschließen?

Ja doch - das geht schon ... meine Katze (auf deren Babys ich gerade warte) ist choco ticked tabby ... ich weiß, dass sie außerdem spotted trägt, möglicherweise auch mackerel und classic. Der Papa vom Wurf ist rot, aber genetisch schwarz, so können also keine Chocos fallen - sondern nur schwarz und blau - bzw. bei den Mädchen als Torten. Der Kater ist ebenfalls ein ticked tabby, bei dem ich nicht weiß, was er drunter trögt. Es können also ticked tabbys fallen (zu 75% von den Tabbys ... und theoretisch auch alle anderen Tabbymuster).

Das bei 2 dominant schwarzen Katen nichts rotes fällt usw. ist klar.

Klar - wenn du jetzt mit zwei schwarzen non-agoutis, die reinerbig schwarz sind und keine Verdünnung tragen züchtest - bekommst du auch nur schwarze Kitten ...

Das war beim A-Wurf bzgl. des Tabbymusters auch eine Überraschung. Ginger ist reinerbig classic-tabby. Die Mutter von Stroker ist mackerel-tabby und trägt classic-tabby, sein Vater ist classic-tabby.

Wenn sein Vater classic Tabby war, dann musste Stroker mindestens ein classic Allel von ihm geerbt haben, da Classic als das rezessivste der Tabbymuster nur sichtbar ist, wenn es reinerbig vorliegt. Ob er jetzt von Mama das mc oder das cl geerbt hat ... ok - dass hätte man als Baby an der Geisterzeichnung sehen müssen ...

Durch Aimee in mackerel-tabby weiß ich nun, dass Stroker mackerel-tabby und classic-tabby trägt und somit weiß ich jetzt für den B-Wurf von vorn herein, dass sowohl classic-tabbys, als auch mackerel-tabbys möglich sind.

Genau ... so ist man unter Umständen nach jedem Wurf etwas schlauer, was den Gencode angeht, in den Bereichen, in denen man nicht testen kann.
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #16
Wenn sein Vater classic Tabby war, dann musste Stroker mindestens ein classic Allel von ihm geerbt haben, da Classic als das rezessivste der Tabbymuster nur sichtbar ist, wenn es reinerbig vorliegt.

Ja, das ist mir schon klar. Es bestand für mich dabei halt die Frage, ob er eben neben dem classic-tabby seines Vaters, auch das classic-tabby seiner Mutter geerbt hat und somit reinerbig auf classic-tabby wäre und dadurch in meinem A-Wurf nur classic-tabby möglich gewesen wären oooder ob er von seiner Mama doch das mackerel-tabby geerbt hat und somit auch mackerel-tabby möglich gewesen wären.

Ob er jetzt von Mama das mc oder das cl geerbt hat ... ok - dass hätte man als Baby an der Geisterzeichnung sehen müssen ...

Da Stroker nicht mein Kater ist und ich ihn als Baby nicht gesehen habe, konnte ich das nicht sehen. ;-) Und so wichtig, dass ich da nun bei der Züchterin hätte fragen müssen, war mir das dann doch nicht. :cool: Da es nicht fahrlässig ist, sich in solchen Sachen auch mal überraschen zu lassen, finde ich solche Überraschungen auch mal ganz spannend. :mrgreen:
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #17
Hallo zusammen,

das ist ja hier hochinteressant, finde ich. Ich bin gerade ganz fasziniert und versuche im Nachhinein zumindest partiell die genetischen Codes meiner ehemaligen Katzen, vor allem meines ehemaligen Katers zu erschließen.
Habt Ihr eine Literaturempfehlung für mich?
Kann gern schon auch in die Einzelheiten gehen, muss nicht unbedingt für Anfänger sein.

Danke,
Seidenschnabel
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #18
Das beste Buch, was deutschsprachig erhältlich ist, ist sicherlich von Claudia Ricken das Kleine 1 x 1 der Genetik.

Fast alles andere ist unvollständig oder enthält alte, längst überholte Aussagen (insbesonder zur Tabby-Vererbung).

Dann gibt es noch den Praxisleitfaden Katzenzucht, der aber neben Genetik noch viele medizinische Aspekte enthält. Das Buch wurde von namenhaften Autoren geschrieben und von Royal Canin herausgegeben. Es ist da aber wohl in dem Züchter- oder Bonusprogramm erhältlich (oder man versucht es gebraucht bei ebay oder amazon).

Das umfangreichste und vollständigste Genetik-Buch ist sicherlich:
"Robinson´s Genetic for Cat Breeders @Veterinarians" von Caroly Vella, Lorraine Shelton, John McGonagle und Terry Stanglein. Das ist nicht mehr der "original Robinson", sondern ein Gemeinschaftswerk ehemaliger Mitarbeiter, die sein altes Werk überarbeitet haben und quasi als Hommage den Namen noch im Titel führen. Das Buch gibt es allerdings nur im Original.

Grüße,
Nic
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #19
Du kannst in diesem durch Beantwortung der Fragen den Farbcode erhalten. Außerdem gibt es eine Erklärung der . Auch den finde ich ganz gut.

Lassen dann alle (oder viele) Züchter auf Farben testen? Oder arbeitet man da eben mit der Ungewissheit (was es mE nach ja spannender macht).
Oder haben Züchter da noch andere Quellen?

Ich lasse von meinen Katzen einen genetischen Fingerabdruck bestimmen und mehrere Krankheitsgene. In dem ganzen Testpaket sind auch Farbgene und Haarlänge dabei, so dass ich das von meinen Katzen weiß. Nur wegen der Farbgene würde ich das wahrscheinlich eher nicht machen lassen und bei manchen Katzen ist das Ergebnis auch nicht wirklich interessant, da das Ergebnis von vornherein durch die Eltern oder Großeltern bekannt ist.

Trotz aller Tests ist es dann aber doch immer wieder spannend, welche Farben die Kitten dann haben und wie sich die Fellfarbe entwickelt.
 
  • Mit Stammbaum genetischen Code 'erstellen' - geht das? Beitrag #20
Du kannst in diesem durch Beantwortung der Fragen den Farbcode erhalten.

Hey - den kannte ich ja noch gar nicht. Scheint wesentlich genauer zu sein, als die meisten im Netz (ok - bei den Tabby-Mustern versagt er auch ;-) ... aber der Auswurf des Gencodes ist schon mal eine nette Spielerei.


Ich lasse von meinen Katzen einen genetischen Fingerabdruck bestimmen und mehrere Krankheitsgene. In dem ganzen Testpaket sind auch Farbgene und Haarlänge dabei, so dass ich das von meinen Katzen weiß.

Texas?
 
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