Hallo,
ich habe mir schon einige Themen hier durchgelesen, aber leider noch keines gefunden, dass so recht auf meine Situation passt, deshalb hoffe ich, dass ihr mir helfen könnt.
Ich habe ein ziemlich dickes Problem. Meine Katze Cleo (15 Jahre, sterilisiert, Wohnungskatze) raubt mir den Schlaft. Ich kann von vornherein sagen, dass ich an der Misere selbst schuld bin, aber um wieder raus zu kommen, benötige ich wirklich Hilfe.
Angefangen hat alles Sonntag vor zwei Wochen. Ich wollte meiner Cleo etwas Gutes tun und habe ihr eine Leine gekauft, um mit ihr etwas vor die Tür zu gehen. Wir waren eine gute halbe Stunde draußen und hatten beide sehr viel Spaß. Cleo war sehr aufgeregt und neugierig.
In der Nacht darauf fing dann aber der Horror an. Seitdem sitzt sie jede Nach vor der Tür und Heult herzzerreißend (ihr wisst sicher, was Katzen beim Maunzen für eine Ausdauer an den Tag legen können.) Seid diesem Tag beschränkt sich die Zeit, in der ich Schlafen kann, auf maximal drei Stunden pro Nacht, dementsprechend bin ich stark übermüdet, habe ständig Kopfschmerzen bin überreizt und unkonzentriert, wenn ich dann mal schlafe habe ich Albträume von maunzenden Katzen.
Cleo hingegen leidet natürlich auch darunter, da mir nachts natürlich oft der Geduldsfaden reißt und ich sie ausschimpfe (mir ist klar, dass es für sie schwer ist, einen Zusammenhang zwischen Maunzen und Schimpfen zu finden, aber darüber denke ich nachts um halb zwei eher weniger nach).
Tagsüber verläuft unser gemeinsames Leben dagegen ziemlich normal und harmonisch, nur bilde ich mir ein, dass sie weniger frisst, aber da bin ich mir noch nicht sicher und muss erst noch beobachten.
Nun stellen sich mir folgende Probleme:
-Wenn ich Cleos Betteln nachgebe und mit ihr wieder rausgehe, stehen die Chancen gut, dass es die Situation nur noch verschlimmert, statt verbessert.
-Wenn ich nichts gegen ihr Gejammer tue, kann ich nie richtig Ruhe finden und dreh irgendwann noch total durch.
-Als letzte Notbremse könnte ich sie auch weggeben, was ich aber vermutlich nicht übers Herz brächte. Sie ist alt und seit jeher Einzelgängerin und würde woanders vermutlich zu Grunde gehen. Das kann und will ich ihr nach all den Jahren, die wir gemeinsam durchgestanden haben, einfach nicht antun.
(-sie über Nacht ohne Leine rauslassen fällt flach, da es einerseits bald Winter wird und ich auf der anderen Seite mitten in der Stadt wohne)
Jetzt lautet die Frage an euch:
Habt ihr Erfahrungen mit der von mir geschilderten Situation? Denkt ihr, es würde etwas bringen, sie wieder raus zu lassen? Was würdet ihr an meiner Stelle tun.
Ihr Gejammer weiterhin ignorieren fällt flach, da ich mit den Nerven bereits jetzt am Ende bin.
Wir hoffen auf eure Hilfe
Tobi