Hallo ihr Lieben,
das war's dann vielleicht doch schon mit Joschi. Da sind mein Mann und ich ausgerechnet aus dem Haus, als Frau Feldmann anruft. Und da es telefonisch nicht klappt, schreibt sie uns, daß Frau H., Joschis Besitzerin, Angst hat Joschi würde in einer Katzengruppe wie der unseren untergehen. Wir haben dann sofort nach unserer Rückkehr versucht, sie telefonisch zu erreichen, mussten dann aber auf den AB sprechen. Bis jetzt hat Frau Feldmann noch nicht zurückgerufen. Da sie z.Zt. sehr viel Stress hat, gehe ich davon aus, daß für sie der Fall "Joschi" erledigt ist. Für uns aber nicht, und deshalb möchte ich hier etwas loswerden.
Niemand vom Katzenschutzverein Samtpfote war bei uns, um sich über uns und unsere Katzen genauer zu informieren. Alle unsere Katzen sind Notfälle, im letzten Jahr waren es noch acht. Wir wohnen in einem großen Altbau. Hier stehen auf 3 Etagen 3 XXL und ein normales Katzenklo. An 4 Stellen im Haus stehen 4 Wassernäpfe, ein Trinkbrunnen und 6 Näpfe mit Trockenfutter. Das Feuchtfutter wird 2mal am Tag in 6 Näpfen serviert. Nur 6 weil unsere Madame kein Feuchtfutter möchte.
Den Katzen stehen ein großer und ein kleiner Kratzbaum zur Verfügung, eine Kratzsäule, Sisalteppiche am Boden und an den Wänden. Hier gibt es (nur für die Katzen) 3 Kindersessel, ein Puppenhaus, ein Puppenbett, Puppensofa, Kratzpappe, Kissen, Blumenbänke und Pappkartons in allen Größen. Auf den Fensterbänken sind überall Fensterbretter befestigt.
Unser Garten ist ca. 600 m² groß und komplett eingezäunt. Dort gibt es jede Menge Schattenplätze. Auf der überdachten Terrasse stehen Bänke, Tische, Stühle und Liegen. Ein Paradies für Katzen.
Auch bei diesem Wetter wollen einige unserer Katzen nach draussen. Also steht einer von uns beiden während unserer Mahlzeiten ständig auf, um die Tür zum Hof zu öffnen, und dann geht es raus - rein, raus - rein!
Einer unserer Kater wurde uns als sehr schüchtern übergeben. Aus diesem Grund landete er das 2. Mal in der Tierhilfe. Er brauchte fast 2 Jahre (!), um völlig aufzutauen. Wer weiß, was der arme Kerl vorher alles mitgemacht hat. Jetzt geniesst er es aber sehr, gestreichelt und gebürstet zu werden.
Natürlich geht es hier manchmal zu wie im Kindergarten. Aber wenn die Raufereien zu heftig werden, gehen wir dazwischen. Wir dulden es nicht, daß irgendeine Katze untergebuttert wird! Hier haben alle die gleichen Rechte!
Wir sind der Meinung, Joschi hätte das große Los gezogen.
Frau H. wohnt in einer Seniorenwohnanlage/Seniorenwohnheim in Bocholt. Ist also wohl nicht jünger als wir. Und so alt wie Joopi Heesters werden längst nicht alle. Aber was passiert dann mit Joschi?
Wer nimmt denn einen dann vielleicht zehnjährigen, herzkranken Kater. Aber wer bringt das seiner Besitzerin bei?
Vielleicht kennt ja jemand Frau H., den vollen Namen möchte ich hier nicht nennen. Ich weiß nicht, ob ich aus Datenschutzgründen Ärger bekommen kann.
Wer aber helfen möchte, dem schreibe ich ihren Namen.
PS.: Unser Bobtail, natürlich ein Notfall, kommt mit den Katzen hervorragend aus!