So, nun versuche ich irgendwie meine Gedanken halbwegs sortiert aufzuschreiben.
Miras werte haben sich sehr verschlechtert. Eine SDÜ können wir ausschließen, die Chance auf eine SDU ist da, aber verschwindend gering. Nach Sichtung der Werte, einem Gespräch mit den Ärzen bei Laboklin und mit mir bezüglich der Symptome von Mira hat sich unser Doc entschieden mir zu sagen, dass der Verdacht mehr als nahe liegt, dass er nicht den Teufel nicht an die Wand malen will aber sich zu 90% sicher ist, dass wir es mit einem Tumor zu tun haben. Ob gutartig oder bösartig mal außen vor. Er sagte auch, dass er uns an dieser Stelle nicht mehr weiterhelfen kann, dafür bin ich ihm wirklich dankbar denn er experimentiert nicht an MM rum, sondern spricht Tacheles.
Er kann keine Prognose abgeben und auch nicht sagen, wie man weiter behandeln sollte bzw diagnostizieren. MRT und Radioisotopentest sprach er an, mehr konnte er dazu aber nicht sagen.
Er wies mich also an, das Ganze erst mal sacken zu lassen und dann zu überlegen, ob ich in unserer TK in Ahlen anrufe um dort weitere Diagnostik machen zu lassen oder in einer Uniklinik, die auch Radioiodtherapien anbietet um ggf einen Radioisotopentest zu machen. Das darf wohl nicht jeder Tierarzt weil es sich dabei um radioaktive Substanzen aus der Humanmedizin handelt.
Ich habe lange überlegt, mit Micha geredet, mit unserer Versicherung und kam zu dem Schluss, dass ich in Ahlen anrufe. Das Vertrauensverhältnis ist da ja schon mal besser als zu Ärzten die ich nicht kenne.
Ich bekam eben einen Rückruf. Die Ärztin (Internistik) meinte, dass es nciht gut klingt, aber auch nicht so, dass man sofort die Hoffnung verlieren sollte. Morgen werde ich die Werte vom Doc holen und nach Ahlen mailen, abends bekomme ich dann von der Inneren/Neurologie einen Rückruf und wir besprechen wie es weiter geht. Wahrscheinlich werden wir dann einen Termin machen, bei dem MM allgemein untersucht wird, evtl weitere Blutwerte bestimmt werden und dann nochmal besprochen wird, ob ein MRT/CT Sinn macht oder ein Stimulationstest, also ein Radioisotopentest.
Fakt ist, dass Miras Hirnanhangdrüse kaum bis gar nicht arbeitet. Den Grund dafür müssen wir herausfinden, wenn wir wirklich gar nichts unversucht lassen wollen. Die Ärztin aus Ahlen sagte, dass sie so fair sind und sagen, wenn diese Untersuchungen keinen Sinn machen. Man darf nicht vergessen, dass es dabei um sehr viel Geld geht und wir jetzt schon einen mittleren dreistelligen Betrag zusammen haben.
Ob wir einen vierstelligen Betrag ausgeben um dem Kind einen namen zu geben, obwohl igentlich klar ist, was los ist, wage ich zu bezweifeln. Das möchte ih Mira einfach nicht antun.
Tja. Und nun kann ich endlich heulen. Bis eben war ich nämlich einfach gelähmt und leer.