Ich weiß was Du meinst...und ich versteh auch, dass Du das nicht akzeptieren willst. Als Bsp. Die Geschichte von einem meiner Kater:
Ich hole ihn mit 6 Monaten aus dem
Tierheim...die Prägephase hat er da,in den Fall leider, woanders durchgemacht, und die wohl offensichtlich nicht sehr gut!
Er ist ein absolutes Herzchen - für mich -, schnurrt mir um die Beine, legt sich neben mich, und sucht ( vor allem wenn der Kamin an ist;-)) absolut meine Nähe. Aaaaber: Kämmen, oder streicheln darf ich ihn maximal 10 Minuten. Ich kenn die Stellen wo er nicht gestreichelt werden mag (vor allem Bauch und Hinterbeine).
Nachdem es ihm genug ist und er versucht meinen Unterarm zu "zerfetzen", liegt er weiter (sogar auf dem Rücken) neben mir...aber anfassen ist ein No Go!
Wenn er beim
Tierarzt ist zur Untersuchung kann ihn keine anfassen, er mutiert zu einem ausgewachsenen Löwen, kratzt und beißt...es sei denn, Ich hole ihn aus der Box und rede in der Sprache zu ihm, wie ich ihn zu Hause anspreche (was mir manchmal echt peinlich ist, aber zu jedem Namen gehört nunmal auch ein Spitzname;-).)
Als er mal ein paar Nächte in der
Tierarzt bleiben mußte, hat mir die
Tierarzt erzählt, dass sich keiner getraut hat ihn anzufassen, und zur Untersuchung mussten sie ihn mit Handtüchern überdecken und Handschuhe tragen
Er ist jetzt seit 12 Jahren bei mir und er hat dieses Verhalten nie ablegen können...ich habe keine Ahnung, was mit ihm in den ersten 6 Monaten passiert ist...aber auf der anderen Seite ist es auch so, dass manche Katzen einfach, auch im Bezug auf Menschen, ewig Einzelgänger bleiben. Meiner wird es auch immer bleiben, aber ich weiß, dass er er mich gerne hat, aber nur eben aufgrund offensichtlich schlimmer "Vorerfahrung" Ängste hat.
Also, nimm es Deiner Katze bitte nicht übel und bedenke, dass sie ihr Leben lang diese Einstellung vertreten könnte.
Ich liebe meinen trotz allem und ich kenn ihn in- und auswendig und weiß halt, wann es besser ist, ihm nicht zu Nahe zu kommen.