Sorry, aber da hast du kompletten Blödsinn gelesen, und dein
Tierarzt erzählt auch Müll ...
Mal von vorne.
Es gibt zwei Arten von Kohlenhydraten: verdauliche und unverdauliche. Verdauliche Kohlenhydrate sind im wesentlichen Stärke und Zucker. Unverdauliche Kohlenhydrate sind z.B. Zellulose, also harte Pflanzenfasern.
Getreide und Kartoffeln enthalten viel Stärke. Die meisten Gemüsesorten enthalten wenig Stärke, dafür mehr Fasern.
Die meisten Säugetiere benutzen verdauliche Kohlenhydrate zur Energiegewinnung. Katzen können das nur sehr begrenzt, weil ihr Stoffwechsel auf eine sehr kohlenhydratarme Ernährung eingestellt ist und ihnen bestimmte Enzyme fehlen, um die Stärke zu verarbeiten. Überschüssige Stärke im Futter ist sogar schädlich, weil sie als Körperfett abgespeichert wird.
BRAUCHEN tun Katzen verdauliche Kohlenhydrate überhaupt nicht, da ist dein Tierarzt schlecht informiert. Wenn er dir das nicht glaubt, soll er selber mal in der einschlägigen Literatur nachlesen.
Ja, die bekannten Futterhersteller suggerieren gerne, dass Katzen Kohlenhydrate für eine ausgewogene Ernährung brauchen würden (es ist schließlich billiger, Kohlenhydrate ins Futter zu stopfen statt hochwertiger tierischer Proteine und Fette), aber wissenschaftlich gesehen ist das Humbug.
Die unverdaulichen Kohlenhydrate, also Pflanzenfasern, dienen uns im Rohfutter als Ballaststoff. Die haben aber mit den verdaulichen Kohlenhydraten nix zu tun. Sie ersetzen nicht den Mageninhalt eines Beutetiers, sondern das Fell und andere unverdauliche Teile.
Und dass eine Katze Stärke in Pflanzenfasern umwandeln kann ... örrrm.
