So, jetzt gibt es viele viele Neugkeiten und einen lÀngeren Text.
Aber fangen wir langsam an mit Dylan â der ist wie geplant gestern ausgezogen.
Ein letztes Foto
Nyla habe direkt ich zu Marek dazu gesetzt. Sie wirkte etwas verwirrt aber nicht unbedingt gestresst.
Gestern abend
Heute frĂŒh
Laura ist dann jetzt erstmal alleine, wird aber in 2 Wochen in den Katzenraum nach unten ziehen.
Denn in 2 Wochen zieht Matika aus. Sie hatte gestern nÀmlich Besuch
Tarjo sucht weiterhin, alle finden ihn toll, aber keine ernsthafte Anfragen â dabei ist er soo hĂŒbsch
Carley hat dagegen tolle Interessenten, VK lÀuft
Ilja gibt sich MĂŒhe
Yuri entwickelt sich immer besser
Und nun zu Marek. Er langweilt sich sichtlich, will raus aus seinem Bereich, es wird Zeit fĂŒr ihnâŠ
Aber die Lage hat sich nicht geĂ€ndert, keiner, der ihn nehme kann und willâŠ
Einige wissen es schon per Interna, andere ahnen es wie ich an bestimmten Bemerkungen feststelle, deshalb lasse ich jetzt die Bombe platzen: Marek darf bleiben!
Und mit ihm wird Erada als zukĂŒnftige Kumpeline bleiben.
Bevor ihr nun in FreudenstĂŒrme ausbrecht dazu mein Statement: ich bin nicht glĂŒcklich darĂŒber, denn es ist weder fĂŒr Marek, noch fĂŒr Erada, noch fĂŒr mich, noch fĂŒr meine anderen Katzen das Richtige. FĂŒr alle Beteiligten ist es ein KompromiĂ aus der Not heraus geboren und zieht einen schwierigen Rattenschwanz hinter sich her, den wir alle Schultern mĂŒĂen, was nicht einfach wird.
Wir haben im âFamilienratâ lange darĂŒber gesprochen ob und wie man es bewerkstelligen kann. Es ist eben leider offensichtlich, dass die Menschen Marek nicht verstehen, sich ihr Bild zurecht malen, was nicht der Wirklichkeit entspricht und so es immer wieder dazu fĂŒhren wĂŒrde, dass eine Vermittlung schief gehen wĂŒrde. Marek braucht Menschen, die mit dem Gedanken und Empfinden an einen vollstĂ€ndigen echten Katerkater an ihn herangehen â doch solche Menschen haben dann FreigĂ€nger, Streunerkatzen usw. und keine kleine Wohnung mit Teppich und auch keine Zeit oder keine Möglichkeit ihm das Umfeld passend zu gestalten â und die Menschen, die bereit sind eine derart stark behinderte Katze zu nehmen, bereit sind ihr Umfeld auf diese Katze anzupassen, haben eine Erwartungshaltung an diese Katze, kommen nicht mit seiner CharakterstĂ€rke, seinem unabhĂ€ngigen Wesen klar, unterschĂ€tzen ihn bei weitem und ĂŒberschĂ€tzen sich, bzw. schĂ€tzen sich falsch ein. Ich vertraue bezĂŒglich ihm den Menschen und ihren Worten nicht mehr, da sie ihn und seine BedĂŒrfnisse völlig verkennen. Er ist nur deshalb dieser relaxte Coolcat-Kater, weil er bei mir sein darf wie er ist und nicht in eine Rolle gepresst wird, die er nicht erfĂŒllen kann und will.
Mit dieser Erkenntnis bleibt nicht mehr viel ĂŒbrig und so stellte sich die Frage: wie kann man das bewerkstelligen ihn bei uns im Haus zu integrieren?
Rein Bautechnisch bedarf es einiger Umbauten, die aber möglich sind. Allerdings kann er dann nicht vollstĂ€ndig alles nutzen, sondern nur Teilbereiche. Ich muĂ wegen der Pflegestelle die Laufbereiche in Treppenhaus, Flur und KĂŒche voll desinfizierbar und somit wischbar halten â Teppich sind also dort nicht möglich. Geplant ist daher jetzt, dass der Bereich aus Wohn- und Schlafzimmer fĂŒr ihn nutzbar gemacht wird. Dies wĂ€re möglich, in dem im offenen Ăbergang vom Wozi zur KĂŒche und in der TĂŒr vom Wozi zum Flur jeweils eine kleine Barriere gestellt wird, ĂŒber die wir Menschen und die anderen Katzen dann rĂŒbergehen können, aber Marek nicht. Dabei muĂ ich Bedenken, dass ich ja Ă€ltere Arthrosekatzen habe, also mĂŒĂen auch Lösungen mit rangebastelt werden, die fĂŒr diese Katzen ein leichteres ĂŒberspringen ermöglichen, ohne aber, dass Marek sie nutzen kann. Da sind also etwas filigrane Bastelarbeiten notwendig, aber es ist machbar. Wozi und Schlafzimmer werden dann vollstĂ€ndig mit Teppich ausgelegt, desweiteren bekommt er einen Extra DrauĂenbereich der ebenso mit einem kleinen Zaun abgezĂ€unt wird, so dass alle anderen Katzen drĂŒber können, er aber nicht. Dieser DrauĂenbereich benötigt besonders viel Arbeit, da wir den Bereich von allen Steinchen usw. bereinigen mĂŒĂen. Er wird also als letztes entstehen, bis dahin bekommt Marek erstmal einen kleinen Bereich auf der direkt angrenzenden Holzterrasse mit Teppich ausgelegt und eingenetzt. Sein DrauĂenbereich bekommt eine eigene Katzenklappe, die Hauptklappe fĂŒr alle anderen Katzen wird vom Wozi in die KĂŒche verlegt.
Rein Bautechnisch also zwar alles sehr aufwÀndig und wird auch nicht billig, aber machbar.
Die nÀchste Frage war, wie kann das in meiner Katzengruppe mit ihm funktionieren?
Meine Gruppe ist nicht lieb freundlich, sondern recht robust im Umgang und es gibt zwar Freundschaften untereinander, aber sie sind nicht so eng miteinander, sind viel drauĂen unterwegs. Das hieĂe fĂŒr ihn: er sitzt in seinem dann gröĂeren Bereich genauso wie jetzt am Gitter und ruft nach den anderen â die sich aber dafĂŒr nicht interessieren und ihr Ding machen. Dann kommen sie mal rein, köpfeln ihn dann vielleicht an â oder stĂ€nkern mit ihm â und das wars. Die Interaktion, die er sich wĂŒnscht werden meine Katzen ihm nicht geben. Die kleinen Portugiesen sind anders, sie sind sehr eng miteinander, rufen sich gegenseitig wenn der andere nicht zu sehen ist, finden sich daher immer wieder zusammen, brauchen die enge NĂ€he. Daher war von Anfang an der Gedanke da von den kleinen Portugiesen ein Kleines auszuwĂ€hlen, das Mareks zukĂŒnftige Kumpeline werden soll. Die Wahl fiel auf Erada, da sie charakterlich mit ihrem selbstzufriedenen SonnenscheingemĂŒt dafĂŒr am Besten geeignet ist und nicht so ein aufgezogenes Flummi-dings wie Pretinha ist, sondern in ihrem gesamten Verhalten gemĂ€Ăigter â zwar altersgerecht verspielt, aber eben ruhiger als die anderen.
Bevor jetzt alle in Jubelschreie ausbrechen, dass auch Erada den Jackpot gezogen hat â das kann man auch anders sehen â ich klaue ihr ihre Jugend. Sie ist abgestellt und wird benutzt â erst als Pretinhas Kumpeline, dann als Mareks Kumpeline, verbringt ihre Jugend auf kleinem Raum hinter Gittern, obwohl sie ansonsten vielleicht lĂ€ngst irgendwo zufrieden leben könnte. Sie nimmt es zum GlĂŒck mit stoischer Gelassenheit â was sie halt fĂŒr diese Aufgabe prĂ€destiniert â aber glĂŒcklich bin ich darĂŒber nicht... Aber anders wird es halt nicht gehen um seinen BedĂŒrfnissen gerecht zu werden.
Plan ist somit, dass sobald Pretinha vermittelt ist (und da tut sich leider gar nichts) Erada zu Marek ins Gehege geht, damit die beiden sich anfreunden können. Pretinha selbst kann und will ich aus den bereits schonmal genannten GrĂŒnden (Ansteckung mit Darmgeschichten) nicht mit Marek vergesellschaften, das ist mir nach ihrer und Mareks Vorgeschichte zu riskant. Deshalb bekommt Marek jetzt wie gesagt nochmal Nyla mit rein ins Gehege um die Zeit zu ĂŒberbrĂŒcken, bis Erada frei ist.
Bis es soweit ist, dass Marek ins EG ziehen kann, wird leider noch einige Zeit vergehen, denn erst muĂ a) die Vergesellschaftung mit meinem Neuzugang Famiro mit den anderen komplett durch sein â und da hapert es leider noch an Tara, die dank des bisher milden Wetters weiterhin nur alle paar Tage nach Hause kommt. Und b) kommt nun auch noch Linas OP dazwischen.
Geplant ist, dass wir zuerst erstmal nur das Schlafzimmer mit Teppich auslegen, nebst dem Terrassenbereich auf der Holzterrasse â das geht einfach und kostet nicht soviel â und dann erst spĂ€ter das Wozi umbauen â das wird dann eine gröĂere und teurere Aktion. Das heiĂt: erstmal soll Marek dann ins Schlafzimmer umziehen als ersten Schritt â aber das braucht eben wie gesagt erstmal Lina fĂŒr ihre Genesung nach der OP und es ist in der Regel auch Taras Winter-RĂŒckzugsort, auch da muĂ ich darauf warten, dass sie erst wieder darin heimisch geworden ist und sie mit Famiro dann sich angefreundet hat, bevor ich ihr dann 2 Neue da reinsetze. Sonst platzt mir das sonstwo und Tara zieht komplett aus. Also alles nicht einfach und muĂ gut durchdacht sein. Ich hoffe insgeheim auf Weihnachten, kann aber auch erst im neuen Jahr zum FrĂŒhling hin passieren â nagelt mich da nicht fest, das hĂ€ngt eben davon ab, wie sich mit Lina gesundheitlich und Tara im Verhalten alles entwickelt.
Fakt ist jedoch: es ist seit geraumer Zeit in Planung und wir sind step
by step dabei alles vorzubereiten und offiziell kann und will ich Marek und Erada dann jetzt nicht mehr zu den Pflegis zĂ€hlen â nur, damit sich niemand darĂŒber wundert, warum ich die Vermittlungen der beiden nicht mehr voran treibe.
FĂŒr Pretinha tut sich VermittlungsmĂ€Ăig leider gar nichts
Was sicher eben auch an meiner Bedingung liegt, dass die Bestandskatzen bezĂŒglich Darmgeschichten in Ordnung und durchgetestet sein mĂŒĂen. Deshalb spielen mir die heutigen NeuzugĂ€nge gut in die HĂ€nde was Pretinha betrifft
Phylli (rot-weiĂ) und Nastja (bunt) sind ca. 6 Monate alt und stammen aus Berlin. Dort lebt ihre Mama wild an einer groĂen AusfallstraĂe. Sie scheint dort gut klar zu kommen, wird gefĂŒttert und hat UnterschlĂŒpfe. Aber fĂŒr die Kleinen ist eben diese StraĂe zu gefĂ€hrlich. Es waren ursprĂŒnglich 4 Kleine, als man sie endlich einfing waren es nur noch zwei⊠Trotzdem sollten die beiden MĂ€dchen nach der Kastra dort wieder vom
Tierheim ausgewildert werden.
Wenn alles gut lĂ€uft und sie in allem negativ sind, dann werden sie mit den Schwarzen vergesellschaftet und dann gĂ€be es eben die Option Pretinha und eins der anderen MĂ€dels als PĂ€rchen zu adoptieren â eine zahme Schwarze und eine scheue HĂŒbsche, das ist eine gut vermittelbare Kombi fĂŒr Leute, die noch keine Katze haben.