Es tut so weh ...

Diskutiere Es tut so weh ... im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; Liebe Barbi! Auch ich fühle Deinen Schmerz! Diese ganzen Gefühle gehören leider dazu! Das habe ich auch alles durch. Trauer, Schuldgefühle...
  • Es tut so weh ... Beitrag #21
Liebe Barbi!

Auch ich fühle Deinen Schmerz!
Diese ganzen Gefühle gehören leider dazu! Das habe ich auch alles durch. Trauer, Schuldgefühle, Leere,... . Ich verspreche Dir, es wird mit der Zeit besser. Man glaubt es nicht, weil es so sehr schmerzt, aber es wird alles gut! Ich wusste vor zwei Monaten nicht wie ich ohne meinen allerliebsten Sammy leben soll und dachte es gibt keine schöne Zukunft ohne ihn mehr! Wenn Du magst, kannst Du hier bei "Kater tot" lesen wie auch ich gelitten habe. Die vielen guten und Kraft gebenden Gedanken und Worte hier haben mir sehr geholfen. Sie hatten alle recht. Eine neue Katerliebe hat mich zu dem auch gerettet. Ich habe natürlich Angst vor einem erneuten Verlust (ab Morgen soll er endlich raus dürfen - haupsache das geht gut!). Lasse zur gegebenen Zeit wieder eine(n) Katze(r) in Dein Herz. Es wird Dich ablenken!

Zum Abschluss möchte ich Dir noch sagen, Du warst eine fantastische Katzenmutter (und bist eine tolle Mutter - respekt, wie Du das alles regelst!)! Du hast ihr 19 wunderbare Jahre geschenkt und alles richtig gemacht! Keiner hier ist mit dem Ende, welches zur Trennung führte, zufrieden, Es gibt IMMER ein wenn und aber! Alles ist jetzt GUT so!

Fühl Dich gehalten!

Samm
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Es tut so weh ... Beitrag #22
Auch dir lieben Dank, Samm ...

Für nur einen einzigen Tag habe ich hier soooooooo viel Anteilnahme und Trost gefunden ... Ich habe heute abend tatsächlich das Gefühl, ich könnte vielleicht mal etwas Schlaf finden.

Ich danke euch allen sooooo sehr ... Ich habe noch ein paar Bilder von meinem Gassi als Alben eingestellt - vom Beginn bis zum Ende unserer Reise ...

Ich weiß nicht, ob es morgen leichter sein wird - ich glaube noch nicht daran, aber für heute nochmals ganz herzlichen Dank an alle ...
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #23
hallo barbie,
als ich dein zeilen hier las kamen mir auch die tränen. ich habe zwar noch kein geliebtes tier verloren, aber ich kann fühlen wie schrecklich es für dich ist. für jeden halter eines tieres kommt irgendwann der tag an den man nie denken möchte u. es sich auch nicht vorstellen kann. es tut mir für dich besonders leid, da du ohnehin schon ein schweres schicksal mit deinem kind hast. es ist auch traurig daß dir niemand tröstend zur seite stand, oder dir helfen konnte. jeder trauert anders u. laß dir von niemanden vorschreiben wie lange das zu dauern hat. durch die vielen tränen spürst du eines tages eine erleichterung u. der schmerz ist nicht mehr so überwätigend. dein gassi ist dann nicht vergessen, aber vielleicht kannst du dann mit liebe an die schönen zeiten, die ihr zusammen hattet, denken. 19 jahre sind ein langes katzenleben in denen er es gut bei dir hatte. versuche dich damit zu trösten. es war ein sehr unglückliches zusammentreffen der umstände.du hast das beste versucht. durch deine selbstvorwürfe machst du dich auch noch krank u. du wirst doch von deinem sohn gebraucht.
vielleicht hilft es dir eines tages doch einem tier wieder ein liebevolles zuhause zu geben.
ich wünsche dir viel kraft für die kommende zeit.
sei lieb gegrüßt.
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #24
Nichts fühlt sich richtig an hier in der leeren Wohnung. Noch immer war ich nicht in der Lage, seine Toiletten wegzuräumen oder im Wohnzimmer seine Pfotenabdrücke vom letzen Gartenbesuch vom Parkett zu wischen. Ich laufe umher und schaue in jede Lieblingsecke von ihm. Er fehlt mir so unendlich ... Und leider versteht das einfach niemand - Kollegen und so meinen immer, nach 4 Woche muss doch mal Schluss sein, aber ich kann einfach nicht aufhören zu weinen ... Das Loch ist so groß ...

Danke für's Drücken, Sisja[/QUOTE]

Liebe Sisja,
ich verstehe Dich, denn mir geht es auch so wie Dir... lese das Thema " es ist vorbei" hier.
Ich habe meine Katze vor einer Woche einschläfern lassen, denn die Tierärztin mir geraten hatte sie zu erlösen. Und ich frage mich auch, was ich falsch gemacht habe, oder was ich versäumt habe.
Ich habe meine todkranke Katze in die Tierklinik gefahren und dort sterben lassen. Sie hatte immer eine solche Angst vor der Tierklinik und dort, mit dieser schrecklicher Angst, musste sie ausharren und die Tierärzte an ihr Sachen vornehmen lassen, die sie nicht verstand und die ihr noch mehr Angst gemacht haben. Und ich war nicht bei ihr!
So war das. Ich habe jedoch alles gemacht , was ich konnte und was ich für richtig hielt. Ich wollte sie ja retten.
Der Tod gehört jedoch zum leben, so wie der Geburt. Wir können es nicht verhindern. Katzen leben ja leider nicht so lange wie Menschen und Deine Katze hat sehr lange gelebt. Sie hatte ein sehr glückliches Leben bei Dir und starb zu hause. Das ist mehr als den meisten Katzen widerfährt.
Dein Trauer und mein Trauer sind auch natürlich und werden sich verändern und so werden, dass wir damit normal leben können. Vergessen werden wir nicht. Und vielleicht werden wir eines Tages verstehen, warum wir alle sterben müssen, denn
" nur Derjeniger , der den Sinn des Todes versteht, versteht auch den Sinn des Lebens"
Ich drücke Dich ganz fest!
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #25
Hallo Kasi 17.5 - auch dir danke ich für deine lieben Worte ... Es ist nicht leicht, einfach alles zu vergessen, das Herz auszuschalten und den Kopf regieren zu lassen, welcher weiß, dass Gassi ein schönes langes Leben bei uns hatte ... Ich hoffe aber auch so sehr, dass eines Tages der Tag kommen wird, an dem nur noch die schönen Erinnerungen überwiegen ... Und bis dahin bin ich sehr froh, dass ich hier einen Platz gefunden habe, an dem Menschen sind, die mich verstehen, trauern und jammern lassen ... Danke dafür ...


Hallo DeborahK - sorry, du hast meinen letzten Satz falsch verstanden - ich bin Barbi und dankte Sisja nur fürs Drücken ... Es tut mir so leid, dass du nicht bei deiner Katze sein konntest, als sie ging ... Gassi war im September für 3 Tage zu einer Infusionstherapie in der Klinik - ich habe die da sicher genervt, weil ich ständig anrief - unvorstellbar, wenn ich ihn nicht hätte wiederbekommen ... Damals war ich noch voller Hoffnung - ich hätte nicht gedacht, dass wir dann nur noch 3 Monate Zeit haben ... Ja, Hoffnung auf ein normales Leben, das wäre schön und ich wünsche es uns beiden.


In schmerzlicher Erinnerung an dich, meine süße Fellflunder ... Gassi, wir vermissen dich jede Sekunde des Tages, jede Sekunde der Nacht ... Bärbel und Philipp - wir lieben dich ...

Life is not the same without you ... (englisch und deutsch)

The sun still rises in the east
and darkness falls at night,
but nothing now seems quite the same,
each day is not as bright.
The birds still sing, the flowers grow,
the breeze still wispers too,
but it will never, ever be
the same world without you ...
Its so sad that you had to go,
your leaving caused such pain,
but you were very special
and earth's loss is heaven's gain ...

Das Leben ist nicht dasselbe ohne dich ...

Die Sonne geht noch immer im Osten auf
und es wird dunkel in der Nacht,
aber nichts scheint nun das Gleiche zu sein,
jeder Tag ist nicht so hell.
Die Vögel singen noch, die Blumen wachsen,
die Brise auch noch flüstert,
aber es wird niemals wieder
dieselbe Welt sein ohne dich ...
Es ist so traurig, dass du gehen musstest,
dein Gehen verursacht solchen Schmerz,
aber du warst etwas ganz besonderes
und der Erde Verlust ist des Himmels Gewinn ...

Die ersten Tränen des Tages ... Ich danke euch allen sehr
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #26
Hallo Barbi! Ich habe gerade den ganzen Thread gelesen und heule hier seit einer Stunde. Ich möchte Dir hier mein tiefstes Mitgefühl ausdrücken. Du mußt Dir keine Vorwürfe machen, du hast ja alles versucht und Du hättest niemals Dein Kind alleine lassen dürfen. Auch ich gebe die Schuld den Ärzten. Ich verstehe nicht warum die einen in solch einer Situation alleine lassen. Ich kann gut verstehen wie es Dir jetzt geht, jedoch denke auch ich das Dir vieleicht eine neue Fellnase etwas aus Deinem tiefen Loch helfen kann. Ich verstehe das Du Angst hast nochmal in so eine Situation zu geraten. Vieleicht hast Du die Möglichkeit, im Vorfeld schon, einen Tierarzt zu finden der eine Notrufnummer hat und auch Nachts rauskommen würde. Bei uns auf dem Land gibt es davon viele da sie ja im Notfall auch die Bauernhöfe anfahren müssen. Deinem wunderschönen Gassi geht es jetzt sicher gut und er springt im Regenbogenland schon mit all den anderen Sternchen über die grünen Wiesen.

Kleiner Gassi, ich wünsche Dir dort oben ganz viel Spaß! Machs gut, kleiner Mann!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Es tut so weh ... Beitrag #27
Liebe Sylvia, vielen Dank für deine Anteilnahme ... besonders heute ist wieder ein schwerer Tag - heute vor 4 Wochen starb Gassi am Morgen - wieder sind die Bilder der Nacht und des Morgens da, wieder das Maunzen in den Ohren - wieder denke ich, ich hab ihn im Stich gelassen, als er mich am meisten brauchte, obwohl er mir immer grenzenlos vertraute ...
Derzeit ist es mir nach wie vor unvorstellbar, eine neue Fellnase zu haben oder gar im Arm zu halten - alles fühlt sich noch nach Verrat an Gassi an - selbst lachen, essen oder anderes ...
Die Tierarztsache und was hier gelaufen ist, spielen aber die größte Rolle. Ich wohne ja auch eher ländlich - eine kleine Stadt, rundherum Dörfer ... Anfangs war ich mit unserem Tierarzt auch zufrieden und er kam zu Hausbesuchen - allerdings war Gassi da noch jünger und später die Probleme nicht sehr groß. Erst ab August wurde ich immer unzufriedener, weil er uns immer wieder vertröstete, Termine absagte und verschob, bis ich doch in die Praxis musste - und dort haben wir nicht mal vernünftig Hilfe bekommen - es fühlte sich an, als hätte er Gassi aufgegeben so nach dem Motto einer so alten Katze hilft man einfach nicht mehr. Deswegen bin ich ja dann Anfang September in die Tierklinik gewechselt - hier hat man wenigstens Behandlungen verordnet, wir haben Medikamente und Infusionen für Daheim bekommen ... Leider kam auch von denen niemand nach Hause, als wir in größter Not waren ... Eine andere Klinik in unserer Nähe hatte eine angegebene Notfallnummer - ich rief an und bekam nur die Auskunft, dass der Arzt über 100 km entfernt von der eigenen Klinik wohnt und auch nicht kommt ... DAS möchte ich wirklich für keine andere Fellnase oder gar mich selbst noch mal erleben. Ich hätte das auch niemals erwartet ... Nun bleibt mir nichts anderes übrig, als mit meinem eigenen Versagen an meinem geliebten Gassi weiterzuleben und zu hoffen, dass er mir verziehen hat, dass ich ihn im Stich gelassen habe in seiner höchsten Not ... dass er nur bei uns Daheim in seinem Körbchen lag bei seinem letzten Atemzug anstatt in meinem Arm ... Es ist die Hölle ... Trotz der Vorstellung, dass er nun erlöst ist und es ihm vielleicht im Regenbogenland gut geht - es ist eine einzige Qual ... Aber ihr alle hier gebt mir Trost und ich danke euch sehr.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Es tut so weh ... Beitrag #28
Danke an Waldkatze79 für deine Nachricht ... ich habe versucht, dir eine Antwort zu schicken, leider bekam ich immer angezeigt, dass du keine privaten Nachrichten empfangen kannst ... Ich werde deine Tips in Erwägung ziehen, nochmals danke ...


Ein schrecklicher Samstag geht dem Ende entgegen ... jeder Samstag ist schrecklich, heute ist der vierte davon ...
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #29
Liebe Barbi!

Dich selbst zu zerfleischen bringt nichts. Ich denke, daß es nicht in Gassis Sinn ist, daß Du so sehr leidest. Du denkst, Du hast einen unwiederbringlichen Moment verloren. Es ist sauschwer etwas Vergangenes zu akzeptieren, das man nicht ändern kann. Aber Gassi war nicht alleine, auch wenn Du Dich nicht auf ihn konzentrieren konntest. Eine fürchterliche Situation für Dich.

Ich wünsche Dir, daß Du Dich mehr und mehr an die schöne Zeit mit Gassi erinnerst und Dir dabei ein Lächeln übers Gesicht huscht. Und ich wünsche Dir, daß dieses Lächeln irgendwann bleibt.
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #30
Lieber WhiskysMensch, danke dir sehr ... ich versuche ja auch, meinen Kopf regieren zu lassen, aber es ist halt noch sehr schwer ... Trotzdem baue ich auf all eure Beiträge hier und hoffe, dass es mit der Zeit leichter wird und ich mich tatsächlich eines Tages nur noch an die schönen Momente erinnern werde und die Tage dann mit einem Lächeln enden wie du es mir wünscht ... Gassi war mein erstes Kätzchen - eigentlich auch erstes Haustier überhaupt. So ist diese Geschichte nach fast 19 Jahren also auch mein erster schmerzlicher Verlust - es soll sicher keine Entschuldigung für meinen so großen Schmerz sein, aber vielleicht ein kleiner Erklärungsversuch ...

Ich habe zu deinen Wünschen eines meiner Lieblingsgedichte gefunden ...

Someday

Please tell me someday will
be sooner than later.
Someday - that magical time
when life isn't so hard.
When living seems better
and easier than dying.
Someday when your memory
no longer causes pain.
Someday when my heart stops aching
and i remember to breath.
Someday when a smile comes
as easily as my tears.
Someday when i hear a bird sing
and i begin to sing along.
Some day when i stop
searching for yesterday
and find a life today (Deb Kosmer)


Darauf hoffe ich nun ...
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #31
Liebe barbi,
Für deinen schmerz entschuldigen musst du dich ganz sicher nicht. Das ist nur menschlich. 19 Jahre sind eine lange Zeit.
Ich wünsche dir wirklich, dass du bald alles verarbeiten kannst.

Deine Geschichte hat auch mich sehr berührt. Fühl dich gedrückt.

Lisa
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #32
Liebe Lisa,

danke dir sehr ... es ist immer wieder sehr tröstlich - wenn auch nur virtuell - mal gedrückt zu werden.
Ja, fast 19 Jahre sind eine lange Zeit ... Ich weiß auch nicht, warum ich trotz allen Verstandes immer dachte, mein kleiner Löwe ist unsterblich ...

Mir fehlt noch die Kraft, mich hier aktiver auch an anderen Beiträgen zu beteiligen ... Aber ich danke euch allen so sehr ...

Ich habe ja inzwischen ein paar Alben vom Anfang bis zum Ende eingestellt - nur falls jemand mal schauen möchte, wie unser Gassi war ... Die Angst vor dem Vergessen aller seiner Eigenarten ist noch immer groß - auch wenn mir jeden Tag neue Erinnerungen durch den Kopf schießen ... Er fehlt mir so unendlich ...

Lieben Dank nochmals
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #33
Ihr habt mir alle so viel Unterstützung und Trost gegeben ... vielleicht ist das hier nicht der richtige Platz, vielleicht sollte ich ein Erinnerungstagebuch für meinen Gassi anlegen, um so einige der Momente festzuhalten und der Angst des Vergessens entgegenzuwirken ... Aber ich möchte euch gern an den schönsten Moment und die schönste allererste Erinnerung an Gassi bei uns daheim teilhaben lassen -auf meine eigene Weise ... hoffentlich ist das ok für euch ...

Lieber Gaston, Gassi ... meine geliebte Fellflunder,

ich erinnere mich noch ganz genau als wäre es erst gestern gewesen ... seit deiner 6. Lebenswoche besuchten wir dich wöchentlich bei deiner Zuchtfamilie und konnten es kaum erwarten, dich endlich nach Hause holen zu können ... Bereits seit der 8. Woche hattest du eine Kuscheldecke von uns bei deiner Katzenfamilie, um dich mit uns bekannt zu machen und dir später den Abschied zu erleichtern - damit du etwas Bekanntes in deinem neuen Zuhause haben würdest ...

Dann mit 12 Wochen war es endlich soweit ... Du kleines Fellbündel in der Transportbox hast auf deiner ersten Autofahrt nach Hause so jämmerlich geschrien, dass ich dachte, wir kehren um und bringen dich besser zu deiner Familie zurück ... Ich hatte schon Sorgen, wie du wohl dann erst in deiner neuen 100 m² großen Heimat zurechtkommen würdest, sicher würdest du dich verkriechen und dich nicht trauen, auch nur einen Schritt zu machen ... Gut vorbereitet darauf, hatte ich bereits entschieden, das Wohnzimmer wäre für dich kleines Fellbündel sicher erstmal groß genug bis du dich eingewöhnt hast und hatte dort alles für dich bereitgestellt - Toilette, Freßstelle, dein Körbchen, der Kratzbaum - alles nah beieinander, damit du dich nicht fürchten musst ...

Dann kam der große Moment - wir kamen Daheim an. Im Wohnzimmer öffnete ich voller Spannung deine Box ... Und was hast du gemacht? Du bist einfach laut schnurrend wie ein Traktor losgestiefelt, dein Schwänzchen stolz erhoben ... Keinerlei Angst ... Wie stolz ich auf dich war - schon damals ... Ich legte deine Kuscheldecke, die dich schon die letzten Wochen begleitete, in dein Körbchen und du kleiner Racker hast einfach so getan, als wäre dies schon immer dein Zuhause gewesen - du hast sofort deine Toilette gefunden, du hast sofort gefressen und getrunken, auch der für dich riesige Kratzbaum war gleich erklommen und dein Körbchen mit der Decke ausprobiert ... Wie leicht mein Herz damals war, als du dich mir das allererste Mal direkt an deinem ersten Tag bei uns voller grenzenlosem Vertrauen vor die Füße geworfen hast - dein kleines Bäuchlein nach oben gereckt, damit ich dich stundenlang kraulen konnte ... Als es dann auch noch klingelte und wir unverhofft Besuch bekamen, war ich mir sicher - das ist nun wirklich zu viel für dich, gleich versteckst du dich ... Aber du scheinst einfach nur gedacht zu haben, wenn wir - deine Menschen - diese Leute ins Haus lassen, dann können die nicht böse sein und hast dich denen einfach auch gleich mal vor die Füße geworfen, um das zu testen ... du warst so unendlich süß ...

Du erinnerst dich? Damals war Frank noch da, welcher dich ins Regenbogenland ganz herzlich grüßen lässt und über deinen Abschied auch sehr traurig ist ... Du bist ihm - winzig wie du auch warst - auf die Schulter gekrochen und hast uns vor dort aus beim Spieleabend mit unserem Besuch zugesehen ...

Deine erste Nacht ... Natürlich wolltest du sie - neugierig und voller Vertrauen wie du warst - nicht allein im Wohnzimmer verbringen ... Auch wenn ich ein wenig Angst hatte, du würdest vielleicht deine Toilette nicht wieder finden, ließ ich dich also doch "frei" und öffnete alle Türen ... Und so hast du dich zu uns ins Bett gerackert - verbrachtest die Nacht zwischen unseren Kopfkissen oder auf Frank's Rücken, laut und zufrieden schnurrend ...

So grenzenloses Vertrauen vom allerersten Tag an ... bis zu deinem letzten ... Diese Erinnerungen an dich sind sooooo schön und schmerzen doch sooooooooo sehr und ich wünschte nichts mehr, als könnten wir nach fast 19 gemeinsamen Jahren noch mal ganz genau an diesem ersten Tag anfangen ... Wir vermissen dich so unendlich ...

In ewiger Liebe,
Bärbel und Philipp
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #34
Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das dunkel unserer Trauer leuchten.

Ich lese deine Geschichte gerne. Schreib dir alles von der Seele.
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #35
hallo liebe barbi,
deine erinnerungen zu lesen ist so schön. auch wenn sie jetzt noch für dich so schmerzlich sind. man merkt die große liebe zu deinem gassi. ich wünsche dir so sehr daß es irgendwann nicht mehr so schrecklich wehtut. nimm dir die zeit die du brauchst um alles zu verarbeiten u.
schreib`dir immer wieder alles von der seele. hier oder auch in einem tagebuch.
sei nochmals lieb gegrüßt.
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #36
Liebe Lisa und Kasi 17.5 ...

ich danke euch so sehr für euer Verständnis und dass ihr hier mit mir und meinen Erinnerungen seid. So schmerzlich sie auch sind - so schön ist es doch, jemanden daran teilhaben zu lassen, irgendwie tröstlich ist es auch ...

Hatte ich doch inzwischen eher Angst, den Mitgliedern hier auf die Nerven zu gehen ... Habe ich doch irgendwie noch immer Angst, dass ich am Ende doch wieder allein mit all dem Kummer bin ...

So ist es besonders berührend für mich, dass ihr noch immer da seid und mich sogar auffordert, mir weiterhin alles von der Seele zu schreiben.

Danke
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #37
Du, von Trauer ist hier sicher niemand genervt!
Man muss einfach drüber reden, das erleichtert so schön.

Denk immer dran: die schönen Erinnerungen - halte dich an denen fest. Gassi würde sicher nicht wollen, dass du wegen ihm so viel weinen musst. Und schließlich ist er in deinem Herzen für die Ewigkeit. Da kann ihn niemand rausholen.

Er hat ein wunderbares Alter erreicht.
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #38
Ach Barbi, Du wirst von uns ganz sicher nicht allein gelassen. Die Meisten hier haben das Selbe durchmachen müssen, wie Du.
Ich habe um meine Dickie sehr viel intensiver getrauert, als um die Menschen, die aus meinem Leben gegangen sind.
Ich weiß nicht, warum. Liegt es daran, dass Dickie ihr Leben mit mir geteilt hat?
Ich denke schon, denn die Menschen, die gegangen sind, habe ich ebenso geliebt, aber sie waren nicht ständig präsent.
Also schreibe Dir ruhig Deine Trauer von der Seele, schreib Deine Erinnerungen nieder.
Ich lese sie gern, obwohl mir auch oft dabei die Tränen kommen und meine Gedanken zu Dickie schweben :)
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #39
So viele Schicksale ... und so viele gemeinsame leidvolle Erfahrungen ... Ich hatte ganz ehrlich keine Ahnung, dass es soooo viele liebe Menschen gibt, die auch so empfinden oder empfunden haben wie ich grade.

Ich war gerade 19 Jahre alt, als mein Sohn Philipp 10 Wochen zu früh und ohne Kaiserschnitt geboren wurde - daher die schwere Behinderung. Seit dem habe ich allein gelebt. Das Scheitern meiner Ehe, die Isolation durch den immer kleiner werdenden Freundeskreis, das nicht rausgehen können, der Verlust des komplett eigenen Lebens - weil sich alles nur noch um Philipp dreht ... All das hat mir nie etwas ausgemacht - von müden Tagen mal abgesehen ... Ich glaube, Corinna64, ich erwähnte hier irgendwo auch schon mal ähnliches, wie du jetzt sagst - selbst der Tot meiner Mama war für mich längst nicht so schmerzhaft wie jetzt der Verlust von Gassi ... Das hört sich sicher besonders seltsam an, da es um meine Mama geht, aber wie gesagt, ich lebe seit ich 19 bin allein, die letzten 8 Jahre über 550 km von meinen Eltern entfernt ...

Ich habe hier eine einzige "Freundin", die Gassi auch gut kannte, ihn gelegentlich versorgte, wenn ich mal ein paar Tage weg war ... Ich spreche von der Freundin, die am Todesmorgen arbeiten musste und uns nicht helfen konnte. Ich habe ihr dann später per SMS mitgeteilt, dass Gassi es nicht geschafft hat, ich aber in dieser Minute nicht reden könne, weil ich nur am Heulen war ... Erst nach 3 ganzen Wochen hat sie sich dann mal gemeldet - auch per SMS, sie hätte lang nix gehört, ob sie sich Sorgen machen müsse ...

Was ich damit sagen will - vielleicht einfach nur, dass Gassi und Philipp eigentlich alles waren, was ich in meinem Leben habe und die Einsamkeit und Leere einfach so groß sind ... Und ich nur hier bei euch endlich mal auf Menschen gestoßen bin, die mich verstehen, die da sind und zuhören ... Vielleicht daher die Angst, am Ende doch wieder allein dazustehen - auch hier ...

Wie gern hätte ich das auch in meinem wirklichen Leben gehabt ... einfach mal in den Arm genommen werden und heulen dürfen ohne diese blöden Sprüche ...

Ich danke euch so sehr ...
 
  • Es tut so weh ... Beitrag #40
Ja Barbi, hier vereinen sich viele Schicksale, aber Deins ist besonders hart.
Mein Freundeskreis ist auch sehr begrenzt, das kommt aber daher, dass ich, je älter ich werde, immer mehr hinter die Kulissen schaue und mich von Menschen abwende, die mich nicht so akzeptieren, wie ich bin. Die dauernd an meinem Übergewicht rumnörgeln, die kein NEIN akzeptieren können und die ich belügen muss, um sie nicht zu verletzen oder sie zu beleidigen. Wenn ich irgendwo eingeladen bin, möchte ich sagen könne, ich habe keine Lust, statt mir Ausreden ausdenken zu müssen. Ich will nicht mehr den Babysitter für meinen gesamten Bekanntenkreis spielen etc.
Aber Du brauchst Freunde. Gibt es für Dich nicht irgendwie die Möglichkeit, Menschen kennenzulernen?
Wo wohnst du denn?
 
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