Also auf jeder Dose Katzenfutter ist ja immer aufgelistet wieviel Phosphor, Zink, Kupfer usw da drin sind.
Ähm, nö - die tatsächlichen Mineralstoffgehalte stehen nur auf ganz wenigen Futterdosen drauf. Wenn überhaupt, dann steht da meistens nur, wieviel von den jeweiligen Mineralstoffen
zugesetzt wurde. Aber das sagt ja nicht viel darüber aus, wieviel insgesamt drin ist.
Nur Calcium und Phosphor sind öfters mal als komplette Werte gelistet, dann allerdings in %.
In der Literatur wird der Calcium-Bedarf oft mit 80 mg pro kg Körpergewicht und Tag angegeben, der Phosphorbedarf mit 70 mg. Eine 4-kg-Katze hätte also einen täglichen Calciumbedarf von 320 mg.
Wie hoch der Calciumanteil im Futter sein muss, um den Bedarf zu decken, hängt dann von der Fütterungsempfehlung ab - wenn die z.B. für besagte 4-kg-Katze 250 g pro Tag beträgt, dann müssten da 320 mg * 100 / 250 g = 0,128% Calcium enthalten sein. Bei einer FE von 350 g wären's weniger als 0,1%.
Phosphor nach gleicher Rechnung: FE 250 g => 0,11%, FE 350 g => 0,08%.
In Fertigfutter ist durch die Bank deutlich mehr von beidem drin, diese Idealzahlen wirst du wohl in keinem Futter finden. Guck bei Senioren einfach nach dem niedrigsten Phosphorgehalt, den du finden kannst.
Man muss allerdings auch dazu sagen, dass diese Bedarfswerte nicht wirklich exakte Wissenschaft sind - sie wurden ermittelt, indem man Werte von anderen Tieren (Kühen oder Ratten) auf Katzengewicht hoch- bzw. runtergerechnet hat.
Bei Ca und P weiß man noch am ehesten Bescheid, wieviel die Katze wirklich braucht - die anderen Mineralien sind dann oft nur noch Ratespiel.