Die einfachste Variante ist, dass Du zufällig Katzen entdeckt, die ein einzigartiges Merkmal haben, z.B. Zebra-Katzen. Dann suchst Du einen Verein, der Dein Vorhaben, die Rasse Zebracat zu züchten, unterstützt. In der Regel musst Du dafür lang und breit begründen, warum es sinnvoll ist, diese Rasse zu züchten.
Dann werden die Katzen in das RIEX-Zuchtbuch, d.h. das Zuchtbuch für Experimentalrassen, eingetragen und bekommen eine Zuchtbuchnummer mit dem Zusatz RIEX. Mit denen darf man dann anfangen zu züchten. Die Nachkommen werden dann auch ins RIEX eingetragen. Zwischendurch muss man die Katzen immer wieder vom Verein begutachten lassen und es sollte ein immer einheitlicheres Aussehen zu erkennen sein.
Ist man dann irgendwann bei der F4-Generation angelangt (F0= Gründertiere, F1= deren Kinder, F2=Enkel, ...) und kann eine positive Rasseentwicklung am besten mit guten Gesundheitsmerkmalen nachweisen, dann kann man den Antrag auf Rasseanerkennung einreichen. Dazu gehört dann auch ein Standard (= schriftliche Rassebeschreibung), der in Zusammenarbeit mit dem Verein erarbeitet wurde. Wird der Antrag angenommen, dann muss man mindestens 15 Tiere aus 4 Generationen auf einer Anerkennungsshow einem Richtergremium vorstellen und bewerten lassen.
Bei der DLH war es so, dass es auf der Generalversammlung des Verbandes WCF noch eine gesonderte Rassepräsentation gab, auf der die Rasse dem internationalen Richtergremium vorgestellt wurde. Die stimmten dann darüber ab, ob sie die Anerkennung befürworten würden. Da das der Fall war, stimmten dann die Vertreter der über 300 Mitgliedsvereine ab, ob dem Antrag auf Anerkennung zugestimmt wird. Das war z.B. beim ersten Antrag bei der DLH nicht der Fall, obwohl die Richter dafür waren. Zwei Jahre später konnte der Antrag erneut eingereicht werden und da ging er dann durch.