Ich bin grad noch etwas geschockt.
Wir waren heute morgen beim Tierarzt. Eigentlich wollte ich unseren Jüngsten zeigen, weil der so ein paar kahle Stellen hat und ich wissen wollte, was das sein kann. Ich hab unseren Sparta (Mr. Stammbaum) auch mitgenommen, weil ich fand er wäre doch etwas dünn geworden und mal hören wollte was Tierarzt dazu sagt.
Tierarzt guckt Sparta an, sagt: Ja, ist schon sehr dünn. Wiegen hat ergeben, dass er in 6 Monaten 0.5 kg abgenommen hat von 4.5 auf 4 kg. Gut.
Frage ist warum?
Sie untersucht unseren Sparta und wird bei den Nieren stutzig. Linke Niere ist massiv vergrössert. Sogar ich konnte das fühlen als sie es mir gezeigt hat. Also haben wir Blutuntersuchung (grosses Labor) gemacht und unseren Sparta geröntgt.
Röntgen:-( Links da wo die Niere wäre, ist ein riesiges "Ding" (ca. 7 cm lang und 4 breit). Es ist aufgrund des Bildes nicht klar, ob die Niere da drin ist oder ob das ein Tumor/Geschwulst ist und die Niere irgendwo sonst rumdümpelt.
Labor: Nierenwerte alle super i.O.! Dafür hat er heftige Entzündungswerte. Leber ist i.O. ein Leber-Wert war ganz leicht erhöht.
Wie weiter?
Tierarzt sagt: entweder wir machen Ultraschall und versuchen eine Biopsie von dem Ding zu machen. Oder wir machen gleich auf, dann ist der Blick besser und es kann besser und gezielter eine Biopsie genommen werden bzw. evt. das Ding auch gleich entfernt werden, je nach dem.
Sie sagt, beim Ultraschall und der Biopsie mit der Nadel ist es halt ein wenig Glücksache, welches Gewebe man erwischt, da ja nicht klar ist, was das Teil ist. Bei der OP ist der Eingriff zwar heftig, aber dafür sieht man besser und die Biopsie kann gezielt gemacht werden. Sie sprach auch davon, dass wenn bei der OP grad klar sei, dass es ein bösartiger und inoperabler Tumor sei, könne man gleich einschläfern :shock::shock:
Ich bin fast auf die Palme!! Dem Sparta geht's soweit gut! Er frisst, macht Blödsinn etc. Also von einschläfern will ich mal gar nix hören. Er scheint auch beim drauf rumdrücken keine Schmerzen zu haben!
Wir sind uns nicht so ganz sicher: wir haben jetzt ausgemacht, dass der zweite Tierarzt sich die Bilder und Laborergebnisse heute Nachmittag ansieht und seine Meinung sagt. Ich bin ja befreundet mit ihm, er ruft mich dann an, wenn er alles gesehen hat. Wir haben jetzt mal provisorisch für morgen früh einen Termin für die OP gemacht. Bin aber hin und her gerissen: Ultraschall ist nicht invasiv und auch die Biopsie wäre nicht so ein Eingriff wie die grosse OP mit aufmachen. Aber das Ding muss ja eh raus wenn möglich.
Was denkt ihr? Ist OP zu heftig, sollen wir erst schallen? Oder ist mein Gefühl richtig: sofort raus das Ding wenn möglich??
Selbst wenn die Niere da drin wäre, könnte er ja mit einer Niere noch gut leben. Ich bin halt irritiert, weil seine Nierenwerte völlig i.O. sind! Absolut im Mittelfeld von den normalen Werten!
Kleine Vorgeschichte (ist ja eh schon wieder lang, der Post): Die Kastration bei Mr. Stammbaum musste über einen Bauchschnitt gemacht werden, weil die Hoden nicht heraus gekommen sind. Ich war damals dabei. Der Tierarzt hat mir dann noch etwas Anatomie der Katze gezeigt. Dabei war da so ein kleines dunkles Ding (etwas kleiner als eine Haselnuss und ganz dunkel), dass an der Niere hing. Mein Tierarzt meinte damals: Weiss ich auch nicht was das ist, gehört da nicht hin. Ich weiss nicht mehr, ob ich gefragt habe, ob er das nicht gleich raus nehmen könnte oder nicht. Auf jeden Fall werde ich im Moment das Gefühl nicht los, dass dieses "Ding" heute, das dunkle Ding von vor zwei Jahren ist. MIST!
Ach ja, die kahlen Stellen beim Jüngsten sind Narben :sad: Er muss mal ganz übel verletzt worden sein, er hat mehrere solche Stellen im Nacken und am Rücken. Aber sonst ist bei ihm alles gut und die Narben sind ja nur optisch...