*Hust* Wie schnell doch so ein Wochenende vergeht
Es war leider recht hektisch, vor allem mit Carla, aber auch mit der Familie der alten Dame. Kurzes Fazit: Die Dame .... ich hab ihr Ihre Spende zurück bezahlt (ihre Schwester hat das mehrmals gefordert), Carla war ein paar Tage auf einer Pflegestelle vom Verein und ist jetzt auf Pflege bei lieben Freunden von mir, die Katzen lieben, aber im Moment noch keine eigene Katze wollen. Carla geht es super gut da, sie blüht auf und geniesst es endlich endlich zwei Menschen ganz für sich alleine zu haben. Meine Freunde sind leider recht diszipliniert, sie sagen ganz klar: Carla kann solange bei uns bleiben, bis ein Platz gefunden wird, an dem sie es besser als bei uns hat. Nun bekommt Carla ab und zu Besuch von Interessenten, und wir finden immer, da hat sie es nicht besser :mrgreen:
Tja und bei uns zu Hause, was soll ich sagen.
Neun Katzen sind echt viel zu viel. Pinsel haart wie blöd, wir müssen täglich alle Möbel absaugen. Ich hätte das nicht gedacht, dass eine einzige Katze so viel Fell produzieren kann. Und prompt hat er natürlich auch Filzsstellen. Steffi war total überrascht. Der Herr lässt sich nicht gerne bürsten. Das geht nur wenn er andockt zum nuckeln und auch nicht am Bauch :roll: Steffi schrieb, wir sollen ihn bürsten wenn er schläft. Nur der Herr schläft oben auf dem Catwalk oder in den Tierhotelschachteln... Sehr schwierig ihn da zu bürsten.
Die Katzis untereinander verstehen sich sehr unterschiedlich. Wutz war am Anfang sehr schnell in unsere Gruppe aufgenommen worden und wir mussten immer gucken, ist es nun Wutz oder Omsk. Pinsel war ne gute Woche voll aggro, dann hat er sich beruhigt. Pumba war das alles viel zu viel am Anfang und er hat beharrlich unter unserem Sofa oder Kleiderschrank gelebt.
Bei unseren war HomPom die ersten drei vier Wochen echt ein Ar... Er hat Pumba gejagt, ist auf Pinsel los und war nur schlecht gelaunt. Die Balis fanden nach zwei Wochen, sie seien jetzt Freunde mit allen und haben einige Katzenhiebe (vor allem von Pinsel) erwischt. Hat sie aber nicht irritiert. Sie gehen nach wie vor enorm offensiv freundlich auf die Truppe zu. Pumba macht das Angst :roll: Pinsel hat sich dran gewöhnt. Wutz hat das anfangs nicht gestört. Mittlerweile findet sie die Balis glaub nervig.
Omsk wurstelt sich mit Gandor sehr gut durch. Die zwei sind einfach super sozial. Beide fassen ab und zu einen Satz warme Ohren von Wutz oder Pinsel, lässt aber beide kalt. Hector ist eh die Ruhe selbst.
In den letzten Wochen hat sich dann alles noch einmal beruhigt und auch entschleunigt. Nur leider ist Wutzi zur Zeit grad sehr mies drauf und verhaut alle. HomPom hat ne echt üble Schramme die nicht schön aussieht. Vermute von Wutz, hab's aber nicht gesehen.
Wutz ist aber auch teilweise ne Nuss. Dann jagt sie eine unserer Katzen, dann dreht sich der Spiess um und was macht Wutz? Sie rennt zielsicher ein eine Ecke wo sie garantiert nicht mehr rauskommt :roll: Am liebsten ins Badezimmer in die hinterste Ecke. Und wenn dann "Mr. Peppe Freundlich" - neugierig wie er ist - nachsehen geht, wie es Wutz so geht im Bad, haut sie voll zu.
Pumba hat von Gandor und Omsk gelernt wie Katze in diesem heillosen Chaos gut durchkommt und ist jetzt recht selbstbewusst auch bei uns im Bett. Irgendwann nachts zieht er dann aber meist wieder unter den Kleiderschrank, wahrscheinlich doch zu unruhig bei uns. Aber er ist nun auch gut unterwegs, liegt auf dem Katzenbalkon herum und geniesst das Leben.
Spielen ist mit der riesigen Gruppe kaum vernünftig möglich. Wir teilen uns jetzt meist auf, so dass alle eine Chance haben mit was zu spielen. Das führt dazu, dass sowohl Peppe wie Pinsel dauernd zwischen den zwei "Spielzimmern" hin und her rennen, weil beide das Gefühl haben, dort wo sie grad nicht sind, ist es viel spannender. Aber so sind sie auch in Bewegung :mgreen:
Wir versuchen so drei bis vier mal die Woche abends mit Pinsel spazieren zu gehen, so dass er seine geliebten Freigänge hat. Anfangs ist der Kerl mit uns durch alle Büsche die in der Gegend stehen. Mittlerweile haben wir gute Kompromisse gefunden und Pinsel nutzt meist wenigstens Trampelpfade durch die Büsche, so dass wir auch durch können. Er sitzt immer mal wieder unter einen Baum und guckt mega interessiert hoch. Ich warte ja drauf, dass er mal hochrennt. Keine Ahnung was ich dann mache :-D
Abends dürfen dann auch alle im Treppenhaus rumtoben. Das ist ein getrampel, grossartig. Und weil es so viele sind, sind bei jedem Geräusch sofort mindestens drei Katzen am losrennen und abchecken wo das Geräusch herkommt und ob es Spass macht. Pinsel und Peppe waren sogar schon mit mir bis oben im Dachboden. Das war grad bei Pinsel eine saudumme Idee. Wir wohnen ja in einem 500 Jahre alten Haus. Unterm Dach ist nicht isoliert und da liegt recht viel Dreck. Den hat Pinsel mit seinem Fell ganz grossartig zusammengesammelt und dann mit in die Wohnung gebracht. Natürlich direkt ins Bett...
So, soweit mal ein Update. Unser Fotoapparat ist leider kaputt, und wir haben grad kein Geld das Teil in die Reparatur zu bringen. Darum keine Fotos.
Als Zwischenfazit kann ich sagen: Neun Katzen sind viel zu viel. Wir haben dauernd das Gefühl, dass mindestens zwei zu kurz kommen, sei es beim spielen oder schmusen. Aber Halbzeit ist vorbei (letzte Woche). Ich bin aber sicher, dass grad Steffis Katzen enorm froh sein werden, wenn sie wieder nur zu dritt sind.
Steffi geht es sehr gut. Sie geniessen das gemütliche Reisen. Sie meldet sich alle paar Tage. Zur Zeit sind sie ganz oben in Kanada, wenn ich es richtig im Kopf habe und da ist fast nix mit Internet. Die Fotos die sie schickt, sind traumhaft. Einsame Seen mit Adler. Lagerfeuer mit selbstgefangenen Fisch, Ludo im Gummiboot, etc.
Bären haben sie schon einige Male getroffen, einmal ist Ludo sogar ganz ambitioniert einem Bären nachgejagt. Steffi und Christ haben fast einen Herzinfarkt bekommen. Ist aber alles gut gegangen.
Soweit der Update von der Katzenfront.