Zu diesem Thema passt die Geschichte von unserem Nachbarskater, der drei Wochen lang verschwunden war:
Scotty ist seit zwei Jahren passionierter Freigänger und war auch gelegentlich einen Tag und eine Nacht weg - in dieser Gegend von Berlin mit vielen Hinterhöfen passiert es schnell, dass eine Katze durch eine offene Toreinfahrt spaziert und dann im Hof eingesperrt ist. Er kehrte aber immer zuverlässig zurück (oder wurde auf einer kleinen Suchrunde schnell gefunden).
Nach drei Tagen war die Sorge aber groß: die Familie hat in der weiteren Umgebung alle Bäume und Laternenmasten mit Vermisstenplakaten beklebt, und da Scotty viel unterwegs und fast allen Nachbarn bekannt (und bei ihnen beliebt) ist, haben auch viele Leute nach ihm in Kellern und Hinterhöfen gesucht. Wenn er irgendwo frei unterwegs gewesen wäre, dann wäre er auch rasch gefunden worden.
Dann häuften sich die Meldungen, dass er weiter entfernt gesehen worden sei, aber immer blieb die Suche vergeblich.
Nach knapp drei Wochen wieder ein Anruf: ein schwarzer Kater säße schon den ganzen Tag in einem Hinterhof, rund 500 m entfernt. Und tatsächlich, er war es :-D!
Ohne Verletzungen, rund ein Kilo schwerer als vorher, und mit einem Brustgeschirr - hat er noch nie gehabt.
Die Vermutung ist, dass er von jemanden in seine Wohnung mitgenommen und eingesperrt wurde. Als passionierter Freigänger wird er sich sicherlich gewehrt und protestiert haben, und als es dem Entführer zu viel wurde, hat er ihn freigelassen - oder Scotty hat eine Gelegenheit wahrgenommen und ist geflüchtet.
Überall herrscht große Freude, dass er wieder da ist. Er ist körperlich gesund, aber im Verhalten verändert (nervöser). Die Familie wollte ihn ein paar Tage nur in der Wohnung behalten, aber das hat er nicht mit sich machen lassen, er spaziert hier wieder in der Gegend umher. Fremden weicht er jetzt aber aus.