Also hier habe ich Barf empfohlen, da die Fütterung mit Barf der artgerechten Ernährung von Katzen am nächsten kommt und einige Zivilisationskrankheiten verhindert oder zumindest verbessert.
Falsche Ernährung kann zu einem Stoffwechseldauerstress führen, was sich in der Übersäuerung des Organismus zeigt.
Die Übersäuerung kann auf Dauer zu einer Krankheit führen.
Dazu kann es kommen, wenn minderwertiges Eiweiß gefüttert wird. Durch die Überlastung der Leber können Toxine nur unzureichend abgebaut werden und das kann sich auch auf andere Organe auswirken.
Die hochwertigen Eiweiße kommen aus rohem Fleisch. Wird das Fleisch erhitzt werden die Aminosäureketten der Eiweiße zerstört. Je heißer es wird, desto größer ist die Zerstörung. Das bedeutet, das Trockenfutter ungeeignet ist und auch Dosenfutter nicht optimal ist. Wobei beim Dosenfutter gilt, je hochwertiger die Rohstoffe, desto weniger muss erhitzt werden, daher sollte man immer nach hochwertigem Dosenfutter greifen.
Die zerstörten Eiweiße werden über die Leber oder über die Nieren ausgeschieden. Wenn dieser Abbau aufgrund der Masse nicht mehr bewältigt werden kann, kommt es zur Erkrankung. Außerdem fehlen die hochwertigen Eiweiße in der Zellerneuerung.
Zu den Blasenproblemen kommt es hauptsächlich durch die Verfütterung von Tockenfutter, da der Darm einer Katze aufgrund nicht in der Lage ist die Kohlehydrate des Getreides aufzuspalten und zu verwerten.
Trockenfutter ist also nicht geeignet, den Bedarf an hochwertigem Eiweiß zu erfüllen. In der Folge wird eine Verschiebung des ph-Wertes im Urin bewirkt, was die Bildung von Blasensteinen befördert. Abgesehen davon bekommt die Katze zu wenig Flüssigkeit, die sie sonst mit artgerechter Nahrung aufnimmt. Um den Flüssigkeitsverlust zu kompensieren, wird der Harn stärker konzentriert und die Blase nicht mehr so oft entleert, was dann außerdem zu der ph-Wert-Verschiebung führt.
Das spezielle Trockenfuttermittel vom Tierarzt kann zwar die Bildung von Blasengrieß kurzfristig einschränken, aber auf Dauer selten verhindern. Dagegen wird der Stoffwechsel aufgrund der minderwertigen Rohstoffe weiter belastet.
Rohfleisch dagegen säuert den Harn auf natürliche Weise an, und der ph-Wert bleibt im optimalen Bereich.
Das reicht natürlich nicht aus, aber eine derartige Fütterung bietet schon einmal eine gute Basis, um die Erkrankung zu verbessern.
Natürlich muss man sich mit Barf beschäftigen, aber ich finde, hier überwiegen die Vorteile.
Oder liege ich völlig falsch?