Liebes Forum,
vor 11 Tagen wurde unser Bienchen angefahren und schleppte sich schwer verletzt in den Hof. Wir brachten es sofort zum Tierarzt, es überlebte und blieb dort 4 Tage (anfangs auf extremen Schmerzmitteln), wobei wir es täglich mehrfach besucht haben.
Die Hinterläufe sind aufgrund eines abgebrochenen Wirbelfortsatzes fast komplett gelähmt, man hörte bei den Tierärzten die Tendenz zum Einschläfern heraus. Das war für uns natürlich erstmal keine Option, da Bienchen einen zeitweise sehr fidelen Eindruck machte und ganz und garnicht so aussah, als wolle es nicht mehr leben. Sie zeigte Reflexe an den Hinterläufen, aß etwas, trank sehr viel und zeigte sogar einen leichten Spieltrieb.
Nach dem Heimtransport waren wir guter Hoffnung und planten schon das weitere Vorgehen, um die Hinterläufe wieder zu mobilisieren (MRT bei einem nahegelegenen Tier-Neurologen, "Rollstuhl" für querschnittsgelähmte Katzen, Physiotherapie).
Sie wurde bisher rund um die Uhr liebevoll versorgt, keinem unnötigen Stress ausgesetzt und war 2 mal beim Arzt zur Nachuntersuchung (Transport macht ihr nichts aus). Schmerzen scheint sie keine mehr zu haben, alle Mittel wurden abgesetzt.
Jetzt das große Problem, mit dem wir alle nicht gerechnet haben:
Nach einigen positiven Tagen mit vielen Verbesserungen wurde ihre
Stimmung immer schwankender. Die Phasen, in denen sie lebensfroh und fidel waren, nahmen ab, sie
verweigerte zunehmend das Essen und erbricht dieses teilweise wieder, mittlerweile muss sie unter großen Strapazen mit Spritzen ernährt werden, weil sie sonst garnichts mehr fressen würde. An 2 der letzten 4 Tage war ihr Zustand so erbärmlich, dass wir mit dem Gedanken spielten, ob wir sie nicht doch einschläfern sollen. Sie wirkt die meiste Zeit
apathisch, schläft selten sondern starrt nur vor sich hin und wirkt traumatisiert. Sie trinkt viel Wasser (Nierenwerte sind auch in Ordnung), sobald Nahrungspulver beigemischt wird, um die grundlegende Nährstoffversorgung zu sichern, trinkt sie jedoch nicht mehr. Dieses Pulver war auch unsere letzte Hoffnung gewesen, da sie auch sämtliche Spezial- und Premiumfutter verschmäht. Lediglich ihr altbekanntes "Schmusy" schlabbert sie selten mal, aber auch nur das Gelee und nicht das Fleisch.
Sie war vor 10 Tagen noch recht gut beisammen, ist mittlerweile nur noch Haut und Knochen und selbst meine Mutter, die bisher aufopferungsvoll rund um die Uhr für die Katze gekämpft hat, meinte vorhin resignierend, dass sie nur noch einen weiteren Tag abwarten will. Lange würde sie das wohl nicht mehr mitmachen.
Jetzt zählt es also und ich hoffe, dass sich Bienchen wieder irgendwie fängt und neuen Lebensmut schöpft. Hat irgendjemand Erfahrungen mit dieser Extremsituation und kann evtl. Tips oder Hinweise geben? Ich möchte diese Katze einfach nicht aufgeben, weil sie so ein liebes Wesen hat. Man muss doch etwas tun können, um ihr wieder Lebensfreude einzuhauchen!
Anbei einige
Fotos von NACH dem Unfall (chronologisch), damit ihr euch ein Bild machen könnt.
(Das erste 3 Tage nach dem Unfall beim Tierarzt, das letzte vorgestern mit bereits apathischem Blick)
DANKE!!