Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich?

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  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #21
Der Garten wird eingenetzt? Auch nach oben hin?!

Nö, wieso? Es gibt gute Alternativen ein Überklettern zu vermeiden. Sei es durch Winkel am oberen Rand, einen Plastikabschluss oder Strom.


Meine sind sehr gute, aber nen Fasan und ausgewachsenen Hasen haben sie mir noch nicht mitgebracht. Allein das Problem mit der Größe.

Sie werden aber durchaus gehetzt und Jungtiere auch erbeutet. Sicher, Katzen sind Raubtiere, aber sie sind nur deshalb in so großer Zahl in Deutschland beheimatet, weil wir Menschen ihnen einen Evolutionsvorteil schenken. Durch Futter, Tierärzte, warme Plätzchen im Winter etc.
Singvögel verschwinden in den Gärten nicht, weil wir Menschen sie zurückdrängen. Sondern weil der Druck durch Beitegreifer wie Katze und auch Hunde zu groß ist.
Du schreibst deine Katze bringt mal einen Vogel nach Hause. Sagen wir, sie erwischt im Jahr etwa 20 Stück. Das ist das Gelege von 3-4 Elternpaaren. Du bist bestimmt nicht die Einzige, die in deiner Gegend Freigänger hat oder?

Sehen wir den Tatsachen ins AUge, Haustierhaltung ist IMMER Egoismus. Aber mir ist es wichtig, das durch meinen Egoismus alle (Katzen und Wildtiere) ein annehmbares Leben führen. Und das geht für mich NUR mit dem Kompromiss: kein unkontrollierter Freigang.
 
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #22
Ich behaupte, meine beiden Katzen sind hier glücklich. Natürlich zu Freigang würden sie nicht nein sagen. Aber was sie kennen, vermissen sie auch nicht. Wenn sie irgendwann auf Freigang bestehen sollten, ziehen wir in eine Wohnung mit Garten, der eingenetzt wird. Ich denke aber nicht, dass das nötig werden wird.

Das sind einfach menschliche Maßstäbe. Katzen kennen sowas wie Artenschutz nicht. Und es interessiert sie nicht die Bohne, welchen Vogel sie gerade futtern. Sie sind Raubtiere und Du hinderst sie daran, das zu sein. Klar ist das Egoismus.
Und woher willst Du wissen, dass sie es nicht vermissen? Deine Katzen werden kaum mit Dir sprechen. Klar, sie wirken glücklich, aber wissen kann es niemand.
Wenn DU solch einen Vertrag unterschreibst, ist es sicher toll, dass DU dich daran hältst, aber aus Sicht der Katze ist das unnötig.
Also doch Egoismus, nämlich eine Handlung deinem Ich entsprechend.

Bin ich deshalb ein Egoist? Weil ich das Leben von Singvögeln, Hasen und Fasanen genauso wertschätze wie das Leben meiner Katzen?

LOL, aus Sicht deiner Katze allemal. ;-)

Du, ich verurteile diese Haltungsform nicht, ich habe selbst eine Wohnungskatze. Und ich würde Jolli NIE rauslassen.
Aber ich bin ehrlich genug zu sagen, dass ich sie nicht rauslasse, weil ich ANGST um sie habe. Mein Egoismus, nämlich meine Angst sie zu verlieren, lässt den Freigang nicht zu.
Artgerecht wäre es, sie rauszulassen.

Und das geht für mich NUR mit dem Kompromiss: kein unkontrollierter Freigang.

Ja, Kompromiss für DICH. DEIN Egoismus.
Für deine Katze ist es einfach "eingesperrt sein". Den Kompromiss für sie - lol, als ob Tiere sowas schließen würden - seh ich einfach nicht.

Quark. Freigang oder nicht hat für mich jedenfalls sehr viel mit der Umgebung zu tun. Ich würd in der Stadt oder direkt an der Autobahnauffahrt garantiert keine Katzen rauslassen, hier in ruhiger Lage aber schon. "Risikoabwägung" nennt man das.

Ja, Risiken die DU siehst, die deiner Katze aber herzlich egal wären.
Davon ausgehend, dass eine Katze kein Zeitempfinden hat, würde sie wohl den Freigang, also das Leben, das ihrer Art gerecht wird, vorziehen.
DU willst sie schützen, DU hast sicher sogar Angst sie zu verlieren.
Dein Egoismus, deine Angst lässt den Freigang nicht zu. Nicht die Katze verbietet ihn.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #23
Mein alter Kater geht ohne Probleme raus,er ist mit uns zusammen 4kg an die Lesum gewandert und saß da mit uns :) Er hat respekt vor Straßen und Bahnschienen, was ganz gut ist, wir wohnen zwischen Bahngleis und Autobahn :D Mein Kleiner hält sich nur im Garten und im Wald nebenan auf.
 
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #24
Deine Katzen werden kaum mit Dir sprechen.

Das ist nicht korrekt. Auch wenn Tierkommunikation kein Thema ist, das in diesen Thread gehört.

Anstatt mich zu wiederholen, zitiere ich einfach mal meinen letzten Post.

Sehen wir den Tatsachen ins AUge, Haustierhaltung ist IMMER Egoismus. Aber mir ist es wichtig, das durch meinen Egoismus alle (Katzen und Wildtiere) ein annehmbares Leben führen. Und das geht für mich NUR mit dem Kompromiss: kein unkontrollierter Freigang.
 
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #25
Für mich gehören alle Menschen, die eine Katze einsperren auch eingesperrt, damit sie wissen was sie einem anderen Lebewesen antun. Ich will auch niemanden persönlich damit angreifen, aber so denke ich nun mal.
Doch du willst andere damit Persönlich angreifen, wenn du das nicht gewollt hättest, hättest du es anders formuliert.
Meine sind sehr gute, aber nen Fasan und ausgewachsenen Hasen haben sie mir noch nicht mitgebracht. Allein das Problem mit der Größe:wink:.
Der Kater meines Bruders wurde beim Jagen von Wilden Karnikeln gesehen. Auch Fasane passen ins Beuteschema, Kaninchen und Fasane sind für Katzen nicht zu groß. Wahrscheinlich wird es aber nicht allzu viele Katzen geben die so große Beute jagen.
 
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #26
Sehen wir den Tatsachen ins AUge, Haustierhaltung ist IMMER Egoismus. Aber mir ist es wichtig, das durch meinen Egoismus alle (Katzen und Wildtiere) ein annehmbares Leben führen. Und das geht für mich NUR mit dem Kompromiss: kein unkontrollierter Freigang.

Wie ich sagte - DEIN Kompromiss, DEINE Entscheidung, also von DIR kommend und damit natürlich Egoismus.
Egoismus ist immer eine Handlungsweise, bei der nur der Handelnde selbst die Handlungsmaxime bestimmt.
Und das tust Du, also handelst Du egoistisch.

Aus MENSCHLICHER Sicht mag es sein, dass es den Vögelchen und vielleicht sogar der Katze das Leben rettet und damit für den Menschen (vielleicht sogar für das Vögelchen und die Katz) erstrebenswert ist. Aber es ist definitiv nicht artgerecht und aus Sicht des Tieres ein "einsperren".
Artgerecht, also der Art der Katze gerecht werdend, wäre es, sie rauszulassen und ihre Freiheit genießen zu lassen. Und egal wie gut die Gründe sind, die man anführt, sind und bleiben es menschliche Gründe.
Die Katz sieht nur - Oh, Natur, Oh Vogel, Oh lecker. Und DAS ist artgerecht, weil es ihrer Art gerecht wird.
 
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #27
Achso meine Kater fangen auch Mäuse und Vögel. Sie fressen diese allerdings auch. Find ich besser als wenn die Katzen die Mäuse bringen und nicht fressen.
Leider sind auch Spitzmäuse mit dabei. Aber das ist der Lauf der Natur ;)
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  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #28
ich finde es eine frechheit eine aussage zu lesen das "leute eingesperrt gehören" wenn man nur eine Wohnung als verfügung für katzen hat. meine 2 fühlen sich wohl hier und genießen ihre catwalks und ihren kratzbaum. natürlich werde ich nicht für immer in der stadt wohnung wohnen. ich hätte auch gern mal ein haus mit garten -natürlich katzensicher eingezäunt!! aber das geht halt erst nach der ausbildung und wenn man bissl geld gespart hat.

sollte man sich deswegen keine katzen anschaffen dürfen NUR weil man eine wohnung hat??
 
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #29
sollte man sich deswegen keine katzen anschaffen dürfen NUR weil man eine wohnung hat??

Den Schluss würde ich nicht ziehen und das wollte ICH damit auch nicht sagen.
Mir geht es nur um etwas Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und dem Wegziehen des Deckmäntelchens, dass das Halten der Katze ohne Freigang reiner Altruismus sei. ;-)
 
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #30
Dein Egoismus, deine Angst lässt den Freigang nicht zu. Nicht die Katze verbietet ihn.
Erstens bin ich - wie schon mehrmals geschrieben - tatsächlich Freigängerhalter.
Zweitens weigere ich mich, es als "meinen Egoismus" zu bezeichnen, wenn ich nicht will, dass meine Katzen nen schmerzvollen Tod sterben, und daraus in entsprechender Umgebung die Konsequenzen ziehen würde.
Außerdem glaub ich nicht an Tierkommunikation und maße mir daher nicht an, zu urteilen, dass meine Katzen definitiv lieber überfahren werden würden, als ein relativ langweiliges Leben in Sicherheit zu führen.
 
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #31
@Schischa, Josie und Nonsequitur, ich stimme euch in fast vollem Umfang zu.

Ich oute mich auch als Halter von Freigängern. Allerdings in "Teilzeit", das heißt, sie dürfen nur stundenweise raus, niemals über Nacht oder wenn ich nicht da bin. Sie halten sich GsD daran.
Wir wohnen ländlich mit nur einer verkehrsberuhigten-Tempo-30-Anlieger-Einbahnstraße vor dem Haus. Trotzdem verlor ich dort einen Kater durch einen rasenden Nichtanlieger. Trotzdem dürfen meine Katzen noch raus. Sie gehen aufs Feld, in die Nachbargärten oder in einen sicheren Wald, der zu einer Art Jugendherberge gehört. Sie jagen, Mäuse oder Vögel, nichts Größeres.
Den Garten katzensicher gestalten, darf ich nicht. Die Katzen nur drinnen halten, will ich nicht. Das Leben ist halt kein Wunschkonzert. Somit lebe ich mit der Sorge um meine Tiere. Sie haben draußen ihren Spaß. Die Gefahren sind einschätzbar. Vorhanden, aber kalkulierbar.
Wäre hier auch nur ein wenig mehr Straßenverkehr, blieben meine Katzen drinnen. Ich hänge an den ihnen. Egoismus halt.

Ich kenne Gegenden in Skandinavien, in denen die nächste Straße viele Kilometer entfernt ist. Dafür treffen die Katzen dort auf Raubtiere, die ihnen überlegen sind und sie zum Fressen gerne haben. Müsste man selbst dort Katzen in der Wohnung / im Haus oder einem gesicherten Garten halten? Auf diese Idee käme dort kein Mensch.
Nun sind wir wieder bei dem Egoismus des Katzenhalters, oder?

Man muss halt abwägen und aus der Situation das Beste für sich und die Tiere machen.
 
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #32
Ich oute mich jetzt mal als Wohnungskatzenhalterin.
Da ich recht zentral in der bayrischen Landeshauptstadt wohne, wäre Freigang momentan sicher in absehbarer Zeit tödlich.
Hinzu kommt, dass mein Kater nur eine Hörleistung von ca. 60 % hat und ich ihn deswegen nicht in den ungesicherten Freigang lassen würde. (klar ist das egoistisch von mir. Ich habe Angst um ihn.)

Meine Eltern und meine Großeltern hingegen wohnen beide in Traumgegenden für Freigänger und halten diese natürlich auch so. ( Die nächste "richtige" Straße ist bei meinen Großeltern 7 Kilometer entfernt. Trotzdem gab es durch Traktoren, Jäger usw. in all den Jahren schon diverse Unfälle. Aber in so einer Wohnlage könnte ich mir bei einer gesunden Katze definitiv Freigang vorstellen.)

Ich hoffe ja, dass in den nächsten zwei Jahren ein Umzug ansteht und wir ein Freigehege bauen können.

LG Miri mit Gismo und Lucy
 
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #33
Ich bin der Meinung, dass es immer von vielen Faktoren abhängig ist, ob Katzen ungesicherten Freigang bekommen (können). Ich habe in einem Dorf gelebt, wo es keine vielbefahrenen Straßen gegeben hat. Es gab nur eine Straße, wenn dort gefahren wurde (höchstens 10 Autos am Tag), dann aber mit Karacho. Trotzdem haben meine Katzen dort überlebt, auch der Jagdpächter war sehr freundlich, aber wir hatten einen Katzenhasser und der ist immer noch da, obwohl ich in dem Dorf nicht mehr wohne, ich habe aber noch Kontakt zu den Bewohnern dort. Er/Sie stellt Fallen auf die anscheinend Schlagfallen sind und die Tiere an den Vorderbeinen verletzen oder er schiesst auf die Tiere, das zwar nicht "regelmässig" aber es passiert. Meine Tiere hatten diverse Verletzungen an den Vorderbeinen, ein Tier habe ich schreien gehört und es dann nach 2 Stunden (nachdem ich meinen Kater nicht gefunden habe) fast gelähmt vor meiner Tür gefunden.

Dann bin ich vom Dorf an den Rand einer Kleinstadt gezogen. HIer wohne ich an einer Strasse die nicht vielbefahren ist, aber es wird gerast, tagsüber kann man keine Katze rauslassen, höchstens nachts. Wir haben einen sehr grossen Hof mit Rasen und hinter unserem Haus ist direkt ein Bauernhof. Mein scheuer Freigänger, der immer fremde Menschen meidet, geht den Weg über den Bauernhof auf die angrenzenden Koppeln, noch nie habe ich ihn vor dem Haus in der Nähe der Straße gesehen.

Ich hatte dazu noch einen Kater, der wollte nie raus obwohl die Tür offen war und 2 Kätzinnen. Die eine hat ein Rettungswagen erwischt, das weiss ich, weil ich in derNacht lange aufgeblieben bin und um 1.30 Uhr ein Rettungswagen fuhr (der einzige Wagen überhaupt in der Nacht), sie war sofort tot und die andere Katze hat ein Nachbar, der immer wie ein Irrer auf den Hof RÜCKWÄRTS fuhr, totgefahren. Meine Katzen hatten die Angewohnheit immer angelaufen zu kommen, wenn ein Auto auf den Hof kam und alle fahren wir hier langsam auf den Hof, weil meine nicht die einzigen Katzen waren, aber das hat sie das Leben gekostet. Mein Freigänger ist immer noch die meiste ZEit draussen, er mag nicht drinnen sein, es sei denn es ist kalt draussen. Meine beiden "neuen" Katzen, die eine ist ja schon längst kastriert, aber so ängstlich, dass man die Haustür offenlassen kann und sie sitzt nur in der Tür und schnüffelt das ist alles , kommt ein Geräusch ist sie sofort in der Wohnung (habe meinen eigenen Eingang), die kleinere ist auch sehr vorsichtig, da sie aber erst 16 Wochen alt ist und noch nicht kastriert -aber bald wird- mache ich da keine "Experimente". Beide Katzen sind aber reine Wohnungskatzen. Wenn ich diesen keinen Freigang bieten kann, bin ich eben als Katzenhalter verpflichtet, mir etwas einfallen zu lassen um ihnen das Leben in der Wohnung so spannend wie möglich zu machen. Also gibt es jeden 2.Tag etwas neues, sei es Fummelbretter, Kartons, Spielen mit Angeln, demnächst fange ich das Clickern an. Meine Katzen schlafen nicht mehr als mein Freigänger, sie toben zusammen wie die Wilden und rasen wie gestochen durch meine große Wohnung.

Ich selber würde meine Katze nie wieder in einen ungesicherten Freigang laufen lassen, nicht wegen der Autos , sondern eher weil es viele Katzenhasser gibt und auch viele Jäger, die keine Katzen mögen und diese dann- wenn sie 200 m vom Dorf entfernt sind- einfach abschiessen. Und es kommt immer auf die einzelne Katze an, es gibt viele Katzen, die möchte gar nicht raus, evtl. mal frische Luft schnuppern etc. aber nicht durch die Gegend "stromern".
 
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #34
Freigang ist nie sicher, egal wo man wohnt, jeder hat irgend eine Straße, jeder hat ein eigenes Auto.
Darüber sollte sich jeder Gedanken machen, trotzdem sind meine Freigänger, wir haben nur eine Straße und alle anderen Seiten sind, Nachbarn, Feld und Wald.
Katzen sind kleine Raubtiere, sehr Eigenwillig und Selbstbewusst, wenn ich sehe wie glücklich sie draußen sind, kann ich sie nicht im Haus einsperren.
Natürlich ist Freigang ein Risiko, allerdings ist das Leben für jeden ein Risiko, jede Fahrt im Auto kann die letzte sein. Ich will nicht ewig leben, aber ich möchte ich ein schönes Leben, genau das sollen meine Katzen auch haben.

Ach und sogar in Großstädten können Katzen als Freigänger leben!

Amsterdam letztes Jahr im Urlaub, wir stehen an einer Ampel, Hauptverkehrsstraße.
Plötzlich läuft eine schwarze Katze, mit rotem Halsband auf dem Gehweg, stoppt an der Ampel und setzt sich hin.
Die Ampel wird Grün, die Menschenhorde geht los, die Katze steht auf, rennt über die Straße, auf die andere Seite, ein Stück den Gehweg entlang und verschwindet in einem Hauseingang.
Ich habe Bauklötze gestaunt! :shock:
 
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #35
Zweitens weigere ich mich, es als "meinen Egoismus" zu bezeichnen, wenn ich nicht will, dass meine Katzen nen schmerzvollen Tod sterben, und daraus in entsprechender Umgebung die Konsequenzen ziehen würde.
Außerdem glaub ich nicht an Tierkommunikation und maße mir daher nicht an, zu urteilen, dass meine Katzen definitiv lieber überfahren werden würden, als ein relativ langweiliges Leben in Sicherheit zu führen.

Na, wenn DU nicht willst, das sie überfahren werden, ist es natürlich Egoismus. Es ist deine Angst und Sorge die Katzen zu verlieren.

Und Nein, ich glaube nicht, dass Katzen gern überfahren werden, sondern sage lediglich, dass ihnen das Risiko nicht bewusst ist und sie deshalb immer die Freiheit wählen würden, weil es in ihrer Natur liegt.
Wir Menschen wägen ab, Freiheit gegen Sicherheit.
Und wir stufen Sicherheit häufig höher ein. Weil WIR das als wichtig erachten. :)
 
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #36
@Tonya:
Nö, wieso? Es gibt gute Alternativen ein Überklettern zu vermeiden. Sei es durch Winkel am oberen Rand, einen Plastikabschluss oder Strom.
Das ist mir schon klar. Ich hab eher deshalb gefragt, weil dir doch die Vögelchen und Mäuschen und anderen Tierchen, die zur natürlichen Beute von Katzen gehören, so leid tun. Du wirst auch in einem eingezäunten Garten die Katze nie im Leben vom Jagen abhalten können;-).
Ich oute mich auch als Halter von Freigängern. Allerdings in "Teilzeit", das heißt, sie dürfen nur stundenweise raus, niemals über Nacht oder wenn ich nicht da bin. Sie halten sich GsD daran.

Über nacht sind meine auch drinnen. Tagsüber, auch wenn ich arbeiten bin, können sie rein und raus wie sie das möchten, abends um 10 ist spätestens alles zu. Ebenso wenn wir im Urlaub sind. Ob eine Woche oder ein Wochenende. Das haben wir von Anfang an regelmäßig gemacht und sie kommen gut damit zurecht, das sie in der Zeit komplett drinnen sind. Da hätte ich kein gutes Gefühl. Denn weil ich niemanden zumuten kann und möchte, die drei abends wer weiß wie lang reinzurascheln oder zu suchen.Punkt. Ja, da bin ich in dem Fall auch egoistisch. Ich hätte keinen ruhigen Urlaub/Wochenende, wenn ich sie die ganze Zeit draußen wüßte. Wenn dann was passiert, kriegt es niemand mit.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #37
Mir tun die Tiere nicht leid. Bitte lies meine Postings bevor du sie kommentierst. Es geht mir um Artenschutz.
Natürlich werden und dürfen die Katzen in einem abgezäunten Garten jagen. Aber: Ein eingezäunter Garten ist ein umfriedeter Bereich, der deutlich nach Katze riecht. Wenn ein Zaunkönig meint genau dort in Katzenreichweite zu landen und er wird erwischt, dann ist das natürliche Auslese.
In einem Gebiet mit extrem hohem Beutedruck zu leben ist evolutionär sehr ungünstig. Ein Freigänger hat im Regelfall ein viel größeres Revier als einen umfriedeten Garten. Das heisst, eine halbwegs sichere Landefläche ist praktisch nicht vorhanden. Deswegen gehen meine Katzen nicht in den Freigang.
 
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #38
nochmal kurz zum egoismus.
katzenhaltung ist immer, auch wenn es eine zugelaufene katze sein sollte, egoistisch.
darin liegt, erstmal noch, keine wertung.
der punkt ist, was kann ich tun damit es eine symbiose wird?
die antwort ist einfach: mehr geld verdienen.:p
und, ganz wichtig, entspannen.



bei mir hier ist es so, daß wegen der hyperaktiven tinta, eigentlich noch die dritt- oder viertkatze dazu könnte. dagegen spricht, will ich mir es antun 3 katzen einzusammeln und aufzupassen was die so treiben wenn die tore offen sind?
damit sind wir wieder bei den ängsten.
könnte ich, würde auch ich, inzwischen, gesicherten freigang anbieten, dies hieße für mich allerdings, es müßte groß sein.
allerdings glaube ich inzwischen auch, daß wenn es richtig gemacht ist, auch wohnungshaltung zu glücklichen katzen führt und somit die sache mit der symbiose passt.

katzenfreigang ist möglich, aber man muß mit den konsequenzen leben können.
erwischt es meine katze mit 14 jahren, habe ich damit kein problem, außer halt traurig zu sein.
erwischt es eine meiner beiden jetzt schon, oder bald, wäre ich untröstbar und würde die schuld bei mir sehen, was zwar quatsch ist, aber so in etwa verhält sich die sache für mich.

nochmal zu den ängsten:
ob ich angst habe, wenn ich in einen tiefschneehang reinfahre? nein! es ist einfach nur respekt.
habe noch so ein 140 ps moped, max. speed 280 km/h. ob ich angst habe wenn ich fahre?
ja! was mach ich also? ich suche mir alpenpäße aus, die keine einmündungen haben, und fahre, ansonsten recht frei von verkehrsregeln.
was ich niemals mache, weil es ein risiko für nichts ist, mit dem moped zur eisdiele fahren.

katzenfreigang ist möglich. daß es mal besser bzw. ungefährlicher war, glaube ich nicht.

ah! edit:
wenn katze vögel anbringt, bitte an den vogelschutz spenden.
 
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  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #39
... und er wird erwischt, dann ist das natürliche Auslese.


Natürliche Auslese, ganz genau! Und so ist es auch bei ungesichertem Freigang mit Vögeln und anderen Beutetieren.

ach so und das
Mir tun die Tiere nicht leid. Bitte lies meine Postings bevor du sie kommentierst. Es geht mir um Artenschutz.
finde ich, schließt sich grundsätzlich nicht aus. Mir tun die Tiere leid, aber dann setzt die natürliche Auslese wieder ein.
Wenn ich kann, und es kommt nicht selten vor, wird hier alles gerettet, was unverletzt ins Haus kommt. Katzen haben nunmal auch leider den Drang, gerne mal was tot zu spielen ohne es zu fressen, allein zur Bespaßung und als Training der Jagdfähigkeiten. Was glaubst du, warum eine Wohnungskatze den Ball oder Fellmaus so gern durch die Wohnung kickt;-)? Training! Es liegt in der Natur der Katze, die nunmal ein Raubtier ist!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Katzenfreigang - ist das überhaupt noch möglich? Beitrag #40
Natürliche Auslese, ganz genau! Und so ist es auch bei ungesichertem Freigang mit Vögeln und anderen Beutetieren.

Auc wenn ich langsam das Gefühl habe gegen die Wand zu reden. Das ist nicht der Fall. Eine Katze mit ungesichertem Freigang hat einen evolutionären Vorsprung, dadurch dass sie ein warmes zu Hause, regelmässiges Futter und medizinische Versorgung hat. Das heisst, von natürlich kann keine Rede sein.
Letztenendes muss die Freigang ja oder nein jeder Besitzer selbst entscheiden. Ich habe mich entschieden. Bei mir kommt keine Katze in den ungesicherten Freigang.

Im übrigen eine aktuelle Studie zu dem Thema wurde in den USA durchgeführt und in der Fachzeitung veröffentlicht.
Leider ist die Studie nicht frei zugänglich, dafür aber die Literaturliste.
 
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