Psychotische und dissioziative Symptome 6 Monate nach traumatischem Erlebnis sind keine akute Belastungsreaktion mehr :!:
Die Katze ist vor 6 Monaten
gestorben. Es steht nirgends, dass das Verhalten bereits 6 Monate andauert. Wobe auch das in einem akzeptablen Rahmen wäre.
Aber es gibt die Möglichkeit der Zwangseinweisung bei Eigengefährdung (z.B. wenn sie nicht mehr arbeiten geht und ihre Existenz verlieren droht), das erreicht man über die Betreuungsbehörde des örtlichen Amtsgerichts (dort anrufen und Fall schildern).
:shock:
LOL, Du weißt aber schon, warum in D wann eingewiesen wird, oder?
Eine tote Katze, die man füttert, ist dafür absolut kein Grund.
Gott sei Dank ist sowas rechtlich nicht machbar.
Die Symptome werden seit SECHS MONATEN schlimmer, der Leidensdruck steigt und die Frau isoliert sich sozial. Und du willst das ernsthaft dem sozialen Umfeld weiter überlassen??!! Prost Mahlzeit.
Faszinierend, was Du alles weißt.
Ich habe nichts von sozialer Isolation gelesen.
Und auch nichts von 6 Monaten, in denen sie die Katze sieht.
Es liegt eine dissioziative Empfindungsstörung vor.
KANN sein, muss nicht.
Hast Du ne Glaskugel?
Ich sehe einfach eine Frau, die den Tod der Katze an sich zwar akzeptiert hat, aber eben nicht loslassen kann und in einer Trauerphase steckt. Sie braucht Hilfe, da raus zu kommen - wenn es so weitergeht.
Aber momentan seh ich das noch nicht.
und mal ehrlich: wieviele Menschen unter dieser Sonne reagieren so (ohne dass dafür bahnende Vorerkrankungen vorliegen)?
Recht viele.
Die Phasen der Trauer sind zeitlich sehr unterschiedlich.
Diese Phase (nach Kast trägt diese Phase den Namen: "Suchen und sich trennen") kann von bis zu mehreren Monaten, sogar JAHRE dauern.
Diese Phasen sind völlig normal.
Ich kenne eine Person, die deckt nach 2 Jahren noch den Tisch für ihr Kind, welches verstorben ist. Sie IST beim Kopfdoc, der allerdings auch sagt, dass wenn sie diese Handlung braucht und sie die Anwesenheit des Kindes wahrnimmt, sie das ruhig tun soll. Sie ist offensichtlich noch nicht bereit, der Toten einen neuen Platz zuzuweisen und damit eine weitere Phase zu erreichen.
Übrigens sind sich alle Forschungen im Bereich der Trauerbewältigungen darüber einig, dass das Zweifeln und sogar Wahrnehmen des Toten als anwesend, völlig normal sind.
Bei "normalen Leuten" ist es meistens so, dass sie den Toten noch auf der Straße sehen - zweifeln - und sich dann zur "Ordnung" rufen.
Aber vom Prinzip her ist das gleich. Nur dass es keine aktive Handlung nach sich zieht.
Sorry, ich weiß nicht, wieviele von euch in der Sterbe- und Trauerbegleitung sind, aber ich kann euch aus meiner Erfahrung sagen, dass wirklich sehr viele Menschen einen wesentlich längeren Trauerprozess durchmachen als man tatsächlich nach außen sieht.
Ja, es gibt einen Punkt, bei dem man eingreifen muss, aber der ist hier noch lange nicht erreicht.
*kopfschüttel*
Ich übrigens halte eine neue Katze für eine hervorragende Idee.
Dann können die beiden Katzen noch lange bei deiner Freundin sein. Irgendwann darf Trixi ins Herz umziehen, aber das braucht eben noch.
Ungewöhnlich an der ganzen Nummer ist nur, dass es sich dabei um eine KATZE handelt. :roll: