Mal wieder ein Update….
Ich kannte das nicht. Also wie es so ist mit einem Katzenkind. Einem schon jetzt riesigen Katzenkind.
Bei Daisy und Lucky (beide erwachsen) habe ich mir Vertrauen quasi erarbeitet. Dadurch, dass beide absolut ihren Turn machen konnten. Und wenn Daisy „bauchikrauli-technisch“ drauf war, dann war das ein großes Geschenk. Lucky und ich haben unsere Rituale, aber die sehen auch vor, dass Lucky mir sagt, wann „Köpfchen total“ angesagt ist und wann nicht. Und wenn er seine pelzige Breitpfote hebt..., OK, ich weiß Bescheid!
Jetzt ist da ein Kuschelmurkel eingezogen, der mir von Anfang an Vertrauen geschenkt hat. Ein im Vergleich zu Daisy und Lucky sehr sprechfreudiges Wesen. Das wild durch die Wohnung jumpt, die Gardinen aber hängen lässt, Kabel ignoriert, nix, aber auch gar nix „zerstört“, ein Orange-Äuglein, das seinen Kopf und Körper immer wieder in Erwartung und Forderung von Kuscheleien präsentiert, ein Quincelomat, der eine nach der anderen 400g-Dose knackt. Ein kleiner Muck, der sich bei Jagespielen mit Lucky ganz unstrategische Verstecke sucht, aus denen es nur einen einzigen Ausgang gibt. Und Lucky sitzt dann davor. Aber keine Sorge, keine Probleme. Der kleine Quincy kommt dann ganz selbstbewusst heraus, und mein Luckylein hebt nicht einmal die Pfote.
Neulich hatte der kleine Mann an einem Tag, naja, breiigen Kot. Keine Gesundheitsprobleme, alles zeitnah mit Tierarzt gecheckt! Ich komme in die Wohnung, oha, es stinkt. Klos sehen gut aus. Dann sehe ich: Da sitzt der Quincel und hat ziemlich viel Örggs im Fell und in den Hosen. Den „Britisch Langhaar“-Hosen. Ende vom Lied: Quincelchen liegt auf dem Rücken und streckt alle viere von sich. Und ich hantiere mit einer vorne abgerundeten Schere 10 Minuten vor mich hin und schneide die Örggs-Haare raus. Quincel bleibt dabei ganz still, und am Ende ist alles gut: für uns beide. Unglaublich. Lucky, der externe Fellpflege hasst (Stichwort: Dickpfote heben!!!!), beobachtet alles. Aus 30 cm Entfernung.
Vor dem Einschlafen lese ich noch gerne im Bett. Die Katermänner kommen dazu. Manchmal versucht Lucky, den Quincelmann zu verscheuchen – so lief es mit Daisy auch oft. Quincy haut ab, kommt dann aber wieder, und die Sache endet mit: Ein Kater liegt rechts, der zweite links von mir. Licht aus. Ruhe. Der eine geht, der andere geht, und morgens sind beide wieder da.
Drei einzigartige Katzenwesen, die ich bislang kennenlernen durfte und darf. Das ist schön! Und dafür bin ich dankbar.