Mein dritter Zwuck: Quincy ist da!

Diskutiere Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Guten Morgen Ingrid! Ich hatte noch nie bewusst deine Beiträge gelesen, höchstens mal im Vorbeiflug deine Signatur bewundert. Zugegeben, ich...
  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #61
Guten Morgen Ingrid!

Ich hatte noch nie bewusst deine Beiträge gelesen, höchstens mal im Vorbeiflug deine Signatur bewundert. Zugegeben, ich spring auf Augen an;-)

Sagt man nicht manchmal "Aus gegebenem Anlass" oder so? Jedenfalls bein ich neugierig auf dich geworden und habe alle deine Threads durchforstet. Jeden Beitrag "anderswo' natürlich nicht. Und ich muss sagen, wenn wir jetzt beim großen blauen F wären: "Gefällt mir!" Und das nicht, weil deine Kater wunderschön sind.
 
  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #62
@Zwergpanther:

Danke!!
Noch einen schönen Rest-Ostermontag wünschen

meine zwei Mittagsschlafmäuse und ich
 
  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #63
Die erste Maus gesichtet! Und das ging so:


Heute morgen ließ ich meine Zwucks wie immer auf die Terrasse. Vernetzt natürlich. Habe ein bisschen drinnen aufgeräumt, dann nach einiger Zeit mal draußen geguckt, weil alles so merkwürdig ruhig war. Und da sitzen die beiden Katerchen total ungewöhnlich eng und wie angetackert nebeneinander und starren konzentriert auf einen Blumenkübel auf der anderen Seite des Netzes. Seltsam. Ich habe mich einfach eingereiht und mit ihnen gestarrt. Nix passierte. Hab mir einen Kaffee geholt. Eine Hummel kam und ging, aber die interessierte seltsamerweise hier niemanden, und ich musste gar nicht erst meinen Katzenschutzhummelverscheuchmodus aktivieren.

Wir starren also zu dritt weiter. Dann auf einmal flitzt eine Maus unter dem Kübel hervor, rennt quer über die Terrasse und wieder zurück und versteckt sich erneut unter dem Kübel. Ganz großes Kino, aber umgehend wieder Disziplin und konzentrierte Lauerstellung bei meinen Zwucks. No chance – über zwei Stunden konnte ich sie nicht dazu bewegen, hereinzukommen. Das war verbrieft die erste Maus, die sie in ihrem Leben gesehen haben, und ich muss schon sagen: Der Jagdinstinkt funktioniert offensichtlich 1A.

Hoffentlich sucht sich die Maus jetzt eine andere Heimat, damit der Terrassenfrieden wieder hergestellt ist! „Meine Mäuse“ schlafen jetzt. War schließlich anstrengend…



P.S. Neeneenee, nur der Quincel schläft (fast; siehe Photo). Lucky sitzt schon wieder vor der Tür...
 

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  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #64
:lol::lol:Was für ein Abenteuer für die Beiden:lol::lol:! Das bewundere ich so an Katzen, wie geduldig und stoisch sie "warten" können. Hier war vor ein paar Tagen ein unbekanntes Flugobjekt in der Wohnung, flog sehr schnell. Mal konnte es Krabbe für den Bruchteil einer Minute sehen. Und saß danach und saß und saß und wartete. Er gab den Platz wirklich stundenlang nicht auf und schlief fast ein dabei. Wirklich zum Lachen.
Aber eine Maus! Da wurde ihnen ja so richtig was geboten. Ich habe während des Lesens wirklich geschmunzelt, weil ich es mir bildlich vorstellen konnte. Vor allem, als Du Dich in das Warten noch eingereiht hast:lol:. Hätte ich nicht anders gemacht;-). Man muss ja schließlich wissen, warum das/die Tier/e wie festgewachsen dort sitzen.
Wieder mal eine schöne spannende Geschichte, die Du erzählt hast Ingrid. Dem Mäuschen wünsche ich, dass es sich eine sichere Umgebung sucht!
 
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  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #65
Sonntagsgrüße von zwei forschenden Katerchen!
 

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  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #66
Haha und dann noch die Aufschrift:lol:. Was macht die Maus Ingrid, ist sie noch einmal aufgetaucht?
 
  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #67
Die Maus ist weg. Glaube ich. Hoffe ich....
Gestern abend saß Lucky nochmal eine Stunde draußen. Heute ist die Terrasse nur noch mittel-interessant, also muss die Maus weg sein...
 
  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #68
Na Gott sei Dank! Danke für die Info.
 
  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #69
Ein Dolcepet-Doppelpack speziell für Dich, Bianca bzw. Krabbentier!
 

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  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #70
Wie schööön :-D. Ist das die gleiche, in der Quincy oben liegt?
 
  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #71
Jawollll! Hab "nur" eine...

LG Ingrid
 
  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #72
Ja eine reicht auch. So ein Zweimannzelt :lol:. Aber oben wirkt sie heller, wahrscheinlich durch die Sonne.
Aber das Bild ist richtig süß:d078:.
 
  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #73
Sozialverhalten nach Narkose

Am Dienstagmorgen brachte ich Lucky um 8.00 Uhr zum Tierarzt: Zahnstein, Zahnfleischentzündung, Zahnziehcheck. Um 16.30 Uhr konnte ich ihn – noch ziemlich groggy – abholen.

Nicht wirklich neu für mich:
Vor ca. 1 1/2 Jahren dasselbe Prozedere, nur war Quincy noch nicht eingezogen und Daisy lebte hier. Lucky hatte ich damals ins Schlafzimmer gebracht – Tür zu – Daisy saß 2 Stunden fauchend vor der Tür. Gegen Mitternacht wollte Lucky raus, und alles war gut. Nix mehr mit Gefauche. Alles wieder normal.
Lucky hingegen hat sowohl den postnarkotisierten Quincy (Kastration) als auch die postnarkotisierte Daisy (Endoskopie) erlebt: nie ein Fauchen, nie ein Brummen oder Knurren. Vorsichtige Annäherung, Versuch zu schnüffeln, Rückzug. Nach wenigen Stunden: Normalität.
Auch den Einzug von Quincy im September 2013 hat er stoisch und ruhig hingenommen. Selbst als mein kleines Daisylein kurz vor Quincy’s Einzug diese schreckliche Lähmung ihrer Hinterbeine hatte (und innerhalb kürzester Zeit erlöst wurde), war Lucky zwar irritiert, aber völlig ohne Taten oder Geräusche.

Am Dienstagabend und auch Mittwoch lief es mit Lucky und Quincy anders. Lucky im Schlafzimmer (Tür zu), Quincy vor der Tür, Quincy schnüffelnd in der Wohnung, Quincy wieder vor der Tür. Der sonst so sprech-, spiel- und fressfreudige Quincy: stumm, irritiert, nix mit Fressen, Spielangel uninteressant. Ich selbst: so normal wie mir möglich.
Um 19.30 Uhr wollte ich mal nach Lucky sehen, der mir völlig unerwartet durch den Türspalt entwischte. Etwas torkelig noch, leicht vergrößerte Pupillen noch und wahrscheinlich das Narkosemittel noch „ausdünstend“. Quincy: noch mehr irritiert, aber da Lucky sich ruhig auf eine Kratzpappe legte, dachte ich: Lass einfach mal alles so und bequatsche beide mit deiner fröhlichen „hey, hier ist alles gut!“-Stimme.

Quincy legte sich auf eine Fensterbank, auf der er sonst noch nie lag, er schnurrte nicht mehr, wie er das sonst immer tut, wenn ich auf ihn zugehe. Zwischendurch inspizierte er - äußerst ausdauernd - schnüffelnd die Wohnung, so als röche alles fremd bzw. befremdlich, immer mit einem Kontrollblick zu Lucky, der einfach nur im Wohnzimmer lag. Ich selbst hab mich früh ins Bett gelegt, ohne meine Truppe, die mir dabei ansonsten folgt, ohne einen ansonsten meditativ tretelnden Quincy auf meiner Bettdecke.

In der Nacht werde ich von einem lauten Knurren wach, das sich aber nicht wiederholt. Am nächsten Morgen: angespannte Stimmung. Nichts an Quincy ist so, wie ich es von Quincy kenne. Lucky bewegt sich langsam durch die Wohnung und legt sich immer mal wieder ab. Quincy nähert sich Lucky, will es wohl versuchsweise mit einem Nasenküsschen probieren, dreht dann aber knurrend und fauchend ab, setzt sich auf Distanz in Blickrichtung, und beide starren sich an. Luckys Augen bzw. Pupillen sind noch immer irgendwie anders, und ich glaube, dass Quincy Luckys Blick als „Starren“ wahrgenommen hat, obwohl dies nicht von Lucky, der eigentlich nie „starrt“, intendiert war. Ich durchbreche das natürlich, versuche Quincy abzulenken, aber kann dennoch nicht verhindern, dass sich die beiden am Mittwoch immer mal wieder „anstarren“.

Male mir folgenden Teufelskreis aus: Lucky guckt, Quincy interpretiert dies als Starren und starrt seinerseits, was von Lucky dann ebenfalls als Starren wahrgenommen wird. Und schwups folgt aus einem kommunikativen Missverständnis eine von beiden Seiten als Bedrohung wahrgenommene Situation. Meine Putzhilfe ist vor Ort, auch sie sorgt für Normalität, auch wenn der Staubsauger mal vorsichtshalber still bleibt. Ich trenne nicht erneut, weil das ja auch wieder neue – und vielleicht ungünstige – Signale setzt.
Ganz langsam wird alles besser. Ich beobachte die Katzentiere dabei nicht akribisch, sondern versuche vielmehr, die Situation aus den Augenwinkeln wahrzunehmen, um nicht von meiner Seite aus noch mehr Irritation aufkommen zu lassen. Nachmittags gehe ich mal einkaufen, ich weiß ja, dass sie nicht aufeinander losgehen.

Erst am Donnerstag ist alles wieder richtig gut. Spuk vorbei. Lucky ist Lucky, Quincy ist Quincy, und beide kennen sich! Raufen miteinander, busserln miteinander.

Außer Lucky beim Tierfriseur habe ich noch nie eine Katze knurren hören. War also schon deutlich geschockt, dass ausgerechnet mein Baby-Face Quincelmann so reagierte. Aber überraschend war es eigentlich nicht: Lucky ist ein in sich ruhender Kater, Quincy nicht. Kommen „fremde Menschen“ in meine Wohnung, ist Quincy erst einmal weg, Lucky kommt schnell neugierig angeschnuffelt: Hey, da wird die Spülmaschine ausgebaut, interessant!!! Ein Werkzeugkoffer? Muss ich mich gleich mal draufsetzen…

Als ich kürzlich mit Lucky beim Tierfriseur war, hat Quincy auf den feschen Löwen überhaupt nicht negativ reagiert, obwohl dieser auch deutlich anders gerochen haben muss. Wahrscheinlich war nach dem Tierarzt-Besuch das Gesamtpaket aus langsamer Bewegung, Augen und Geruch von Lucky einfach too much. Gut, dass ich selbst weder wie ein aufgescheuchtes Huhn, noch betüddelnd reagiert habe, das hätte die Situation ansonsten sicher noch einmal mehr sonderbar gemacht. Meine hier gut bekannten Appelle: „Lieb sein!“ und „Alles gut!“ haben sich hingegen bewährt, zumindest nicht geschadet.

Hab mal wieder viel über die Wahrnehmung, Kommunikation und Individualität von Katzen im allgemeinen und von meinen Katern im besonderen gelernt. Als Mensch ist es nicht immer leicht, eine andere Art zu „verstehen“, aber es ist eine wunderbare Erfahrung, es zu versuchen.
Sollte es wieder einmal eine Behandlung unter Narkose im „Hause Zwuck“ geben, werde ich durch eine längere Trennung zusehen, dass Quincy nie wieder auf einen noch angeschlagenen Kater trifft.

Beim Einzug von Reddi in einer Woche werde ich besonders den Quincelmann im Auge behalten, auch wenn ich nicht glaube, dass ein kleiner, sich normal bewegender und nicht-Pupillen-erweiterter Rotmann bei Quincy Angst und Unsicherheit aktiviert. Aber wer weiß? Notfalls wird separiert.

Habe auch viel über mich gelernt. Dass mein Purzelchen dermaßen knurren (und auch noch Lucky gegenüber!) kann, hat mich im ersten Anlauf ziemlich mitgenommen. Im zweiten Anlauf konnte ich mir erklären, was warum eigentlich passiert war und entsprechend (einigermaßen) „souverän“ – vor allem zum Wohle der Katzen nicht panisch – darauf reagieren.

Wenn Reddi-Rotmännlein eingezogen ist, gibt es einen neuen Thread…
 
  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #74
Wie immer eine sehr spannende und unterhaltsame Beschreibung. Aber Du hast es gut interpretiert und auch einleuchtend erklärt. Quincy scheint ein wenig sensibel zu sein, der Süße. Vorsichtshalber mal knurren/fauchen, damit der andere weiß, dass ich gefährlich bin, so süß :lol:.
Auf die Vergesellschaftung und den neuen Thread bin ich sehr gespannt.
 
  • Mein dritter Zwuck: Quincy ist da! Beitrag #75
Ingrid, wenn Quincy auch bei Besuch erst mal auf Nummer vorsichtig geht passt es eigentlich, das er auch auf einen narkosierten fremd riechenden Lucky so reagiert, nur wenige Katzen sind stoisch ruhig.
Aber ich denke mal Redford's Einzug wird er gut verstecken, war ja bei Lucky auch keine lange Irritation.

Ich nehme aus dem Grund immer Talie mit wenn eine andere Katze zum Tierarzt muss, sie ist die Einzige, die hier irritiert reagiert und das macht sie eben nicht, wenn sie mitkommt
 
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