Seh ich auch so. Grau zehrt noch sehr von einem guten Ruf, dessen Rechtfertigung eher in der Vergangenheit liegt als in der aktuellen Zusammensetzung des Futters.
Das hat allerdings nix mit dem Reis zu tun, der war da "schon immer" drin (tatsächlich sind die getreidefreien Sorten erst vor etwa zwei Jahren dazugekommen).
Da sich der "Getreide ist böse"-Mythos ja in diesem Forum besonders hartnäckig hält, will ich hier dazu auch was schreiben: "Getreide ist böse" ist eher ein Slogan zur Orientierung für Anfänger, und in der Allgemeinheit schlicht falsch.
"Böse" ist vor allem glutenhaltiges Getreide, also Weizen und (im Katzenfutter meistens) Mais, weil Gluteneiweiß bei Katzen besonders häufig zu Allergien führt.
Und "böse" ist Getreide in größeren Mengen, so etwa mehr als 5-10% eines Futters, weil Katzen nicht mit größeren Mengen an Kohlenhydraten umgehen können.
Also sollte man vor allem auch dann vorsichtig sein bzw. die Dose direkt wieder ins Regal stellen, wenn auf einem Futter bloß "Getreide" draufsteht, und nicht welches und wieviel davon.
In den "Getreide"-Sorten von Grau sind etwa 4% Reis enthalten - der ist jetzt nicht unbedingt nötig, aber schaden tut er auch nix. Kein Gluten, das Reisprotein ist ganz gut verdaulich für Katzen, und der Kohlenhydratgehalt hält sich mit etwa 2-3% in vertretbaren Grenzen (erst recht, wenn man mit pflanzenfreien Sorten abwechselt).
Außer man hat eine Katze, die speziell auf Reis unverträglich reagiert. Aber das kann man ja von jeder anderen Futterzutat auch sagen.