Aggressiver und ängstlicher Kater

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Vhynn

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Hallo liebe Katzenfreunde und -kenner,

ich habe ein Problem mit meinem Kater, 3 Jahre, kastriert, nur in der Wohnung lebend, keine weiteren Katzen im Haus. Doch erstmal zur Vorgeschichte. Ich probiere diese so ausführlich wie möglich zu gestalten in der Hoffnung, dass es etwas zur Problemlösung beitragen kann. Weiter unten steht aber auch eine kurze Problemzusammenfassung:

Mein damaliger Freund und ich haben den Kater im Alter von drei Monaten zu uns geholt. Da ich Studentin bin und dadurch viel von zu Hause aus arbeiten kann, war der Kater nur selten allein. Mein Freund war unterhalb der Woche tagsüber nicht immer zu Hause. Wir haben oft mit ihm gespielt, mein damaliger Freund gern auf heftiger: Er hat immer mit dem Kater gekämpft und sich auch kratzen und beißen lassen, ohne das zu unterbinden. Anfangs, als der Kater noch klein war, habe ich ebenfalls so mit ihm gekämpft, allerdings aber immer einen Handschuh oder dicken Pullover zum Schutz angezogen. Mit zunehmender Größe tat mir das jedoch sehr weh, sodass ich diese Art von Spiel einstellte und auf die alt bewährten Bänder, Spielmäuse, Bälle usw. zurück griff. Der Kater fing jedoch schon früh damit an, "fangen", "verstecken" und "jagen" mit uns zu spielen. Wir jagten ihn gern durch die Wohnung, da er unheimlichen Spaß daran zu finden schien und es ihn auspowerte. Irgendwann fing der Kater dann auch an, uns von hinten in die Wade zu springen oder sich an unseren Arm zu hängen und hineinzubeißen und zu kratzen, wenn wir auf der Couch saßen. Da das sehr schmerzhaft war, wurde dieses Verhalten mit einem lauten "Nein!" bestraft. Gerade, wenn er an den Arm gesprungen war, ermutigte ihn das jedoch, noch weiter zu kämpfen und uns noch aggressiver anzugreifen.
Allgemein sagten wir, wenn der Kater etwas nicht machen sollte, laut "Nein!" und vertrieben ihn von diesem Ort. Diese Aufforderung versteht er auch heute noch und ich wende sie heute auch immer noch an, wenn er etwas tut, was er nicht darf.
Als der Kater ein Jahr alt war, sind wir in eine größere Wohnung umgezogen. Auch dort sprang er uns immer noch in die Waden und an den Arm, wenn er spielen wollte.
Nach der Trennung von meinem damaligen Freund zog ich mit dem Kater in eine kleinere Wohnung. Nachdem er auch dort nicht aufhörte, mir bisweilen in die Waden zu springen oder sich an meinem Arm festzukrallen und -beißen, fing ich mit Klickertraining an. Der Kater war anfangs sehr interessiert daran (vor allem an den Leckerlies, die es als Belohnung gab :p), verlor jedoch nach wenigen Minuten das Interesse, sodass ich die "Trainingseinheiten" auf 2-3x täglich ca. 5-15 Minuten verteilte. Seine Aggressivität wurde dadurch jedoch kaum gemindert. Ich testete auch Bachblüten, die er sehr gern nahm (er gab von sich aus Pfötchen, damit ich ihm die Tropfen drauftun konnte zum Ablecken), aber auch das wirkte kaum.
Hinzufügen muss ich auch noch, dass der Kater bei neuen Menschen schon immer stets sehr ängstlich reagierte und sich bei Besuch die ersten Stunden oder die gesamte Zeit irgendwo versteckte. Nur mir und meinem damaligen Freund schenkte er sein ganzes Vertrauen, was jedoch etwas getrübt war durch die regelmäßig auftretenden Angriffe.
Als mein neuer Freund das erste Mal meine Wohnung betrat, reagiert mein Kater wieder sehr ängstlich, duckte sich ab, fauchte meinen Freund an und versteckte sich. Nach wenigen Minuten ließ er sich aber mithilfe von Leckerlies aus seinem Versteck locken und mein Freund durfte ihn sogar kurz streicheln. Darüber war ich sehr glücklich, und auch die weiteren Treffen zwischen meinem Tigerchen und meinem Freund waren stets positiv. Er konnte den Kater sogar problemlos hochheben und streicheln, was sonst niemand außer mir durfte. Aufgrund universitärer Verpflichtungen musste ich dann jedoch für ein dreiviertel Jahr weg, sodass ich meinen Kater übergangsweise bei meinen Eltern unterbrachte - beide kannte der Kater bereits. Zuerst hegte er große Aggressionen gegenüber meiner Mutter. Sie konnte früh kaum das Schlafzimmer verlassen, ohne fauchend und knurrend von meinem Kater begleitet zu werden. Oft wurde sie auch von ihm angegriffen und ins Bein gebissen - auch, wenn ich mich mit in der Wohnung aufhielt. Sobald mich zu dieser Situation gesellte, beruhigte sich mein Kater jedoch und freute sich, mich zu sehen.
Nachdem ich dann jedoch für längere Zeit nicht bei meinen Eltern war, verbesserte sich das Verhältnis zwischen dem Kater und meiner Mutter, sodass meine Mutter ihn sogar hochnehmen durfte und er von sich aus Streicheleinheiten von ihr einforderte. Meinen Vater betrachtete der Kater schon immer mit einer gewissen Distanz. Solange mein Vater Leckerlies bereit hielt, war alles in Ordnung. Sobald die Leckerlies jedoch leer waren, kam es nicht selten vor, dass der Kater meinem Vater eins tatzte und dann weglief. Allgemein geschah es recht häufig, dass der Kater meinem Vater im Vorbeilaufen einen Tatzenhieb gab - vor allem, wenn mein Vater beispielsweise wollte, dass der Kater vom Balkon in die Wohnung kommt.
Anzumerken ist auch noch, dass sich der Kater gegenüber meiner Oma - nachdem sie schon öfter in der Wohnung war - extrem aggressiv verhielt, sie anfauchte und knurrte, angriff und sogar sehr böse verletzte, obwohl sie in der Vergangenheit auch oft Futter bereit stellte und mit ihm spielte. Meine Oma traute sich sodann nicht mehr allein in die Wohnung, da ihr sofort der Kater auflauerte und über sie herfiel.
Aktuell ist die Lage so, dass ich den Kater nun wieder zu mir und meinem neuen Freund genommen habe. Derzeit wohnen wir drei in der Wohnung meines Freundes. Anfangs lief alles gut zwischen den beiden, er konnte den Kater streicheln und sie sind sehr harmonisch miteinander umgegangen. Nach einigen Tagen des Zusammenlebens, als mein Freund den Kater hochnehmen wollte, biss er ihn jedoch heftig in die Hand. Mein Freund schrie daraufhin "Au", setzte den Kater auf den Boden und sich selbst auf den Stuhl. Der Kater ging dann noch zu ihm und wollte ihm in den Arm beißen, kam jedoch nicht ran. Seitdem sind beide sehr misstrauisch gegenüber dem jeweils anderen: Mein Freund hat Angst, wieder gebissen zu werden und der Kater zwackt meinen Freund bei der kleinsten Streichel-Bemühung in die Hand oder verhält sich ängstlich gegenüber meinem Freund (rennt weg, versteckt sich und erschreckt sich schnell, wenn mein Freund eine etwas schneller Bewegung macht). Dazu muss ich auch noch sagen, dass mein Freund und ich uns die "Bestrafungen" teilen, d.h., wenn der Kater zum Beispiel am Schrank kratzt, dann sagt derjenige "Nein!" zum ihm, der gerade in der Nähe ist.
Ich probiere, wenn der Kater z.B. am Schrank kratzt oder es scheint, als wolle er mehr Aufmerksamkeit, oft mit ihm zu spielen (dann aber so, dass ich nicht mit ihm spiele, wenn er am Schrank kratzt (nicht, dass er denkt, dass am Schrank kratzen = spielen bedeutet ;)) , sondern dass ich mich erst mit ihm beschäftige, wenn er sich nach dem "Nein!" irgendwo hingesetzt hat, wo er keinen Unsinn treibt). Jedoch ist hier das Problem, dass der Kater nach zwei Minuten nur noch gelangweilt daneben liegt und mir zuschaut, wie ich mich mit dem Band, dem Ball oder dem Laserpointer abracker. Wenn ich mich dann wieder auf die Couch setze, bzw. von ihm abwende, fängt er wieder an irgendwo zu kratzen oder etwas zu tun, durch das er Aufmerksamkeit bekommt. Mein Freund spielt aufgrund der Kratzattacken nur noch relativ selten mit ihm, probiert jedoch seit Neuestem wieder, sein Vertrauen durch Leckerlies und gutem Zureden zu gewinnen. Solange mein Freund Leckerlies in der Hand hat, ist das Berühren des Katers - ähnlich wie bei meinem Vater - für ihn auch kein Problem. Aber sobald diese leer sind, wird mein Freund getatzt oder gehauen - wenn der Kater nicht vorher wegrennt und Abstand vom Freund nimmt.
Bei mir ist er zum Großteil jedoch das liebste Kätzchen der Welt. Er lässt sich streicheln, durchkuscheln und bürsten. Wenn ich mit ihm rede, hört er aufmerksam zu, folgt mir sogar, wenn ich ihn auffordere, mitzukommen. In die Wade gesprungen ist er mir lange nicht mehr, aber hin und wieder, wenn ich ihn streichle, probiert er mich ebenfalls zu kratzen oder zu beißen. Dann nehme ich meine Hand sofort weg und sage "Nein!", danach ignoriere ich ihn. Früher kam es vor, dass er mich dann angegriffen und sich in meinem Arm verbissen hat, aber das hat er in letzter Zeit unterlassen.

Wir sind leider wirklich etwas am Verzweifeln. Ich bin am Ende meines Katzenlateins und weiß nicht mehr, wie ich damit umgehen soll: Mein Freund kann den Kater nicht richtig anfassen, der Kater scheint zuweilen in seiner Stimmung von hier ("schmusig") auf jetzt ("aggressiv") zu wechseln ohne jeglichen Grund. Wir spielen mit ihm, aber nach wenigen Minuten ist er desinteressiert und liegt nur rum. Wenn man dann anderen Aktivitäten nachgeht, beginnt er zu randalieren und die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Ich habe überlegt, wieder mit dem Klickertraining zu beginnen, dann allerdings ein Training zu Dritt - mit dem Kater, meinem Freund und mir.

Meine Frage nun an euch: Habt ihr eine Idee, wo das Problem zwischen dem Kater, meinem Freund und mir liegt? Wie kann ich das Verhältnis zwischen uns Dreien verbessern und die Aggressionen/Angst von meinem Kater bekämpfen? Mir ist keine Mühe zu Schade und ich würde mich sehr über gute Tipps, Tricks und auch über Hinweise zum Umgang mit dem Verhalten des Katers freuen.

Entschuldigt bitte auch den langen Text, ich hoffe, dass er wenigstens etwas helfen konnte, die Situation nachzuvollziehen. :oops:

Ich freue mich auf Antworten!

Liebe Grüße
Vhynn und ihre zwei Männer :)

/edit: Mir ist noch eingefallen, dass der Kater, wenn man ihm etwas verbietet oder "Nein!" sagt, oft anfängt zu "diskutieren". Er miaut und schnattert dann und wenn man nicht hartnäckig ist und weiter "Nein!" sagt, bis er aufgehört hat zu schnattern und weggeht, dann würde er weiterhin z.B. am Schrank kratzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #2
Hallo Vhynn,

ich formuliere es mal so neutral wie möglich: all eure "Probleme" sind hausgemacht!

Katzen sind keine Einzelgänger, höchstens Einzeljäger. Kitten sollten niemals allein aufwachsen und schon gar nicht in der Wohnung. Kitten brauchen zwingend den gleichaltrigen Artgenossen, um zu raufen, toben, spielen, kuscheln. Dann erledigen die nämlich untereinander, wofür ihr nun die Jahre herhalten mußtet.

Das angreifen, beißen, Krallen einsetzen sind alles Verhaltensweisen, die Kitten untereinander spielerisch ausprobieren und dann vom anderen Grenzen gesetzt bekommen. Das ist bei eurem Kater unterblieben. Ganz im Gegenteil: dein damaliger Freund hat dieses Verhalten noch angeheizt und den Kleinen aufgestachelt :???:! Das war im höchsten Maße kontraproduktiv. Und nun müßt ihr mit den Folgen leben, so nach dem Motto: die Geister, die ich rief...

Der Kater hat in den Jahren einiges mitgemacht: wechselndes Revier, wechselnde Bezugspersonen, kaum Kontinuität. Der weiß gar nicht mehr, wohin mit sich!

Ich hätte nur 2 Lösungsansätze:
1. dem Kater Freigang anbieten

2. dem Kater einen Artgenossen geben, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob in eurem Fall eine Vergesellschaftung noch klappen könnte. Der Kater scheint derart asozial, da müßte die Partnerkatze sehr, sehr sorgfältig ausgewählt und die Zusammenführung penibelst durchgeführt werden.

Klickern, als Erste-Hilfe-Maßnahme, wäre schon mal gut!

Gruß
Jubo
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #3
Hallo Jubo,

vielen Dank für deine rasche Antwort. Genau das habe ich auch schon vermutet! :-( Die zwei Ideen mit Freigang und Artgenossen hatte ich auch schon. Freigang ist derzeit allerdings kaum einzurichten, da wir noch in einer großen Stadt wohnen und ich Angst hätte, dass er überfahren wird (zumal er dann auch nur zwischen Asphalt und Autos rumlaufen müsste). Und bei einer Zweitkatze habe ich auch so meine Bedenken, eben aus den Gründen, die du bereits genannt hast.

Wir werden es mal mit dem gemeinsamen Klickertraining probieren.

Hättest du/hättet ihr ansonsten noch Ideen, wie ich das Verhältnis zwischen meinem Freund und dem Dicken verbessern könnte?
Wie sollte mein Freund am besten mit ihm umgehen, wenn er ihn wieder angreift? Weiterhin "Nein!" sagen und ihn dann ignorieren?
Wer sollte die "Bestrafungen" durchführen, wenn Katerchen ungewollt am Schrank kratzt um Aufmerksamkeit zu bekommen? Wir beide oder besser ich, damit mein Freund nicht einen noch "schlechteren Status" erhält?

Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, ich würde vieles anders machen... :-(
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #4
Hallo,

definiere bitte mal "Bestrafung". Darunter kann mich mir gerade nichts vorstellen.

Ansonsten würde ich evtl. mal auf professionelle Hilfe zurückgreifen und einen Verhaltenstherapeuten einschalten. Besprich' das auch mal mit eurem Tierarzt, evtl. kennt der sich mit Bachblüten aus oder kann euch einen THP empfehlen.

Btw: ist der Kater überhaupt mal gründlich tä gecheckt worden? Nicht, daß seine Aggressivität auch organische Ursachen hat?

Gruß
Jubo
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #5
Die Bestrafung beschränkt sich ausschließlich auf das laute "Nein!" sagen, wenn er etwas nicht darf. Wenn er kratzt oder beißt, wird er danach zusätzlich erstmal noch ignoriert, bis er von allein wiederkommt, bzw. sich beruhigt hat. Natürlich meine ich mit "Bestrafung" nicht hauen oder schlagen oder dergleichen. :shock:

Beim Tierarzt haben wir ihn schon durchchecken lassen, da war alles i.O. Das ist allerdings auch schon wieder ein Jahr her.
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #6
Natürlich meine ich mit "Bestrafung" nicht hauen oder schlagen oder dergleichen. :shock:

Da bin ich beruhigt. Das habe ich nämlich auch schon an anderer Stelle erlebt. War nicht böse gemeint!

Es sollte immer derjenige laut und deutlich "Nein" sagen, der die Situation auflöst bzw. die Handlung unterbindet. Es muß eine direkte Verknüpfung für den Kater erkennbar sein. Apropos: hat der eigentlich auch einen Namen :-D?

Beim Tierarzt haben wir ihn schon durchchecken lassen, da war alles i.O. Das ist allerdings auch schon wieder ein Jahr her.

Wurde mal ein großes BB gemacht?

Gruß
Jubo
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #7
Leider kann ich Jubo nur in allen Punkten zustimmen. An der absoluten Fehlprägung und den daraus resultierenden Problemen seid ihr schuld nicht euer Kater.....
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #8
Hallo!
Das wichtigste hat Jubo ja schon gesagt. Ich würde mich mal umhören ob es bei euch in der nähe pflegestellen gibt, in denen ihr euch vielleicht nach einem gut sozialisierten, geduldigen, aber auch durchsetzungsfähigen etwa gleich alten Kater umsehen könntet.
Die Bestrafung sollten weiterhin beide übernehmen, erstens verschlechtert das den Zustand idr nicht, und zweitens klingt das für mich gar nicht als ob dein freund bei deinem Kater schlecht dasteht. Im Gegenteil, er hält ihn für seinen spielkumpan und will mit ihm raufen, nur kennt er dank deines exfreundes die Grenzen nicht, die er einhalten muss, um Menschen nicht wehzutun.
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #9
Da bin ich beruhigt. Das habe ich nämlich auch schon an anderer Stelle erlebt. War nicht böse gemeint!
Kein Problem. Sowas muss man ja abklären! :)

Es sollte immer derjenige laut und deutlich "Nein" sagen, der die Situation auflöst bzw. die Handlung unterbindet. Es muß eine direkte Verknüpfung für den Kater erkennbar sein.
Da hegte mein Freund die Vermutung, dass er dann immer als "neuer Böser" dasteht, der nicht nur mich "beschlagnahmt", sondern dem Dicken auch noch ein Teil seiner Freiheit nimmt. Ich weiß nicht, inwiefern Katzen diese Verbindung herstellen können? ^^

Apropos: hat der eigentlich auch einen Namen :-D?
Natürlich! :) Toshi - oder, wie mein Freund zu sagen pflegt: "King Potato" oder "King Pork Sausage" *räusper :lol:* - heißt er!

Wurde mal ein großes BB gemacht?
Bisher nicht, nein.

Grüße

Hallo Paule, halle Labiae,

danke für eure Antworten.

und zweitens klingt das für mich gar nicht als ob dein freund bei deinem Kater schlecht dasteht. Im Gegenteil, er hält ihn für seinen spielkumpan und will mit ihm raufen, nur kennt er dank deines exfreundes die Grenzen nicht, die er einhalten muss, um Menschen nicht wehzutun.

Dazu muss ich aber auch nochmal sagen, dass Toshi mitunter wirklich ängstlich gegenüber meinem Freund ist und ihn teilweise anfaucht, wenn mein Freund ihm etwas verbietet (am Schrank kratzen bspw.). Und das ist erst so ausgeprägt, seitdem sich auch mein Freund mit an der "Erziehung" beteiligt.
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #10
Ich glaube, die Zauberworte lauten hier: liebevolle Konsequenz! Toshi (hübscher Name!) muß nun lernen, daß neue Zeiten anbrechen. Das wird nicht immer einfach und angenehm. Aber am Ende hilft es euch und ihm, Struktur reinzubringen und Streß abzubauen. Wenn Toshi die Regeln kennt, wird der Alltag leichter.

Vermenschlicht ihn aber nicht. Er hat in meinen Augen keine Angst vor deinem Freund. Er demonstriert mit seinem Verhalten Unsicherheit und seinen Widerwillen. Wenn ihr konsequent am Ball bleibt und natürlich zwischendurch "schöne Phasen" einbaut, schaltet er schneller um, als ihr vermutet. Katzen sind da recht belastbar.

Die Idee von Labiae bezüglich Katerkumpel von einer Pflegestelle finde ich sehr gut. Pflegestellen können ihre Katzen in der Regel sehr gut einschätzen (leider oft besser als im Tierheim). So gäbe es evtl. doch eine Chance, dem Toshi noch einen geeigneten Partner zu geben.

Ich würde für alle Fälle mal ein großes BB machen lassen, inkl. T4-Wert. Auch wenn Toshi erst 3 Jahre alt ist, könnte eine Überprüfung der Schilddrüse nicht schaden.

Gruß
Jubo
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #11
Dazu muss ich aber auch nochmal sagen, dass Toshi mitunter wirklich ängstlich gegenüber meinem Freund ist und ihn teilweise anfaucht, wenn mein Freund ihm etwas verbietet (am Schrank kratzen bspw.). Und das ist erst so ausgeprägt, seitdem sich auch mein Freund mit an der "Erziehung" beteiligt.

Eine kleine Geschichte: Meine Katze kam am Anfang immer auf meinen Schoß und ließ sich streicheln, auch von meinem Freund. Nachdem der mal einen von mir auf den Deckel bekommen hat, weil er den Kater angeschrien hat und das nicht meinen Erziehungsvorstellungen entsprach, hat er sich aus der Erziehung erstmal ziemlich rausgehalten. Nach einer Zeit fing er dann an sich so einzubringen, wie auch ich es für richtig hielt. Das fang meine Katze dann so komisch, dass sie immer wenn er sie streichelte nach ihm kratzte und ihn anfauchte, er hatte richtige Kratzer auf der Hand. Naja, wir haben daran trotzdem nichts geändert und die Katze hat sich dran gewöhnt, mittlerweile schläft sie an ihn gekuschelt im Bett ;-)
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #12
Es wurde ja schon alles gesagt. Ich will daher nur fragen, ob er einen Kratzbaum und weitere Kratzmoeglichkeiten hat? Spielt intensiv am Kratzbaum mit ihm, z.B. mit einer Spieleangel oder Cat Dancer, dass er dort hochspringt und "jagt". Dann duerfte ihm der Schrank eventuell bald fade erscheinen. Den Schrank koenntet ihr uebetgangsweise auch mit doppelseitigem Klebeband oder Alufolie (hier bitte Vorsicht, ob er es einfach zerfetzt und evtl. Frisst) abkleben. das ist sehr unangenehm zum Kratzen. Wichtig auf jeden Fall, dass er viel an seinem Kratzbaum spielt und ausdepowert wird. Kratzen soll ein schoenes Erlebnis sein, und nicht staendig unterbunden werden muessen.
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #13
Ich stimme Shaheena zu.
Es muß eine andere Art des Spielens erfunden und ausgiebig
trainiert werden. Das braucht natürlich seine Zeit.
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #14
Ich zitiere mal einen Beitrag aus einem anderen Thread, weil ich es sehr gut formuliert finde:

Diese Investition würde ich mir sparen.

Ich weiß nicht warum, aber merkwürdigerweise geistert dieser "Ratschlag" seit Jahren durch sämtliche Katzenforen und wird anscheinend immer wieder ohne zu hinterfragen weitergegeben:???:

Wozu soll so ein Klebeband nützlich sein? Damit die kleinen mit den Ballen dort hängenbleiben oder sich vielleicht sogar eine Kralle ausreißen? Um dann in Panik zu verfallen, anfangen zu zappeln und womöglich abstürzen? Oder daran schnuppern und die Barthaare bleiben dort hängen?

Usw...usw...

Ich würde das Klebeband unbedingt weglassen.

Gruß
Jubo
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #15
Wie in dem zitierten Beitrag ja schon steht "Ich weiss nicht warum...". Ich kann Dir sagen, warum.

Weil es (insbesondere bei scheuen Katzen) sehr gute Dienste leistet. Keine Sorge, Barthaare oder Ballen bleiben nicht kleben. Es fasst sich einfach nur nicht angenehm an, so, als würdest Du über getrocknete Limonade laufen. Es handelt sich nicht um stark klebendes Teppichklebeband, sondern ein leicht klebriges, was weder der Katze Schaden zufügt, noch den Möbeln.

Bei meiner scheuen (wilden) Pflegekatze hat es beste Dienste geleistet, sie von den Stühlen als Kratzmöglichkeit fernzuhalten, und sie im Gegenzug für den Kratzbaum zu begeistern.

Sie heben ein- oder zweimal die Pfote an das Band, dann suchen sie sich was besseres. Ohne Geklatsche, Wasserpistole oder was sonst hier manchmal an Ratschlägen gegeben wird. Effektiv und stressfrei.

Deshalb bringe ich es hier als Möglichkeit an.
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #16
Danke nochmals für die vielen Antworten. Nachdem sich mein Freund nun seit gestern wieder viel mehr mit Toshi beschäftigt und ihm nicht mehr so arg aus dem Weg geht, kam es - bis jetzt zumindest - zu keinen Kratz- oder Beißvorfällen mehr. :)
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #17
Das klingt doch toll. Toshi meint es ja nicht böse. Er weiss nur nicht so recht wohin mit seiner Energie. Leitet seine Energie um, auf Sachen, die er beissen und kratzen darf, und es wird sicherlich alles harmonischer.
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #18
Hallo ihr Lieben, ich bin es noch einmal mit einer weiteren Frage: Mein Freund war heute das erste Mal wieder arbeiten, sodass Toshi und ich zu zweit zu Hause waren. Toshi war den ganzen Tag ruhig, hat neben mir geschlafen, war sehr verschmust und anhänglich. Seit mein Freund zu Hause ist, ist er allerdings aufgekratzt, miaut, scharrt am Schrank und am Spiegel und diskutiert, wenn man ihn ermahnt, das nicht zu tun und kommt nicht mehr zum ausgiebigen Schmusen (er holt sich nur noch hier und da einen kleinen Streichler von mir ab (vom Freund nicht, der wird nur komisch beäugt und würde wahrscheinlich eine gelangt bekommen)). Mein Freund hat schon mit der Schnur mit ihm gespielt, ich habe mit ihm geclickert. Danach ist Toshi etwas ruhiger geworden und legte sich ein paar Minuten hin, aber dann ging das Gemaunze und das scheinbare nach Aufmerksamkeit-Geringe wieder von vorn los. Warum macht er das nur, wenn wir beide da sind? Eifersucht?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #19
Meine schlafen auch vorwiegend am Tag und werden am Abend aufgekratzter. Bist Du sicher, dass es mit dem Auftauchen Deines Freundes zusammenhängt?
Toshi war den ganzen Tag ruhig, hat sich ausgeschlafen, und sein Aktivitätslevel ist abends eben wieder hoch gegangen.

Wie ist es denn, wenn Du tagsüber fort bist, und Dein Freund zu Hause bleibt? Ruht sich Toshi dann nicht aus? Und wenn Du abends zurück kämst, ihr beide wieder da seid und mehr los ist in der Wohnung, würde er dann nicht ebenso aktiver werden, spielen wollen usw. ?
 
  • Aggressiver und ängstlicher Kater Beitrag #20
Bist Du sicher, dass es mit dem Auftauchen Deines Freundes zusammenhängt?
Ziemlich, ja. An den restlichen Tagen davor waren wir beide da und da war er den ganzen Tag über so aufgekratzt, wie er gestern Abend war, als mein Freund wieder nach Hause kam. Vor allem das rumlaufen und miauen ist sehr ausgeprägt, wenn mein Freund da ist.

Wie ist es denn, wenn Du tagsüber fort bist, und Dein Freund zu Hause bleibt? Ruht sich Toshi dann nicht aus? Und wenn Du abends zurück kämst, ihr beide wieder da seid und mehr los ist in der Wohnung, würde er dann nicht ebenso aktiver werden, spielen wollen usw. ?
Dazu kann ich leider nichts sagen, da ich Studentin und derzeit nicht mehr als zwei Stunden pro Tag am Stück weg bin, bzw. den Großteil meiner Arbeiten zu Hause verrichte. :-D

Gestern gab es dann auch noch einen kleinen "Zwischenfall": Ich habe meinen Freund ausgekitzelt und er hat aus Spaß gerufen "Ahh Toshi, hilf mir, hilf mir! Toshi!!". Toshi kam dann angelaufen, hat die Situation kurz beäugt und ihm dann zwei Mal ordentlich eins mit der Tatze und ausgefahrenen Krallen gegeben. Wir waren beide so buff, dass war gar nichts sagen konnten. Danach hat Toshi sich dann wie ein Wachhund ein paar Meter von uns weg gelegt und uns nicht mehr aus den Augen gelassen.
 
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