Hallo liebe Community,
ich wende mich heute an euch, weil ich dringend Rat und Hilfe brauche, was ich tun soll... wenn es kommt, dann kommt es heftig und ich glaube fast, meine Lilly ist traumatisiert nach all den Vorkommnissen..
Ich versuche mich kurz zu halten:
Meine Lilly ist fast 13 Jahre alt, scheu, ängstlich, unsicher, sensibel - schon immer gewesen, seit ich sie mit sechs Monaten aus dem Tierheim geholt habe. Sie war anfangs auch stubenunrein, lässt sich nie auf den Arm nehmen und kommt nur, wenn ich sitze oder liege, ist dann aber liebebedürftig...so viel vorab zu ihrem Wesen.
Seit zwei Wochen nun hat sie nicht mehr gut gefressen, dann die letzten Tage fast gar nichts mehr, war lethargisch, lag nur noch unter dem Bett und kam selten vor. Ich also am Donnerstag in die Tierklinik und wie die Tierärztin dann feststellte: sie hat viel Zahnstein und eine Zahnfleischentzündung, dazu muss sie unter Narkose natürlich. Allerdings hatte sie auch Fieber und wie der Bluttest ergab, auch eine starke Entzündung. Daher musste die Zahnsteinentfernung warten, denn die Narkose hätte sie nicht überlebt. Ich musste meine arme Maus dort lassen, weil sie an den Tropf gelegt wurde und nach Röntgen und Ultraschall hat sich gezeigt, dass sie einen Tumor (Lymphom) am Darm hat und ihre eine Niere wohl sehr schlecht aussieht.. :-( Also bekam sie intravenös Antibiotika und Cortison (dies gestern bei Abholung auch nochmals als Depotspritze). Sie hat die ganze Prozedur bestimmt übel mitgenommen, über 24 Stunden in der Tierklinik, Medikamente und der ganze Stress...
Gestern habe ich sie dann wieder abgeholt, sie war aufgedreht und wach, nervös, roch auch stark nach Urin und sah sehr zottelig aus. Mir hat es im Herzen weh getan, dass sie das durchmachen musste..
Ich fuhr dann vorsichtig mit ihr nach Hause, redete leise auf sie ein: gleich sind wir zuhause, alles gut... und dann ist es passiert: auf einmal sah ich vor mir plötzlich nur ein stehendes Auto auf der Bundesstrasse und ich bin trotz Vollbremsung mit voller Wucht in den reingefahren.. ich war mit den Nerven unten, hab nur geheult und gezittert.. Feuerwehr, Polizei, Abschlepper, Stau, Menschen, qualmendes Auto, das volle Programm und meine arme Lilly auf dem Beifahrersitz hat gezittert und wußte gar nicht, was hier gerade geschieht. Es dauerte über eine Stunde, bis alles vorbei war - ich hatte ihr nach dem Unfall meine Jacke auf den Tragekorb gelegt, dass sie nicht alles sieht - dann musste ich nach den Formalitäten meine Sachen aus dem Auto holen und hab am Strassenrand mit meiner zitternden Katze auf meine Mutter gewartet, die auch gleich kam.
Es war schrecklich, was musste das arme Wesen da in den letzten Tagen durch machen? Und dann auch noch dieser Knall...
Meine Fragen an euch: Kann es auch bei Katzen ein Schleudertrauma geben? Sie war ja nicht angeschnallt und ist bestimmt gegen die Tür geknallt bei dem Aufprall.
Und zweitens, die Zahnsteinentfernung steht ja noch an, kann ich ihr das überhaupt noch zumuten? Was hat höhere Prio, die Zähne unter Narkose wieder in Ordnung zu bringen oder dass sie wieder zur Ruhe findet und die Medikation wirken kann?
Nächsten Donnerstag hätte ich Termin bei meiner Tierärztin wg.der Zähne.. was soll ich nur tun? Noch abwarten oder gehen, dann kann sie wieder gut fressen?
Sie liegt natürlich seit gestern nur unter dem Bett, außer Malz- und Vitaminpaste und einer Leckerlistange hat sie nichts gefressen, sie sieht nicht gut aus und ist schrecklich gealtert...:-( Möchte sie nicht noch mehr stressen, lasse sie in Ruhe und sitze immer wieder für ein paar Minuten neben dem Bett und kraule sie eine Weile, was sie auch genießt..
Es ist alles so furchtbar...
Vielen Dank für eure Ratschläge vorab!