Was für Richtwerte schweben dir da vor?
Die Nährstoffgehalte, die in der Datenbank hinterlegt sind? Naja, die für die künstlichen Supplemente stimmen garantiert - in 40%igem Calciumcarbonat wird nie was anderes als 40%iges Calciumcarbonat enthalten sein. (Bei Taurin muss man schon wieder auf die Konzentration achten, bzw. auf etwaige Zusatzstoffe.)
Die Nährwerte der verschiedenen Fleischsorten können dagegen nie mehr als grobe Durchschnittswerte sein, denn Fleisch ist ein Naturprodukt und seine Zusammensetzung hängt stark von dem Leben ab, das das Tier mal geführt hat, von dem es stammt. Da können sich Informationen aus verschiedenen Datenbanken zu verschiedenen Zeiten heftig widersprechen.
Zum Beispiel weist der neue Bundeslebensmittelschlüssel nur noch 1/5 des bisherigen Vitamin-D-Gehaltes für Lachs aus. Mit dem neuen Gehalt kann man Lachs als Vitamin-D-Supplement im Prinzip vergessen. Ob du dem glaubst oder den älteren Datenbanken, ob du z.B. denkst, es könnte nen Unterschied zwischen Wild- und Zuchtlachs geben, oder ob du sicherheitshalber überhaupt keinen Lachs mehr zur Vitamin-D-Supplementierung verwendest - das ist dann schon wieder ne Aufgabe zum Selberdenken. Diese Information gibt dir der Kalki nicht.
Er kann die widersprechenden Werte auch gar nicht alle integrieren, schon allein weil die Daten zum Teil kostenpflichtig sind.
Und was die Bedarfswerte angeht, also die Angabe, wieviel mg vom Nährstoff x eine y kg schwere Katze pro Tag braucht - auch da gibt es verschiedene Quellen, die sich teils wüst widersprechen. Außerdem gibt es noch nicht mal für den Menschen einheitliche Bedarfswerte, über die sich alle einig sind, wahrscheinlich ist das Konzept des einheitlichen Bedarfswertes überhaupt schon falsch - also warum sollte das dann für Katzen funktionieren?