[...] Wohnungshaltung ist nun mal nicht artgerecht!!!!
Nun, ich denke, darüber kann man trefflich streiten. Katzen haben sich seit ihrer Domestizierung immer mehr dem Menschen angepasst und viele Katzen kennen ein Draußenleben gar nicht mehr. Hinzu kommt, dass es sicher ein großer Unterschied ist, ob eine Katze vor 50 Jahren in einem Dorf/in einer Kleinstadt auf die Straße gelassen wurde oder heute. Denn selbst in der heutigen Zeit sind ländliche Regionen stark verkehrsangebunden. Weiterhin muss man sich mal die Anzahl der Fahrzeuge anschauen: 1960 gab es ca. 9,4 Millionen Kraftfahrzeuge, Mitte 2000 bereits 51,4 Millionen!
Dass es da für viele Katzen, selbst wenn sie Autos/LKWs/Busse/Traktoren/Mähmaschinen etc. "kennen" und fürchten, mitunter kaum noch möglich ist, diesen aus dem Weg zu gehen, sollte klar sein.
Und leider ist es nun mal auch so, dass Menschen nicht zunehmend freundlich mit ihren Mitgeschöpfen umgehen. Von Misshandlungen über Vernachlässigungen bis hin zu der Tatsache, das Katzen gewaltsam vertrieben (mitunter mit Gift oder indem auf sie geschossen wird) werden, wenn sie "ihr Geschäft" in Nachbars Garten hinterlassen oder die Nester plündern, ist ja nun alles dabei.
Wer da sein Kitten noch an den Freigang gewöhnt, sofern es nicht draußen geboren wurde und in einer Wohnung wirklich gar nicht zurecht käme, muss schon gute Nerven haben und leider auch sehr leidensfähig sein.
Jeder sollte das für sich entscheiden, denn nur er kann die Umgebung wirklich grob einschätzen, aber der Spruch: "Lieber ein kurzes Leben und dafür draußen.", den man sehr oft hört, den kann ich persönlich gar nicht nachvollziehen. Mag aber auch daran liegen, dass meine Katzen aus einer Zucht stammen und ich an einer Bundesstraße wohne...