Draußen vor der Tür

Diskutiere Draußen vor der Tür im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Es ist so schön zu lesen, wie euch Sirius in seinen Pfoten hat! :mrgreen: Und dass er nicht in die Freiheit strebt spricht nur für euch und eure...
  • Draußen vor der Tür Beitrag #61
Es ist so schön zu lesen, wie euch Sirius in seinen Pfoten hat! :mrgreen:

Und dass er nicht in die Freiheit strebt spricht nur für euch und eure Bemühungen! Ist wirklich toll das mitzuverfolgen :-D
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #62
Lol,

ich muss immer schmunzeln wenn ich mir Deine Berichte über Sirius durchlese.;-)

Er könnte glatt ein näherer Verwandter unserer "Wundertüte" Rocky sein.

Rocky wurde uns als "Freigang-Kater" vermittelt. "Den werden sie drinnen nicht halten können, der will raus". Also brav 6 Wochen gewartet, Kater inzwischen ans Katzengeschirr gewöhnt und Rocky dann raus gelassen. Ergebnis: Rocky will raus, aber nur mit Bodyguards. Sobald er einen Moment alleine draußen ist rennt er panisch rein. Wir vermuten er ist ausgesetzt worden. Wir gehen täglich mit ihm ein Ründchen in den Garten, dort ist auch eine große Wiese.
Gras fressen? Pfui, bäh, da klau ich mir doch lieber Heu bei meinem Meerschweinchenkumpel Max. Schmeckt viel besser (Wir haben vorsichtshalber den Tierarzt gefragt, alles unbedenklich, Tierarzt: Heu ist doch auch Gras und hat die gleiche Wirkung). Leider ist Max vor einer Woche verstorben (Er war schon seeeehr alt). Was macht man da,? man kauft eine Miniheuraufe und bewahrt Heu auf, damit der Kater weiter Heu fressen kann.

Von Fehlkäufen für die Katze, die anschließend oft bei E-Bay landen kann wohl jeder Katzenhalter ein Lied singen. Spielzeug, Kratzmatten, Trinkbrunnen und Kuschelhöhlen werden oft mit dem Hintern nicht angeschaut. Da wir bereits den vierten Kater haben, hat sich da so einiges angesammelt (Wir haben einen großen Keller) und siehe da, Rocky hat ein Körbchen akzeptiert, dass eigentlich für seinen Vorgänger (Shanks Du fehlst uns immer noch) angeschafft wurde. Dieser hatte das gute Stück völlig ignoriert.

Uff, jetzt ist es total lang geworden, ist doch Dein Thread.:oops:

Ich freue mich schon auf weitere Sirius-Berichte.

LG
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Draußen vor der Tür Beitrag #63
Ich finde deine Berichte auch immer sehr lustig.

Schön das ihr einen Kratzbaum gefunden habt. Diese günstigen Kratzbäume sind meistens nicht besonders stabil. Ich habe auch so ein günstiges Teil. Ich musste ihn an der Heizung festbinden damit er nicht umkippt wenn die Katze ihn benutzt.

Das er nicht so viel raus will ist doch völlig ok. Er weiss schon wo er es gut hat. Er musste so viele Jahre immer draussen sein, nun fühlt er sich drinnen eben wohl. Wenn ihr im Sommer auf der Terrasse sitzt kommt er bestimmt auch mit raus.

Ich wünsche euch viel Glück bei der Aktion mit der Transportbox. Das wird bestimmt nicht einfach!
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #64
Tja wie soll ich sagen.... der hat euch bald voll im Griff!:mrgreen:
Deine Berichte sind so lustig und süß, ihr liebt ihn, er wird euch bald beherrschen!:lol:
*aus Erfahrung spricht*
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #66
Was für eine tolle Geschichte. *Abo*

Ich bin schon ganz gespannt auf eine Fortsetzung.
Er ist wirklich ein hübscher Kater. Kaum zu glauben, was manchmal aus so Streunerchen wird.
Mein erster Kater, der ursprünglich auch von draußen war, wollte später nie mehr raus.
Ihm hat es genügt ab und zu am Balkongeländer zu sitzen und in die Gegend zu schauen.

MfG von Denise
mit Jack und Carmen ;-)
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #67
Ich lese auch immer mit Begeisterung -;)

Weißt Du was, schenk eurem Feinen mal eine Baldrian Maus, mal sehen ob er darauf anspringt :mrgreen: unsere gehen ab wie Luzie!

Glg
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #68
Ich habe ja immer ehemalige Streuner als Pflegis, mein Cari ist auch von der Strasse, und bisher hat keiner einen Drang nach draussen gehabt, aber alle lieben es am gesicherten Fenster zu sitzen. Klar, es gibt auch Katzen, die ihren Freigang einfordern, aber viele ehemalige Streuner sind froh, wenn sie ein Dach über dem Kopf haben - und das hat Sirius ja jetzt wieder. :mrgreen:
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #69
Ich habe ja immer ehemalige Streuner als Pflegis, mein Cari ist auch von der Strasse, und bisher hat keiner einen Drang nach draussen gehabt, aber alle lieben es am gesicherten Fenster zu sitzen. Klar, es gibt auch Katzen, die ihren Freigang einfordern, aber viele ehemalige Streuner sind froh, wenn sie ein Dach über dem Kopf haben - und das hat Sirius ja jetzt wieder. :mrgreen:

Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht - und ganz viele meiner Tierschutzfreundinnen.

Manchen Streunern ist es draußen so schlecht gegangen, dass sie nie wieder raus wollen. Einen Fall kenn ich, da konnte man die Terrassentür (zum Garten) offen lassen, die Ex-Streunerkatze ging nicht raus. Und wenn man versuchte, sie in den gesicherten Garten zu tragen, wurde sie panisch und raste ins Haus.

Klar, manche wollen auch unbedingt ihren Freigang. Aber das ist längst nicht immer so.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #70
Oh ja... ich glaube, der Gewinn der Katzen"bedarfs"industrie entsteht rein durch die Sachen, die die Katze nicht will, wir aber trotzdem gekauft haben. Was die Katze wirklich will und braucht, deckt wahrscheinlich nicht einmal die Fixkosten... und an runtergefallenen Tampons und Klopapierrollen kann man ja auch nicht so gut verdienen. Und vielleicht sollte ich es bei Sirius ja auch mal mit Heu probieren... er klingt ja schon wie ein Schaf, vielleicht mag er das ja auch? ^^


Was das Päppelfutter angeht, ich werds mir merken, aber ich hab das Gefühl, es ist schon ein bisschen besser geworden. Sein Hals ist schon viel dicker geworden, ich denke, die Kuhlen zwischen den Wirbeln sind weniger, die Rippen muss man jetzt schon suchen, und es bilden sich erste Anzeichen von Katzenschenkelchen. Dafür frisst er uns auch pro Mahlzeit mehr als 100g Nassfutter weg (vier Mahlzeiten am Tag), ich glaube, bei so einem Schlemmerpaket würde er sich fragen, wo jetzt eigentlich der Hauptgang ist ;) Ich bin ja gespannt, wie sich das dann entwickelt, wenn es ab Freitag Animonda gibt, und mehr Frischfleisch für ihn (das ist auch eine gute Gelegenheit für mich, mal zu lernen, was für leckere Sachen man aus Fleisch machen kann... ich koche sehr wenig mit "richtigem" Fleisch, sondern mehr mit Speck oder Würstchen. Und davon kann ich ihm ja nichts abgeben, so guten Gewissens). Und eine Stinkemaus nehmen wir dann auch mit, wenn es funktioniert, bekommt ihr dann ganz viele lustige Fotos ;)


Und wie ihr gleich seht, ist Sirius doch eher der Typ "Freigänger" *g* Aber rausgucken tut er auch sehr gerne... wenn es hier regnet, sitzt er vor der Glastür (aufs Fensterbrett geht/kommt er ja nicht) und guckt nach draußen... am liebsten vor der offenen Glastür!


***


Wir scheinen mittlerweile auch eine höhere Stufe der kätzischen Bedürfnispyramide erreicht zu haben. Am Anfang hat ihm Fressen, Trinken, Warm, Schlafen, Kraulen vollkommen gereicht, mittlerweile glaube ich, dass dem kleinen Kerl doch ein bisschen öde ist (was ein sehr gutes Zeichen ist). Anders kann ich mir das Rein-Raus-Spielchen, das er seit ein paar Tagen mit uns spielt, nicht erklären. Katze maunzt, Tür auf, Katze raus, Tür zu. Zwei Minuten später maunzt die Katze von außen vor der geschlossenen Tür, aber wenn man aufmacht, geht er nicht rein, sondern maunzt uns an. So als ob wir mit ihm nach draußen gehen und etwas mit ihm unternehmen sollen. Was bei ungefähr zehn Grad und Nieselregen jetzt auf der Liste meiner Prioritäten nicht unbedingt GANZ oben steht. Wenn man dann die Tür wieder zumacht und ihn eine Weile fröhlich ignoriert, dann sucht er sich auch alleine und anderswo (also nicht in unserer Sicht/Hörweite) Beschäftigung, aber er probiert es halt immer wieder. Vielleicht sollte ich mich bei schönem Wetter mal mit dem Laptop nach draußen setzen, WLAN sei Dank geht das ja wunderbar (und war eigentlich auch geplant, als ich hier eingezogen bin, aber man ist ja ein bisschen faul...). Die frische Luft würde mir sicherlich auch nicht schaden!


Einen anständigen Türstopper für die Terrassentür müssen wir dann natürlich auch kaufen, damit wir sie, wenn es warm ist, den Sommer über ständig offen lassen können. Das lüftet nicht nur schön, sondern das Rein-Raus-Spiel sparen wir uns dann eigentlich auch vollkommen, weil er kommen und gehen kann, wenn er das möchte (auch nachts. Dann machen wir den Rollladen runter und lassen nur den untersten Spalt offen. Auch wenn ich meinen Verlobten noch ein bisschen überreden muss, der möchte das nämlich nicht). Ich denke, das würde auch seinem Vertrauen guttun, weil er dann weiß, dass hier immer eine offene Tür für ihn ist, und dass wir ihn weder ein- noch aussperren wollen. Langfristig ist für den Herbst dann angedacht, die Tür durch eine mit einer kleineren Scheibe und einem Plastikunterteil zu ersetzen, wo man dann eine Katzenklappe einbauen kann. Wenn wir die alte Tür aufheben, sollten die Vermieter da auch nichts dagegen haben, vor allem, weil man die Tür weder von der Straße noch von der Einfahrt aus sieht, und die Lösungen mit Plastik unten, die ich bis jetzt gegoogelt hab, haben mir alle sehr gut gefallen bis jetzt.


Für die kleine Langeweile zwischendrin hab ich ihn tagsüber jetzt einfach nach draußen zum Spielen geschickt, wenn er drinnen ist (und nachts muss er noch drinnen bleiben) sind die Möglichkeiten leider begrenzt. Sachen, die man auf ihn zuwirft, machen ihm Angst, der Bömmel, den ich an Wolle an ihm vorbeigezogen hab, hat ihn auch nicht interessiert, als ich mit dem Glöckchen von einem der Lindt Osterhasen geklingelt hab, hat er sich hinter dem Sofa versteckt. Was ihn allerdings interessiert hat, war der Karton mit Löchern und Leckerli drin, aber der war ihm glaube ich auch zu schwierig. Der nächste Versuch mit einem leeren Eierkarton-Unterteil ist besser gelaufen, da hatte er tatsächlich auch seine Erfolgserlebnisse und hat ein paar Leckerli mit der Pfote rausgefischt (nachdem er sich den Kopf fast eingedellt hat beim Versuch, mit der Zunge dranzukommen). Wahrscheinlich dauert es aber nicht lange, bis er raus hat, dass er das ganze Ding einfach umkippen und dann alles auf einmal fressen kann, also muss demnächst wohl ein Fummelbrett her. Für die Zwischenzeit will ich ihm einen größeren, stabileren Karton (von denen haben wir ja noch genug) mit ein paar Hindernissen vollstellen, damit er sich damit beschäftigen kann, vor allem während der Nacht, wenn er drin ist und wir schlafen. Normalerweise rede ich ja mit ihm oder streichle ihn, wenn ihm tagsüber langweilig wird (andere Beschäftigungsmöglichkeiten haben wir für ihn noch nicht entdeckt), oder lege ein paar Leckerlistückchen aus, aber nachts geht das alles ja nicht, und auch wenn er nur schreit, wenn er morgens dann hungrig und kuschelbedürftig wird (nach dem Fressen und Wasser ist ausgiebiges Streicheln morgens das wichtigste für ihn), ein bisschen Beschäftigung für ihn wäre schon gut. Auch diese Bahnen und Leckerlibällchen hab ich mir schon angesehen, aber bei den Bällchen hab ich echt meine Zweifel, ob er sich damit beschäftigen möchte, wenn er doch sonst schon nichts durch die Gegend rollt.


Langfristig ist dann der Gedanke an eine Zweitkatze aber schon da. Sirius ist zwar Freigänger und hier stromern auch genug andere Katzen herum, mit denen er etwas unternehmen könnte (besonders die schwarze, die immer im Feld hinterm Küchenfenster unterwegs ist, hat es mir angetan. Ich kann sie nur von Sirius unterscheiden, weil sie nicht rasiert ist), aber das bedeutet ja nicht, dass er sich freiwillig Gesellschaft sucht oder die anderen Katzen seine Gesellschaft auch mögen. Eine zweite Katze hier im Haushalt wäre da sicher etwas anderes, aber das ist eine Frage, die wir uns ernsthaft erst in ein paar Monaten, so ab Oktober, stellen möchten. Wir sind in eine neue Wohnung gezogen, wissen noch nicht so genau, wie sich das finanziell alles ausgeht (wir wissen, dass es sich ausgeht, sonst wären wir nicht eingezogen, aber ein Gefühl dafür, wie viel Geld man hat und wie viel übrig ist, stellt sich immer erst nach ein paar Monaten ein) und Ende September läuft mein Arbeitsvertrag aus. Das heißt, ich werde dann mehr studieren und weniger Zeit zum Arbeiten haben, und deswegen auch weniger Geld. Bis dahin haben wir dann auch noch Zeit, Sirius genau zu beobachten, um herauszufinden, was für eine Art Kollege (wenn überhaupt! Ich hoffe, ich sehe ihn mal mit ein paar anderen Katzen aus der Nachbarschaft) für ihn gut wäre, und ihm zu ermöglichen, sich ganz an uns zu gewöhnen. Mit ihm und uns ist das alles ja noch sehr neu und frisch, bei jedem Scheppern in der Küche zuckt der arme Tropf zusammen (aber den Geschirrspüler einräumen müssen wir halt doch), und er soll sich erst einmal richtig entspannen können, bevor wir an so etwas denken. Es kann der Stress und die Unruhe sein, oder auch die Tatsache, dass niemand anderer da ist, aber Sirius kommt mir doch wirklich sehr menschenbezogen vor. Selbst als er da draußen saß und sich niemand gekümmert hat, hat er sich nicht mit anderen Katzen zusammengetan, sondern saß immer nur vor der Tür und hat jeden Menschen herzerweichend angemaunzt, der da vorbeigekommen ist. Auch seine Begegungen mit der Hängebauchkatze (die sich, seit wir drinnen füttern, nicht mehr für unsere Terrasse interessiert – Überraschung!) schienen mir nicht sehr von Freundlichkeit geprägt zu sein, aber das kann auch an der anderen Katze liegen. Und nachdem seine Halter nur ihn ausgesetzt haben, als sie damals den Hund angeschafft haben, und nicht auch noch eine zweite Katze (sonst hätten wir jetzt wohl zwei), kann es auch gut sein, dass er niemals Sozialverhalten erlernt hat, oder es in den Jahren danach wieder verlernt hat. Man weiß ja nie, was solche Leute ihren Katzen noch antun, neben dem Offensichtlichen.


Wenn ich so drüber nachdenke, bräuchten wir eine Traumkatze als Gesellschaft für Sirius. Ruhig, weil Sirius ja auch lieber rumliegt und die neue Katz dann sonst niemanden zum Spielen hätte. Gut sozialisiert, weil Sirius davon eventuell keine Ahnung hat nach so langer Zeit ohne zweite Katze, mit der er zusammengewohnt hat. Sozial, damit er sich das soziale Verhalten von der neuen Katz abschauen kann. Verschmust, weil Sirius bei uns ein Schmuser vor dem Herrn ist. Selbstbewusst, damit ihr das komische Verhalten von dem Alteingesessenen nicht aufs Gemüt schlägt. Entspannt, damit das ein wenig auf Sirius abfärbt und er nicht bei jedem Scheppern in der Küche zusammenzuckt. Freigänger, damit wir nicht aufpassen müssen, dass einer drinnen bleibt. Außerdem ungefähr im selben Alter wie Sirius (wobei man das bei ihm ja nur sehr grob schätzen kann), und auch noch zufällig zur richtigen Zeit im Tierheim/Pflege. Ich weiß nicht, ob das etwas wird...
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #71
Ich hatte einen Pflegi, der die Anforderungen erfüllt hätte. Es gibt sie also, aber man muß suchen. Tire kam als Gesellschaft für Charlie, Ti war ca 5 Jahre und Charlie ca 11-12 jahre alt. Ti ist dann zu dem 10-jährigen Dima gezogen, leider ist Dima an CNE erkrankt und mußte erlöst werden - jetzt hat Tire Gesellschaft in Form von Selma bekommen. Es wird also auch irgendwo den richtigen Partner für Sirius geben, wenn ihr euch dann auf die Suche macht! ;-)
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #72
Ich denke mal, das mit dem Angsthaben vor jedem Geräusch wird sich auch noch legen. Am Anfang war Susi auch sehr schreckhaft. ’ne Schisserkatze wird sie wohl bleiben, auch draußen ist sie immer sehr in Habachtstellung, aber sie hat nach einiger Zeit kapiert, dass ich ihr nix tu und dann konnte ich auch an ihr vorübergehen, ohne dass sie wegging. Jetzt kann ich über sie drübersteigen und sie bleibt liegen, weil sie einfach weiß, dass das Schlimmste, was sie von mir zu befürchten hat ist, dass ich sie hochnehme und kuscheln will.

Der Gute hat so lange draußen gehockt, da muss man ihm schon ein wenig Zeit geben, denke ich, bis das Vertrauen komplett wieder da ist. Und dass er gerne nur drinnen ist, wird sich bestimmt auch noch legen. Dass er rein/raus spielt, ist ja schon mal ein Anfang. Der wird es schon noch merken, dass er immer wieder rein darf und deswegen keine Angst vor draußen haben muss.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #73
...immerhin hat er sieben Jahre an dem Haus, aus dem er vertrieben wurde, gewartet, bis ihn wieder jemand reinlässt
Da hat Sirius aber eine lange Wartezeit in Kauf genommen, um so nette neue Besitzer zu finden.

Viel Spaß weiter mit eurem süßen Herzenskater. :)

*Abonniert*
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #74
Kauf bloß nicht so viel Katzenspielzeug, meistens ist Müll viel beliebter.
Meine lieben kleine Kugeln aus Alupapier, Pappkartons, Äste aus dem Garten, Kastanien kicken und der Renner, die Zeitung die man grade liest, die muss gefangen werden!:roll:
Die Sache mit der Terrassentür ist auch ganz normal, Katz ist immer auf der falschen Seite, selbst mit Katzenklappe wird er dich an maunzen, damit du ihm die Tür öffnest, Katz von Welt erwartete Pförtner!:mrgreen:
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #75
Oh, Tire war bei dir? Das wusste ich nicht... ich hab nur den Thread gelesen, in dem er in seinem neuen Zuhause bei zuerst Dima und dann Salma angekommen ist... und mich so ein kleines bisschen verliebt. Er ist ja wirklich ein wunderwunderschöner Herr :)

Ich hoffe, das mit der Angst legt sich bei Sirius noch, ja... ich kann ja über ihn drübersteigen und an ihm vorbeigehen, da fürchtet er sich nicht (er schmollt dann nur und jammert, weil ich kann ja nicht an ihm vorbeigehen, ohne ihn zu streicheln, oder?)... aber bei meinem Verlobten hat er Angst :( Und wir wissen nicht, wieso... ich denke einfach, es ist, weil mein Verlobter lauter ist als ich, lauter redet, lauter lacht, sich lauter bewegt. Ich bin ja eher die Sorte "leise Maus".

Katzenspielzeug werd ich sicher nicht zu viel kaufen, das einzige, was ich gerne versuchen möchte, ist so ein Stinkeding... für Müll aller Art interessiert er sich nämlich kein Stück. Sachen darf man auch nicht in seine Richtung werfen, da fürchtet er sich (ist vor einer Haselnuss und TK-Erbsen weggelaufen, genauso wie vor dem Lindt-Glöckchen) und den Bömmel, den ich über seine Pfoten gezogen hab, hat er auch fröhlich ignoriert. Jetzt also letzter Versuch mit Katzenminze/Baldrian, wenn ihn das nicht interessiert, wird das Projekt "Spielzeug" fürs Erste beendet.

Und natürlich erwartet Katze von Welt einen Türöffner, genauso wie Katze von Welt ja auch einen Lift erwartet. Zumindest war es mit unserem alten Kater so... wenn ich abends im Bett lag, wollte er manchmal ins Schlafzimmer, also hat mein Vater die Tür aufgemacht, und dann begann der Kampf des Willens.
Kater unten am Boden: "Miau Miau Miau Maunz Maunz Maunz ich will nach oben aufs Stockbett heb mich!"
Ich: "*ichstellmichschlafenddannmussichmichnichtbewegen*"
Wer länger ausgehalten hat, hat gewonnen. Wenn er gewonnen hat, bin ich aufgestanden, vom Stockbett geklettert, hab ihn mit seinen schlanken neun Kilogramm aufs Bett gehoben und bin dann selbst wieder hinterhergeklettert, um mich dann möglichst platzsparend ins Bett zu legen. Wenn ich gewonnen hab (das heißt, mich ca. zehn Minuten überzeugend schlafend gestellt hab), dann ist er zur Leiter des Stockbetts, ich hab nur Ratsch-Ratsch-Ratsch gehört, und dann hatte ich einen schnurrenden Kater im Bett liegen. Ich hab ihn ungelogen kein einziges Mal auf dieses Stockbett klettern sehen, weil, wenn ich ihn sehe, dann kann ich ihn ja auch heben, ne? Auch jetzt, zehn Jahre, nachdem er gestorben ist, sieht man noch die Krallenabdrücke im Holz.

***

Das Problem mit dem „Rein-Raus-Spielchen“ hat sich jetzt übrigens tatsächlich gelöst, und nicht so, wie ich gedacht habe. Also, die Tür zur Terrasse offen zu lassen, hat zwar wirklich die Lösung gebracht, aber nicht, weil er sich gelangweilt hätte. Sobald die Tür nämlich dauerhaft den ganzen Tag offen ist, verschwindet Sirius nämlich auch gerne für längere Ausflüge in die Botanik (und es gibt nichts Schöneres, als eine Katze, die nach sonnengewärmtem Katzenpelz und Heu aus dem Feld riecht), und er mäkelt auch nicht mehr die ganze Zeit herum, weder innen noch außen. Ich glaube, die geschlossene Tür macht ihn schlicht und ergreifend nervös, egal, auf welcher Seite er sich befindet. Wenn sie von innen geschlossen ist, hat er Angst, dass er nicht mehr nach draußen kann, und wenn sie von außen geschlossen ist, muss er die ganze Zeit vor der Tür herumstromern und jammern, um sicherzugehen, dass die Tür auch wieder für ihn geöffnet wird, wenn er das möchte. Vielleicht eine Spur der Tatsache, dass seine früheren Besitzer ihn hinausgeworfen haben? Leider muss er im Moment wegen der Kälte und seiner kahlen Stelle über Nacht noch drinnen bleiben, und mein Verlobter meint auch, wir müssten ihm beibringen, dass er dauerhaft nachts drinnen bleiben soll, und dass er zu gewissen Zeiten einfach nicht nach draußen kann. Ich mache mir dann allerdings Sorgen, dass ihm nachts zu langweilig ist (er hat ja keine wirkliche Beschäftigung außer Schmusen und Kraulen), vor allem, weil er seinen gebastelten Fummelkarton weitestgehend ignoriert, und dass es eventuell zu viel Stress für ihn bedeutet, nachts drinnen zu sein. Man merkt ihm an, dass er abends, wenn die Tür zu ist, wesentlich unausgeglichener ist, als nachmittags, wenn er sich auch mal in den Garten legen kann. Was sagt ihr dazu?


Auch kommt er mir jetzt, wo ich bewusst darauf achte, wesentlich entspannter vor, wenn die Tür geöffnet ist, als wenn sie geschlossen ist. Weniger maunzig-raunzig, weniger jammernd, weniger unruhig. Dann treibt er sich nicht nur die ganze Zeit auf der Terrasse herum und maunzt, sondern legt sich auch ganz entspannt für ein paar Stunden in die Büsche, oder verschwindet in Richtung Feld. Sowohl für ihn als für mich viel angenehmer. Wenn es etwas kälter ist, sitze ich dann halt im Bademantel da, oder hole mir die dicke Decke aus dem Schlafzimmer aufs Sofa. Damit kann ich auch leben.


Seinen ersten Tag mit Besuch bei uns hat er jetzt auch hinter sich gebracht, und zwar mit Bravour. Ich hatte ja gedacht, dass er es sich irgendwo draußen im Feld bequem macht und erst zurückkommt, wenn wieder Ruhe ist, aber da hab ich mich getäuscht. Sobald wir am Tisch saßen, hat er sich seine Streicheleinheiten von allen abgeholt, es sich dann ein bisschen in den Büschen bequem gemacht, und dann wieder unseren Besuch um seine Pfote gewickelt. Ein Freund und seine Freundin waren da, und sie, die eigentlich mehr der Hunde- als der Katzenmensch ist, findet ihn fürchterlich süß, und ich muss ihr jetzt ein paar Fotos schicken. Er hat sich sogar von allen beiden streicheln lassen, und seine Runden um den Tisch gedreht, was mich wirklich überrascht hat... ich bin stolz auf ihn! Vielleicht wird unsere Wohnungseinweihungsfeier also nicht das traumatische Erlebnis, das ich befürchtet habe.


Und eine gute Nachricht gibt es auch – mein Verlobter hat heute eine Zusage für seinen neuen Job bekommen (nach fast sechs Monaten der Suche), das heißt, wir können vielleicht doch einen größeren Einkauf beim Fressnapf machen nächsten Monat... und zusätzlich zu dem Bettchen, das ich von IceVajal gestrickt bekomme und auf das ich mich schon irrsinnig freue, ein zweites holen, vielleicht für seinen Katzenplatz im Büro. Da sitzt er ja auch gelegentlich, wenn wir beide im Büro sind und es ihm im Wohnzimmer zu langweilig wird.


Ich bin ja auch ganz stolz auf ihn. Er hat jetzt zum ersten Mal seinen Teller nicht komplett in einem Rutsch leergefressen, bis er nur noch Bauch mit Ohren ist und sein Magen grummelt und er rülpsen muss, weil er so voll ist, sondern ein kleines bisschen für später übrig gelassen (später war ungefähr fünfzehn Minuten später, aber jo mei. Ich bin trotzdem stolz!). Im ersten Moment war ich natürlich nahe an der Hyperventilation („Oh mein Gott, die Katze frisst nicht, was ist mit ihm los, muss er jetzt zum Tierarzt?!?“ - und natürlich hatte er zu diesem Zeitpunkt schon ungefähr vier fünftel seines ziemlich großen Napfes leergemacht), aber danach war ich sehr zufrieden mit ihm. Vielleicht lernt er das mit dem Sättigungsgefühl ja doch irgendwann... möglicherweise. In zehn Jahren oderso. Bis dahin hab ich ihn auch sicher darauf konditioniert, erst mit dem Maunzen anzufangen, sobald ich nicht mehr im Schlafzimmer liege und schlafen möchte, sondern mit verquollenen Augen aus dem Bett steige und mir Tee mache. Das fände ich sehr fein.


Wenigstens hat meine Empfindlichkeit, was Katzenmaunzen im Schlaf angeht, in den letzten Wochen schon sehr nachgelassen. In den ersten Nächten saß ich jedes Mal, wenn er gemaunzt hat, mit klopfendem Herzen aufrecht im Bett (und glaubt mir, ich hab jedes Maunzen gehört, ich hab einen sehr leichten Schlaf). Mittlerweile tue ich das nur noch bei Geräuschen, die ich nicht ganz zuordnen kann, wie beispielsweise merkwürdiges Kratzen (vielleicht war er ja doch am Sisalteppich? Die Hoffnung stirbt zuletzt), ansonsten drehe ich mich um und kneife die Augen zu. Außerdem versuche ich jetzt auch, ein bisschen Abstand zu lassen zwischen Aufstehen und der Raubtierfütterung beziehungsweise der morgendlichen Streicheleinheit, in der Hoffnung, dass er aufhört, Aufstehen mit Futter und Beachtung zu assoziieren. Leider hatte er schon in der ersten Nacht raus, dass wir hinter der Tür sind und dass wir da rauskommen und ihm danach etwas zu Fressen geben, also glaube ich nicht, dass sich da wirklich etwas tun wird. Außerdem wird er jeden Morgen pünktlich um halb sieben wach, wenn die Nachbarn über uns aufstehen, und denkt sich logischerweise: „Also, wenn die schon so rumrumoren, dann können die auch da rauskommen und mir Futter geben!“ Blöderweise sind wir das nur gar nicht...


Abgesehen davon denke ich langsam, dass wir einem kleinen Etikettenschwindel aufgesessen sind. Er sieht ja aus wie ein Katzentier (das findet ihr auch, oder? Eindeutig Katze auf den Fotos!), aber er klingt nicht wie ein Katzentier. Er macht nicht „Miau“, wie eine anständige Katze das sollte, sondern „Mäh!“. Ja, richtig, „Mäh“, wie ein Schaf. Manchmal auch „Mah!“ oder „Möh!“ oder „*schnaub*“, je nach dem, was er so ausdrücken möchte. Besonders gerne macht er „Mäh!“, wenn man mit ihm auf dem Sofa sitzt und dann aufhört, ihn zu streicheln, dann wird man angemäht, bis man sich dann doch wieder dazu herablässt, ihn zu tätscheln und zu kraulen. Wenn ich dann noch miteinbeziehe, was für Mengen an Katzenwolle aus seinem Pelz kommen, wenn ich ihn dann bürste, dann ist er eindeutig ein Schaf, jawohlja. Dass er gelegentlich auch tief und kehlig gurrt, wie eine Taube, und mit Vorliebe an (oder auf) meinen Füßen liegt wie ein besonders anhänglicher Hund, ignoriere ich jetzt einfach mal...


Das mit dem „bei den Füßen liegen“ ist eh so eine Sache. Nicht nur, dass ich meine Füße nicht bewegen kann, ohne dass er anfängt, rumzujammern, er hat auch ein unglaubliches Talent dafür, genau da zu sitzen oder zu liegen, wo ich gerade hintreten oder meine Füße hinbewegen möchte. Irgendwie schafft er es auch, sich genau dorthin zu materialisieren, wo mein Fuß gerade hingeht, egal, wie sehr ich aufpasse. Bei der Raubtierfütterung hab ich ihn schon einmal mit dem Fuß erwischt, weil er wirklich genau in meinen Lauf gehopst ist, so als ob er einen Todeswunsch hätte, aber man lernt ja. Augen auf die Katz, wenn man die Katzenschüssel trägt, und nicht irgendwo andershin. Im Notfall auch fünf Minuten für die paar Meter von der Küche zum Fütterungsplatz brauchen, weil man ja warten muss, bis die Katz aus dem Weg gegangen ist. Wie ich das machen soll, wenn er unter dem Tisch an meinen Füßen liegt, weiß ich allerdings nicht. Da ist ja die Tischplatte im Weg. Ich hab jetzt versucht, meine Füße immer ganz, ganz, gaaanz langsam zu bewegen, damit er theoretisch meinem Fuß ausweichen kann, bevor er ihn trifft, aber das funktioniert auch nicht. Er bewegt sich nämlich nicht, wenn der Fuß nur langsam ist... er bleibt einfach liegen, bis der Fuß auf ihm aufschlägt, und dann wird aufgesprungen und gemaunzt und gejammert und ich muss mich entschuldigen und ihn streicheln und betüddeln, damit alles wieder gut ist zwischen uns (Vielleicht steckt da Absicht dahinter?). Und so sehr ich mich auch bemühe, immer zu wissen, wo er liegt, er bewegt sich natürlich auch immer genau fünf Sekunden, bevor ich meine Füße bewegen möchte. Und den Schwanz gibt es natürlich auch noch (und auf den bin ich natürlich auch schon leicht getreten) – und den hört man nicht einmal richtig, wenn er sich bewegt. Und trotzdem. Keines dieser zumindest milde traumatisierenden Erlebnisse hält ihn davon ab, doch jedes Mal wieder sein Plätzchen unter dem Tisch, an dem ich gerade sitze, aufzusuchen, und fröhlich mit meinen Füßen zu kuscheln. Er ist da ja auch irgendwie komisch... ich bin diejenige, die ihn getreten hat, aber mich hat er lieb. Vor meinem Verlobten hat er aber immer noch ein bisschen Angst, zumindest, wenn der große Mensch steht und nicht sitzt – und vor den Nachbarn, die ihn gefüttert haben und die ihn auch streicheln konnten, fürchtet er sich jetzt irgendwie auch. Obwohl bei keinem von ihnen irgendetwas vorgefallen wäre, was man zuordnen könnte, wieso er denn jetzt Angst hat. Zum Glück hab ich immer nur dicke Socken an und keine Schlapfen, sonst fängt er bei mir auch noch an...

***

Und Fotos gibt es jetzt auch, da hat sich in den letzten Tagen doch etwas angesammelt, und ich hab das Gefühl, dass sie ein bisschen weniger grottig aussehen. Und vielleicht ist Sirius ja doch ein Chamäleon und kein Kater?
 

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  • Draußen vor der Tür Beitrag #76
Ich sage dir Katzen sind Stolperfallen, da kannst du nicht machen , sei froh keine Treppe zu haben!;-)
Hier ist jeden Morgen, noch vor dem Kaffee, Hürdenlauf auf der Treppe angesagt, jeder Schritt von mir wird voraus gesehen und Zack hüpft Shary vor meine Füße!:shock:

Ach und du hast einen Schwätzekater, kein Schaf und keine Taube, da geht noch mehr, für manche Kommentare, von ihm, wirst du nicht mal einen Vergleich finden.:lol:
*auch so was hat*
Süß ist er, auf dem Weg ein schönes schwarzes Lackfellchen zu werden!:-D
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #77
Abgesehen davon denke ich langsam, dass wir einem kleinen Etikettenschwindel aufgesessen sind. Er sieht ja aus wie ein Katzentier (das findet ihr auch, oder? Eindeutig Katze auf den Fotos!), aber er klingt nicht wie ein Katzentier. Er macht nicht „Miau“, wie eine anständige Katze das sollte, sondern „Mäh!“. Ja, richtig, „Mäh“, wie ein Schaf. Manchmal auch „Mah!“ oder „Möh!“ oder „*schnaub*“, je nach dem, was er so ausdrücken möchte. Besonders gerne macht er „Mäh!“, wenn man mit ihm auf dem Sofa sitzt und dann aufhört, ihn zu streicheln, dann wird man angemäht, bis man sich dann doch wieder dazu herablässt, ihn zu tätscheln und zu kraulen. Wenn ich dann noch miteinbeziehe, was für Mengen an Katzenwolle aus seinem Pelz kommen, wenn ich ihn dann bürste, dann ist er eindeutig ein Schaf, jawohlja. Dass er gelegentlich auch tief und kehlig gurrt, wie eine Taube, und mit Vorliebe an (oder auf) meinen Füßen liegt wie ein besonders anhänglicher Hund, ignoriere ich jetzt einfach mal...

Wie toll, ein "Mäh"- Kater. :d078:
Das hat mein Mietz auch immer gemacht. Er hat nie richtig miaut, immer nur gemäht. :mrgreen:

Carmen gurrt auch meistens wie ne Taube. Bei ihr hab ich noch kein richtiges miau gehört. Maximal Mau. Das ist dann aber auch mehr so ein Mau-grr. :-D

Jack ist der einzige der richtig Miau sagt. Allerdings hört er sich dabei an wie ne Babykatze. :mrgreen::mrgreen::mrgreen:
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #78
Super, dass er schon was im Tellerchen hat liegen lassen!! Das wird doch.

Aber ich denke schon, dass du dich nicht zum Sklaven deiner Katze machen solltest. Ihm was beizubringen schaffst du nur, wenn du hm auch Grenzen setzt. Also im Bademantel dazuhocken, weil mir kalt ist, nur damit der Mietzer ’ne offene Türe hat – das würde mir dann doch zu weit gehen. Der wird es schon mitbekommen, wie es geht, du musst ihm nur Zeit lassen.

Auf jeden Fall hast du das richtig interprätiert, würde ich meinen: Der will sich vergewissern, dass er wieder reinkommt, bevor er in die Felder geht. Also ’ne Katzenklappe wäre langfristig bestimmt am allerbesten. Meine Susi hat die sowas von schätzen gelernt, war ja vorher auch so ’ne arme Freigängerkatze, die dann draußen ausgesperrt wurde. Sie WILL zwar stundenlang raus, aber manchmal eben auch nur ganz kurz und dann stundenlang drinnen sein. Ich finde das mit der Klappe echt superoptimal – ich kann weg sein ohne ein schlechtes Gewissen zu haben und sie kann ihren Rhythmus, ohne Einschränkungen ausleben.

Mag sein, dass Sirius auf den neuen Bildern besser getroffen ist, aber er kommt mir schon plüschiger und bissl völliger vor.
 
  • Draußen vor der Tür Beitrag #79
Ja... ich hab hier einen kleinen Raunzer. Still ist er eigentlich nur, wenn er gerade frisst, oder ein Plätzchen gefunden hat, das ihm für den Moment genehm genug ist (diese Plätzchen befinden sich unnatürlich häufig auf dem Sofa, während ich auch darauf liege und ihn kraule. Warum nur? Aber sobald man aufhört, wird man schon wieder angemäht). Und Lackfellchen... ich weiß nicht, ob man es auf den Bildern sieht, aber eigentlich ist er kein richtiges Lackfellchen. So auf die Entfernung schon, aber wenn man genauer hinsieht, sieht man, dass er relativ viele dunkelbraune Stellen hat, vor allem an den Beinen, und sein Fell ein Schwarz-Dunkeldunkeldunkelbraunes Tigermuster hat. Und natürlich ist dann da noch der weiße Fleck an seinem Hals... ^^


Also dieses Babykatzenmiau hat er gelegentlich auch drauf, aber nur in seltenen Situationen, und was er damit sagen möchte, hab ich auch noch nicht ganz raus. Zumindest dieses fordernde "Miau! Fressen! Jetzt! Sofort!" erkenne ich aber mittlerweile relativ zuverlässig... bei allem anderen rate ich dann eigentlich.



Und dass ich mich zum Sklaven mache, befürchte ich jetzt nicht so wirklich. Ich sitz eh den ganzen Winter im Bademantel da, weil ich so eine fürchterliche Frostbeule bin, ob ich jetzt ein paar Wochen später damit aufhöre, macht auch keinen Unterschied - abgesehen davon, dass mir die frische Landluft gut tut und so hier im Wohnzimmer immer gut gelüftet ist.



Auch wenn das mit seiner Unruhe mittlerweile bisschen besser geworden ist, im Endeffekt müssen wir einfach sehen, wie es so läuft mit ihm, und was dann die beste Lösung ist (und wie oft/lange er im Winter, wenn es kalt ist, wirklich nach draußen möchte.) Im Moment setzt er höchstens mal ein Pfötchen unter das Vordach, wenn es regnet, und sieht mich mit diesem fürchterlich anklagenden Blick an. "Das warst doch du, oder? Du hast dir diesen Mist ausgedacht! Na, gibts doch zu! Und dann mach es gefälligst weg, damit ich wieder ins Feld kann! Mach hinne!"



***


Eine andere Sache hat sich jetzt auch entschieden. Eigentlich wollten wir die Katzentoilette jetzt langsam vom Wohnzimmer aus ins Badezimmer wandern lassen, aber da haben wir uns jetzt doch dagegen entschieden. Sirius bleibt jetzt nachts nämlich im Wohnzimmer und in der Küche... aus dem Flur und dem Bad mussten wir ihn leider aussperren. So gerne ich den Kleinen auch hab, aber um sechs Uhr dreißig morgens hasse ich ihn sonst mit einer Inbrunst... wenn er nur in Wohnzimmer und Küche ist, kann ich tatsächlich ausschlafen, und ich merke schon, wie es meiner Gesundheit guttut, wieder länger schlafen zu können (sobald ich morgens wach bin, und Sirius fröhlich vor der Tür maunzt, hab ich nämlich keine Chance, wieder einschlafen zu können). Badezimmer und Flur interessieren ihn ohnehin nur bedingt (lies: wenn jemand da ist, der interessant ist), genauso wie das Büro, und das Schlafzimmer scheint ihm auch nicht so wirklich zu gefallen. Da ist er ein, zwei Mal mit eingezogenem Schwanz und geduckt durchgeschlichen... ich befürchte, weil das früher das Kinderzimmer war, und wer weiß, was er dort drinnen alles erlebt hat? So hat er immer noch 40 m², auf denen er sich ausbreiten kann, in der Hälfte der Wohnung, in der er sich am wohlsten fühlt, und ich bin morgens auch fit und fühl mich nicht wie vollkommen gerädert. Bis jetzt funktioniert dieser Kompromiss ganz ausgezeichnet.


Ich fürchte nur, irgendwann komme ich dann ins Wohnzimmer, und mich sehen zwei Katzen an. Im Moment ziehe ich jeden Tag genug Fell aus Sirius, dass es sicherlich für eine zweite Katze reichen würde, und dadurch, dass er ein wenig flauschiger ist, verschärft sich das Problem natürlich noch. Jetzt bin ich echt dankbar, dass er sich brav kämmen lässt und dabei fröhlich vor sich hinschnurrt, auch wenn es mal ein bisschen ziept und hängt. Wenn ich dann noch die zweite Hand dazu verwende, ihn am Köpfchen zu kraulen, dann ist kämmen purer Genuss und keine Last mehr. Und solange der Pelz sich nicht selbstständig macht und ein eigenes Bewusstsein entwickelt... ich meine, ich hab ja nicht nur Fell. Er bringt auch jeden Tag, wenn er draußen war, interessante Sachen mit nach drinnen. Letztens hatte er eine kleine Nacktschnecke am Hinterlauf hängen (fragt mich nicht, wie er das geschafft hat), er kam auch schon in elegantem gelb-grün nach Hause, weil er einen Abstecher ins Rapsfeld nebenan gemacht hat, und irgendwas Klebriges hat er immer mitgenommen, wenn er wieder nach drinnen kommt. Manchmal ist er auch schlicht und ergreifend nass, so oft, dass ich mir ein Handtuch aufs Sofa legen sollte, damit ich ihn besser abtrocknen kann. Küchenkrepp ist dafür ja doch nicht so ideal. Für den Schmutz dafür umso mehr.


Um die positiven Nachrichten wieder auszugleichen, ist der erste Versuch einer Urinprobe natürlich grandios fehlgeschlagen. Ich dachte ja, da Sirius so ein braves Katertier ist, und auch, wenn ihm seine Toilette nicht gefällt, schön brav draufgeht, auch wenn er mäkelt, könnte man es eventuell ohne Streu und nur mit Plastikfolie im Katzenklo probieren. Wenig überraschend hat ihm das gar nicht gefallen, und er stand mäkelnd daneben, aber ich hatte die Hoffnung, dass er sich wie bei den anderen Malen doch noch überwindet... ein paar Minuten später ist er dann in seinen Transportkorb, und ich hab mich riesig gefreut. Juchu, die Katze geht in die Transportbox, sogar von selbst, was bin ich stolz auf... Moment, warum sitzt er da so merkwürdig? Er wird doch nicht etwa... doch, er hat. Und sein Blick hat es auch ganz deutlich gezeigt, wie schuldig er sich fühlt... und ich hab mich natürlich doppelt schlecht gefühlt. Es war ja nicht seine Schuld, sondern meine, und er fühlt sich so schlecht deswegen...


Also Katze endlich rausgelassen (zu dem Zeitpunkt wollte er schon seit gut zwei Stunden endlich nach draußen), er ist mit angelegten Ohren und ganz ängstlich abgehauen, und ich hab mich schrecklich gefühlt. Den Mann dann zum Tierarzt geschickt, um Perlenstreu zu holen, das Kissen aus dem Transportkorb in die Waschmaschine geworfen, und gewartet... und gewartet... und gewartet... und auf den Fingernägeln gekaut. Was, wenn er jetzt Angst hat, dass wir ihn nicht mehr wollen? Weil er sich schlecht fühlt und ein schlechtes Gewissen hat? Als es dann auch noch angefangen hat, zu regnen, war natürlich alles vorbei... aber nach zwei Stunden ist der verlorene Sohn dann doch wieder nach Hause gekommen, und ich hab das Mittagessen stehen lassen, um eine Runde mit ihm auf dem Sofa zu kuscheln, so froh war ich, dass er wieder da war. Und auf der Toilette war er auch schon wieder (dann natürlich mit Streu), er ist also nicht der Ansicht, dass wir sein Klo jetzt dauerhaft in die Transportbox umgelegt haben. Gottseidank.


Sonntag Abend wird der nächste Versuch gestartet, um an eine Probe zu kommen, bis dahin hat er die Episode hoffentlich schon vergessen. Seine Vergesslichkeit kommt uns da hoffentlich zu Hilfe. Ansonsten sehen wir aber schöne Fortschritte. Seit er vom Tierarzt Spot-On bekommen hat, ist er vollkommen zeckenfrei, obwohl er jeden Tag, außer bei wirklichem Sauwetter, mehrere Stunden draußen in den Nachbarsgärten und im Feld verbringt. Er lässt sich außerdem von mir mittlerweile hochheben, ohne dass er anfängt, zu schreien, als ob sein letztes Stündlein geschlagen hätte, auch wenn er es immer noch nicht mag und immer noch sehr angespannt ist (leider hat er mittlerweile gelernt, sich nicht mehr seitlich von mir hinzustellen, so dass ich ihn gut hochheben kann). Außerdem traut er sich immer öfter, über meinen Schoß zu laufen, wenn ich auf dem Sofa sitze und auf beiden Seiten von mir aus Platz ist. Mit ein bisschen überreden klappt das schon ganz gut. Und sobald ich mich auf das Sofa fallen lasse und einmal auf das Polster klopfe, steht er natürlich da – in diesem Sinne hab ich ihn schon ganz gut konditioniert, der Trick klappt prima. Genauso wie er auf das Klappern des Porzellannapfes auf den Fliesen hört oder das Scheppern der Dose.


Ein bisschen Sorgen macht mir leider sein Mundgeruch. Beim letzten Tierarztbesuch hieß es zwar, dass mit seinen Zähnen alles prima ist und dass er, obwohl ein paar fehlen, wunderschöne Zähne für sein Alter hat, aber nachdem ich hier so viel über Katzen mit schlechten Zähnen gelesen hab, mach ich mir doch ein wenig Sorgen (ich glaube, ich sollte mir das Krankheitsforum einfach komplett ausblenden. Nachdem ich von einer tauben Katze gelesen hab, hab ich mit den Fingern geschnipst, um zu sehen, ob er reagiert. Nachdem ich von einer blinden Katze gelesen hab, hab ich meine Hand vor seinen Augen herumbewegt, um zu sehen, ob er mit den Augen folgt. Und alles über CNI macht mich eh total panisch...). Wenn wir ohnehin die Probe vorbeibringen müssen, werd ich da beim Tierarzt noch einmal nachfragen, wie es da aussieht. Sicher ist sicher. Genauso, weil er sich doch sehr schwer tut mit dem Hüpfen. So viele Baustellen... und wegen der Impfung müssen wir ja auch noch sehen.


Außerdem konnte ich endlich mal einen genaueren Blick auf die Hängebauchkatze werfen, die ich schon ein paar Mal erwähnt hab und die immer wieder in unserer Einfahrt und auf der Terrasse herumstromert. Als Sirius seinen Nach-Klo-Desaster-Ausflug gemacht hat, stand ich natürlich alle fünfzehn Minuten draußen auf der Terrasse und hab fröhlich vor mich hin gegurrt, damit er nach Hause kommt – und jetzt ratet mal, wer gekommen ist? Nicht Sirius. Also hab ich sie gleich ein bisschen genauer angesehen, ein Foto gemacht – auf dem man ziemlich gut sieht, wieso sie wir sie Hängebauchkatze genannt haben, auch wenn der Name nicht sehr schmeichelhaft ist – und ihr ein bisschen den Kopf getätschelt. Das Fell verdeckt das in ihrem Fall zwar ein bisschen... aber holla, das ist ein Bröckchen! Um die muss ich mir keine Sorgen machen, zumindest nicht, dass sie unterernährt ist, und wie eine Streunerkatze kommt sie mir auch nicht vor. Das beste, was ich für sie tun kann, ist wahrscheinlich, sie nicht – bloß nicht! - zu füttern. Ich bin es ja gewöhnt, meistens den noch sehr knochigen Sirius zu streicheln, da war sie dann schon ein kleiner Schock. Und ich hoffe, dass sie irgendwann nach ihren Würfen kastriert wurde, sie sieht ja aus, als ob sie schon einige gehabt hätte, mit der schlaffen Haut am Bauch. Hier gibt es ja doch einige Bauernhöfe bei uns, deswegen ist das nicht sicher... leider.

***

Paar Fotos gibt es auch wieder, da hat sich ein kleiner Stau gebildet. Sirius sieht, besonders wenn er in der Pose wie auf Bild Nr. 4 sitzt, noch immer sehr knochig aus (und ist es auch), aber er frisst brav (mir die Haare vom Kopf) und langsam bekommt er auch Fleisch auf die Rippen. Bis zur Hängebauchkatze ist es allerdings noch ein weiter Weg.

Und man beachte bitte die kätzische Gesellschaft auf dem Sofa!
 

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  • Draußen vor der Tür Beitrag #80
ich würde die Urinprobe am Montagmorgen nehmen

Der Urin sollte nicht älter als 3 Stunden sein, sonst kann man versch. Dinge nicht mehr feststellen

ein hübsches Kerlchen

schön, dass er sich so gut macht
 
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Draußen vor der Tür

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