Guten Morgen!
Update: Wir haben den Kurzen wieder mitbekommen, allerdings war eigentlich nichts festzustellen. Ein paar kleine, altersbedingte organische Dinge (kleine Gallensteine, leichte Beckenknochenverkalkung). Labor, Blutwerte völlig im grünen Bereich.
MRT: Ein kleinerer, einseitiger Hydrocephalus (hoffe, richtig geschrieben), ein leicht asymmetrischer Hypothalamus. Eigentlich nichts, was seine Defizite erklärt. Die Diagnose "idiopathische Epilepsie" paßt eig. nicht, weil er zu alt ist, und nach dem ersten Anfall ja dauerhafte Störungen hat. Es könnte auch ein Tumor im Anfangsstadium sein, so klein, daß das MRT ihn nicht zeigt. Alles in allem: Keiner weiß was.
Ok, wenigstens wissen wir, daß es nichts "großes" ist, leider aber auch, daß wir es nicht beheben können. Die Therapie: Ein Depotcortison wurde gespritzt, Karsivan kriegt er weiter.
Die physischen Defizite finde ich schon gravierend, ihn scheinen sie nicht so zu stören. Aber er wirkt auch desorientiert (er geht manchmal irgendwohin, setzt sich und scheint nicht zu wissen, was er jetzt tun soll. Manchmal ruft er dann). Er zeigt aber auch eine deutliche Wesensveränderung, er ist "unpersönlicher", wesentlich nervöser, schlägt viel mit dem Schwanz. Fressen, Trinken, KaKlo ist alles ok. Springen und Treppe machen im etwas Schwierigkeiten, aber er kriegt es hin, schön langsam und mit Bedacht.
Ich schäme mich für den Gedanken, aber ich vermisse ihn ein wenig, so, wie er vor dem ersten Anfall war... es ist, als würde er sich Stück für Stück entfernen. Bitte nicht falsch verstehen, ich liebe ihn immer noch genauso, aber ich habe halt das Gefühl, als ginge er langsam weg. Wie bei einer Art Demenz. Das macht mir auch furchtbare Angst, und obwohl wir ihn jetzt wiederhaben und alles tun, was geht, bin ich einfach sehr, sehr traurig. Meine "alte" Katze ist weg... und den kriege ich so nie, nie wieder. Und er fehlt mir so *schnüff*!!!
Danke an alle, die an uns denken!
Claudia mit Apollo