20%eln nicht empfehlenswert?!

Diskutiere 20%eln nicht empfehlenswert?! im Rohfleischfütterung Forum im Bereich Katzenfutter; Woher weißt du denn das so genau mit den Verhältnissen? Ich kenne leider keine wissenschaftliche Analyse der Bestandteile von Beutetieren. Wenn du...
  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #21
ABER: Auch ein Kaninchen hat ein ausgewogenes Kalzium-Phosphor-Verhältnis ;-)
...
Das ist ja genau was ich sage: Die Nährstoffe ändern sich in der Natur immer mal wieder. Die wichtigen Verhältnisse aber nicht, und wenn, dann nur ganz minimal.

Woher weißt du denn das so genau mit den Verhältnissen?
Ich kenne leider keine wissenschaftliche Analyse der Bestandteile von Beutetieren.
Wenn du eine Quelle hast, dann bitte mal posten. Das interessiert bestimmt nicht nur mich.

Weiterhin: wie sieht es denn mit Insekten und Fischen aus, die ja auch auf dem Speisezettel stehen?
 
  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #22
So einige Werte von Beutetieren (auch nicht-Beutetieren ;) ) kann man in diesem finden.
 
  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #23
Woher weißt du denn das so genau mit den Verhältnissen?
Ich kenne leider keine wissenschaftliche Analyse der Bestandteile von Beutetieren.
Wenn du eine Quelle hast, dann bitte mal posten. Das interessiert bestimmt nicht nur mich.

Hat Teppichtiger dir eben gepostet, sehe ich gerade^^

Weiterhin: wie sieht es denn mit Insekten und Fischen aus, die ja auch auf dem Speisezettel stehen?

Liest du eig. auch, was geschrieben wird? Insekten und Fische machen keine 20% der kätzischen Ernährung aus. Es geht nicht darum, dass ein Verhältnis in keinem Fall abweichen darf. Es geht darum, dass es nicht über einen so langen Zeitraum in diesem Maße abweichen sollte.
Das driftet mir hier gerade zu sehr in die Richtung "ich will einfach nichts neues in Betracht ziehen sondern lieber bequem an alten Info's festhalten". Find ich schade.
Ich war auch erst etwas skeptisch, auch ich hatte mal 20%elt und das auch weiterempfohlen. Aber für neue Erkenntnisse sollte man offen sein, sonst würden die Menschen heute noch denken, die Erde sei eine Scheibe.
 
  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #24
Ich denke es stimmt schon. Man sollte nicht 20% über Jahre hinweg geben. Das hat sicherlich negative Auswirkungen. Ich habe aber hier aus dem Forum und da wo ich es selber empfolen habe immer so weitergegeben, dass man das gut zum testen (essen sie überhaupt rohfleisch) bzw in der umstellungsphase kurzfristig 20% geben kann ohne sich sorgen zu machen. Wie immer: alles kritisch betrachten und die dosis macht das gift.

Danke für den interessanten Bericht =)
 
  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #25
Hat Teppichtiger dir eben gepostet, sehe ich gerade^^



Liest du eig. auch, was geschrieben wird? Insekten und Fische machen keine 20% der kätzischen Ernährung aus. Es geht nicht darum, dass ein Verhältnis in keinem Fall abweichen darf. Es geht darum, dass es nicht über einen so langen Zeitraum in diesem Maße abweichen sollte.
Das driftet mir hier gerade zu sehr in die Richtung "ich will einfach nichts neues in Betracht ziehen sondern lieber bequem an alten Info's festhalten". Find ich schade.
Ich war auch erst etwas skeptisch, auch ich hatte mal 20%elt und das auch weiterempfohlen. Aber für neue Erkenntnisse sollte man offen sein, sonst würden die Menschen heute noch denken, die Erde sei eine Scheibe.

Das richtet sich zwar nicht direkt an mich, aber warum meinst du sind wir nicht bereit für neue Infos und Erkenntnisse?
Erstens muss es ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein, nur weil diese Dame das so schreibt in ihrem Buch und zweitens gibt es eben immer verschiedene Ansichten ;-)

Es mag ja durchaus sein, dass sich bei einem Mix von Dose und roh das Verhältnis verschiebt, trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass das so dramatisch sein kann. Die meisten geben 1 Tag in der Woche roh zur Dose. Es ist also 1 Tag an dem es dann nicht so genau passt und ich für mich finde das ok, denn mir ist die Zahnreinigung durch das rohe wichtig und Joker liebt sein "Fleischi" am Sonntag :)

Würde ich jeden Tag rohes mit Dose gemischt geben ok, dann wäre es wohl wirklich nicht so gut, aber meistens wird doch 1 Rohfleischtag in der Woche empfohlen zur Dose.
Auch 20% empfinde ich nicht als soooo viel.

Wenn du das anders empfindest auch ok :)
 
  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #27
Das richtet sich zwar nicht direkt an mich, aber warum meinst du sind wir nicht bereit für neue Infos und Erkenntnisse?
Erstens muss es ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein, nur weil diese Dame das so schreibt in ihrem Buch und zweitens gibt es eben immer verschiedene Ansichten ;-)

Also ich kann auch zu jedem der was neues sagt hingehen und sagen "man kanns auch einfach übertreiben". Aber in der Regel, wenn ich bereit bin, neue Erkenntnisse anzunehmen, informier ich mich erst einmal weiter darüber, bevor ich dann sowas schreibe.

Es mag ja durchaus sein, dass sich bei einem Mix von Dose und roh das Verhältnis verschiebt, trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass das so dramatisch sein kann. Die meisten geben 1 Tag in der Woche roh zur Dose. Es ist also 1 Tag an dem es dann nicht so genau passt und ich für mich finde das ok, denn mir ist die Zahnreinigung durch das rohe wichtig und Joker liebt sein "Fleischi" am Sonntag :)

Und genau das ist eben der Denkfehler. Es ist nicht einfach "ein Tag", an dem es nicht stimmt, es sind immer 20% der Ernährung, und das bleibt es auch, egal ob täglich oder einmal pro Woche.

Muppel hat's ganz gut erfasst. Zum testen, klar, ist das völlig in Ordnung. Aber es wird ja vielen hier nicht nur zur Umstellung auf Rohfleisch zum testen empfohlen, sondern als Ergänzung zur Fütterung mit Nassfutter, und dann ist es eben einfach sehr viel.
Ich seh jetzt auch kein Problem darin, mal eben auf 1 kg Fleisch 5g Eierschale oder so zu geben, damit das Verhältnis stimmt, wenn ich damit ausschließen kann, dass meine Katze Mängel bekommt, aber gut.
 
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  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #28
Liest du eig. auch, was geschrieben wird? Insekten und Fische machen keine 20% der kätzischen Ernährung aus. Es geht nicht darum, dass ein Verhältnis in keinem Fall abweichen darf. Es geht darum, dass es nicht über einen so langen Zeitraum in diesem Maße abweichen sollte.
Das driftet mir hier gerade zu sehr in die Richtung "ich will einfach nichts neues in Betracht ziehen sondern lieber bequem an alten Info's festhalten". Find ich schade.
Ich war auch erst etwas skeptisch, auch ich hatte mal 20%elt und das auch weiterempfohlen. Aber für neue Erkenntnisse sollte man offen sein, sonst würden die Menschen heute noch denken, die Erde sei eine Scheibe.

Ja, ich habe alles gelesen und da du dies dann im Ton der vollkommenen Überzeugung wiedergibst,
frage ich halt mal nach, ob du deine Aussagen auch mal etwas belegen kannst.

z.B. Auch "Insekten und Fische machen keine 20% der kätzischen Ernährung aus" ist erstmal nur deine Überzeugung. Es gibt durchaus Regionen in denen festgestellt wurde, dass Fische sehr wohl einen Großteil der Beute ausmachen. Das Angebot bestimmt das Fressverhalten.

Ich bin sehr wohl an neuen Erkenntnissen interessiert und wenn diese fundiert sind auch gerne bereit altes Wissen zu verwerfen und neue Ideen zu verwirklichen.
Ich sehe aber leider kein Fundament in deinen Aussagen.

Nachdem ich in dem von Teppichtiger geposteten Dokument (danke nochmal) endlich mal vernünftige Zahlen finde, stelle ich fest, dass die CA/PH Verhältnisse von Beutetieren so stark variieren, dass sich daraus schlicht kein "optimales" Verhältnis ablesen läßt, das zwingend eingehalten werden muss.

Das bestätigt meine Grundmeinung, dass ein penibles "milligramm-basiertes" Barfen vollkommen übertrieben ist, Pi mal Daumen reicht vollkommen aus.
 
  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #29
Ich denke es ist halt wichtig zu sagen, dass es um 20% dauerhaft geht. Nicht um mal ein Stück, nicht um die Umstellung oder einmal im leben eine ausschlussdiät

Das wäre ungefähr so als ob jeder von uns 20% seiner Ernährung mit Döner und co. Bestreiten würde. Das bringt uns nicht um, aber gesund ist was anderes ;p
 
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  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #30
z.B. Auch "Insekten und Fische machen keine 20% der kätzischen Ernährung aus" ist erstmal nur deine Überzeugung. Es gibt durchaus Regionen in denen festgestellt wurde, dass Fische sehr wohl einen Großteil der Beute ausmachen. Das Angebot bestimmt das Fressverhalten.

Das ist zwar richtig, aber du weißt schon, dass die Katze ursprünglich ein Wüstentier war und somit natürlicherweise keinen Fisch frisst? Genaugenommen ist gerade Fisch in übermäßigen Mengen nicht gut, da er kaum die Nährwerte enthält, die Katz braucht, dafür aber übermäßig viel VitD. Wobei auch das wieder Spielraum hat, bis zu 200 oder 300g (da scheiden sich die Geister) Fisch pro Monat sind okay, und sogar für den VitD-Haushalt der Katzen zu empfehlen.
Im übrigen wurden tatsächlich Untersuchungen zum Mageninhalt der Katze durchgeführt. Dieser besteht zu mehr als 90% aus Mäusen, erhöhter Fischkonsum ist nur in einigen wenigen Regionen die Ausnahme. Das wird wohl seine Gründe haben, nicht? Nachzulesen ist das im Buch "Katzen - eine Verhaltenskunde" von Paul Leyhausen, bevor du mich gleich wieder nach Quellen für mein unfundiertes Wissen fragst.

Ich bin sehr wohl an neuen Erkenntnissen interessiert und wenn diese fundiert sind auch gerne bereit altes Wissen zu verwerfen und neue Ideen zu verwirklichen.
Ich sehe aber leider kein Fundament in deinen Aussagen.

Das Fundament meiner Aussagen ist die Logik :)
Der CA/PH-Wert darf zwar durchaus schwanken, aber eben nur in einem gewissen Bereich. Und dieser wird durch die Fütterung von 20% unsupplementiertem Fleisch überschritten. Dafür gibt es in der Quelle, die ich am Anfang des Posts geschrieben habe, sogar ein Rechenbeispiel für jeden, der selbst nicht rechnen will.

Nachdem ich in dem von Teppichtiger geposteten Dokument (danke nochmal) endlich mal vernünftige Zahlen finde, stelle ich fest, dass die CA/PH Verhältnisse von Beutetieren so stark variieren, dass sich daraus schlicht kein "optimales" Verhältnis ablesen läßt, das zwingend eingehalten werden muss.

Wie sowohl Teppichtiger als auch ich schon mehrmals betont haben, gibt es natürlich Schwankungen. Diese gleichen sich in der Natur aber aus. Und in der Fütterung mit fertigfutter eben nicht. Es ist absolut kein Problem, wenn ein Wert mal schwankt, bei der nächsten Mahlzeit wird er wieder reingeholt. Regelmäßig 20% der Ernährung durch rohes Fleisch zu ersetzen, ist aber keine "mal vorkommende Schwankung", sondern ein ständig vorhandener, gleich bleibender Mangel.

Das bestätigt meine Grundmeinung, dass ein penibles "milligramm-basiertes" Barfen vollkommen übertrieben ist, Pi mal Daumen reicht vollkommen aus.

Auch was das angeht, habe ich dir mehrmals zugestimmt. Ich füttere nach Frankenprey, mir kann nun wirklich keiner unterstellen, dass ich zu viel rechne :-D
Die meisten BARFer haben eher die Befürchtung, Frankenpreyer rechnen zu wenig :p
Aber es ist nunmal so, dass ein ständig einseitig hervorgerufener Mangel Folgen hat. Das ist doch beim Menschen genauso, was willst du dafür für ein Fundament haben? Das ist Allgemeinwissen.

Ich denke es ist halt wichtig zu sagen, dass es um 20% dauerhaft geht. Nicht um mal ein Stück, nicht um die Umstellung oder einmal im leben eine ausschlussdiät

Das wäre ungefähr so als ob jeder von uns 20% seiner Ernährung mit Döner und co. Bestreiten würde. Das bringt uns nicht um, aber gesund ist was anderes ;p

Muppel, genau das wurde mittlerweile schon häufig betont, aber wohl leider nicht verstanden.
 
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  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #31
Also ich kann auch zu jedem der was neues sagt hingehen und sagen "man kanns auch einfach übertreiben". Aber in der Regel, wenn ich bereit bin, neue Erkenntnisse anzunehmen, informier ich mich erst einmal weiter darüber, bevor ich dann sowas schreibe.



Und genau das ist eben der Denkfehler. Es ist nicht einfach "ein Tag", an dem es nicht stimmt, es sind immer 20% der Ernährung, und das bleibt es auch, egal ob täglich oder einmal pro Woche.

Muppel hat's ganz gut erfasst. Zum testen, klar, ist das völlig in Ordnung. Aber es wird ja vielen hier nicht nur zur Umstellung auf Rohfleisch zum testen empfohlen, sondern als Ergänzung zur Fütterung mit Nassfutter, und dann ist es eben einfach sehr viel.
Ich seh jetzt auch kein Problem darin, mal eben auf 1 kg Fleisch 5g Eierschale oder so zu geben, damit das Verhältnis stimmt, wenn ich damit ausschließen kann, dass meine Katze Mängel bekommt, aber gut.

Du wolltest Meinungen hören und ich habe meine Meinung dazu geäußert. Du hast in deinem Titel ja auch ein ? und nicht ein !
Daraus schloss ich, dass dies hier eine Diskussion werden soll und nicht ein "Oh danke für die neue Info, ich werde das sofort in die Tat umsetzen"

Warum du aus meinen Äußerungen schließt, dass ich bein neuem immer sagen würde das man es auch übertreiben kann, verstehe ich nicht.
Denn es ist lediglich bei diesem Thema meine Meinung.

Da aber anscheinend doch keine Diskussion gewünscht ist, bin ich dann mal hier raus :)
 
  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #32
...
Das Fundament meiner Aussagen ist die Logik :)
Der CA/PH-Wert darf zwar durchaus schwanken, aber eben nur in einem gewissen Bereich. Und dieser wird durch die Fütterung von 20% unsupplementiertem Fleisch überschritten. Dafür gibt es in der Quelle, die ich am Anfang des Posts geschrieben habe, sogar ein Rechenbeispiel für jeden, der selbst nicht rechnen will.

Wie sowohl Teppichtiger als auch ich schon mehrmals betont haben, gibt es natürlich Schwankungen. Diese gleichen sich in der Natur aber aus. Und in der Fütterung mit fertigfutter eben nicht. Es ist absolut kein Problem, wenn ein Wert mal schwankt, bei der nächsten Mahlzeit wird er wieder reingeholt. Regelmäßig 20% der Ernährung durch rohes Fleisch zu ersetzen, ist aber keine "mal vorkommende Schwankung", sondern ein ständig vorhandener, gleich bleibender Mangel.

Ich muss nochmal nachfragen: Geht es um das Verhältnis CA/PH, oder eigentlich um einen möglichen Kalziummangel, da durch unsupplimentiertes Fleisch zu wenig CA zugeführt wird?
Sprich 20% Rohfleisch bedeutet 20% zu wenig Kalzium?

Wenn es um einen Kalziummangel geht, dann macht es für mich wenig Sinn über Verhältnisse zu diskutieren, sondern dann sollte man sich die absoluten Werte ansehen. Auch unsupplementiertes Fleisch enthält Kalzium.
Das wäre dann eine (CA Gehalt Nassfutter + CA Gehalt Fleisch + CA Gehalt Sonstiges) minus (CA Bedarf der Katze) Rechnung.
 
  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #33
Du wolltest Meinungen hören und ich habe meine Meinung dazu geäußert. Du hast in deinem Titel ja auch ein ? und nicht ein !

In meinem Titel ist ein ? und ein ! ;-)

Daraus schloss ich, dass dies hier eine Diskussion werden soll und nicht ein "Oh danke für die neue Info, ich werde das sofort in die Tat umsetzen"

Nö, wollte ich auch nicht. Aber ein "man kann's auch übertreiben" ist keine Grundlage für ne Diskussion^^

Warum du aus meinen Äußerungen schließt, dass ich bein neuem immer sagen würde das man es auch übertreiben kann, verstehe ich nicht.
Denn es ist lediglich bei diesem Thema meine Meinung.

Habe ich behauptet, dass du das immer so machst? Ich habe lediglich angemerkt, dass das keine besonders geeignete Art ist, zu zeigen, dass man an neuen Denkanstößen interessiert ist. Und wenn ich an etwas nicht interessiert bin, äußere ich mich in der Regel auch nicht dazu^^

Da aber anscheinend doch keine Diskussion gewünscht ist, bin ich dann mal hier raus :)

Oh, es ist sehr wohl eine Diskussion gewünscht. Allerdings eine auf Basis von Argumenten, nicht von "ist mir zu übertrieben".

Ich muss nochmal nachfragen: Geht es um das Verhältnis CA/PH, oder eigentlich um einen möglichen Kalziummangel, da durch unsupplimentiertes Fleisch zu wenig CA zugeführt wird?
Sprich 20% Rohfleisch bedeutet 20% zu wenig Kalzium?

Wenn es um einen Kalziummangel geht, dann macht es für mich wenig Sinn über Verhältnisse zu diskutieren, sondern dann sollte man sich die absoluten Werte ansehen. Auch unsupplementiertes Fleisch enthält Kalzium.
Das wäre dann eine (CA Gehalt Nassfutter + CA Gehalt Fleisch + CA Gehalt Sonstiges) minus (CA Bedarf der Katze) Rechnung.

Es geht um das CA/PH-Verhältnis. aber dadurch entsteht dann, das eben im Verhältnis zu wenig Calzium und zu viel Phosphor enthalten ist. Denn natürlich enthält auch unsupplementiertes Fleisch Calzium, nur eben nicht in dem Maße, wie es für das richtige Verhältnis nötig wäre.
Hab ich vorhin vielleicht unglücklich formuliert.
 
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  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #34
Ich muss nochmal nachfragen: Geht es um das Verhältnis CA/PH, oder eigentlich um einen möglichen Kalziummangel, da durch unsupplimentiertes Fleisch zu wenig CA zugeführt wird?
Sprich 20% Rohfleisch bedeutet 20% zu wenig Kalzium?

Wenn es um einen Kalziummangel geht, dann macht es für mich wenig Sinn über Verhältnisse zu diskutieren, sondern dann sollte man sich die absoluten Werte ansehen. Auch unsupplementiertes Fleisch enthält Kalzium.
Das wäre dann eine (CA Gehalt Nassfutter + CA Gehalt Fleisch + CA Gehalt Sonstiges) minus (CA Bedarf der Katze) Rechnung.

Letzen endes hängen absoluter wert und Verhältnis zusammen. Wenn es absolut einseitig ist, ist such das Verhältnis verschoben. Verhältnisse sind auch desswegen wichtig, da im darm einzelne stoffe bevorzugt aufgenommen werden. So kann es zu einer verringerten Aufnahme/mangel kommen obwohl rein rechnerisch genug da wäre. Genaue Beispiele müsste ich nochmal raussuchen.
 
  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #35
Es geht um das CA/PH-Verhältnis. aber dadurch entsteht dann, das eben im Verhältnis zu wenig Calzium und zu viel Phosphor enthalten ist. Denn natürlich enthält auch unsupplementiertes Fleisch Calzium, nur eben nicht in dem Maße, wie es für das richtige Verhältnis nötig wäre.
Hab ich vorhin vielleicht unglücklich formuliert.

Die Fixierung auf "Verhältnis" macht für mich keinerlei Sinn.
Ein Verhältnis bestimmt immer sich aus den absoluten Werten.
Es gibt kein richtiges oder falsches Verhältnis, es gibt lediglich ein Zuviel oder Zuwenig eines Grundwertes aus dem sich das Verhältnis errechnet.

Für die Argumentation, dass 20% unsupplementiertes Fleisch nicht empfehlenswert ist, muss somit lediglich die folgende Rechnung betrachtet werden:
(CA Gehalt Nassfutter + CA Gehalt Fleisch + CA Gehalt Sonstiges) minus (CA Bedarf der Katze)

Verhältnisse sind auch desswegen wichtig, da im darm einzelne stoffe bevorzugt aufgenommen werden. So kann es zu einer verringerten Aufnahme/mangel kommen obwohl rein rechnerisch genug da wäre. Genaue Beispiele müsste ich nochmal raussuchen.

Speziell auf CA/PH betrachtet, spechen die unterschiedlichen Beutetierwerte erstmal dagegen. Bin hier skeptisch.
 
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  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #36
Die Fixierung auf "Verhältnis" macht für mich keinerlei Sinn.
Ein Verhältnis bestimmt immer sich aus den absoluten Werten.
Es gibt kein richtiges oder falsches Verhältnis, es gibt lediglich ein Zuviel oder Zuwenig eines Grundwertes aus dem sich das Verhältnis errechnet.

Für die Argumentation, dass 20% unsupplementiertes Fleisch nicht empfehlenswert ist, muss somit lediglich die folgende Rechnung betrachtet werden:
(CA Gehalt Nassfutter + CA Gehalt Fleisch + CA Gehalt Sonstiges) minus (CA Bedarf der Katze)

Dabei geht es um die Wechselbeziehungen der verschiedenen Nährstoffe untereinander. Nährstoffe haben Antagonisten. Vielleicht magst du mal ein wenig nach dem Parathormon googeln. Und gerade bei einigen Erkrankungen ist das Verhältnis mindestens genauso wichtig, wie die absoluten Mengen.
 
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  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #37
Aber all die Tiere, die die Katze in der Natur frisst, haben ein völlig ausgewogenes Kalzium-Phosphor-Verhältnis. Und das ist auch wichtig, das ist eines der wichtigsten Dinge in der Katzenernährung.

Für mich hakt es in deiner Logik an dieser Stelle.
Wenn alle die Tiere, die die Katze in der Natur frisst ein völlig ausgewogenes Kalzium-Phosphor-Verhältnis haben, warum sollten das andere Tiere nicht auch haben?
Warum sollte ein Küken ein anderes Kalzium-Phosphor-Verhältnis haben als ein ausgewachsenes Huhn?
Und frisst eine Katze ein Kaninchen vollständig?
Denn davon wird beim Barfen immer ausgegangen: Wir bauen uns eine Maus nach.
Die einzelnen Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind dabei in verschiedenen Körperteilen verteilt, so dass sich nur aus der ganzen Maus die optimale Versorgung ergibt.

Das heißt, frisst eine Katze in der freien Natur ihre Beute nicht vollständig, hat sie einen Mangel an bestimmten Nährstoffen.
Findet sie keine Mäuse und frisst sie Vögel, was ist dann mit dem Nährstoffbedarf? Oder ein halbes Kaninchen oder zwei Drittel Ratte?

Dann stellt sich doch die Frage, was ist das ausgewogene Kalzium-Phosphor-Verhältnis. Du meinst sicher 1,1:1 oder?
Bist du sicher, dass das auch in einem Kaninchen steckt?
Laut Naehrwertrechner.de hat Wildkaninchenfleisch 12 mg Kalzium und 226 mg Phosphor pro 100 g.
Kommt also nicht einmal ungefähr in die Nähe des "ausgewogenen Verhältnisses". Zumindest nicht ohne das auch Knochen vertilgt werden.

Knochen sind also im Grunde das Zauberwort. In dem reinen Fleisch ist herzlich wenig Kalzium. Und das ist auch der Grund, warum es beim Barfen supplementiert werden muss. Wenn man Fleisch mit Knochenanteil verfüttert, ist die Menge des Kalziums, dass zugeführt werden muss, geringer.

Der Gedanke von Doreen Fiedler ist auf jeden Fall bedenkenswert.

Allerdings denke ich da gerade an das Vitamin A Problem, um das auch gern gestritten wird.
Grundsätzlich heißt es, man darf Vitamin A auf keinen Fall überdosieren. In den verschiedenen Bedarfswerttabellen ist das Vitamin A mit verschiedenen Werten angegeben. Der Dubarfst-Kalkulator und auch Susanne Reinerth berechnen Vitamin A aber mit dem 5fachen des gängingen Bedarfswertes.
Wenn ich mich recht erinnere, ist der Grund die Bioverfügbarkeit des Vitamin A in der Leber, d.h. es wird weniger Vitamin A aus der Leber aufgenommen als enthalten ist.

Ich weiß nicht, ich kann das zwar alles nachvollziehen, es klingt für ich durchaus logisch, aber ich habe mit diesen absoluten Werten so meine Probleme.


Ach übrigens habe ich mir die Bücher schon am letzten WE bestellt. Ich bin neugierig. :)
 
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  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #38
Also ich baue beim Barfen keine Maus nach, sondern richte mich nach Bedarfswerten.

Aber wenn man mal die regulären Beutetiere der Katze anschaut, dann wird durch die Knochen immer mehr Calcium als Phosphor aufgenommen. Eine Maus zum Beispiel liefert im Schnitt ein Verhältnis von 1,3:1, wobei Calcium- und Phosphor-Bedarf insgesamt dabei reichlich abgedeckt werden. Somit ist auch entsprechender Spielraum zum Ausgleich von etwas Extra-Phosphor vorhanden, ohne gleich unter das Verhältnis von 1:1 zu fallen. Wird das Verhältnis langfristig zu ungünstig verschoben, dann kann es sicher auch zu Problemen kommen. Bei einigen Erkrankungen sicher auch schon eher.

Mit dem 5-fachen Angebot an Vitamin A rechne ich übrigens auch nicht, weil es mir nicht logisch erscheint.
 
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  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #39
Dabei geht es um die Wechselbeziehungen der verschiedenen Nährstoffe untereinander. Nährstoffe haben Antagonisten. Vielleicht magst du mal ein wenig nach dem Parathormon googeln. Und gerade bei einigen Erkrankungen ist das Verhältnis mindestens genauso wichtig, wie die absoluten Mengen.
Korrekt, aber wir reden hier über speziell über 1-2 Tage Fütterung mit verminderter Kalziumzufuhr, die dann danach wieder "normalisiert" wird.
Langfristig gesehen hast du Recht mit den Wechselbeziehungen und damit wieder der Verhältnisbetrachtung, kurzfristige Minderversorgungen kommen aber auch in der Natur vor und werden ausgeglichen und führen nicht zu Krankheitsbildern.

Konkret geht es doch darum:
Ist einmal (oder zweimal) die Woche "weniger als sonst" Kalziumgehalt in Fressen langfristig schädlich für die Katze?
 
  • 20%eln nicht empfehlenswert?! Beitrag #40
Ich habe mich da wohl etwas unglücklich ausgedrückt. Was ich meinte, war, damit, was die Katze in der Natur frisst, hat sie ein ausgewogenes CA/PH-Verhältnis. Ist in dem Vogel ein bisschen weniger, ist dafür in dem Kaninchen ein bisschen mehr.
Außerdem alles immer unter der Berücksichtigung, dass die Untersuchung des Mageninhaltes von Mäusen ergeben hat, dass etwa 97% aus Mäusen besteht, der Rest aus Insekten und anderen Tieren.
Ich denke allerdings nicht, dass es schadet, BARF-Anfängern zu sagen, sie können erst einmal mit 20%eln anfangen. Aber wenn man jetzt mit einbezieht, dass viele ja gar nicht anfangen wollen zu BARFen, sondern als Ergänzung zum Nassfutter 20%eln, also dauerhaft, finde ich das schon bedeutungsvoll, was die Frau Fiedler da sagt.
Auch ich rechne übrigens bei Leber nicht mit dem 5-Fachen VitA-Wert, da ich das doch für leicht übertrieben halte. Abgesehen davon, dass ich das alles ja sowieso nicht so 100%ig ausrechne wie die Suppi-BARFer.

Und @Opferlaemmchen, das ist zwar richtig, aber wenn du dir die Berechnung in dem Beispiel des am Anfang geposteten Links mal ansiehst, siehst du, dass eine 20%ige Fütterung nur durch unsupplementiertes Fleisch zu einem Verhältnis von 0,8:1 führt. Und das auf Dauer, im Zweifelsfall über Jahre hinweg, halte ich dann schon für bedenklich.

Abgesehen davon, sehe ich kein Problem darin, eben statt unsupplementiertes Fleisch Fleisch mit ein bisschen Eierschale zu nehmen, viel mehr Arbeit ist das auch nicht, und ich weiß, dass die Katz keine Schwierigkeiten bekommt.
 
Thema:

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