Hallo ihr Lieben,
ich glaube, ich weiß wirklich einiges zu diesem Thema, aber dieses mal bin ich etwas überfragt, weshalb ich auf eure Erfahrungen hoffe.
Milky (Kater, ca. 2 Jahre, kastriert, Frechdachs vor dem Herren) wurde mir ja schon mit einem Struvitbefund aus dem Tierschutz vermittelt. Meine erste Amtshandlung vor gut einem Jahr war der Checkup beim Tierarzt mit Urinkontrolle und Ultraschall. Bis zu diesem Zeitpunkt hat er RC Urinary auf der PS bekommen. Der pH-Wert war beim Tierarzt damals immer noch viel zu hoch, dafür keine Kristalle/Steine. Über barf alleine hat sich der pH-Wert leider nicht reguliert, weshalb wir täglich mit 2 Guardacid arbeiten. Ich kann leider den pH-Wert nicht so regelmäßig überprüfen, wie ich das gerne hätte, aber Stichproben ergaben ein gutes Ergebnis.
Heute morgen dann der Schock: Von jetzt auf gleich waren seine Pipiböller komplett rot und er rannte mehrmals direkt hintereinander aufs Klo. Hab ihn also sofort nach der Arbeit eingepackt und bin mit ihm zum Tierarzt.
Wir haben gemacht:
Ultraschall Blase und Nieren, Ergebnis: Keine Steine, aber sich bewegende Blutprofen, linke Niere unauffällig, rechte Niere nicht ganz eindeutig.
Blutscreening: Nierenwerte, Blutbild rot/weiß, Ergebnis: morgen
Urinuntersuchung: pH-Wert auf nüchterne Katze super, keine Steine dafür aber so viel Blut, dass man meinen hätte können, der Urin käme direkt aus der Vene :-( Selbst die Tierarzt meinte, dass sie selten sowas gesehen hat.
Medikation: LangzeitAB speziell für Blasenentzündung, wird nächste Woche nochmal wiederholt, Schmerzmittel für sechs Tage und eine Spritze Buscopan zum entkrampfen.
Ganz davon abgesehen waren wir am Montag erst beim Tierarzt wegen einer Ohrenentzündung. Dagegen gabs Penicillin und Surolan, was auch gut anschlägt, lt. Tierarzt heute.
Er frisst, spielt etwas, ist aber natürlich durch die Sedation noch etwas wackelig auf den Beinen. Aufs Klo rennt er immer noch ca. jede Stunde, immer noch mit massiv Blut.
Dass das nicht von jetzt auf gleich weggeht ist mir klar, aber die Menge an Blut erschreckt mich doch sehr. Hatte das schonmal jemand von euch?
Die erste Theorie der Tierarzt war Stress als Auslöser. Ich könnte es mir damit erklären, dass mein Partner vor zwei Wochen ausgezogen ist.. Die Beziehung macht so einfach keinen Sinn mehr, allerdings hatte Milky zu ihm einen besseren Draht als zu mir. Dagegen spricht, dass er regelmäßig auf Geschäftsreisen wär, weshalb ich mir kaum vorstellen kann, dass ihm seine Abwesenheit so sehr auffällt. Vielleicht liegt es an meinem Gemütszustand, bzw. an einer Verbindung aus beidem? Ich bin momentan recht viel Zuhause und kümmre mich viel um die drei, er kann sich also kaum vernachlässigt fühlen.
Er ist eigentlich auch sonst eher robust. Staubsauger: Egal. Es klingelt an der Tür: Milky ist der erste der Besuch begrüßen muss. Dummheiten: Dem fallen Sachen ein, auf die ich niemals gekommen wäre. Aber vielleicht doch ein Sensibelchen?!
Wie lange würdet ihr dem Blut im Urin bzw der ständigen aufs Klo Springerin geben, bis ihr wieder zum Tierarzt gehen würdet? Nächste Woche müssen wir eh nochmal zur Kontrolle, aber lieber gehe ich direkt nochmal falls es nicht besser wird.
Vielen Dank schonmal für eure Hilfe,
Tina mit Milky, Bounty und Snickers