• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Krusten und offene Wunden am Kopf

Diskutiere Krusten und offene Wunden am Kopf im Erkrankungen im Kopfbereich Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo ihr Lieben, ich wende mich heute mal mit einem Problem an euch, vor dem ich etwas hilflos stehe, weil ich so etwas noch nie mit einer Katze...
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #1
Schattenbinder

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Hallo ihr Lieben,

ich wende mich heute mal mit einem Problem an euch, vor dem ich etwas hilflos stehe, weil ich so etwas noch nie mit einer Katze hatte.

Mein Katerchen Snorre ist ein putzmunteres Kerlchen, leider etwas mäkelig beim Thema Futter. Aber bisher ging das immer ganz gut. Wir haben ihn und seinen Bruder nun gut 4 Monate, beide sind jetzt knapp 7 Monate alt und seit 2 Wochen kastriert. Vor etwa einem Monat ging es damit los, dass Snorre eine kleine Wunde neben dem Ohr hatte. Er hatte sich eine Kruste weggekratzt, die mir zuvor gar nicht aufgefallen war, weil sie so winzig war. Ich habe die Wunde dann desinfiziert, aber er hat sie sich trotzdem größer und größer gekratzt. Wir sind mit ihm zum Tierarzt, der sich das Ganze angesehen und medikamentös behandelt hat. Eine Salbe für die Wunde (Otomax, eigentlich Ohrentropfen für Hunde.... :neutral:), Antibiotika und eine Halskrause sollten Abhilfe schaffen. Das ganze klappte auch relativ gut, zumindest vom Heilerfolg. Da Snorre jede Berührung im Gesicht hasst, war die Anwendung der Salbe für beide Seiten ein Kampf. Nach einer Woche war die Stelle geschlossen, wir konnten die Halskrause abnehmen und er hat sich auch nichts mehr aufgekratzt.

Eine Woche später hatte er wieder eine offene Stelle: Genau über den Schnurrhaaren. Dieses Mal hat sich aber nichts entzündet und es ist gut verheilt (wie am Ohr ist der Bereich nun allerdings vorerst haarlos). Ich konnte aber beobachten, dass sich die Wunde sozusagen nach hinten fortsetzte, also unterhalb des Wangenknochens. Es bildete sich dort eine dunkle Kruste, ohne dass sich dort eine Verletzung befand. Seit einigen Tagen hat er nun auch unter dem rechten Auge eine dunkle Kruste. Die an der Wange ist heute morgen abgefallen und wieder ist eine blutige Wunde zu sehen.

Snorre scheint keine Schmerzen zu haben, er kratzt sich auch nicht übermäßig (wenn ich dabei bin). Der Tierarzt hat nicht viel dazu gesagt, er meinte, das wären evtl. Kampfverletzungen. Wir haben aber Wohnungskater und die beiden prügeln sich nicht so massiv, dass diese Wunden entstehen könnten. Ich vermute ja eine Allergie und fürchte, der Kleine wird um einen Bluttest und Co. nicht herum kommen. Ich würde ihm das gern ersparen, aber ich weiß auch nicht, was ich sonst machen soll, damit es ihm bald wieder gut geht.

Die "Zieheltern" der beiden haben Billigfutter vom dm verfüttert, von welchem wir schon kurz nach Einzug der Kater auf Animonda vom Feinsten und Miamor Milde Mahlzeit umgestellt haben. Das mochten sie auch immer gern, ich habe vor allem halt Wert darauf gelegt, dass es getreidefrei ist. Trockenfutter kriegen sie kaum, nur als Leckerchen zwischendurch oder als Beuteanreiz beim Spielen (Fummelbrett, Futter jagen ;-)). Gerade Snorre will aber am liebsten Trockenfutter haben (vielleicht weil es so schön knuspert?) und ignoriert gerade das Animonda immer beharrlicher. Bei Tabby ist es eh egal, der futtert alles weg.

Hat jemand vielleicht einen Tipp für mich, was das sein könnte? Ich hab schon von atopischer Dermatitis gelesen über Pilzbefall bis zum eonosophilen Granulom. Natürlich werde ich wieder bei meinem Tierarzt auf der Matte stehen, allerdings habe ich das Gefühl, er erkennt das Problem gar nicht so richtig. Und ich mache mir richtig Sorgen und bin total verunsichert, wie ich meiner Maus akut helfen könnte.
Und hier noch Bilder vom bösen Aua.

Lieben Gruß
Steffi
 

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  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #2
Das könnte auch ein eosinophiles Granulom sein. Dazu gibt es hier einige Threads oder sprich deinen Tierarzt mal in diese Richtung an.
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #3
Hey

Aso meine Katze ist jetzt 10 Monate alt, sie hat die gleichen blutigen, krustigen Stellen wie deine Katze. Meine Katze kratzt nicht, es dürfte nicht wirklich jucken. Die Stellen fühlen sich leicht erhoben an, werden dann geschwulstig, fangen an zu bluten und verkrusten wieder. Sie verschwinden nach einiger Zeit von alleine, tauchen aber an einer anderen Stelle auf.

Ich war gestern beim Tierarzt und der hat eine Gewebeprobe entnommen und einen Blutabnahme gemacht.
Verdacht: eosinophiles Granulom

Hab mich jetzt ein bisschen Schlau gemacht, dahinter könnte eine allergische Reaktion auf Parasitenbefall stecken oder eine Futtermittelallergie.

Habe den Tipp bekommen dass Isenbert hier im Forum der Spezialist dafür ist.
Sofern sich der Verdacht bei meiner Katze bestätigt, werde ich mich an sie wenden.
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #4
Vielen Dank für die Antworten!

Bei Snorre ist es genau so wie du es beschreibst, Schokocookie. Und deiner ist auch noch so jung...

Okay, das Granulom... Das heißt, wenn ein Allergiestoff gefunden werden kann, kann man ja wenigstens entsprechend dagegen angehen. Ich habe morgen einen Termin beim Tierarzt und werde ihn drauf ansprechen. Falls er da nicht drauf eingeht, gibt es in Wuppertal einen Spezialisten nur für Katzen. Dann würde ich dem mal einen Besuch abstatten.
 
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  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #5
Hallöchen, wenn ich schon genannt werde, melde ich mich gleich mal zu Wort :)

Ich tippe auch auf EG, wenn ich mir das so anschaue.

Wirklich feststellen kann man es jedoch nicht durch anschauen, sondern benötigt eine Biopsie. Hier werden Hautproben der entsprechenden Stelle genommen. Hierzu wird in den meisten Fällen, vor allem da es bei deiner Katze im Gesicht ist, eine kleine Narkose benötigt. Oftmals wollen die Tierärzte erstmal die Symptome mit allerlei Zeug behandeln. Ich finde es persönlich besser wenn das Kind einen Namen hat bevor man ewig rumdoktert.

Leider ist die Behandlung nicht so einfach, da trotz allem die Ursachenforschung schwer ist. Laut meiner Erfahrung liegt sehr selten eine Futtermittelallergie zugrunde. Oftmals werden Flohallergien, Umweltallergien oder Stress als Verursacher genannt. Bitte lass dir keinen Allergietest aufquatschen, reine Geldmacherei. Wahrscheinlich wird es bei viel mehr Dingen ausschlagen, als überhaupt Allergien vorliegen.

Eine Möglichkeit wäre dann natürlich eine Ausschlussdiät zu machen, wenn die Vermutung nahe liegt, es handelt sich um eine Futtermittelallergie. Anleitungen gibt es hier im Forum.

Die Behandlung wird vorwiegend mit Cortison gemacht. Bei starken Entzündungen in Verbindung mit Antibiothika. Ich habe auch schon von Behandlungen mit Atopica gelesen, mein Tierarzt ist jedoch nicht überzeugt davon und sagt dazu: er schießt nicht mit Kanonen auf Spatzen, da es wohl ziemliche Nebenwirkungen haben kann.

Das mal das erste was mir einfällt. Thread ist nun abonniert.

LG Isi

Nachtrag: jetzt musste ich grad nochmal nachlesen wie alt dein Kater ist...sollte es wirklich EG sein bin ich echt mal wieder erstaunt. Denn ich habe bisher echt nur vorwiegend junge Katzen kennengelernt die an EG leiden. Keine war großartig über 3 Jahre. Mein Tierarzt macht mir ja immer Hoffnung dass die Krankheit irgendwann einfach weggehen kann. Das wäre zu schön. *seufz*
 
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  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #6
Ist es absolut ausgeschlossen, dass die Kleinen vielleicht Flöhe haben ...?

EG wäre zwar eigentlich auch mein erster Verdacht, aber es sollte auch unbedingt ein Pilz ausgeschlossen werden. Das macht man mit einem Klebetest und eventuell einer speziellen Lampe.

Gute Besserung!
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #7
Hallo Isenbert,

vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Ist denn eine Biopsie ausreichend oder muss auch Blut entnommen werden? Von Allergietests habe ich schon gelesen, dass die eigentlich Unsinn sind. Aber wie findet man denn raus, ob es Parasiten- oder Futterallergie, Stress oder sonstiges ist? Oder muss man einfach jedem Verdacht nachgehen und auf gut Glück alles probieren?

Neryz, ich könnte es jetzt nicht 100 pro ausschließen, aber auch mit Flohkamm war kein Kot und kein Floh zu finden. Und Tabby hat im Gegensatz zu Snorre halt nichts. Also absolut gar nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #8
Hallo Isenbert,

vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Ist denn eine Biopsie ausreichend oder muss auch Blut entnommen werden? Von Allergietests habe ich schon gelesen, dass die eigentlich Unsinn sind. Aber wie findet man denn raus, ob es Parasiten- oder Futterallergie, Stress oder sonstiges ist? Oder muss man einfach jedem Verdacht nachgehen und auf gut Glück alles probieren?


Also meines Wissens ist die Biopsie ausreichend. Blutabnahme hatten wir bei Nala nicht machen müssen.

Die Ursachenforschung ist leider echt schwierig. Ausschlussdiät ist schon aufschlussreich aber die restlichen Dinge echt nicht einfach. Ich weiß bis heute nicht was der Auslöser bei meiner Katze ist.

Ich war heute übrigens mal bei einer anderen TÄ weil Nala auch schon wieder einige Stellen am Hinterlauf hat und diese TÄ nun ist gar nicht begeistert von Cortison und da es bei Nala auch nicht wirklich anschlägt, macht sie sich nun wegen Atopica schlau. Es wird schon lange bei Allergien bei Hunden eingesetzt und ist jetzt wohl auch für Katzen zugelassen. Es soll wohl doch weniger Nebenwirkungen als Cortison haben, aber da scheinen wohl die Tierärzte mal wieder unterschiedliche Meinungen zu haben. Sie meldet sich diese Woche bei bei mir und dann schauen wir ob wir das machen. Sie hat jetzt zunächst ein AB Depot für die Entzündung bekommen.

Das kannst du ja auch mal bei deinem Tierarzt ansprechen. Wäre interessant was deiner dazu sagt!
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #9
Ich bin prinzipiell auch gegen Cortison außer es geht gar nicht anderes. Wird die Krankheit schlimmer, wenn man sie nicht eindämmt?

Meine Süße war in letzer Zeit ziemlich oft rollig, in den letzten 3 Monaten 4 mal. Fresst mich nicht gleich, aber wir mussten vorher eine Herzschwäche ausschließen und ein Asthmaproblem abklären, da wurde die Kastration hinten angereiht.

Ab gestern ist die Mieze jedoch kastriert, ich habe die Hoffnung, dass es jetzt besser wird.
In letzter Zeit wurden auch mehre Futtersorten ausprobiert, eigentlich alle mittel-hochwertig. Ich bleibe jetzt bei einer uns schaue, ob es Cookie besser geht.
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #10
Ich bin prinzipiell auch gegen Cortison außer es geht gar nicht anderes. Wird die Krankheit schlimmer, wenn man sie nicht eindämmt?

Meine Süße war in letzer Zeit ziemlich oft rollig, in den letzten 3 Monaten 4 mal. Fresst mich nicht gleich, aber wir mussten vorher eine Herzschwäche ausschließen und ein Asthmaproblem abklären, da wurde die Kastration hinten angereiht.

Ab gestern ist die Mieze jedoch kastriert, ich habe die Hoffnung, dass es jetzt besser wird.
In letzter Zeit wurden auch mehre Futtersorten ausprobiert, eigentlich alle mittel-hochwertig. Ich bleibe jetzt bei einer uns schaue, ob es Cookie besser geht.


Ich denke schon, dass man die Krankheit irgendwie eindämmen muss. Ansonsten leidet die Katze ja extrem unter Juckreiz oder auch Schmerzen. Von da her sage ich auch: lieber ein paar Lebensjahre weniger durch Cortison als ständiges Leid. Aber medikamentöse Alternativen wären natürlich super.

Rolligkeit bedeutet durchaus Stress für eine Katze von dem her kann das schon neue Ausbrüche des EG provozieren. Dass man allerdings auch nur eine gesunde Katze kastriert verstehe ich ebenso :)
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #11
Ich klinke mich hier mal mit ein, da mein Kasimir auch seit Samstag eine offene Stelle am Mäulchen hat.

Erst war es wie eine Blase und jetzt ist es eine dicke Kruste. Ich habe das Gefühl, es wird größer.

Der Tierarzt meinte am Montag, vermutlich eine Verletzung. Aber ich weiß nicht so recht. Gerade am Mäulchen tritt diese EG ja auch häufig auf, oder täusche ich mich?
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #12
Ich klinke mich hier mal mit ein, da mein Kasimir auch seit Samstag eine offene Stelle am Mäulchen hat.



Erst war es wie eine Blase und jetzt ist es eine dicke Kruste. Ich habe das Gefühl, es wird größer.



Der Tierarzt meinte am Montag, vermutlich eine Verletzung. Aber ich weiß nicht so recht. Gerade am Mäulchen tritt diese EG ja auch häufig auf, oder täusche ich mich?


Ja das ist richtig. Das am Mäulchen nennt man indolenter Ulcus, das an den Beinen oder Bauch nennt man Plaque. Der Ulcus ist normal nicht schmerzhaft. Ich habe gute Erfahrungen mit Silberwasser gemacht. Das kann man einfach drauftupfen. Es hat eine desinfizierende antibiotische Wirkung.
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #13
Ja das ist richtig. Das am Mäulchen nennt man indolenter Ulcus, das an den Beinen oder Bauch nennt man Plaque. Der Ulcus ist normal nicht schmerzhaft. Ich habe gute Erfahrungen mit Silberwasser gemacht. Das kann man einfach drauftupfen. Es hat eine desinfizierende antibiotische Wirkung.

Ich danke dir, das probiere ich aus. Morgen besorge ich mir das sofort. Hoffentlich wird das nicht schlimmer, bei einem Freigänger einen Allergieauslöser suchen ist ja fast unmöglich.

Danke nochmals.
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #14
Du glaub mir, auch bei ner Wohnungskatze ist es nicht einfacher [emoji57]

Silberwasser bekommst du zum Beispiel online bei der Katzentheke!
Viel erfolg!
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #15
Du glaub mir, auch bei ner Wohnungskatze ist es nicht einfacher [emoji57]

Silberwasser bekommst du zum Beispiel online bei der Katzentheke!
Viel erfolg!

Also dann hat meine Plaque, bei ihr die Knuppeln in den Achseln und hinter dem Ohr. Manchmals auch am Rücken. Ich werd gleich mal nach Silberwasser ausschau halten. Im Internet steht auch das Chlorhexamed hilft. Das hätte ich zuhause, hat damit jemand Erfahrung?
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #16
Hallo ihr Lieben,

ich war heute also beim Tierarzt und habe für mich nun die Entscheidung gefällt, einen anderen Arzt zu konsultieren, wenn sich durch die jetzige Behandlung keine Besserung einstellt.

Ich habe ihm direkt von meinem EG-Verdacht erzählt, woraufhin er erstmal einen Teil der Kruste abgekratzt hat und meinte: "Nö, das Granulom tritt ja immer an der Nase auf." Meinen Einwurf, dass ich da aber ganz andere Sachen gelesen und gesehen habe, hat er abgetan. Er hat Snorre ein Antibiotikum gespritzt, das Fell nach Flöhen durchkämmt und (natürlich) nichts gefunden. Dann hat er ihm beide Krusten mit einem Kamm abgekratzt, direkt unter den Augen, das muss fies weh getan haben, und Jod drauf gegeben. Auf meine Frage, was es denn seiner Meinung nach ist, sagte er: "Ein Ekzem." Öhm... Ja, das hab ich auch schon gemerkt... Ich habe Tabletten mitbekommen gegen Juckreiz und Surolan. Außerdem trägt Snorre jetzt wieder eine Halskrause.

Ich habe mehrmals nachgefragt, ob wir denn eine Untersuchung anleiern könnten, um Pilze oder andere Auslöser zu identifizieren. Die Antwort war, dass es vier Wochen dauern würde, eine Pilzkultur anzulegen und bis dahin wäre ja schon wieder alles weg. War es ja auch schon vorher, nämlich an der Stelle am Ohr, aber es ist ja dennoch wiedergekommen!

Irgendwie kann ich mich mit dieser Behandlung nicht recht anfreunden. Bin ich zu überempfindlich, wenn ich mich nicht ernst genommen fühle? Mein armer Schatz liegt jetzt völlig k.o. auf meinem Schoß und er ahnt sicher, dass wir in der nächsten Zeit wieder viel kämpfen werden mit diversen Medikamenten...
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #17
Zu dieser späten Uhrzeit fällt mir nur eins ein: oh mein Gott was ein bescheuerter Tierarzt! Da würd ich mich auch mal schnell nach einem anderen umsehen.

Was für Tabletten hast du bekommen? Surolan hab ich jetzt schon öfter gehört, weiß aber nicht ob das was bringt.

Dein armer Schatz. Hoffe er ist nicht so sehr nachtragend :-(

@schokocookie: chlorhexamed ist doch ne zahnspülung zur Desinfektion? Hab ich jetzt noch nie gelesen dass das helfen soll. Kannst du mal die Quelle schicken?
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #18
Du, ich erzähl die mal Meffis Geschichte.
Meffi ist rot, und die helle Haut ist ja anfällig für allerlei. Als er so 2 war, hatte er plötzlich an beiden Innenschenkeln am übergang zum Bauch zwei völlig symmetrische, ovale Stellen, die kahl und wund waren. Er hat alle paar Minuten wie manisch daran herumgeleckt. Ab zu unserer (damaligen!) TÄ.
Die Frau sah den Kater an... "Nanu, was kann das sein? Eine Verbrennung? Eine Schürfwunde? Aber so symmetrisch!? Jedenfalls eine Schleckdermatitis." - "Was war früher da, die Wunde oder das Lecken?" - "Kann man nicht mehr sagen".
Er bekam Silberzeugs drauf und eine Halskrause. Einmal am Tag haben wir den Armen von dem Teil befreit, damit er sich putzen konnte. Er putze Pfötchen, Gesicht, Bauch und arrrgh schleckschleckschleck die Schenkel, wie ein Wahnsinniger. Es wurde nicht besser. Er bekam Cortison. Und plötzlich Ruhe. Juchu, geschafft. Und als die Wirkung nachließ, war alles wieder wie zuvor.
Kater wieder der TÄ vorgestellt: "Tja, manche Katzen brauchen halt lebenslang Cortison". Oha, dachte ich, aber doch nicht ab zwei Jahren :shock:
"Kann man da homöopathisch was machen?" - "Nein, Homöopathie wirkt bei Katzen nicht." Und an ihrer Tür war ein großes Schild TCM bei Tieren.
Unsere Nachbarin empfahl uns dann einen Tierhomöopathen, der Hausbesuche macht. Er kam also vorbei, sah den Kater genau an und kippte ihm dann nen gefühlten Eimer voll Globuli in den Rachen, für 50€. Und Ruhe mit der Schleckerei. Ein paar Monate später gab es einen Rückfall und er hat wieder Globuli bekommen. Ich schwöre, seither hatte er nie wieder wunde Stellen, weder an den Schenkeln noch sonstwo.
Heute ist Meffi sechs Jahre alt. Irgendwann kamen kleine Krusten an den dünn behaarten Stellen vor den Ohren dazu, einmal am Kinn, einmal unterm Auge. Die kommen und gehen. Ich wischen ihm dann die Ohren mit einem sauberen Kleenex aus, falls ihn das Schmalz juckt, sprühe Piercingdesinfektion drauf (das ist ja "essbar" - wegen Zungenpiercing etc.) und unternehme nichts weiter. Die Krusten sind minimal, er hat lange symptomfreie Phasen und ich habe ihn NIE manisch daran herumpföteln sehen. Also den Stress einer tierärztlichen Behandlung meiner Einschätzung nach bei weitem nicht wert.
Unsere jetzige TÄ sagte nur auf die Symptombeschreibung hin (war mit Meffis Bruder dort) gleich EG. Musste sie mir erst mal buchstabieren. Er wurde nie getestet, aber ich bin sicher, dass es das ist. Die Ursache? Autoimmun, Stress, Psyche, empfindliche Haut, alles davon, was anderes? Nützt Meffi wohl auch nicht viel, das zu wissen.

Ich hab gerade überlegt... was wurde in den letzten Jahren im Haushalt verändert, was zur Besserung beigetragen haben könnte?
- Napf von Plastik zu Keramik gewechselt
- nur Nassfutter statt nur Trockenfutter
- Stiefvater, der die Katzen gehasst hat und vor dem sie Angst hatten, ausgezogen
das wars.

Es klingt gemein, aber ich nehme die kleinen Krusten mittlerweile als Indikator hin. Sind keine da, kann eine bestimmte Langzeitsituation nicht so belastend für ihn sein wie befürchtet.

So Fazit:
- Es kann sich durchaus mit den Jahren bessern!
- weniger Medikamente sind weniger Stress und das meiste hilft eh nicht
- Die Frage sollte immer lauten "quält meine Katze sich?"

OT: Das Ganze erinnert mich grad irgendwie meine Akne. Jahrelang hab ich gepeelt und gewaschen und gecremt und weiß der Geier was sonst noch, und es wurde immer schlimmer (Schmerzen inklusive). Irgendwann hab ich es aufgegeben. Heute, nach bald 7 Jahren, hab ich immer noch große Poren und Mitesser und neige zu fettiger Haut. Aber kein einziger Pickel mehr. Und wie hab ich das geschafft? Nun, ich reinige mein Gesicht etwa alle zwei(!) Tage ENTWEDER mit Wasser ODER einer guten Reinigungsflüssigkeit ODER einem Peeling. Je nach Fett-Zustand. Gegen den Rest könnte vielleicht gesündere Ernährung oder Rauchen aufhören helfen. Aber da ich mit 13 natürlich nicht geraucht und sehr gesund gegessen habe, tu ich mir das nicht an. Wer weiß, vielleicht hab ich mit 27 ja von allein Pfirsichhaut. Und wenn nicht, ich bins so gewöhnt, ich kann damit leben.

Ich merke grad, dass ich nachts immer seeehr viel schreibe :oops:

Und eins noch @bescheuerte Tierärzte. Ich hatte auch lang einen Hass auf die Frau, die das bei Meffi nicht erkannt hat. Bis mir mein Freund erzählt hat, dass eben diese TÄ seiner Katze, die mit einem raushängenden Auge :shock: vom Freigang kam, das Auge operiert hat. Und die Katze war danach sehend, auf beiden Augen.
Ich denke, Tierarzt ist ein verdammt schwerer und harter Job. Schon Menschenarzt sein ist nicht leicht und es gibt zig Millionen Krankheiten und Symptome. Und dann das Ganze multipliziert mit allen Haustieren von Hamster und Hund über Wellensittich bis Schuldkröte und Katze? Zu der oben Genannten würde ich jederzeit operieren gehen. Kein Mensch kann alles... und könnte ich es besser, wär ich doch selber TÄ geworden. *meine Meinung OT Ende*
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #19
Oh ich hab die Foren durchforstet, irgendwo ist da Chlorhexadin oder Chlorhexamed gestanden. Wurde da für EG nahe des Maus verwendet. Wollte nur nachfragen, ob das Standard ist. Anscheinend nicht.

Also wenn Keramikschüsseln helfen, tausch ich meine Plastiktrinknäpfe sofort aus :)
Hab eh nur 2, sonst sind alles aus Glas oder Keramik. Einen Versuch ist es wert!
 
  • Krusten und offene Wunden am Kopf Beitrag #20
Ich verspreche gar nichts! Das fiel nur in die Zeit, wo es immer besser wurde. Was der Auslöser tatsächlich ist, weiß bis heute keiner.



Den verwende ich immer. Kriegt man ganz einfach beim Piercer, kostet auch gar nicht viel.
Ich: "Wie lang hält der, läuft der ab?"
Piercer: "Er wirkt, solange er anders als Wasser riecht" :mrgreen:
 
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