Naja, aber ausgelastet ist meine Krabbe bestimmt nicht. Und der Gedanke, dass er furchtbar einsam war, als er mit 11 Wochen hier ankam und ich gearbeitet und ihn allein gelassen habe und er tatsächlich die andere Variante gewählt und resigniert hat, finde ich jetzt nicht sehr erstrebenswert. Ich habe mich, als ich mich hier kundig gemacht habe, mal in seine Lage versetzt. Von der Mama weg, den Geschwistern, eine fremde Umgebung, ein fremder Mensch. Der ihn nach dem Wochenende morgens um 8 Uhr allein ließ und erst um 16.30 Uhr wieder hier war. Das treibt mir heute noch die Tränen in die Augen. Wie furchtbar allein muss er sich gefühlt haben. Möchtest Du einem Kind sowas bieten? Meinetwegen mit anderen Lebewesen aber ohne einen einzigen Menschen sein Leben zu leben? Ohne Austausch? Die anderen Lebewesen (Hund, Katze oder auch Affen) sind gut zu dem Kind, geben ihm was zu essen, schmusen und spielen mit ihm etc. Aber niemand ist da, der verständlich mit ihm spricht und mit ihm umgeht. So ähnlich geht es einem kleinen Kitten. Und würdest Du das machen, weil andere es auch machen und es da gut geht?
Ich werde einer Katze so etwas nie wieder antun, dass sie ein Leben lang ohne kätzischen Austausch sein muss. Das Tierhat nicht darum gebeten, hier einzuziehen. Das habe ich entschieden. Aus rein egoistischen Gründen. Ich wollte was zum schmusen, womit ich spielen kann, woran ich mich erfreue. Und deswegen bin ich auch verantwortlich dafür, dass das Tier auch ein Leben führt, woran es sich erfreuen kann.