Um wirklich seriös und legal zu züchten, gehört wesentlich mehr, als im Besitz einer potenten Kätzin zu sein, egal ob sie Papiere hat oder nicht, ob man einem Verein beigetreten ist oder nicht:
- Ohne Zuchterlaubnis des Züchters ist es in meinen Augen Betrug, wenn die Tiere als Liebhabertiere erworben worden sind, wird das vermutlich auch im Kaufvertrag festgehalten sein, dass man nicht damit züchten darf, sollte sie um es legal zu betreiben, also umgehend nachholen und sich mit der Züchterin in Verbindung setzen.
- dann braucht man umfangreiche Kenntnisse, nicht nur in Katzenhaltung, sondern auch über Trächtigkeit, Aufzucht und Genetik, hier empfiehlt es sich einen Züchter der gleichen Rasse als Mentor zu haben, der einem mit Rat und Tat zur Seite steht.
- Eine normale tierärztliche Untersuchung ist absolut unzureichend, es ist wichtig, dass die Katzen auf Erbkrankheiten untersucht werden und vorallem auch die Generationen davor, die Tiere also nachweislich aus gesunden Linien stammen. Bei den Briten wäre dass vorallem HCM und PKD.
- Bei den Briten gibt es noch die Besonderheit, dass da auch die Blutgruppe B vorkommt, daher muss man vor der Verpaarung eine Blutgruppenbestimmung machen lassen, damit man keinen A-Kater auf eine B-Kätzin setzt, was meist den Tod der Kitten zur Folge hat.
- Ohne die Zucht auf seriöse Beine zu stellen und auch angemeldet zu züchten, also ohne Zuchterlaubnis, wird man kaum an einen Deckkater kommen, der aus einer seriösen und verantwortungsvollen Zucht stammt, weil solche Züchter ihre Kater auch nur anderen ebenfalls ganz seriösen Züchtern zur Verfügung stellen, die leiden viel zu sehr unter Vermehrern, Schwarz- und Möchtegernzüchtern, als dass die so etwas unterstützen würden.
- Wenn sie in einem Verein züchten wollen, dann muss der Deckkater auch gültige Papiere und eine Zuchtbuchnr. haben.